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Der NDAC-Clubfonds – So funktioniert er!

Carsten Witt klärt auf!

Der NDAC-Clubfonds – So funktioniert er!

Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

Der NDAC-Clubfonds ist ein aktiv gemanagter Aktienfonds, der in erfolgversprechende Unternehmen weltweit investiert. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt auf Basis einer etablierten Strategie, die sowohl Megatrends und Substanz als auch die Grüne Energie berücksichtigt.

Wir unterscheiden innerhalb unseres Clubfonds folgende Segmente:

1. Basisinvestments

2. Grüne Energie

3. Megatrends

Unter Basisinvestments sind Unternehmen zu verstehen, die eine hohe Sicherheit durch ein bewährtes Geschäftsmodell haben und durch ein langjähriges und erfahrendes Management solide geführt werden und über Jahre nachhaltig Gewinne erzielen. Unterstützt wird dies durch eine regelmäßige Ausschüttung an unseren Clubfonds in Form der jährlichen Dividende. Allianz, Apple, BASF, Bayer, Deutsche Post, Walt Disney und Sanofi sind einige bekannte Unternehmen, die dieses Segment auszeichnen.

Das Erreichen der Klimaschutzziele und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird in diesem Jahrzehnt die Grünen Energien nachhaltig in den Mittelpunkt stellen. Der NDAC-Clubfonds nimmt an dieser Entwicklung mit dem Segment Grüne Energien mit Unternehmen wie Linde, Manz, Siemens Energy und Tesla teil.

Megatrends verändern die Welt. Unternehmen aus diesem Segment investieren in die Zukunft und können trotzdem am Markt bereits heute Erfolge aufweisen. Wir haben die Bereiche Internet und Biotechnologie als nachhaltige Megatrends erkannt. Apple, Amazon, Google, Microsoft und  Facebook sind im Clubfonds genauso vertreten, wie die beiden  schweizer Biotechnologie-Experten-Unternehmen BB Biotech und HBM Bioventure.

Das Zusammenspiel der drei Segmente sorgt dafür, dass unser Clubfonds ausgewogen an den Bewegungen der Aktienmärkte profitiert.

Im NDAC-Clubfonds sind derzeit 50 Unternehmen verteten und hat – je nach Marktsituation – eine Investitionsquote von 70 bis 100 Prozent.

Äußerst interessant ist die Kombination innerhalb des NDAC-Clubfonds, die bei der Auswahl der Aktientitel sowohl eine gute Rendite als auch Substanz und Innovationen der Unternehmen berücksichtigt. Die ausgewählten Aktiengesellschaften mit ihren Wertpapieren stammen zu einem Großteil aus Deutschland, den Vereinigten Staaten und einigen europäischen Ländern wie Schweiz, Frankreich und Österreich.

Geeignet ist der NDAC-Clubfonds für eine Vielzahl von Anlegern und Sparern. Möchten Sie eine langfristige Anlage tätigen? Haben Sie einen höheren Rendite-Wunsch? Besteht bei Ihnen eine größere Risikobereitschaft? Möchten Sie die Chancen an den Aktienmärkten nutzen? In all diesen Fällen kann der NDAC-Clubfonds für Sie ein interessantes Investment oder die Möglichkeit eines renditestarken Vermögensaufbau darstellen.

Zusammenfassend sind es die folgenden Zahlen, Daten und Fakten, die den NDAC-Clubfonds Aktienfonds kennzeichnen:

  • Einmalanlage ab 5.000 Euro
  • Monatlicher Sparbetrag ab 50 Euro
  • Kostenloses Depotkonto zum NDAC-Clubfonds
  • Flexible Laufzeiten
  • Geld jederzeit verfügbar

Börsenwissen: SPAC

Steffen Koch klärt auf

Ein Kommentar von Steffen Koch, Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

Börsenwissen: SPAC

Eine neue Welle schwappt von den USA nach Europa und somit auch nach Deutschland. Einige haben vielleicht schon mit SPAC gehandelt, hatten damit auch Erfolg oder eben nicht.
 
Definition eines SPAC
SPAC kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung von Special Purpose Acquisition Company oder übersetzt „zweckgebundene Akquisitionsgesellschaft.“ Nun, darunter kann man sich zunächst nicht allzu viel vorstellen. An den Märkten jedoch stellt ein SPAC eine Akquisitionszweckunternehmen bzw. eine Mantelgesellschaft dar, die zunächst Kapital über einen Börsengang einsammelt, um dieses in einem zweiten Schritt in die Übernahme eines (vorher nicht fest bestimmten) Unternehmens zu investieren. Für das zu übernehmende Unternehmen ist der Kauf durch einen SPAC eine durchaus gängige Alternative zu einem herkömmlichen Börsengang (IPO).
 
Wie funktioniert ein SPAC?
In der Regel wird ein SPAC von einem sogenannten Sponsor aufgelegt, der selbst investiert und die unternehmerische Führung des Vehikels übernimmt. Viele dieser Sponsoren stammen ursprünglich aus dem Private-Equity-Sektor. Nach dem Aufstellen einer Gesellschaftssatzung wird als erstes Geld über einen Börsengang eingesammelt und zunächst auf einem Treuhandkonto zum risikolosen Marktzins angelegt. Innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens (etwa 24 Monate) versucht der SPAC einen oder mehrere Unternehmenskäufe zu tätigen, wobei der Akquisitionsrahmen im Allgemeinen durch die Satzung vorgegeben ist, bspw. in Bezug auf avisierte Sektoren oder Unternehmensgrößen. Das Ziel einer Akquisition besteht darin, ein Unternehmen, das noch nicht an der Börse gelistet ist, durch die Übernahme öffentlich handelbar zu machen. Die finale Entscheidung für die Übernahme trifft die Hauptversammlung des SPAC. Stimmt die Mehrheit der Aktionäre dafür, wird der Kauf umgesetzt, andernfalls kommt es zur Auflösung des SPAC und Rückzahlung der eingesammelten Gelder an die Aktionäre. Wird innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens keine Akquisition getätigt, folgt gleichfalls die Auflösung und die Aktionäre erhalten das auf dem Treuhandkonto angelegte und verzinste Geld (sofern die Zinsbedingungen es hergeben) zurück.
 
Welchen Vorteil hat ein SPAC gegenüber einem IPO?
Wir wissen wie aufwendig (insbesondere in den USA) ein IPO ist. Der Kauf durch einen SPAC wird ausschließlich mit dem Sponsor verhandelt und vermeidet dadurch den langwierigen und teuren IPO-Prozess und die damit verbundenen Unsicherheiten und ermöglicht die Börsennotierung auch für kleinere Unternehmen.
Übrigens gibt es nicht nur Mäntel für diese Art von Börsengängen. Wenn schnell eine GmbH gegründet werden soll, kann man über eine juristisch betreuende Rechtsanwaltskanzlei mit einem fertigen Gesellschaftervertrag und einer Mantel-GmbH ebenfalls sehr schnell ein Unternehmen gründen oder umwandeln, ohne dass man die Dauer des Eintrages im Handelsregister des jeweiligen Amtsgerichtes abwarten muss.
 
Übernahmetendenzen mittels SPAC
Viele Übernahmen durch SPAC werden sowohl in Ländern wie den USA, China, Indien und Israel beobachtet, so wie in den Branchen Gesundheit, Transport, Finanzen, Telekommunikation und Konsumprodukte. Seit 2020 sind vermehrt die aktuellen Themengebiete erneuerbare Energie oder Elektromobilität/ Hybridantriebe/ Wasserstoffantrieb im Fokus von SPAC.
In Deutschland konnten wir bis Ende 2020 nur drei SPAC verzeichnen.
Germany 1 wurde im Juli 2008 an der Börse platziert und sammelte insgesamt 250 Millionen Euro ein. Im September 2009 übernahm Germany 1 die Mehrheit an dem Hersteller von Stromversorgungsgeräten AEG Power Solution. Es ging 2017 in die Insolvenz und ist seit 2018 nicht mehr an der Börse gelistet.
Helikos wurde im Januar 2010 platziert und sammelte insgesamt 200 Millionen Euro ein, um in deutsche Mittelstandsunternehmen zu investieren. Im Sommer 2011 übernahm Helikos die Schweizer Unternehmensgruppe Exceet und nennt sich seitdem Exceet Group.
Europe Cleantech 1 wurde im Oktober 2010 platziert und sammelte insgesamt 115 Millionen Euro ein, um in Unternehmen der Umwelttechnologie zu investieren. Nach dem Erwerb der belgischen Electrawind Gruppe ging diese 2018 in die Insolvenz.
Nicht gerade eindrucksvolle Erfolge, könnte man meinen. Aber ab 2020 nahm die Beliebtheit der SPAC stark zu. So gingen in den USA 250 SPACS neu an die Börse, im Januar 2021 schon 70. In Deutschland gab es im Februar 2021 mit Lakestar SPAC I mit einem Volumen von 275 Mio. Euro die erste Neuemission eines SPAC seit 2010.
Dass Kleinanleger damit auch richtig Geld verdienen können, zeigt das folgende Beispiel von Churchill Capital IV.
Auf dem Parkett spricht man vom nächsten Tesla. Mit dem eingenommenen Geld wird dann versucht, das Unternehmen Lucid Motors zu übernehmen. Ein Autobauer, der in seiner originären Batterietechnologie Performance und Reichweite besser kombiniert hat, als dies selbst Tesla bislang gelungen ist. Nach dem Börsengang zu 10 Dollar sprang die Aktie auf 60 Dollar um jetzt wieder zu einer Einstiegsmöglichkeit auf 26 Dollar zu korrigieren. Man braucht also gute Nerven, aber das ist bei Börsianern ja Voraussetzung.
 
Fazit
Wir sehen also, SPAC sind im Kommen. Wenn Anleger Cash haben und von der Story eines Unternehmens überzeugt sind, dann können sie hier schon im Vorfeld die Aktie günstig erwerben.

Dividendenrendite – Dividendentitel von Anlegern immer öfter bevorzugt

Carsten Witt klärt auf
Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)
 

Dividendenrendite – Dividendentitel von Anlegern immer öfter bevorzugt

Bei Aktien denken die meisten Anleger sicherlich an mögliche Kursgewinne, wenn es um die erzielbaren Erträge geht. Oftmals wird in dem Zusammenhang jedoch vergessen, dass zahlreiche Aktientitel noch einen weiteren Ertragvorteil aufweisen können, nämlich die Dividende. Seit einigen Jahren setzen immer mehr Anleger bewusst verstärkt auf solche Aktienwerte, die mit einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite ausgestattet sind und demzufolge als dividendenstarke Aktien oder Dividendenwerte bezeichnet werden. Mit diesen Aktienwerten möchten wir uns im folgenden Beitrag etwas näher beschäftigen.

Hintergrund: Worum handelt es sich bei der Dividende?

Im Bereich des Investments in Aktien gibt es immer wieder Anfänger, die bisher noch keine Erfahrungen mit diesen Wertpapieren haben. Daher macht es Sinn, auch zum Thema Dividendentitel etwas näher auf den Hintergrund einzugehen, also in diesem Fall auf die Dividende. Worum handelt es sich dabei eigentlich? Die Dividende ist eine Ausschüttung, die durch die Aktiengesellschaft vorgenommen wird, mit der Aktionäre am erzielten Jahresgewinn beteiligt werden. Allerdings ist ein vorhandener Gewinn nicht zwingend vorausgesetzt, denn manche Aktiengesellschaften schütten auch in Jahren eine Dividende aus, in denen das Betriebsergebnis negativ ist.

Sämtliche Aktionäre, die Aktien der Gesellschaft im Depot haben, haben ein Anrecht darauf, eine Dividende zu erhalten, falls die Ausschüttung generell auf der jährlichen Hauptversammlung der Aktiengesellschaft beschlossen wurde. Die Höhe der ausgeschütteten Dividende hängt hauptsächlich vom erzielten Jahresgewinn der Aktiengesellschaft ab, sie sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob es sich tatsächlich um einen Dividendentitel oder um eine Aktie mit einer gewöhnlichen Dividendenrendite handelt. Zu diesem Zweck ist es wichtig, sich näher mit der Dividendenrendite zu beschäftigen.

Hohe Dividende bedeutet nicht automatisch überdurchschnittliche Dividendenrendite

Nicht wenige Anleger machen den Fehler, bei der Wahl der Aktien vor dem Hintergrund einer möglichst guten Dividendenrendite solche Titel auszuwählen, die eine nominal vergleichsweise hohe Dividende ausschütten. Diese Vorgehensweise ist deshalb nicht empfehlenswert, weil die Höhe der nominalen Dividende nichts darüber aussagt, ob der Anleger auch eine überdurchschnittliche Dividendenrendite mit diesem Titel erzielen kann. Es ist demzufolge wichtig, sich den Unterschied zwischen Dividende und Dividendenrendite deutlich zu machen.

Wie berechnet man die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite ist eine Größe, die in erster Linie auf Grundlage von zwei Zahlen berechnet wird, nämlich zum einen auf Basis des aktuellen Aktienkurses und zum anderen wird ebenfalls die nominal ausgeschüttete Dividende je Aktie für die Ermittlung der Dividendenrendite benötigt. Anhand der folgenden Formel können Sie für jede Aktie die aktuelle Dividendenrendite berechnen, bei denen die Ausschüttung einer Dividende stattgefunden hat und von der Sie den aktuellen Kurs kennen. Dabei wird die folgende Formel verwendet:

(Nominale Dividende je Aktie * 100) / aktueller Aktienkurs = Dividendenrendite

Nehmen wir für die Beispielrechnung einmal an, dass Sie sich für eine Aktie interessieren, bei der in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 3,50 Euro je Aktie ausgeschüttet wird und deren Kurs sich momentan im Bereich von 102 Euro aufhält. Aktuell ergäbe sich laut der zuvor genannten Formel daraus eine Dividendenrendite in Höhe von 3,43 Prozent. Die Frage ist nun, ob man bei dieser Dividendenrendite tatsächlich bereits von einem Dividendentitel, also von einer dividendenstarken Aktie, sprechen kann.

Was zeichnet einen Dividendentitel aus?

Mit dem Begriff Dividendentitel sind natürlich in erster Linie solche Aktien gemeint, bei denen die zu erzielende Dividendenrendite über dem Durchschnitt liegt. Doch was ist der Durchschnitt? Die meisten Analysten und Experten betrachten sich zunächst möglichst viele Aktien aus der gleichen Branche und ermitteln so die durchschnittliche Dividendenrendite dieser Wertpapiere. Anschließend können dann diejenigen Wertpapiere identifiziert werden, bei denen die eigene Dividendenrendite höher als der Durchschnitt ist.

Exakt diese Aktienwerte werden dann als Dividendentitel bezeichnet. Zur Beurteilung, ob eine Aktie an Dividendentitel ist oder nicht, ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Vergleich nur innerhalb der Branche zu ziehen. Die zahlreichen Branchen am Markt sind nämlich durchaus dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Aktiengesellschaften abweichende Dividenden zahlen. Besonders hohe Dividendenrenditen finden Sie vor allem bei Aktien, die aus einer der folgenden Branchen stammen:

•    Versorger
•    Versicherungsgesellschaften
•    Chemie- und Pharma-Unternehmen

In erster Linie ist es also eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite, durch die sich dividendenstarke Aktien auszeichnen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Eigenschaften, die solche Dividendentitel haben sollten. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Dividendenrendite nicht nur zum aktuellen Zeitpunkt überdurchschnittlich hoch ist, sondern dies sollte zumindest auch in der Vergangenheit für einen längeren Zeitraum zutrifft. An dieser Stelle wird allerdings auch ein Problem der Bewertung deutlich, ob es sich bei einer Aktie um einen Dividendentitel handelt oder nicht. Die Dividendenrendite ist nämlich nur eine Momentaufnahme und ändert sich sofort, wenn sich ein neuer aktueller Kurs bei dem jeweiligen Wertpapier bildet. Aus diesem Grund kann es alleine im Verlauf eines Jahres dazu kommen, dass sich die Dividendenrendite einer Aktie innerhalb einer sehr großen Spanne bewegt. Daher betrachten sich zahlreiche Analysten die Höhe der ausgeschütteten Dividende, deren Entwicklung und die Dividendenrendite über einen längeren Zeitraum hinweg.

Wie kann sich Dividendenrendite verändern?

Selbst unter der Voraussetzung, dass die Aktiengesellschaft über viele Jahre hinweg die gleiche nominale Dividende an die Aktionäre zahlt, kann sich die Dividendenrendite dennoch in größerem Umfang im gleichen Zeitraum verändert. Der Grund besteht darin, dass die nominale Dividende nur ein Teil der Berechnung ist, denn der mindestens ebenso wichtige zweite Teil ist der jeweilige Kurs des Wertpapiers. Um dies zu verdeutlichen, möchten wir gerne anhand der folgenden drei Beispiele zeigen, wie sich die Dividendenrendite unter der Voraussetzung ändern kann, dass die nominale Dividende identisch bleibt, sich jedoch der Kurs des Wertpapiers verändert:

Nominale Dividende: 3,50 Euro je Aktie
Kurs: 38,30 Euro
Dividendenrendite: 9,13%

Nominale Dividende: 3,50 Euro
Kurs: 45,90 Euro
Dividendenrendite: 7,63%

Nominale Dividende von 3,50 Euro
Kurs: 56,70 Euro
Dividendenrendite: 6,17%

Dieses Beispiel zeigt auf der einen Seite, dass die Dividendenrendite im Laufe des Jahres deutlich gesunken ist. Auf der anderen Seite ist dies allerdings nur geschehen, weil der Kurs der Aktie deutlich gestiegen ist. In diesem Fall ist das Sinken der Dividendenrendite zwar nachvollziehbar, allerdings aufgrund der deutlichen Kurssteigerungen für den Aktionär alles andere als problematisch. Dieser erzielt nämlich mit den im Depot befindlichen ab Aktien aufgrund des Kursanstieges gute Gewinne, sodass die gesunkene Dividendenrendite, die ohnehin eine statistische Zahl ist, kaum ins Gewicht fällt.

Aus dem vorherigen Grund ist es demzufolge auch bei dividendenstarken Aktien wichtig, dass Anleger bei der Wahl darauf achten, wie sich der Kurs in der Vergangenheit verhalten hat. Eine noch so starke Dividendenrendite ist nämlich nur wenig wert, wenn diese vorrangig aufgrund von Kursrückgängen bei dem entsprechenden Wertpapier entstanden ist. In diesem Fall kann sich der Anleger zwar über eine gute Dividendenrendite freuen, muss allerdings gleichzeitig größere Kursverluste und somit Kapitalverluste beklagen.

 

Kryptowährungen – Bitcoin und andere Fachbegriffe leicht verständlich erklärt

Steffen Koch klärt auf

Ein Kommentar von Steffen Koch, Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

 

Kryptowährungen – Bitcoin und andere Fachbegriffe leicht verständlich erklärt

In den vergangenen Jahren konnten einige spekulativ eingestellte Investoren mit Kryptowährungen gute Gewinne erzielen, denn die Kurse zahlreicher digitaler Währungen sind erheblich gestiegen. Auf der anderen Seite gab es natürlich bei manchen Tradern auch erhebliche Verluste, sodass Kryptowährungen ihrem Ruf gerecht wurden, dass es sich um einen sehr volatilen Markt handelt. Manche spekulativ eingestellte Anleger würden zwar gern in den Bitcoin oder eine andere Kryptowährung investieren, trauen sich an das Thema aber häufig nicht heran. Dies liegt unter anderem auch daran, dass es zahlreiche Fachbegriffe gibt, deren Bedeutung Sie kennen sollten, bevor Sie sich näher mit dem Handel der digitalen Währungen beschäftigen. Wir möchten daher im Folgenden die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Kryptowährungen einfach verständlich erläutern, um so vielleicht dazu beizutragen, dass sich mehr Menschen an dieses spezielle Thema heranwagen.

Bitcoin als erste Kryptowährung überhaupt

Einen Begriff haben die meisten Menschen im Zusammenhang mit Kryptowährungen schon einmal gehört, nämlich den Bitcoin. Es handelt sich dabei um nichts anderes als um die erste digitale Währung weltweit, die im Jahre 2009 geschaffen wurde. Mit dem Bitcoin wurde zudem erstmals eine neue Technologie vorgestellt, nämlich die sogenannte Blockchain. Auf diesem Begriff werden wir im Folgenden ebenfalls noch näher eingehen. Erfunden wurde der Bitcoin übrigens von einem sogenannten Satoshi Nakamoto. Es ist allerdings bis heute nicht bekannt, ob es sich dabei um eine real existierende Person, eine Gruppe von Menschen oder nur um ein ausgedachtes Pseudonym handelt.

Blockchain: die Blockkette zur Verbindung der Datensätze

Eng in Verbindung mit der ersten Kryptowährung, dem Bitcoin, steht die sogenannte Blockchain. Diese Blockkette besteht aus zahlreichen Datensätzen, die wiederum unzählige Daten enthalten, die zu einer Blockkette verbunden sind. Im Prinzip ist die Blockchain ein dezentrales Netzwerk, die jeder Teilnehmer auf seinem eigenen PC einsehen und sogar herunterladen kann. Oft wird sie auch zur Veranschaulichung mit einem Buchungsjournal verglichen. Die Blockchain ist ein sehr wichtiger Teil des Bitcoin und andere Kryptowährungen, denn sie gewährleistet die hohe Sicherheit dadurch, dass jeder Teilnehmer Zugriff auf die Datensätze hat, diese allerdings nicht unautorisiert verändern kann. Wenn Sie sich mit dem Handel von Kryptowährungen wie dem Bitcoin auseinandersetzen möchten, müssen Sie keine technischen Details zur Blockchain kennen. Es reicht hingegen aus, wenn Sie wissen, dass es sich bei der Blockchain schlichtweg um die technische Grundlage des Bitcoin und anderer digitaler Währungen handelt.

Cryptocoin-Börsen: der Handelsplatz für digitale Währungen

Cryptocoin-Börse ist ein weiterer Fachbegriff aus dem Bereich der Kryptowährungen. Es handelt sich dabei um spezielle Marktplätze bzw. Handelsplätze, über die digitale Währungen gehandelt werden können. Eine Cryptocoin-Börse ist also im Grunde nichts anderes als eine Aktienbörse, nur dass dort eben digitale Währungen statt Wertpapiere gehandelt werden. Auch die Funktionsweise der Cryptocoin-Börsen ist denen der Wertpapierbörsen sehr ähnlich. Sie können in aller Regel entweder gegen Euro bestimmte Kryptowährungen kaufen oder eine gegen eine andere digitale Währung einzutauschen. Der Handel an den Cryptocoin-Börsen wird durch Angebot und Nachfrage bezüglich der jeweiligen Kryptowährungen bestimmt, sodass sich auf dieser Grundlage ein Kurs bilden kann.

Mining: Neue Coins werden produziert

Oftmals fällt in Verbindung mit Kryptowährungen der Begriff des Mining. Das sogenannte Mining oder auch das Schürfen von Coins bedeutet, dass leistungsstarke Rechner neue Coins (Datensätze) einer festgelegten digitalen Währung durch Transaktionen produzieren. Dies geschieht dadurch, dass die jeweiligen Computer komplexe, mathematische Aufgaben lösen müssen und als eine Art Belohnung für die größte Rechenaufgabe dann ein Coin als Datensatz produziert wird.

 

Das Mining gibt es vorwiegend in zwei Varianten, nämlich als Solo- sowie als Cloud-Mining. Beim Solo-Mining werden Sie selbst aktiv, müssen dann aber auch sämtliche Ressourcen zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel leistungsstarke Rechner, Grafikkarte und der Stromverbrauch ist ebenfalls nicht unerheblich. Beim Cloud-Mining hingegen investieren Sie Kapital, während der Cloud-Mining Anbieter das Schürfen der Coins übernimmt und Sie gemäß Ihrer Investitionssumme am Ertrag beteiligt.

Private und public key: privater und öffentlicher Schlüssel zur Authentifizierung

Zwei weitere Fachbegriffe, die im Zusammenhang mit Kryptowährungen relativ häufig auftreten, sind zum einen der private key und zum anderen der public key. Vergleichbar ist der public key (öffentliche Schlüssel) mit Ihrer IBAN als Bankverbindung. Der public key ist die Empfängeradresse, an die Ihnen Coins einer bestimmten digitalen Währung gutgeschrieben werden können. Wie der Name bereits sagt, ist der public key ein öffentlicher Schlüssel und es ist daher erlaubt und sogar gewünscht, dass Sie diesen Schlüssel Personen mitteilen, die Ihnen vielleicht Coins überweisen möchten. Demgegenüber ist der private key (private Schlüssel) mit einer PIN beim Online-Banking zu vergleichen. Diesen privaten Schlüssel dürfen Sie nicht weitergeben, keinen anderen Personen zugänglich machen und müssen ihn gut aufbewahren. Sie benötigen den private key nämlich für den Zugang zu Ihrem Wallet, auf dem wiederum die Coins als Datensätze und Transaktionsnummern gespeichert werden.

Wallet: Virtuelle Geldbörse zur Verwahrung der Coins

Kryptowährungen mit den jeweiligen Coins, die im Grunde nichts anderes als Transaktionsnummern bzw. Datensätze sind, können natürlich nicht auf einen gewöhnlichen Girokonto oder gar auf einem anderen Bankkonto gespeichert werden. Stattdessen benötigen Sie eine spezielle virtuelle Geldbörse, die in der Fachsprache als Wallet bezeichnet wird. Solche Wallets gibt es mittlerweile in drei Varianten, nämlich als:

  • eWallets (Online-Wallets)
  • Paper Wallets
  • Hardware Wallets

Die Wallets unterscheiden sich im Grunde nur dadurch, auf welche Art und Weise die Speicherung der Daten und Transaktionsnummer erfolgt. Beim eWallet bzw. Online-Wallet geschieht dies online über eine bestimmte Webseite, sodass auch unberechtigte Personen mit den entsprechenden Maßnahmen Zugriff nehmen können, da es eben einen Online-Zugriff gibt. Daher gelten die jeweils mittlerweile auch als die sicherste Aufbewahrungsmöglichkeit für Coins. Demgegenüber sind sowohl Paper- als auch Hardware Wallets deutlich sicherer, da keine Online-Verbindung besteht. Besonders sicher sind die Hardware Wallets, wie zum Beispiel der Ledger. Es handelt sich dabei meistens um eine Art USB-Stick, auf dem der Zugang zum Wallet gespeichert ist und der selbstverständlich getrennt vom PC aufbewahrt werden kann, sodass hier ebenfalls kein Online-Zugriff durch Unbefugte möglich ist.

Mit 45 Jahren das Arbeitsleben beenden – utopisch oder realistisch?

Steffen Koch klärt auf
Ein Kommentar von Steffen Koch, Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)
 

Mit 45 Jahren das Arbeitsleben beenden – utopisch oder realistisch?

In Deutschland wird immer wieder darüber diskutiert, wie hoch das ideale Renteneintrittsalter ist. Ob dieses nicht aufgrund der steigenden Belastungen in den gesetzlichen Rentenkassen erhöht werden müsse oder welche Lösungen sonst noch in Frage kommen. Auf der einen Seite liegt die Regelaltersgrenze in Deutschland aktuell mit 67 Jahren im internationalen Vergleich relativ hoch, auf der anderen Seite nehmen aber auch zahlreiche Bürger die Möglichkeit in Anspruch, vorzeitig in den Ruhestand einzutreten, beispielsweise durch die Rente mit 63. Nicht wenige Menschen haben jedoch ein viel ambitionierteres Ziel, nämlich beispielsweise schon mit 40 oder 45 Jahren das Arbeitsleben zu beenden und fortan als Ruheständler zu leben. Aber kann das überhaupt funktionieren oder handelt es sich dabei um reine Utopie?

Gesetzliche Rente selbst bei Regelrenteneintritt oft nicht ausreichend

Vor dem Hintergrund, dass die gesetzliche Rente bei den meisten Menschen mittlerweile nicht annähernd ausreicht, um den zuvor erworbenen Lebensstandard zu halten, erscheint die Frage, ob es möglich ist, schon mit 45 Jahren in den Ruhestand einzutreten, relativ absurd. Immerhin erhalten zahlreiche Bundesbürger selbst dann, wenn sie mit 67 Jahren in den Regelruhestand eintreten, häufig nur eine Rente von vielleicht 1.000 oder 1.200 Euro pro Monat. Trotzdem kann man nicht sagen, dass es pauschal unmöglich ist, schon mit 45 Jahren so viel Kapital angespart zu haben, dass man davon inklusive der ab dem 67. Lebensjahr hinzukommenden gesetzlichen Rente fortan davon leben kann.

Welche Fragen müssen unbedingt geklärt werden?

Damit Sie persönlich beurteilen können, ob die Rente mit 45 Jahren ein realistisches Ziel oder reine Utopie ist, müssen zunächst einige wichtige Fragen geklärt werden. Die wichtigste Frage ist sicherlich, welchen monatlichen Betrag Sie ab dem 45. Lebensjahr gerne zur Verfügung haben möchten. Hier spielen also die eigenen Ansprüche und der Lebensstandard eine wesentliche Rolle, denn vermutlich haben Sie bei der Rente mit 45 Jahren nicht zum Ziel, fortan auf jeden Cent schauen zu müssen. Darüber hinaus gibt es noch weitere wichtige Fragen, die sich schon allein deshalb klären müssen, um anschließend eine Berechnung durchführen zu können, welchen Betrag Sie fortan monatlich sparen müssen, um tatsächlich bereits mit 45 Jahren Ihr Arbeitsleben beenden zu können. Es handelt sich dabei insbesondere um die folgenden Fragen:

• Welches monatliche Budget möchte ich ab 45 haben?

• Welche gesetzliche Rente erhalte ich mit 67 pro Monat?

• Welche Kapitalsumme benötige ich ab 45 Jahren, welche ab 67?

• Wie viele Jahre kann ich noch ansparen?

• Welches Finanzprodukt zum Vermögensaufbau möchte ich nutzen?

• Wie hoch ist die kalkulierte Rendite während der Ansparphase?

• Welchen Sparbeitrag pro Monat kann ich mir leisten?

Auf all diese Fragen müssen Sie eine Antwort haben, denn nur dann ist es möglich, eine fundierte Berechnung durchzuführen, die Ihnen aufzeigen wird, welchen monatlichen Betrag Sie fortan sparen müssen, um tatsächlich Ihr Ziel zu erreichen, bereits mit 45 Jahren dem Arbeitsleben adieu zu sagen.

Monatliches Budget: Aktuelles Einkommen als Orientierungshilfe

Die sicherlich am schwersten zu beantwortende Frage besteht für viele Menschen, die darüber nachdenken, ob sie bereits mit 45 Jahren in Rente gehen könnten, darin, welches monatliche Budget ab diesem Datum zur Verfügung stehen soll. Reichen mir später 2.000 Euro pro Monat aus oder sollen es doch lieber 2.500 Euro sein? Wer sich kein genaues Bild darüber machen kann, welchen Betrag er später monatlich zur Verfügung haben möchte, sollte sich einfach am aktuellen Einkommen orientieren. Dies ist meistens ein guter Maßstab für die Zukunft, denn für gewöhnlich will man ab dem Ruhestand seinen Lebensstandard weder einschränken noch erhöhen. Wenn Sie also beispielsweise aktuell ein Nettoeinkommen in Höhe von 2.200 Euro erzielen, könnten Sie zum Beispiel 2.000 Euro als zukünftiges monatliches Budget für die Berechnung angeben.

Kapitalsumme ab dem 45. und ab dem 67. Lebensjahr ermitteln

Eine wichtige Grundlage für die gesamte Berechnung besteht im zweiten Schritt darin, dass Sie die Kapitalsumme berechnen, die Sie zum einen ab Ihrem 45. bis zum 67. Lebensjahr benötigen und die Sie zum anderen ab dem 67.Lebensjahr zur Verfügung haben möchten. Dazu müssen Sie festlegen, bis zu welchem Alter das Kapital überhaupt reichen soll. Dies ist natürlich eine weitere sehr schwierige Frage, denn dazu müssen Sie im Prinzip einschätzen, wie alt Sie einmal werden. Da dies selbstverständlich nicht möglich ist, bietet es sich an, mit Durchschnittswerten zu rechnen, wie zum Beispiel der statistischen Lebenserwartung, die aktuell bei rund 80 Jahren liegt.

Die Kapitalsumme, die Sie von Ihrem 45 bis zum 67. Lebensjahr benötigen, ist auf Grundlage des festgelegten monatlichen Budgets sehr einfach zu ermitteln. Möchten Sie zum Beispiel 2.000 Euro pro Monat zur Verfügung haben, multiplizieren Sie diesen Betrag mit zwölf (Monaten) und anschließend mit 22 Jahren. Bei Kapitalverzehr benötigen Sie diesen Betrag, um die Zeit zwischen der Beendigung des Arbeitslebens und dem Beginn des offiziellen Ruhestandes mit 67 Jahren zur überbrücken. Ab dem 67. Lebensjahr benötigen Sie dann natürlich zur Ergänzung der gesetzlichen Rente weiteres Kapital, welches Sie ermitteln, indem Sie das gewünschte Budget von 2.000 Euro als Grundlage nehmen, davon die gesetzliche Rente abziehen und die Differenz mit der Monatszahl multiplizieren, die Sie kalkulatorisch noch leben werden.

Die Gesamtrechnung – ein Beispiel

Nachdem Sie nun wissen, welche Daten, Zahlen und Fakten Sie benötigen, um für sich persönlich die Frage zu beantworten, ob die Rente mit 45 ein realistisches Ziel sein kann, möchten wir die Theorie anhand eines Beispiels mit Leben füllen. Zu diesem Zweck gehen wir von den nachfolgenden Daten und Zahlen aus:

Monatlich gewünschtes Budget ab 45: 2.000 Euro

Zahlung aus der gesetzlichen Rentenkasse ab 67: 600 Euro pro Monat

Versorgungslücke ab 67: 1.400 Euro

Benötigtes Kapital zwischen 45. und 67. Lebensjahr: 528.000 Euro

Benötigtes Kapital zwischen 67. und 80. Lebensjahr: 218.400 Euro

Benötigtes Kapital insgesamt: 746.400 Euro

Zeit zum Ansparen: 20 Jahre

Kalkulatorischer Zins des Sparvertrages: 5,5 Prozent

Monatliche Sparrate: ca. 1.730 Euro

In diesem Beispiel würden Sie also Monat für Monat in den nächsten 20 Jahren jeweils rund 1.730 Euro ansparen müssen, um tatsächlich mit Beginn des 45. Lebensjahres so viel Kapital angesammelt zu haben, um davon den Rest des Lebens bzw. bis zum kalkulatorischen Lebensende mit 80 Jahren leben zu können. Diese Berechnung beinhaltet natürlich noch einige Eventualitäten. Sollten Sie zum Beispiel länger als 80 Jahre leben, müssten Sie ab dem 81. Lebensjahr von der staatlichen Fürsorge leben, weil Ihr Kapital aufgebraucht ist und die gesetzliche Rente allein vermutlich nicht reichen wird. Sollten Sie beispielsweise bereits Immobilieneigentum besitzen, kann das monatliche Budget natürlich vermutlich deutlich geringer ausfallen, weil dann keine Mietzahlungen mehr anfallen.

Sparrate zu hoch – was tun? 

Vielleicht werden Sie an dieser Stelle desillusioniert sein, wenn das Ergebnis der Berechtigung eine für Sie unmöglich zu leistende Sparrate enthält. Trotzdem sollten Sie an dieser Stelle nicht direkt aufgeben, denn es gibt durchaus Anpassungsmöglichkeiten, sodass Sie Ihren Traum vom vorzeitigen Beenden des Arbeitslebens vielleicht dennoch realisieren können. Anpassungen können Sie insbesondere bei den folgenden Variablen vornehmen:

• Monatliches Budget reduzieren

• Wunschalter nach hinten verschieben, beispielsweise 50 statt 45 Jahre

• Aktuelle Ausgaben (wenn möglich) einschränken und dadurch mehr Ansparen

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es tatsächlich ein sehr ambitioniertes Ziel ist, schon mit 45 Jahren in Rente zu gehen. Für schätzungsweise über 85 Prozent der arbeitenden Bevölkerung wird dies ein nicht zu erreichendes Ziel sein, weil einfach während des Arbeitslebens monatlich viel zu viel Geld zur Seite gelegt werden müsste, um davon später leben zu können. Trotzdem ist es mit viel Energie, einem bestimmten Einkommen und vor allem Einschränkungen während des Arbeitslebens durchaus möglich, unter bestimmten Voraussetzungen das Ziel zu erreichen, das aktive Arbeitsleben schon im Alter von 45 oder 50 Jahren zu beenden.

Finanzen und Vorsorge

Carsten Witt klärt auf
Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des NDAC-Anlegerclubs
 

Finanzen und Vorsorge

Das Thema Finanzen und Vorsorge ist nicht nur in deutschen Schulen ein absolutes Randthema. Falls es überhaupt im Unterricht angesprochen wird. Noch unerfreulicher ist es, dass sich selbst zahlreiche Erwachsene, insbesondere Familien, häufig noch nicht der Vorsorge, Absicherung und dem Thema Finanzen als solches gewidmet haben. Dabei ist es gerade für Eltern mit Kindern enorm wichtig, dass die eigenen Finanzen strukturiert sind, möglichst eine private Vorsorge getroffen wird und die Familie in ausreichendem Umfang abgesichert ist.

Thema Finanzen und Vorsorge wird häufig verdrängt

In weiten Teilen der Bevölkerung ist Finanzen ein eher ungeliebtes Thema, mit dem man sich nicht gerne beschäftigt. Zwar nehmen zahlreiche Verbraucher Kredite auf und sparen auch etwas, aber so richtig beschäftigen sich nur wenige Menschen mit dem Thema Vorsorge und Finanzen. Ein Grund besteht sicherlich auch im negativen Image, was Finanzen betrifft, da in den Medien häufig nur von fallenden Börsenkursen oder über die niedrigen Anlagezinsen berichtet wird. Heutzutage ist es jedoch unerlässlich, dass man zumindest Grundkenntnisse bezüglich der eigenen Finanzen hat und sich ebenfalls mit dem Thema Vorsorge und Absicherung beschäftigt.

Eigene Finanzen ordnen und strukturierte Finanzplanung vornehmen

Wer sich bisher noch nicht mit dem Thema Finanzen beschäftigt hat, der sollte im ersten Schritt die eigenen Finanzen ordnen und eine strukturierte Finanzplanung durchführen. Insbesondere für Familien mit Kindern ist dies äußerst wichtig, denn natürlich soll der Nachwuchs in einem möglichst gesichertem finanziellen Umfeld aufwachsen. Zu den großen Themenblöcken, welche in die Kategorie Finanzen für Familien fallen, zählen insbesondere:

•    Einnahmen und Ausgaben
•    Rücklagen bilden und private Vorsorge
•    Absicherung der Familie (Versicherungen)

Mit diesen Themen möchten wir uns im Folgenden etwas näher beschäftigen, damit auch Sie wissen, wie Sie sich zukünftig einen besseren Überblick über Ihre Finanzen und die Absicherung der Familie verschaffen können.

Eigene Finanzen kennen und ordnen: die Einnahmen- und Ausgabenrechnung

Bevor Sie sich erstmals mit Themen wie dem Sparen, der Vorsorge und der Absicherung der Familie beschäftigen, sollten Sie Ihre grundsätzlichen finanziellen Strukturen kennen und ordnen. Ein probates Mittel ist in dem Zusammenhang die sogenannte Einnahmen- und Ausgabenrechnung. In diesem Fall machen Sie nichts anderes, als Ihren regelmäßigen Einnahmen die monatlichen Ausgaben gegenüberzustellen. Die Einnahmen sind in der Regel schnell und einfach zu erfassen, denn sie bestehen bei Familien normalerweise aus den Gehältern und dem Kinder- bzw. unter Umständen dem Erziehungsgeld. Bei den Ausgaben wird es deutlich umfangreicher, zumal es wichtig ist, nicht nur die großen Ausgaben wie Miete oder Kosten für den Lebensunterhalt aufzuführen, sondern auch kleinere, aber dennoch regelmäßige Aufwendungen. Die größten Kostenfaktoren sind in der Regel:

•    Miete oder alternativ Kreditrate für das Haus
•    Lebensunterhalt (Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Kleidung etc.)
•    Autokosten (Steuer, Versicherung, Benzin, Reparaturen)
•    Telekommunikationskosten (Internet, Telefon, Handy)
•    Versicherungsbeiträge
•    Rücklagen
•    Kreditraten

Grundsätzlich ist es für viele Familien ohnehin sehr sinnvoll, wenn sie sich einmal einen gezielten Überblick über sämtliche Ausgaben verschaffen, wobei auch das Führen eines Haushaltsbuches sehr gut geeignet ist. Sollten die so ermittelten Ausgaben im Saldo geringer als die regelmäßigen Einkünfte sein, ist zunächst einmal alles in Ordnung. Sind die Ausgaben hingegen höher als die Einnahmen, besteht dringender Handlungsbedarf, denn so würden Sie Schritt für Schritt in die Überschuldung geraten.

Sparen für bestimmte Ziele und die private Vorsorge

Die Finanzplanung sollte bei Familien nicht nur die regelmäßigen Einnahmen und Steuerung der Ausgaben beinhalten, sondern es ist wichtig, rechtzeitig an eine private Vorsorge zu denken. Zudem macht auch das sogenannte Zielsparen Sinn, wenn Sie beispielsweise in fünf Jahren ein neues Auto kaufen möchten. Zwischen dem Zielsparen und der privaten Altersvorsorge sollten Sie unbedingt unterscheiden, denn es kommen jeweils zum Teil ganz unterschiedliche Finanzprodukte infrage. So ist es beim Zielsparen zum Beispiel relativ wichtig, dass das Kapital maximal bis zum Zeitpunkt, an dem das Ziel erreicht werden soll, angelegt wird.

Beim Aufbau einer privaten Altersvorsorge können Sie sich hingegen natürlich auch für Sparformen entscheiden, bei denen Sie mehrere Jahrzehnte Beiträge zahlen. Insbesondere mit der privaten Altersvorsorge sollten Familien möglichst frühzeitig beginnen, denn umso eher Sie erstmals in den Sparvertrag einzahlen, desto höher ist später die auszuzahlende Rente. Alternativ müssen Sie bei einer festgelegten späteren Rentenauszahlung umso weniger Beiträge einzahlen, desto früher Sie mit dem Sparen beginnen.

Zum Aufbau der privaten Altersvorsorge stehen mehrere spezielle Finanz- und Versicherungsprodukte zur Verfügung, insbesondere:

•    Banksparplan
•    Fondssparen (aktiv gemanagte Fonds oder ETFs)
•    Aktiensparpläne
•    Private Rentenversicherung
•    Kapitallebensversicherung (auch als fondsgebundene Variante)

Während die Kapitallebensversicherung heutzutage nur noch selten zum Vermögensaufbau empfohlen wird, weil einfach die Renditen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind und ein nicht unerheblicher Teil des Beitrages nur für die Risikovorsorge (Todesfall) vereinnahmt wird, kann sich dieses Produkt dennoch insbesondere für Familien nach wie vor eignen. Als Familienvater sollten Sie nämlich ohnehin daran denken, Ihre Familie für den Fall finanziell abzusichern, dass Sie sterben sollten, denn dann fällt das Einkommen mit einem Schlag und natürlich für die gesamte Zukunft weg. Trotzdem kann natürlich auch eine der anderen Sparmöglichkeiten die beste Variante sein, denn es ist beispielsweise auch möglich, einen Fondssparplan zu nutzen und gleichzeitig den Risikoteil durch eine Risikolebensversicherung abzudecken.

Absicherung der Familie: Einige Versicherungen sollte man haben

Die Absicherung der Familie ist ein wichtiges Thema, auch wenn sich zahlreiche Verbraucher nicht gerne mit dem Thema Versicherungen auseinandersetzen möchten. Neben zahlreichen überflüssigen oder nicht passenden Versicherungen gibt es nämlich einige Versicherungsverträge, die Sie als Familienvater oder Mutter auf jeden Fall besitzen sollten oder die zumindest sehr empfehlenswert sind. Zu den nahezu unverzichtbaren Versicherungen gehören für Familien insbesondere die folgenden:

•    Privat-Haftpflichtversicherung
•    Zahnzusatzversicherung (falls gesetzlich krankenversichert)
•    Berufsunfähigkeitsversicherung
•    Hausratversicherung
•    Gebäudeversicherung (bei Immobilieneigentum)

Neben diesen äußerst wichtigen Versicherungen gibt es noch weitere Versicherungsarten, die ebenfalls für viele Familien sehr sinnvoll sind, insbesondere:

•    Private Unfallversicherung / Kinder-Invaliditätsversicherung
•    Rechtschutzversicherunga
•    Risiko- oder Kapitallebensversicherung
•    Teil- oder Vollkaskoversicherung fürs Auto

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Thema Finanzen und Vorsorge für nahezu alle Familien wichtig ist, sodass Sie sich frühzeitig damit beschäftigen sollten. Wenn Sie Ihre eigenen Finanzen geordnet haben, Ihr frei verfügbares Einkommen kennen, bereits Maßnahmen zum Aufbau einer Vorsorge treffen und mit den passenden Versicherungen gut abgesichert sind, haben Sie schon einen sehr großen Teil der Erfordernisse erfüllt, die sich beim Thema Finanzen an Familien stellen.

5 Fehler bei der Geldanlage, die Sie vermeiden können

Steffen Koch klärt auf
Ein Kommentar von Steffen Koch, Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

5 Fehler bei der Geldanlage, die Sie vermeiden können 

Rund um das Thema Geldanlage machen nicht nur Anleger, sondern zum Teil auch Bankberater und sonstige Finanzdienstleister immer wieder Fehler, die sich mit etwas Achtsamkeit und dem nötigen Wissen verhindern lassen. Natürlich treten solche Fehler insbesondere bei Anlegern auf, die sich selbst um ihre Investments kümmern und nicht die ausreichenden Informationen haben, um derartige Fehler in der Praxis zu vermeiden. Wir möchten an dieser Stelle fünf der am häufigsten auftretenden Fehler im Zusammenhang mit der Geldanlage aufführen, diese erläutern und Ihnen natürlich Ratschläge geben, wie Sie solche Fehler vermeiden können.

Fehler 1: Anlageentscheidungen aus dem Bauch heraus treffen

Einer der größten Fehler im Zusammenhang mit der Geldanlage ist es, Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu fällen. Dies mag in manchen Lebensbereichen hilfreich und sinnvoll sein, nicht aber unter der Voraussetzung, dass es ums Geld bzw. um die Geldanlage geht. So lassen sich nicht wenige Anleger beispielsweise aufgrund eines medienwirksamen Auftretens von Anbietern oder besonders attraktiv klingenden Renditeversprechungen dazu verleiten, sich für eine Geldanlage zu entscheiden, die eigentlich nicht zu den eigenen Zielen und Vorstellungen passt. Auf der anderen Seite gibt es Situationen, in denen man sich ebenfalls aus dem Bauch heraus nur deshalb für ein Investment entscheidet, weil man mit diesem Anlageprodukt in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Darüber fehlt jedoch mitunter der Blick in die Gegenwart und vor allem in die Zukunft, sodass man generell sagen kann, dass Bauchentscheidungen im Anlagebereich eigentlich nichts zu suchen haben.

Vermeiden können Sie diesen Fehler relativ einfach, nämlich indem Sie vor der Geldanlage exakt festlegen, wie viel Kapital Sie für welchen Zeitraum in welches Anlageprodukt investieren möchten. Hilfreich ist zudem eine Strategie, an die Sie sich natürlich auch während der gesamten Anlagedauer halten müssen. Solche Strategien helfen dabei, dass Entscheidungen eben nicht spontan und aus dem Bauch heraus getroffen werden, sondern sie dienen als Richtlinie und Orientierungshilfe. Dies trifft natürlich insbesondere beim Handel an der Börse zu, denn gerade dann ist es wichtig, sich nicht von Panik oder sonstigen Gefühlen anstecken zu lassen, sondern stattdessen eisern auf Grundlage der ausgearbeiteten Strategie zu agieren.

Fehler 2: Kapital nicht aufteilen

Nach wie vor ist es einer der Grundsätze einer optimal strukturierten Geldanlage, dass das Kapital des Anlegers gestreut werden sollte. Zahlreiche Kunden machen jedoch in diesem Zusammenhang den Fehler, dass sie ihr Geld nicht verteilen, sondern in ein einziges Finanzprodukt investieren. Es handelt sich vor allem deshalb um einen Fehler, weil dann absolut keine Risikostreuung erfolgen kann und das Anlagerisiko dementsprechend höher ist, als es eigentlich sein müsste. Von einer fehlenden Diversifizierung (Streuung des Kapitals) muss selbst dann gesprochen werden, wenn Sie sich bewusst dafür entscheiden, Ihr gesamtes Kapital beispielsweise in eine sehr sichere Anlageform wie das Festgeld zu investieren. Zwar gehen Sie damit kein Risiko ein, aber Ihnen entgeht auf der anderen Seite ein möglicher Ertrag, der durch eine geschickte Aufteilung des Kapitals auf weitere Anlageformen sicherlich höher ausfallen könnte.

Den Fehler der nicht vorhandenen Streuung des Kapitals zu vermeiden ist sehr einfach. So sollten Sie sich vor jedem Investment überlegen, in welcher Form Sie den zur Verfügung stehenden Kapitalbetrag auf mehrere (unterschiedliche) Anlageformen verteilen können. Wie die Aufteilung Ihres Kapitals erfolgt, bleibt Ihnen selbst überlassen und sollte sich an den Zielen der Geldanlage orientieren, wie zum Beispiel eine überdurchschnittliche Rendite oder hohe Sicherheit mit schneller Verfügbarkeit des Kapitals.

Eine sinnvolle Diversifikation könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

·        20 Prozent des Anlagevermögens: Festgeldkonto

·        25 Prozent des Anlagevermögens: Renten- und Immobilienfonds

·        25 Prozent des Anlagevermögens: Aktienfonds

·        30 Prozent des Anlagevermögens: Sachwerte

Innerhalb der jeweiligen Rubrik können Sie natürlich noch weitere Einstellungen vornehmen, je nachdem, welche Kapitalsumme Ihnen insgesamt zur Verfügung steht.

Fehler 3: Zu wenig oder gar nicht über die Anlage informieren

Der dritte Fehler bei der Geldanlage tritt in der Praxis relativ häufig ein, nämlich dass sich Anleger nicht ausreichend oder gar nicht über die Geldanlage informieren, in die ihr Kapital fließt. Zum Teil liegt dies daran, dass dem Bank- oder Vermögensberater blind vertraut wird. Zum anderen haben manche Anleger, selbst wenn sie sich selbst um ihre Investments kümmern, schlichtweg nicht die Zeit oder die Lust, sich intensiver mit der Anlageform zu beschäftigen. Stattdessen wird Werbung oder Prospekten vertraut, in denen die jeweilige Anlageform natürlich fast immer überdurchschnittlich positiv dargestellt wird, während auf Risiken oder Kosten kaum oder gar nicht eingegangen wird.

Dieser häufige Fehler bei der Geldanlage lässt sich dadurch vermeiden, dass Sie sich tatsächlich zunächst ausführlich über die infrage kommende Anlageform informieren und erst dann tätig werden, wenn Sie das Finanzprodukt möglichst vollständig verstanden haben. Daher sind es zu mindestens die folgenden Informationen, diese zu der jeweiligen Geldanlage unbedingt einholen und verstehen sollten:

·        Risiko der Anlage

·        Verfügbarkeit des Kapitals

·        Kalkulierte oder garantierte Rendite

·        Kosten der Anlage

·        Eventuelle Verpflichtungen

Wenn Sie sich nur an diesen fünf Punkten orientieren, können Sie bereits sicher sein, die wichtigsten Punkte im Zusammenhang mit der jeweiligen Geldanlage zu kennen.

Fehler 4: Auf Renditeversprechungen hereinfallen

Ein ganz typischer Fehler bei der Geldanlage, der insbesondere Anfängern passiert, besteht darin, äußerst attraktiven, und eigentlich viel zu hohen Renditeversprechungen, Glauben zu schenken. Natürlich ist man zunächst dazu geneigt in eine Anlageform zu investieren, bei der hohe Sicherheit und Rendite von beispielsweise elf Prozent jährlich versprochen werden. An dieser Stelle müssen Sie Ihre Emotionen allerdings am besten ausschalten und sich überlegen, dass es im Grunde keine Kapitalanlage gibt, die einerseits mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vor Verlusten schützt und zum anderen Renditen im zweistelligen Prozentbereich verbriefen kann. Es besteht immer eine Art Missverhältnis zwischen Sicherheit und Rendite. Umso höher der mögliche Ertrag ist, desto höher ist fast immer das Risiko, das Sie mit dem Investment eingehen.

Diesen Anlagefehler können Sie am besten dadurch vermeiden, dass Sie mit einer gesunden Skepsis an jede Geldanlage herantreten. Es ist einfach absolut unwahrscheinlich, dass Sie bei hoher Sicherheit in der aktuellen Niedrigzinsphase Renditen von fünf und mehr Prozent erzielen können. Natürlich sind solche Erträge möglich, aber dann gehen Sie auch fast immer ein höheres Risiko ein, als wenn Sie sich beispielsweise für eine Fest- oder Tagesgeldanlage entscheiden. Sie sollten vor allem Prioritäten setzen, was Ihnen wichtiger ist: hohe Sicherheit oder die Chance auf einen überdurchschnittlichen Ertrag, bei dem Sie dann aber auch in Kauf nehmen müssen, dass das Anlagerisiko erhöht ist.

Fehler 5: Die eigenen Fähigkeiten überschätzen

Nicht wenige Anleger möchten sich selbst um ihre Geldanlage kümmern, überschätzen in dem Zusammenhang jedoch die eigenen Fähigkeiten. Zwar gibt es in den Medien immer wieder Kritik an der Qualifikation oder dem Handeln von Bank- und Vermögensberatern, aber dennoch handelt es sich natürlich nach wie vor um Experten, die meistens viele Jahre intensiv mit dem Thema Geldanlage zu tun haben. Es ist schlichtweg eine Utopie, dass Sie sich als Anleger innerhalb weniger Monate oder gar Wochen so viel Wissen aneignen könnten, dass Sie auch nur ansatzweise auf dem Niveau eines fachlich ausgebildeten Bank- oder Vermögensberaters agieren würden.

Diesen Fehler bei der Geldanlage können Sie dadurch vermeiden, dass Sie entweder umfangreiche Informationen zu einem Anlageprodukt selbst einholen und immer wieder Ihr eigenes Handeln kritisch hinterfragen. Alternativ besteht natürlich eine gute Möglichkeit, sich bei der Bank beraten zu lassen oder sich für einen Vermögensberater zu entscheiden. Eine immer öfter gewählte Option ist in dem Zusammenhang auch ein sogenannter Robo-Advisor, der eine Online-Vermögensverwaltung zur Verfügung stellt. In diesem Fall vertrauen Sie ebenfalls Experten Ihr Kapital an und müssen sich nicht selbst um die Geldanlage kümmern, sodass das Risiko von Fehlern verringert werden kann.

Baukindergeld: staatlicher Zuschuss zur Immobilienfinanzierung

Steffen Koch klärt auf

Ein Kommentar von Steffen Koch, Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

Baukindergeld: staatlicher Zuschuss zur Immobilienfinanzierung

Mittlerweile gibt es in Deutschland durchaus einige staatliche Hilfen und Förderungen, die sich auf das regelmäßige Sparen der Bürger oder konkret auf die Finanzierung eines Eigenheims beziehen. Die neueste Förderungsmaßnahme in diesem Bereich ist das Baukindergeld, welches rückwirkend zum 1. Januar des Jahres 2018 eingeführt wurde. Das Baukindergeld richtet sich speziell an Familien, die ihren Wunsch nach den eigenen vier Wänden realisiert haben oder zukünftig eine entsprechende Immobilienfinanzierung durchführen möchten. Aufgrund der relativ hohen Einkommensgrenzen gehen Experten davon aus, dass das Baukindergeld schon in 2-3 Jahren ausgeschöpft sein wird, da der Staat zunächst nur einen bestimmten Gesamtbetrag zur Verfügung stellt.

Welche Förderung für Familien bzw. Sparer gibt es in Deutschland?

Bevor wir näher auf das Baukindergeld eingehen, möchten wir Ihnen zunächst noch einen Überblick darüber geben, welche anderen Förderungen seitens des Staates es bereits für Sparer bzw. Familien gibt, die an die private Altersvorsorge oder ein Eigenheim denken. In der Übersicht sind es die folgenden Förderungen, die in diesen Bereich fallen:

·        Arbeitnehmersparzulage

·        Wohnungsbauprämie

·        Riester-Rente inkl. Wohnriester

·        Rürup-Rente (vornehmlich für Freiberufler und Selbstständige)

·        KfW-Förderung (Weiterbildung und Finanzierung)

Einige dieser Förderungen lassen sich sehr gut in eine Eigenheimfinanzierung eingliedern, insbesondere das sogenannte Wohnriester, die Wohnungsbauprämie sowie natürlich die KfW-Förderung, die es im Bereich Eigenheimfinanzierungen gibt. Hinzu kommt wie erwähnt ab 2018 das Baukindergeld, welches Familien mit mindestens einem Kind in Anspruch nehmen können.

Was beinhaltet das Baukindergeld?

Wie Sie am Namen bereits erkennen, ist das Baukindergeld eine Förderung, die sich auf Familien mit Kindern bezieht. Natürlich erhält allerdings nicht das minderjährige Kind den Förderbetrag, sondern – wie es bei derartigen Förderungen üblich ist – die gesetzlichen Vertreter, also in der Regel die Eltern. Sinn und Zweck des Baukindergeldes ist es vor allem, mehr Familien als bisher die Chance zu ermöglichen, den Wunsch nach einem Eigenheim zu realisieren. Dazu kann das Baukindergeld vor allem dadurch beitragen, dass es sich um zusätzliches Eigenkapital handelt. Kreditsuchende Familien haben so eine etwas bessere Chance bei den Banken, dass die entsprechende Baufinanzierung auch tatsächlich genehmigt wird. Wie eingangs bereits erwähnt, stellt die Bundesregierung bisher einen bestimmten Topf an Fördermitteln zur Verfügung. Da bereits zahlreiche Familien das Baukindergeld in Anspruch genommen haben, ist davon auszugehen, dass diese Mittel zunächst einmal nur noch ein bis zwei Jahre ausreichen werden.

Mit welchen Förderungen können Familien rechnen?

Vom Betrag her ist das Baukindergeld tatsächlich aktuell die lukrativste Förderung, die Familien im Zusammenhang mit einer Eigenheimfinanzierung und der Realisierung des Wunsches nach den eigenen vier Wänden zur Verfügung steht. Der Grund besteht darin, dass pro Kind ein Baukindergeld in Höhe von 1.200 Euro im Jahr gezahlt wird. Daraus ergeben sich die folgenden Summen an Baukindergeld, die Familien pro Jahr erhalten können:

·        1 Kind: 1.200 Euro

·        2 Kinder: 2.400 Euro

·        3 Kinder: 3.600 Euro

 

Bezüglich der Höhe der Förderung gibt es keine Einschränkung, sodass tatsächlich Familien, die grundsätzlich Anspruch auf das Baukindergeld haben, auch immer den vollen Betrag in Höhe von 1.200 Euro pro Kind erhalten. Lediglich eine Einschränkung ist zu beachten, nämlich dass die Förderung für maximal drei Kinder gezahlt wird. Für das vierte Kind gibt es demzufolge kein Baukindergeld mehr, sodass automatisch der Betrag von insgesamt 3.600 Euro auch der Betrag ist, den Sie pro Jahr maximal erhalten können.

Das Baukindergeld wird allerdings nicht zeitlich unbefristet gezahlt und auch nicht, bis das Kind volljährig ist. Stattdessen gibt es eine festgelegte Dauer von zehn Jahren, die dann allerdings wiederum für alle Empfänger des Baukindergeldes gilt. Demzufolge können Familien damit kalkulieren, dass sie insgesamt je nach Anzahl der Kinder zwischen 12.000 und 36.000 Euro innerhalb von zehn Jahren vom Staat erhalten. Dies führt auch zu einer wichtigen Kalkulationssicherheit, denn das Ziel des Baukindergeldes ist es unter anderem, die Kreditzusage seitens der Bank wahrscheinlicher zu machen. Wenn der Kreditgeber nun weiß, dass er beispielsweise bei einer Familie mit zwei Kindern fest mit einem Eigenkapital in Höhe von 24.000 Euro kalkulieren kann, fällt die Kreditzusage natürlich leichter, als wenn die Familie über kein oder nur ein geringes Eigenkapital verfügt.

Welche Voraussetzungen sind an die Vergabe des Baukindergeldes geknüpft?

Zunächst einmal gibt es eine Grundvoraussetzung, die jede Familie erfüllen muss, um das Baukindergeld zu erhalten. Diese Voraussetzung besteht darin, dass mindestens ein im Haushalt lebendes und minderjähriges Kind vorhanden ist. Darüber hinaus ist eine zweite wichtige Voraussetzung zu beachten, denn die Zahlung des Baukindergeldes ist an Einkommensgrenzen geknüpft. Diese Grenzen sind allerdings relativ hoch, sodass keineswegs nur Familien mit einem relativ geringen Einkommen in den Genuss dieser staatlichen Förderung kommen. Die Höhe der Einkommensgrenze ist abhängig von der Anzahl der Kinder und wie folgt gestaffelt:

·        1 Kind: 90.000 Euro

·        2 Kinder: 105.000 Euro

·        3 Kinder: 120.000 Euro

Die Grenzen für den Bezug des Baukindergeldes liegen also erheblich über dem durchschnittlichen Jahreseinkommen in Deutschland, denn dieses beläuft sich aktuell auf rund 30.000 Euro. Selbst wenn man bei einer Familie also von zwei Vollzeiteinkommen ausgeht, lägen die Einkommensgrenzen für das Baukindergeld immer noch deutlich über diesem durchschnittlichen Betrag.

Warum sollten Familien das Baukindergeld beantragen?

Das Baukindergeld wird als Förderung an solche Familien gezahlt, die ein Eigenheim kaufen bzw. bauen und demzufolge finanzieren müssen. Diesen Familien ist es nahezu ohne Einschränkung zu empfehlen, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, das Baukindergeld zu beantragen. Zum einen erhält man im Prinzip ohne weitere Verpflichtungen pro Kind 1.200 Euro jährlich vom Staat geschenkt. Zum anderen sollten sich Familien deshalb etwas mit dem Beantragen der staatlichen Förderung beeilen, weil die Mittel für das Baukindergeld nicht in unbegrenzter Höhe zur Verfügung stehen. Insgesamt besteht der Topf, aus dem das Baukindergeld gezahlt wird, aus drei Milliarden.

Experten rechnen allerdings damit, dass das Baukindergeld auf dieser Grundlage nur noch für etwa 12 bis 24 Monate ausreichen wird, da schon mehr vielen Familien einen Antrag gestellt haben, als die Regierung ursprünglich kalkuliert hatte. Wenn Sie also mit Ihrer Familie ein Eigenheim finanzieren möchten, gibt es prinzipiell keinen Grund, sich das Geschenk von jährlich 1.200 Euro pro Kind vom Staat nicht abzuholen. Dies gilt natürlich insbesondere für kreditsuchende Familien, die mit relativ wenig oder gar keinem Eigenkapital ausgerüstet sind, sodass die Kreditentscheidung seitens der Bank bezüglich der Immobilienfinanzierung vielleicht sogar negativ ausfallen könnte.

Verluste bei der Aktienanlage – so können Sie sich schützen

Steffen Koch klärt auf!

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Kommentar von Steffen Koch, Öffentlichkeitsarbeit des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

Verluste bei der Aktienanlage – so können Sie sich schützen

Vor einem Investment schrecken zahlreiche Anleger insbesondere deshalb zurück, weil die Anlage in Wertpapieren auch zu Verlusten führen kann. Zwar sinkt das Verlustrisiko statistisch mit jedem Jahr, in dem die Aktien länger im Depot gehalten werden, aber natürlich kann es trotzdem passieren, dass der Anleger beim Verkauf der Wertpapiere weniger Geld herausbekommt, als er zuvor beim Kauf der Aktien aufwenden musste. Mit einigen Maßnahmen ist es jedoch relativ problemlos möglich, etwaige Verluste bei der Aktienanlage zur begrenzen oder im Idealfall sogar komplett zu vermeiden. Wir möchten daher im Folgenden darauf eingehen, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um mögliche Aktienverluste zu reduzieren.

 Maßnahmen zur Verlustbegrenzung – ein Überblick

Natürlich möchten alle Anleger, die sich für ein Investment in Aktien entscheiden, Gewinne mit den Wertpapieren erzielen. Trotzdem gibt es Situationen, in denen Verluste auftreten können. Dies geschieht in den meisten Fällen vor allem dann, wenn die Wertpapiere zu einem bestimmten Zeitpunkt verkauft werden müssen, weil Liquidität benötigt wird. Darüber hinaus können auch negative Meldungen und Geschäftsberichte bei einem Unternehmen dazu führen, dass der Aktienkurs deutlich fällt.

 Um Verluste bei der Aktienanlage zu begrenzen oder im Idealfall sogar zu verhindern, bieten sich in der Praxis vor allem die folgenden Vorgehensweisen und Maßnahmen an:

·         Kapital auf mehrere Aktienwerte verteilen

·         Fundamental- und Chartanalyse durchführen

·         Stabile und bekannte Aktiengesellschaften wählen

·         Stop-Loss Marke setzen

·         Nicht in Panik geraten und vorzeitig verkaufen

Mit diesen Einzelmaßnahmen und Vorgehensweisen, die im Idealfall dabei helfen, Verluste in Grenzen zu halten, möchten wir uns im Folgenden näher beschäftigen.

Diversifikation: Kapital auf mehrere Aktientitel aufteilen

Statistisch ist das Verlustrisiko bei einem Aktien-Investment dann am höchsten, wenn Sie Ihr Kapital lediglich in einen Aktienwert investieren. Sollte der Kurs dieser Aktien dann deutlich fallen, würde sich dies 1:1 negativ auf Ihr Depot und somit auf das investierte Vermögen auswirken. Schon ab zwei unterschiedlichen Aktien im Portfolio ist das Verlustrisiko geringer, denn sollte beispielsweise der eine Aktienwert 20 Prozent im Kurs fallen, würde sich dies auf Ihr Portfolio lediglich mit einem Verlust in Höhe von 10 Prozent auswirken. Zudem besteht die Chance, dass die zweite Aktie sich positiv entwickelt und den Verlust der anderen Aktie im Idealfall vielleicht sogar ausgleichen kann. Auf diese Weise funktioniert die Diversifizierung, nämlich dass Sie Ihr Kapital auf mehrere Aktienwerte verteilen. Experten empfehlen, dass ein gut strukturiertes Aktien-Portfolio mindestens fünf unterschiedliche Aktientitel enthalten sollte, die zudem im Idealfall aus verschiedenen Ländern und Branchen gewählt werden sollten.

Fundamental- und Chartanalyse durchführen: Anlagerisiko kalkulieren

Mögliche Verluste bei einer Aktienanlage zu begrenzen, beginnt schon vor dem Kauf. So sollten Sie die Aktien mit Bedacht wählen und sich für Titel entscheiden, bei denen Sie anhand verschiedener Daten, Zahlen und Kursentwicklungen aus der Vergangenheit damit rechnen können, dass Kursverluste über einen längeren Zeitraum eher unwahrscheinlich sind. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, wenn Sie zu dem entsprechenden Wertpapier sowohl eine Fundamental- als auch eine Chartanalyse durchführen.

Bei der Chartanalyse werden insbesondere die historischen Kursverläufe betrachtet und zum Beispiel bestimmte Kurse identifiziert, an welchem Punkt sich die Aktien in der Vergangenheit in bestimmte Art und Weise wiederholt verhalten haben. Bei der Fundamentalanalyse betrachten Sie hingegen vor allem Unternehmenskennzahlen, die einen Aufschluss darüber geben können, wie erfolgreich die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist.

 Zu diesen Kennzahlen, die im Zuge einer Fundamentalanalyse interessant sind, zählen zum Beispiel:

·         Eigenkapitalquote

·         Eigenkapitalrendite

·         Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

·         Dividendenrendite

Stabile und größere Aktiengesellschaften wählen

Statistisch betrachtet ist das Risiko von Kursverlusten insbesondere bei größeren Aktientiteln, den sogenannten Standardwerten, geringer als bei kleineren Aktien. Dies liegt unter anderem daran, dass die größeren Aktiengesellschaften meistens eine bessere und stabilere Marktposition haben als kleine Unternehmen, deren Aktien als Nebenwerte gelten. Mit der Auswahl solcher Standardaktien können Sie daher tatsächlich das Verlustrisiko möglichst klein halten, auch wenn es natürlich bei großen Aktientiteln ebenfalls nicht ausgeschlossen ist, dass über einen längeren Zeitraum Verluste entstehen können.

Zusätzlich ist es hilfreich, wenn Sie zwischen sogenannten zyklischen und antizyklischen Werten unterscheiden. Manche Aktienkurse verhalten sich nämlich je nach Wirtschaftslage anders als Kurse anderer Aktiengesellschaften, wobei es vor allem auf die jeweilige Branche ankommt. Aktien mit einer relativ hohen Marktkapitalisierung haben zudem den Vorteil, dass sie nahezu ständig gehandelt werden und eine hohe Liquidität am Markt vorhanden ist. Dies führt dazu, dass Sie als Anleger keine Sorge haben müssen, die Wertpapiere über einen längeren Zeitraum aufgrund mangelnder Nachfrage nicht verkauft zu können oder dass eine Verkaufsorder direkt zu größeren Kursrutsch führt.

Stop-Loss-Order erteilen und so Verluste eingrenzen

Die wohl praxisnaheste Maßnahme, um möglich Verluste bei der Aktienanlage einzugrenzen, ist das Setzen einer sogenannten Stop-Loss Marke. Mit einer Stop-Loss-Order informieren Sie Ihre Bank oder den Online-Broker, dass dieser Ihre im Depot befindlichen Wertpapiere verkaufen soll, falls ein von Ihnen festgelegt der Kurs notiert wird. Wenn Sie beispielsweise einen Aktienwert zum Kurs von 50 Euro gekauft haben und maximal einen Verlust von zehn Prozent akzeptieren wollen, geben Sie demzufolge einen Stop-Loss Auftrag an die Bank oder den Broker weiter, in dem die Stop-Loss Marke bei 45 Euro liegt. Der Auftrag wird allerdings nur ausgeführt, wenn der Kurs der Aktie während des Handels tatsächlich einmal auf 45 Euro fallen sollte. So haben Sie die Gewissheit, dass Sie mit dem Investment in diese Aktie keinesfalls einen größeren Verlust als zehn Prozent erleiden können.

Nicht in Panik geraten und Aktien unnötig früh verkaufen

Nicht wenige Verluste, die Anleger bei einem Investment in Aktien erlitten haben, sind auf emotionales Verhalten zurückzuführen. Selbst unter der Voraussetzung, dass Sie auf Grundlage einer Strategie agieren, sind vielleicht auch Sie nicht davor gewappnet, bei aufkommender Panik einen verfrühten Verkauf der Wertpapiere durchzuführen. Solche Panikverkäufe sind an der Börse keine Seltenheit, denn wenn die Kurse einmal fallen, möchten viele Anleger ihre Verluste in Grenzen halten. Nicht selten hätte allerdings ein Abwarten von mehreren Wochen oder Monaten bereits gereicht, um die Verlustzone wieder zu verlassen. Aus diesem Grund gehört es auch zu den wichtigen Maßnahmen, wenn Sie Verluste bei der Aktienanlage verhindern oder begrenzen wollen, nicht aus dem Bauch heraus zu handeln, sondern Sie sollten sich an Ihre zuvor festgelegte Strategie halten, auch wenn die Kurse einmal fallen.

 

Der NDAC-Clubfonds – So funktioniert er!

Carsten Witt klärt auf!

Der NDAC-Clubfonds – So funktioniert er!

Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des Niedersächsischen Anlegerclubs (NDAC)

Der NDAC-Clubfonds ist ein aktiv gemanagter Aktienfonds, der in erfolgversprechende Unternehmen weltweit investiert. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt auf Basis einer etablierten Strategie, die sowohl Megatrends und Substanz als auch den Mittelstand berücksichtigt.

Wir unterscheiden innerhalb unseres Clubfonds folgende Segmente:

  1. Basisinvestments
  2. Mittelstand
  3. Megatrends

Unter Basisinvestments sind Unternehmen zu verstehen, die eine hohe Sicherheit durch ein bewährtes Geschäftsmodell haben und durch ein langjähriges und erfahrendes Management solide geführt werden und über Jahre nachhaltig Gewinne erzielen. Unterstützt wird dies durch eine regelmäßige Ausschüttung an unseren Clubfonds in Form der jährlichen Dividende. Allianz, BASF, Bayer, Deutsche Post und Sanofi sind einige bekannte Unternehmen, die dieses Segment auszeichnen.

Der Mittelstand zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: vielfältig und dynamisch, bodenständig und innovativ. Der deutsche Mittelstand hat sich international als Markenzeichen weltweit entwickelt, 48% aller mittelständischen Weltmarktführer kommen aus Deutschland.

Megatrends verändern die Welt. Unternehmen aus diesem Segment investieren in die Zukunft und können trotzdem am Markt bereits heute Erfolge aufweisen. Wir haben die Bereiche Internet, Biotechnologie und die grüne Energie als nachhaltige Megatrends erkannt. Apple, Amazon, Google, Microsoft, Facebook sind im Clubfonds genauso vertreten, wie das schweizer Biotechnologie-Experten-Unternehmen BB Biotech sowie Varta und Linde für den Bereich der Grünen Energie.

Das Zusammenspiel der drei Segmente sorgt dafür, dass unser Clubfonds ausgewogen an den Bewegungen der Aktienmärkte profitiert.

Im NDAC-Clubfonds sind derzeit 50 Unternehmen verteten und hat – je nach Marktsituation – eine Investitionsquote von 70 bis 100 Prozent.

Äußerst interessant ist die Kombination innerhalb des NDAC-Clubfonds, die bei der Auswahl der Aktientitel sowohl eine gute Rendite als auch Substanz und Innovationen der Unternehmen berücksichtigt. Die ausgewählten Aktiengesellschaften mit ihren Wertpapieren stammen zu einem Großteil aus Deutschland, den Vereinigten Staaten und einigen europäischen Ländern wie Schweiz, Frankreich und Österreich.

Geeignet ist der NDAC-Clubfonds für eine Vielzahl von Anlegern und Sparern. Möchten Sie eine langfristige Anlage tätigen? Haben Sie einen höheren Rendite-Wunsch? Besteht bei Ihnen eine größere Risikobereitschaft? Möchten Sie die Chancen an den Aktienmärkten nutzen? In all diesen Fällen kann der NDAC-Clubfonds für Sie ein interessantes Investment oder die Möglichkeit eines renditestarken Vermögensaufbau darstellen.

Zusammenfassend sind es die folgenden Zahlen, Daten und Fakten, die den NDAC-Clubfonds Aktienfonds kennzeichnen:

  • Einmalanlage ab 5.000 Euro
  • Monatlicher Sparbetrag ab 50 Euro
  • Kostenloses Depotkonto zum NDAC-Clubfonds
  • Flexible Laufzeiten
  • Geld jederzeit verfügbar