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Der Clubfonds-Ticker
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Welche globalen Einflüsse bestimmen den DAX40 in diesem Jahr?

Das letzte Jahr, in dem der deutsche Leitindex DAX40 im Minus geendet hat, war 2022. Damals hatte die russische Armee das Nachbarland Ukraine überfallen. Die Welt und damit die Märkte mussten mit dieser neuen Situation erst einmal klarkommen, und das Jahr endete mit 12,35 Prozent im Minus. Obwohl der militärische Einmarsch von russischer Seite als Blitzkrieg geplant war – wir erinnern uns an die berühmten 72 Stunden – geht der Krieg nun in das fünfte Jahr.

Die Märkte tangiert der Konflikt nicht mehr so stark wie zu Beginn. So schloss der DAX40 die folgenden drei Jahre im Plus (2023: 20,31 Prozent; 2024: 18,85 Prozent; 2025: 23,01 Prozent). Und wenn wir uns die ersten Wochen des neuen Jahres anschauen, dann scheint es hoffentlich ähnlich weiterzugehen. Mitte Januar erzielte der DAX40 ein neues Allzeithoch von 25.507 Punkten.

Obwohl die deutsche Wirtschaft nach wie vor schwächelt. Laut dem Münchner ifo-Institut steckt Deutschland mittlerweile seit mehr als zwei Jahren in einer Krise, wobei konjunkturelle und strukturelle Faktoren belastend wirken. Bereits 2023 gab es mit einem BIP-Rückgang von –0,3 Prozent eine Rezession bzw. genauer gesagt eine Stagflation (wirtschaftlicher Rückgang bei steigenden Preisen). 2024 folgte ein weiterer Rückgang um –0,2 Prozent, sodass das BIP nur noch knapp über dem Niveau des Jahres 2019 lag.

In der Winterprognose rechnet das ifo-Institut für 2025 mit einem mageren Wachstum von +0,1 Prozent und für 2026 mit +0,8 Prozent. Also noch nicht das große Wachstum, das die Politik angekündigt hatte. Eigentlich stellen die positiven Prognosen für die deutsche Wirtschaft nur eine Reaktion auf die massive Neuverschuldung der Bundesregierung dar. Gleichzeitig hat das ifo-Institut die Prognose für 2026 im Vergleich zum Herbstgutachten um 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert.

Nach einer Talsohle im Winterhalbjahr 2024/25 sollen in diesem Jahr vor allem fiskalische Impulse der neuen Bundesregierung zu etwas mehr Wachstum führen. Belastend wirken jedoch der schleppende Strukturwandel sowie die Zollpolitik der USA, die aktuell vor dem Supreme Court geprüft wird. Sollten die Zölle zurückgenommen werden – etwa weil sie als rechtswidrige Einzelentscheidungen des Präsidenten gewertet werden oder durch die Midterm-Wahlen im November durch einen neu zusammengesetzten Kongress aufgehoben werden –, stellt sich für uns die Frage, was dann eigentlich die Ursachen für die schwachen Wirtschaftsdaten in Deutschland sind.

Wenn wir keine Schuldigen im Ausland mehr finden können, müssen wir uns dann nicht endlich fragen, was in Deutschland schiefläuft? Haben wir die richtigen politischen Entscheidungen und die richtige Struktur in der Regierung? Es geht längst nicht mehr nur um Besitzstandswahrung durch einen stark gewachsenen Sozialstaat und eine große Regierungs- und Behördenbürokratie, die alle ihre Daseinsberechtigung nachweisen wollen, sondern um die Existenz Deutschlands als Industrie- und Exportnation.

Aktuell wird die Börse weiterhin durch die Wirtschaftspolitik des erratisch agierenden US-Präsidenten, die Zins- und Inflationsdynamik sowie durch geopolitische Konflikte und Unsicherheiten geprägt. Da sich die Preissteigerungsraten zuletzt einigermaßen stabilisiert haben, setzte die US-Notenbank Fed zur Stützung des schwachen Arbeitsmarkts den Ende 2024 begonnenen Zinssenkungszyklus mit weiteren Schritten fort. Marktexperten erwarten jedoch für dieses Jahr nur noch zwei kleine Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte – auch unter dem designierten neuen Fed-Chef Kevin Warsh.

Neben der umstrittenen Zoll- und Handelspolitik der USA könnten zahlreiche geopolitische Konflikte für unerwartete Entwicklungen sorgen. Während beim Ukraine-Krieg weiterhin kein Frieden oder zumindest ein Waffenstillstand in Sicht ist und möglicherweise eine weitere Eskalation droht, könnte es zwischen dem Iran und den USA nach der Niederschlagung der landesweiten Proteste zu einer Verhandlungslösung kommen. Als Drohkulisse wurde ein großes militärisches Aufgebot in Richtung Golfstaaten verlagert. Eine Eskalation bleibt also möglich. Auch die Spannungen zwischen China und Taiwan bzw. zwischen China und den USA sind zuletzt wieder gestiegen.

Während in Deutschland die Zahl der Menschen ohne Arbeit sowie die Zahl der Kurzarbeiter und Teilnehmer in Fördermaßnahmen steigt, zeigt sich der US-Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn deutlich robuster als erwartet. Trotz eines massiven Stellenabbaus im öffentlichen Sektor wurden im Januar insgesamt 130.000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 4,4 auf 4,3 Prozent, und das jährliche Lohnwachstum stieg von 3,6 auf 3,7 Prozent. Die Kombination aus Beschäftigungszuwachs, niedrigerer Arbeitslosenquote und realen Lohnsteigerungen macht kurzfristig weitere Leitzinssenkungen immer unwahrscheinlicher.

Die Performance des US-Marktes wird derzeit durch eine verbesserte Aktienentwicklung in der Breite geprägt. Nachdem in den vergangenen Jahren die Indexschwergewichte – allen voran die Technologiekonzerne – die positive Entwicklung getragen haben, lässt sich derzeit eine breitere Marktteilnahme beobachten: Seit November schlägt die durchschnittliche Aktie des S&P 500 den nach Marktkapitalisierung gewichteten Index. Gestützt wird dies durch eine Verbesserung der Fundamentaldaten in vielen Sektoren. Für 2026 rechnen Analysten mit Gewinnanstiegen in sämtlichen Branchen, und die Kluft beim Gewinnwachstum zwischen Tech-Schwergewichten und dem übrigen Markt dürfte sich weiter verringern. Also ruhig einmal auf andere Aktien als nur die bekannten US-Tech-Werte schauen.

Neu im NDAC-Clubfonds Micron Technology Inc.

Micron Technology Inc. ist ein US-amerikanischer Hersteller von Speicherelementen für Computer mit Hauptsitz in Boise im Bundesstaat Idaho. Unser neuer NDAC-Clubfondswert ist an der Nasdaq gelistet und verfügt über elf Produktionsstandorte weltweit.

Micron vermarktete Produkte für Endverbraucher bis 2025 unter der Marke Crucial. Zwischen 2006 und 2017 war Micron Eigentümer von Lexar (Hersteller von Flash-Speicherprodukten mit Sitz in San José, Kalifornien; heute eine Tochter des chinesischen Unternehmens Longsys).

Unser neuer Wert wurde 1978 in Boise, Idaho, durch Ward Parkinson, Joe Parkinson, Dennis Wilson und Doug Pitman gegründet. Die Start-up-Finanzierung erfolgte durch die lokalen Investoren Tom Nicholson, Allen Noble und Ron Yanke. Die weitere Expansion wurde durch John Simplot finanziert.

Im Jahr 1981 stellte Micron erstmals DRAM‑Chips mit einer Speicherkapazität von 64 KBit her. Durch konsequente Kostenkontrolle überlebte Micron mehrere Einbrüche des DRAM-Marktes, die wichtige Wettbewerber zum Marktaustritt zwangen. Selbst Intel, der Erfinder des DRAMs, war 1985 gezwungen, sich aus diesem Geschäftsfeld zurückzuziehen.

Anfang der 1990er-Jahre wurde die Tochtergesellschaft Micron Computers (heute: Micron Electronics) als Hersteller von PCs gegründet. 1999 kam mit Micron Internet Services eine weitere Tochtergesellschaft zur Bündelung der Internetaktivitäten hinzu. Beide Sparten wurden 2001 an web.com bzw. MPC verkauft.

Der unersättliche Hunger nach Künstlicher Intelligenz führt derzeit zu einem massiven Engpass bei Speicherchips weltweit. Micron Technology profitiert als einer der wenigen Anbieter von dieser Entwicklung und sieht sich mit einer Nachfrage konfrontiert, die das aktuelle Angebot bei weitem übersteigt. Während die Auftragsbücher prall gefüllt sind, reagiert der Konzern nun mit einer Milliardenoffensive auf die Produktionsengpässe.

Treibende Kraft hinter der jüngsten Kursrallye ist ein anhaltendes Ungleichgewicht am Markt. Insbesondere High-Bandwidth Memory (HBM), das für leistungsstarke KI-Anwendungen unverzichtbar ist, ist Mangelware. Sowohl Micron als auch die Wettbewerber haben signalisiert, dass ihre HBM-Produktion für das gesamte Jahr 2026 bereits ausverkauft ist. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese Knappheit – die auch die Preise für klassische DRAM-Speicher auf den höchsten Stand seit 2019 treibt – bis weit ins Jahr 2027 anhalten könnte.

Um die Abhängigkeit von begrenzten Kapazitäten zu lösen, kündigte das Unternehmen Ende Januar 2026 eine massive Investition an. Rund 24 Milliarden Dollar fließen in den Ausbau der Fertigung in Singapur. Geplant ist eine Erweiterung der Reinraumflächen um gut 65.000 Quadratmeter für die NAND-Produktion. Ergänzend dazu baut Micron für sieben Milliarden Dollar eine separate Anlage für fortschrittliches Packaging, die speziell auf die dringend benötigten HBM‑Chips ausgerichtet ist. Allerdings erfordern diese Maßnahmen Geduld: Während die Packaging-Anlage bereits 2027 zur Versorgung beitragen soll, wird der Produktionsstart der großen Erweiterung erst für die zweite Jahreshälfte 2028 erwartet.

Im Jahr 2026 beschäftigt Micron Technology – wie im Vorjahr – 40.000 Mitarbeiter weltweit. Geführt wird unser neuer NDAC-Clubfondswert seit April 2017 von dem indisch-amerikanischen Geschäftsmann Sanjay Mehrotra als CEO.

Der Blick in die Bücher

Im ersten Geschäftsquartal 2026 sprang der Umsatz auf 13,64 Milliarden Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 8,71 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch die Profitabilität überzeugte: Der GAAP-Nettogewinn belief sich auf 5,24 Milliarden Dollar, da Micron seine Position als Schlüssellieferant für die neuen Grafikprozessoren von Nvidia und AMD festigen konnte und somit über Preissetzungsmacht verfügt.

Anleger blicken nun auf Mitte März 2026, wenn Micron voraussichtlich die Bücher für das nächste Quartal öffnet. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob das Unternehmen den Spagat zwischen ausverkauften Lagern und dem aggressiven Ausbau der Kapazitäten meistert, ohne Marktanteile an die südkoreanische Konkurrenz zu verlieren.

Mit 444,23 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung ist unser neuer Wert ein Schwergewicht unter den Chipherstellern.

Innerhalb der letzten zwölf Monate zahlte Micron Technology eine Dividende für das Jahr 2025 in Höhe von 0,46 Dollar. Dies entspricht einer Dividendenrendite von rund 0,12 Prozent. Für die kommenden zwölf Monate werden voraussichtlich 2,25 Dollar Dividende gezahlt.

Was sagen die Analysten?

Auf dem Portal Marketscreener finden wir 43 Einschätzungen von Finanzexperten zu unserem neuen Wert:
28 empfehlen einen Kauf, zehn raten zum Aufstocken und drei zum Halten. Nur zwei Analysten sprechen eine Verkaufsempfehlung aus.

Das mittlere Kursziel wurde mit 375,54 Dollar ermittelt. Der Korridor reicht von 196,00 bis 500,00 Dollar. Aktuell notiert Micron Technology bei 410 Dollar. Das bedeutet, dass die Analysten ihre Berechnungen wahrscheinlich anpassen müssen. Der Chart sieht gut aus; er zeigt trotz einer leichten Korrektur weiterhin steil nach oben. Beim Schreiben dieser Vorstellung wird ein Tageskursgewinn von 6,95 Prozent gemeldet.

Fazit

Mit unserem neuen NDAC-Clubfondswert Micron Technology haben wir einen weiteren Tech-Wert in unser Depot aufgenommen, der pralle Auftragseingänge verzeichnet. Die Kursrally dürfte weitergehen – und wir sind jetzt dabei.

Neu im NDAC-Clubfonds: Scottish Mortgage Investment Trust PLC

Der Scottish Mortgage Investment Trust PLC (PLC = Public Limited Company) ist eine britische Investmentgesellschaft mit Sitz in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Sie hat sich auf den Erwerb von Anteilen an börsennotierten und nicht börsennotierten Unternehmen spezialisiert. Dabei fokussiert sich Scottish Mortgage (SMT) vor allem auf nicht börsennotierte Unternehmen, die gute Chancen auf einen späteren Börsengang haben.

Gegründet wurde der Trust bereits im Jahr 1909 – wir haben es also mit einem äußerst traditionsreichen Unternehmen zu tun.

Bis 1909 schuf die wachsende Popularität des Automobils eine erhebliche Nachfrage nach Reifen, die von Gummipflanzern in Südostasien bedient werden sollte. Diese konnten ihre Expansion mangels Kreditgeber jedoch nicht finanzieren. In Edinburgh gründeten daraufhin Colonel Augustus Baillie und Carlyle Gifford die Straits Mortgage and Trust Company Limited. Diese Gesellschaft verlieh den Pflanzern Geld, das durch Kautschukgüter besichert war.

Nachdem die Kreditkrise überwunden war, wurde im Jahr 1913 der Investitionsauftrag des Trusts auf weltweite Anleihen- und Aktienmärkte ausgeweitet, und der Name wurde in The Scottish Mortgage and Trust Company Limited geändert. Schon früh gehörten nordamerikanische Anlagen zum Portfolio, die jedoch Mitte der 1930er-Jahre durch Erlöse aus dem Verkauf europäischer Investitionen erheblich aufgestockt wurden – als Reaktion auf die sich verschlechternde politische Lage in Europa.

In den 1960er-Jahren gehörte der Trust zu den ersten, die von der Aufhebung der Beschränkungen für ausländische Investoren auf dem aufstrebenden japanischen Markt profitierten. Diese Entscheidung war aufgrund der damals noch frischen Kriegserinnerungen umstritten. (Das Kaiserreich Japan kämpfte bekanntlich im Zweiten Weltkrieg an der Seite Deutschlands und Italiens.)

Unser neuer Depotwert wird seit 2017 von der unter Druck geratenen Vorsitzenden des SMT, Fiona McBain, geleitet. Sie tritt nach einem heftigen Streit im Aufsichtsrat über Governance-Regeln zurück. McBain, die den im FTSE 100 gelisteten Trust führt, wird ihr Amt nach der Hauptversammlung im Juni niederlegen und durch den unabhängigen Direktor Justin Dowley ersetzt.

Ende März 2025 belief sich der Marktwert des Portfolios auf 13,7 Milliarden GBP. Die Aufteilung nach Wirtschaftssektoren sah wie folgt aus:
Konsumgüter (33,5 %), Technologie (30 %), Industrie (16,9 %), Gesundheitswesen (7,9 %), Finanzen (5,9 %), Energie (2,4 %), Basiskonsumgüter (1,9 %), Grundstoffe (1,2 %), Sonstige (0,3 %).

Geografisch verteilte sich das Portfolio wie folgt:
Vereinigtes Königreich (3 %), Europa (14,3 %), Nordamerika (54,5 %), Asien (21 %), Südamerika (6,5 %), Afrika und Naher Osten (0,7 %).

Der Scottish Mortgage Investment Trust PLC bezeichnet sich selbst als Low-Cost-Investment-Trust, dessen Ziel es ist, die Gesamtrendite eines aktiv verwalteten Portfolios langfristig zu maximieren. Der Trust investiert weltweit in solide Unternehmen mit überdurchschnittlichen Renditechancen. Investment Manager ist die Baillie Gifford & Co Limited.

Der Blick in die Bücher

Der Nettogewinn unserer neuen Beteiligungsgesellschaft sank im Jahr 2025 auf 1,22 Milliarden GBP (2024: 1,37 Milliarden GBP). Logischerweise ging damit auch der Gewinn je Aktie von 0,97 auf 0,95 GBP zurück. Seit 2022 wird eine gleichbleibende Dividende in Höhe von 0,04 GBP gezahlt. Das entspricht einer Dividendenrendite von 0,45 Prozent (Vorjahr: 0,46 Prozent). Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) hat sich leicht erhöht und stieg von neun auf zehn.

Was sagen die Analysten?

Unser neuer Depotwert steht leider nicht sehr im Fokus internationaler Finanzexperten. Auf dem Portal Marketscreener liegen lediglich zwei Einschätzungen vor: eine Kaufempfehlung und eine Halteempfehlung. Beide kommen ohne konkrete Kursziele aus, was vermutlich daran liegt, dass sich viele nicht börsennotierte Unternehmen im Portfolio befinden. Der Kurs lag zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Vorstellung bei 14,43 Euro und zeigt weiter eine steigende Tendenz. Das mildert etwas die niedrige Dividendenrendite.

Fazit

Das Jahr 2026 soll das Jahr der Börsengänge werden: SpaceX, Anthropic, Revolut und Databricks gelten als heiße Kandidaten für das Parkett. Wer schon pre-IPO investiert sein möchte, hat über den mehr als 100 Jahre alten Scottish Mortgage Investment Trust eine indirekte Möglichkeit dazu. Während außerbörsliche Private-Market-Angebote mit relativ hohen Kosten verbunden sind, liegen die Gebühren des SMT auf ETF-Niveau.

Mit seinem Fokus auf wachstumsstarke Unternehmen, denen die Schotten zutrauen, ihren Wert zu vervielfachen, investiert der SMT in rund 50 börsennotierte Werte – und bis zu 30 Prozent seines Vermögens von derzeit ca. 18 Milliarden Euro in nicht gelistete Unternehmen. Jetzt sind wir also dabei, wenn sich die neuen Emissionen zu Kursraketen entwickeln.

Der neue Herrscher über den Dollar 

Auch wenn der Don ständig versucht, sich in die Entscheidungen der US-Notenbank über die Zinshöhe einzumischen, bleiben der Chef der Notenbank und sein Board die bestimmenden Personen über die Zinspolitik in den USA. Nun ist endlich der Name des neuen Fed-Chefs bekannt gegeben worden. Der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh (2006–2011) wurde von Donald Trump als neuer Vorsitzender der US-Notenbank ausgewählt.

Die langwierige und üble Nachfolgedebatte um Jerome Powell ist damit beendet, der damit auch weiß, wem er die Nachfolge in seinem Amt übergeben wird.

Dass der neue Mann an der Spitze Erfahrung vorweisen kann, hat er ja in der Vergangenheit schon bewiesen. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Die Gouverneure der US-Notenbank werden für einmalige Amtszeiten von 14 Jahren ernannt. Kevin Warsh war jedoch bereits zwischen 2006 und 2011 Mitglied des Board of Governors. Mhm…wie kann Warsh erneut in den Rat der Gouverneure berufen werden, obwohl er dort bereits fünf Jahre verbracht hat?

Nun  Die Lösung des Problems sieht so aus: Als Kevin Warsh 2006 ernannt wurde, übernahm er ein laufendes Mandat, dessen reguläres Ende für den 31. Januar 2018 vorgesehen war. Er trat jedoch bereits 2011 wegen Meinungsverschiedenheiten über die Politik der quantitativen Lockerung zurück. Sein Sitz wurde anschließend von Jeremy Stein übernommen, der seinerseits 2014 zurücktrat. Danach vollendete Randal Quarles dieses Mandat, bevor er 2018 selbst für eine volle Amtszeit von 14 Jahren ernannt wurde.

Entscheidend sind somit nicht die Personen, sondern die Mandate. Wird ein Gouverneur für eine volle Amtszeit von 14 Jahren berufen und führt diese bis zum Ende aus, kann er nicht erneut ernannt werden. Scheidet er jedoch vorzeitig aus, muss das laufende Mandat von einem anderen Gouverneur zu Ende geführt werden. Dieser kann anschließend für eine neue, volle Amtszeit von 14 Jahren nominiert werden.

Aber ganz sicher ist die Ernennung noch nicht, denn der Senat muss noch zustimmen. Läuft ein Mandat aus und wird kein Nachfolger rechtzeitig ernannt und bestätigt, bleibt der amtierende Gouverneur so lange im Amt, bis der Zustimmungsprozess abgeschlossen ist. Genau dies ist derzeit der Fall. Das Mandat von Stephen Miran endete am 31. Januar, dennoch ist er weiterhin im Amt. Dieser faktisch freie Sitz soll von Donald Trump genutzt werden, um Kevin Warsh erneut zu platzieren. Die Bestätigung durch den Senat könnte sich jedoch hinziehen, insbesondere wegen der Blockadehaltung des Senators aus North Carolina, Tom Tillis. Dieser Senator ist Mitglied der Republikanischen Partei des Präsidenten. Er lehnt derzeit jede Ernennung zur Fed ab, solange die Untersuchung gegen Jerome Powell nicht abgeschlossen ist. Wie wir wissen, ging es dabei um die Kostenüberschreitung bei der Renovierung der Fed. Soweit zu dieser etwas komplizierten Ernennung.

Es war ja eigentlich nur eine kurze Stimmungsflaute in der US-Wirtschaft, die sich jetzt wieder aufhellt. Der von ISM ermittelte Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende US-Gewerbe stieg im Januar deutlich auf 52,6 Punkte – nach 47,9 im Dezember hatten die Analysten dagegen im Konsens nur mit einem Anstieg auf 48,5 Punkte gerechnet. Vor allem sprang die Komponente „Neuaufträge“ auf 57,1 – ein Anstieg um 9,7 Punkte gegenüber Dezember und damit der stärkste monatliche Zuwachs seit Juni 2020. Die Märkte reagierten positiv – Aktien legten zu. Zusätzlichen Rückenwind für das Verarbeitende Gewerbe dürfte in diesem Jahr das Fiskalpaket „One Big Beautiful Bill Act“ liefern – der Industriesektor dürfte von zahlreichen Investitionsanreizen und Steuersenkungen für Unternehmen profitieren. Vor diesem Hintergrund erscheinen US-Industrieaktien gut unterstützt, wenngleich sie nicht günstig bewertet sind.

Auch der US-Markt für private, außerbörsliche Investitionen verzeichnete im vierten Quartal 2025 eine Verbesserung bei Kapitalzusagen, Fusionen und Übernahmen sowie bei Börsengängen. Das Momentum dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, wobei ein Anstieg des Deal-Volumens um bis zu 15 Prozent erwartet wird, gestützt durch Zinssenkungen und eine robuste Konjunktur. Von der Erholung dürften insbesondere die größten US-Investmentgesellschaften und Investoren im Bereich Private Markets innerhalb des S&P-500-Sektors Finanzdienstleistungen profitieren. Deren Bewertungen sind seit dem vergangenen September deutlich gesunken, nachdem sich die Sektor bezogenen Risiken infolge des Zusammenbruchs zweier US-Anbieter von forderungsbesicherten Finanzierungen verschärft hatten. Trotz anhaltender Unsicherheiten dürften die breit diversifizierten Portfolios dieser Investmentgesellschaften die Verluste weitgehend abgefedert haben. Für erfahrene Anleger ist das eine Chance.

Und auch in Deutschland geht es langsam wieder bergauf. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt überraschte zum Jahresende positiv und wuchs im vierten Quartal 2025 um 0,4 Prozent, nachdem es im dritten Quartal stagniert hatte. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich ein Zuwachs um 0,2 Prozent. Getrieben wurde die Entwicklung vor allem durch eine stärkere Konsumtätigkeit der privaten Haushalte und des Staates. Die Bundesausgaben zogen zum Jahresende an. Dennoch lag das Haushaltsdefizit 2025 mit 110 Milliarden Euro deutlich unter dem von der Bundesregierung angestrebten Zielwert von 143 Milliarden Euro. Dies schafft mit Blick nach vorn zusätzlichen fiskalischen Spielraum. Entsprechend rechnet der Internationale Währungsfonds bei uns in diesem und im kommenden Jahr mit einer stetigen konjunkturellen Erholung und einem Wachstum von 1,1 beziehungsweise 1,5 Prozent. Davon sollten besonders Unternehmen mit starkem Deutschlandgeschäft profitieren, die im MDAX  gelistet sind. Das für die kommenden Monate erwartete Gewinnwachstum der im MDAX vertretenen Unternehmen liegt für 2026 bei 9,4 Prozent – für 2027 sogar doppelt so hoch. Da sollten Anleger doch einmal etwas genauer hinschauen.

Neu in unserem NDAC-Clubfonds Prysmian S.p.A. 

Prysmian S.p.A ist ein italienisches Kabelunternehmen. Die Società per azioni (abgekürzt S.p.A.; in Südtirol deutsch Aktiengesellschaft, abgekürzt AG) ist eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in Italien.

Das Unternehmen mit Sitz in Mailand ist der größte Kabelhersteller der Welt. Es wurde 2011 gegründet und ist international aufgestellt. Prysmian betreibt 107 Produktions- und 27 Forschungsstätten in 50 Ländern, in denen über 28.000 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Unser neuer Clubfondswert Prysmian ist auf die Herstellung und Verlegung von Erd- und Seekabel spezialisiert, die zur Übertragung und Verteilung von Strom dienen. Das Unternehmen produziert darüber hinaus Spezialkabel für anspruchsvolle Industrieanwendungen sowie Kabel für den Bau- und Infrastrukturbereich. Für die Telekommunikation umfasst das Produktspektrum Kupferkabel, optische Kabel und Glasfaserkabel. Zu den Produkten gehören unter anderem auch Freileitungs-Leiterseile sowie Kabel und Leitungen, die besonders widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen, Feuer, ionisierende  Strahlung und chemische Substanzen sind.

Pirelli veräußerte am 28. Juli 2005 seine Kabelaktivitäten mit einem Unternehmenswert von 1,3 Milliarden Euro an Finanzinvestoren unter Führung der US-amerikanischen Goldman Sachs Investmentbank, die daraus die Prysmian S.p.A. bildeten.

Am 1. Juni 2008 übernahm das deutsche Tochterunternehmen Prysmian Kabel und Systeme GmbH (Berlin) den Kabelhersteller Facab Lynen GmbH & Co. KG in Eschweiler, betrieb ihn unter dem Namen Prysmian-Kabelwerk Lynen und schloss das Werk Ende 2012.  Damit verfügt Prysmian in Deutschland noch über Werke in Berlin, Neustadt bei Coburg, Neumünster, Nordenham, Nürnberg, Schwerin und Wuppertal.

Im Dezember 2017 gab Prysmian die Übernahme des Wettbewerbers General Cable bekannt. Prysmian erhielt im Februar 2022 den Auftrag, für das HGÜ-Seekabel NeuConnect 725 km Kabel zu produzieren. Unser neuer Clubfondswert übernahm 2024 den texanischen Mitbewerber Encore Wire um 4,2 Milliarden Dollar.

Am Montag lief die Nachricht über den Ticker, dass Prysmian mit SP Energy Networks und National Grid einen Vertrag im Volumen von über 2,3 Milliarden Euro für den Bau einer Stromverbindung zwischen Schottland und England unterzeichnet hat (Eastern Green Link 4). Der Auftrag ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für das italienische Unternehmen.

Das Unternehmen wird geführt von Francesco Gori als Vorstandsvorsitzender und Massimo Battaini als CEO.

Der Blick in die Bücher

Prysmian S.p.A. hat die Geschäftsergebnisse für das am 30. Juni 2025 beendete Halbjahr bekannt gegeben. Im Berichtszeitraum erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 9,854 Milliarden Euro, verglichen mit 7,819 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gesamterlös belief sich auf 9,954 Milliarden Euro nach 8,075 Milliarden Euro im Vorjahr.  Der Nettogewinn lag bei 426 Millionen Euro, während er im Vorjahr 402 Millionen Euro betrug. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften lag bei 1,47 Euro und entsprach damit dem Vorjahreswert. Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften betrug 1,47 Euro, nach 1,39 Euro im Vorjahr. Die 28.000 Beschäftigten arbeiten in 52 Ländern der Erde.

Prysmian zeigte im dritten Quartal 2025 eine starke Leistung, wobei das EBITDA 644 Millionen Dollar erreichte, ein Anstieg gegenüber 540 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dies ist das beste vierteljährliche EBITDA in der Geschichte des Unternehmens, wie CEO Massimo Battaini betonte. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 14,8 Prozent was ein effektives Kostenmanagement und operative Effizienz belegt. Der Nettogewinn des Unternehmens in den ersten neun Monaten verdoppelte sich nahezu auf 1,022 Milliarden Dollar, was die solide finanzielle Verfassung unterstreicht.

Warum werden die Quartalszahlen in Dollar angegeben? Für die Zukunft prüft Prysmian eine mögliche Börsennotierung in den USA im Jahr 2026 und erwägt M&A-Möglichkeiten in Nordamerika, Lateinamerika und Europa.

Die Marktkapitalisierung wird mit 29,37 Milliarden Euro angegeben.

Die Dividende ist noch sehr verbesserungsbedürftig. Sie beträgt 0,80 Euro, was einer Rendite von rund 0,80 Prozent. Das ist bei einem Milliarden schweren, das an die US-Börse strebt nicht gerade viel.

Was sagen die Analysten?

Auf dem Portal Marktscreener finden wir 19 Einschätzungen. Zehn kommen zum Resultat „kaufen“, drei sagen „aufstocken“, fünf sind der Meinung „halten“ und nur eine Einschätzung kommt zum Ergebnis „reduzieren“. Das Durchschnittskursziel liegt bei 93,50 Euro wobei der Korridor zwischen 42 Euro und 112 Euro errechnet wurde. Der aktuelle Kurs wird mit 99,80 Euro ausgewiesen. Da müssen die Analysten wohl noch einmal neu rechnen.

Mit dem Jahrestief von 74,96 Euro hat unser Wert nichts mehr zu tun, das Jahreshoch von 102 Euro ist durchaus in Sichtweite und könnte bald wieder erreicht bzw. überschritten werden.

Fazit

Der erzeugte Strom muss irgendwie zum Endverbraucher, in stabilen und leistungsstarken Kabelnetzen ankommen, egal ob es sich dabei um die energieintensiven Rechenzentren oder um den Kunden im Haushalt handelt. Dafür steht unser neuer NDAC-Depotwert.

Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten: heute Meta

Geld sollte nicht auf dem Konto liegen, sondern als Kapital arbeiten. Das gilt für Kleinanleger genauso wie für Milliardenschwere Konzerne. Bei unseren NDAC-Clubfondswert Meta, bei dem die Kassen wegen der stabilen Einnahmen aus Facebook, Instagram und Co. geradezu überquellen, ist es genau das gleiche, es wird investiert.

Der am 28. Januar 2026 veröffentlichte Quartalsbericht zeigt ein Unternehmen, das finanziell auf zwei Geschwindigkeiten läuft. Auf der einen Seite steht das kerngesunde Werbe-Geschäft: Meta konnte im vierten Quartal 2025 allein einen Umsatz von knapp 60 Milliarden Dollar verzeichnen, was die Erwartungen der Experten übertroffen hat. Dieser Erfolg ist primär darauf zurückzuführen, dass die Werbeanzeigen auf Instagram und Facebook durch neue KI-Algorithmen immer treffsicherer werden, was Werbekunden dazu animiert, mehr Geld auf den Plattformen auszugeben. Auf der anderen Seite stehen jedoch Ausgaben, die selbst für Technologie-Giganten ungewöhnlich hoch sind. Die Anleger reagierten nervös auf die Ankündigung, dass die Investitionsausgaben (CapEx) für das Jahr 2026 voraussichtlich auf 115 bis 135 Milliarden Dollar steigen werden. Meta verdient zwar prächtig an seiner Werbung, gibt aber fast jeden verfügbaren Dollar sofort wieder aus, um gigantische Rechenzentren und Computerchips zu kaufen. Das drückt kurzfristig auf die Gewinnmargen, ist aber laut Konzernleitung notwendig, um im Wettlauf der Technologiebranche nicht den Anschluss zu verlieren. Schließlich muss man auch die Konkurrenz stets im Auge behalten, um nicht böse überrascht zu werden.

Der Begriff “Künstliche Intelligenz” ist bei Meta keine bloße Zukunftsmusik mehr, sondern der eigentliche Motor des aktuellen Wachstums. Im abgelaufenen Quartal wurde deutlich, dass die KI-Integrationen tief in die Apps Instagram, WhatsApp und Facebook vorgedrungen sind. Für den normalen Nutzer äußert sich dies durch verbesserte Empfehlungen im Feed und immer fähigere Chat-Assistenten, die auf den hauseigenen “Llama”-Sprachmodellen basieren. Noch wichtiger ist die KI jedoch für die Geschäftskunden: Neue automatisierte Werbe-Tools übernehmen mittlerweile fast die gesamte Arbeit der Anzeigenerstellung und Zielgruppenfindung. Dies führt dazu, dass Werbung effizienter ausgespielt wird und die Nutzer seltener von irrelevanten Anzeigen genervt sind. Auch die Sparte “Reality Labs”, die für das Metaverse und die VR-Brillen zuständig ist, profitiert zunehmend von dieser Entwicklung. Die neuen Smart Glasses, die in Kooperation mit Ray-Ban entstanden sind, verkaufen sich gut und dienen als physisches Tor zur KI, da Nutzer über die Brille direkt mit der künstlichen Intelligenz sprechen können. Das Unternehmen wandelt sich also schrittweise von einer reinen Social-Media-Firma zu einem KI-Assistenten-Anbieter.

Die Perspektive des Konzerns ist aktuell radikal auf ein einziges Ziel ausgerichtet: Die Entwicklung einer “Allgemeinen Künstlichen Intelligenz” (AGI). Mark Zuckerberg machte in der Analystenkonferenz deutlich, dass er lieber riskiert, jetzt zu viel Geld für Computerchips auszugeben, als in fünf Jahren festzustellen, dass die Rechenleistung nicht ausreicht. Ganz sicher ist die Ausrichtung nicht, sondern die Strategie ist eine Wette auf die totale Dominanz im nächsten Internet-Zeitalter. Meta möchte nicht von anderen Anbietern wie Google oder Microsoft abhängig sein, sondern die grundlegende Infrastruktur besitzen, auf der die Anwendungen der Zukunft laufen. Für Anleger erfordert dies starke Nerven, da diese Strategie die Gewinne in den kommenden Quartalen weiter belasten wird. Die Konzernführung sieht darin jedoch den einzigen Weg, um langfristig die Nummer eins zu bleiben. Sie nimmt bewusst in Kauf, dass der Aktienkurs kurzfristig schwankt, um langfristig die mächtigste KI-Infrastruktur der Welt zu besitzen. Investoren setzen somit darauf, dass Zuckerbergs visionäre und extrem teure Strategie in einigen Jahren aufgeht.

Dass die strategischen Überlegungen des Teams um Mark Zuckerberg trotz einiger Rückschläge in der Vergangenheit größtenteils aufgegangen sind, belegt die Wertentwicklung. Auf Zehn-Jahres-Sicht weist die Meta Platforms (ex Facebook)-Aktie einen deutlichen Kursgewinn von im Schnitt 18,8 Prozent p.a. aus. Eine Kapitalanlage in Höhe von 10.000 Euro wäre damit auf 60.688 Euro geklettert. 

Werfen wir auf einen Blick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen: Meta zeigt weiterhin ein bemerkenswertes Wachstum und legte beim Umsatz im aktuellen Berichtszeitraum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um etwa 24 Prozent auf 59,893 Milliarden Dollar zu; nach 48,385 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2024. Mit den Zahlen konnte der Technologiekonzern die eigene Prognose (56 Milliarden Dollar bis 59 Milliarden Dollar) übertreffen. Die operative Marge sank hingegen von 48 Prozent im 4. Quartal 2024 auf nun 41 Prozent im 4. Quartal 2025.

Der Konzern veröffentlichte für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn in Höhe von 22,768 Milliarden Dollar. Das entspricht einem EPS (earnings per share) in Höhe von 8,88 Dollar. Für das 4. Quartal 2024 vermeldete der Konzern einen Gewinn in Höhe von 20,838 Milliarden Dollar (EPS in Höhe von 8,08 US-Dollar). Meta gab den free cash flow für das 4. Quartal 2025 mit 14,077 Milliarden Dollar an, nach 13,152 Milliarden Dollar im 4. Quartal 2024.

Meta Platforms erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz in Höhe von 53,5 bis 56,5 Milliarden Dollar.

Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten: heute MercadoLibre

Nachdem das Mercosur-Abkommen bekanntlich vom EU-Parlament mit knapper Mehrheit an den Europäischen Gerichtshof zur weiteren juristischen Prüfung überwiesen wurde, ist dieses für die EU wichtige Abkommen dennoch vorläufig in Kraft gesetzt worden. Das bedeutet nichts anderes, als dass man so tut, als sei es bereits ratifiziert und in Kraft getreten.

Deshalb wollen wir uns heute mit einem unserer südamerikanischen NDAC-Clubfondswerte beschäftigen: MercadoLibre. Wer jetzt glaubt, es handele sich um eine unbedeutende Penny-Stock-Aktie, wird nach dem Lesen der folgenden Zeilen eines Besseren belehrt.

MercadoLibre ist ein Unternehmen aus dem Sektor Software, IT-Service & Internet und stammt aus Argentinien. Die MercadoLibre-Aktie hat in der 36-Monats-Betrachtung +76,6 Prozent an Wert gewonnen. Das Jahr 2009 war bislang das erfolgreichste – hier konnten sich MercadoLibre-Aktionäre über einen Kursgewinn von 267,1 Prozent freuen. Langfristig ist MercadoLibre an der Börse ein klarer Gewinner: In den vergangenen zehn Jahren haben die Aktien per saldo rund +1300 Prozent an Wert zugelegt, was einer durchschnittlichen jährlichen Performance von etwa 30 Prozent entspricht. Aus einem Investment von 10.000 Euro wären in diesem Zeitraum rechnerisch 140.083 Euro geworden. Also ganz sicher kein Penny-Stock.

Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Brasilien (54,9 Prozent), Mexiko (22,4 Prozent), Argentinien (18,4 Prozent) und Sonstige (4,3 Prozent).

MercadoLibre, Inc. ist der führende Online-Marktplatz in Lateinamerika. Die Gruppe betreibt eine IT-Plattform, die es Privatpersonen und Gewerbetreibenden ermöglicht, Kauf- und Verkaufstransaktionen für Waren und Dienstleistungen durchzuführen.

Unser Clubfondswert verfolgt ein mehrseitiges Plattform-Geschäftsmodell, das auf Netzwerkeffekten und vertikaler Integration basiert. Kern ist der transaktionsbasierte Online-Marktplatz, auf dem Händler ihre Waren listen und an Endkunden verkaufen. Die Plattform generiert Erlöse durch Verkaufsprovisionen, Einstellgebühren, Werbedienstleistungen und Fulfillment-Services. Ergänzt wird dieses Handelsmodell durch die digitale Zahlungsplattform Mercado Pago, die sowohl On-Platform- als auch Off-Platform-Zahlungen ermöglicht. Hinzu kommen Logistikleistungen über Mercado Envios, Werbelösungen über Mercado Ads sowie Kredit- und Finanzierungsangebote für Händler und Konsumenten.

Diese Verknüpfung erzeugt eine geschlossene Wertschöpfungskette, in der Daten, Reichweite und Nutzerbindung systematisch monetarisiert werden. Die Plattform skaliert über Cross-Selling und steigende Transaktionsdichte, wodurch Fixkosten für Technologie, Compliance und Infrastruktur relativ abnehmen.

Ein Blick auf die Zahlen für das vierte Quartal zeigt: Der Umsatz stieg auf 6,8 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis beläuft sich auf 825 Millionen Dollar, was einer Marge von immerhin 12,2 Prozent entspricht. Der Nettogewinn wurde mit 523 Millionen Dollar ausgewiesen, was einer Nettomarge von 7,7 Prozent entspricht.

Auch im Fintech-Bereich verzeichnete MercadoLibre starkes Wachstum. Hier beträgt das Zahlungsvolumen 58,9 Milliarden Dollar, der Gewinn 639 Millionen Dollar (gesondert ausgewiesen).

Wir sehen also, dass MercadoLibre weiterhin intakte Wachstumsraten in seinen Kerngeschäften besitzt. Im E-Commerce wuchs der Warenabsatz um 28 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Das Zahlungsvolumen erhöhte sich um 41 Prozent auf 71,2 Milliarden Dollar. Zudem wird deutlich, dass die Bedeutung des E-Commerce für Lateinamerika immer einzigartiger wird.

MercadoLibre hat Anfang des Jahres einen planmäßigen Führungswechsel vollzogen: Ariel Szarfsztejn übernimmt die CEO-Rolle, während Gründer Marcos Galperin als Executive Chairman verbleibt und sich auf Strategie, Produktinnovation und die Integration von KI konzentriert. Die Personalie signalisiert Kontinuität – zugleich stellt sich die Frage: Kann das Management die hohen Technologie- und Logistikinvestitionen in spürbare Effizienzgewinne und weiteres Wachstum ummünzen? Wir denken: ja. Bisher lief alles nach Plan.

Der Wettbewerbsdruck durch Anbieter wie Shopee und Temu hat 2025 die Margen belastet. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Geschäftsmodell mit E-Commerce und Mercado Pago in vielen Märkten führend. Analystenkonsens (Stand 24. Januar 2026): 16 Analysten sprechen weiterhin eine Kaufempfehlung aus. Amazon versucht zwar, Südamerika als Umsatzbringer zu erobern, doch dafür muss der Konzern erst einmal an dem etablierten MercadoLibre vorbeikommen.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: die fehlende Dividende. In der Vergangenheit hatte unser Clubfondswert Ausschüttungen geleistet, die letzte für das Jahr 2017. Wir sind also auf Kurssteigerungen angewiesen – und die sind bislang durchaus überzeugend. Zudem weisen Prognosen für 2028 wieder auf die Möglichkeit einer Dividende hin.

Fakt ist, dass unser NDAC-Clubfondswert höchstwahrscheinlich vom (vorläufigen) Mercosur-Abkommen profitieren wird. Nicht nur können neue zollfreie Produkte aus Europa in absehbarer Zukunft angeboten werden, auch neue Märkte in Europa lassen sich erschließen.

Auf jeden Fall bleiben wir bei unserem Wert dabei – es dürfte dort noch sehr spannend werden.

Freihandel zwischen Indien und der EU kommt langsam in die Gänge

Nicht ganz so lange wie bei Mercosur (25 Jahre), aber dennoch viel zu lange verhandelte die EU ein Freihandelsabkommen mit Indien, das nach 20 Jahren in der vergangenen Woche zwischen beiden Seiten geschlossen wurde und nun der Ratifizierung durch das EU-Parlament harrt. Zumindest dürfte keine Bauernlobby mit wütenden Protesten die Parlamentarier aufhalten, denn um Landwirtschaft geht es bei diesem jüngsten Freihandelsabkommen nicht.

Ganz so schnell dürften die Zölle auch danach nicht sinken. Innerhalb von fünf bis zehn Jahren sollen Zölle auf mehr als 99 Prozent aller Waren, die die EU aus Indien importiert, sowie auf 96 Prozent aller Waren, die Indien aus der EU einführt, schrittweise gesenkt oder abgeschafft werden. Die Auswirkungen auf die indische Wirtschaft sind erheblich, schließlich machen die Exporte in die EU rund ein Fünftel aller Warenexporte des Landes aus. Dagegen ist die Bedeutung Indiens als EU-Exportmarkt mit einem Anteil von rund zwei Prozent gering, was auch die verhaltene Marktreaktion erklärt. Selektiv dürften aus europäischer Sicht vor allem Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Chemie und Automotive profitieren.

Indien dürfte mit prognostizierten Wachstumsraten von mehr als sechs Prozent auf absehbare Zeit die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft unter den G20 bleiben, weshalb das Potenzial für eine künftige Handelsausweitung aus EU-Sicht deutlich größer ist. Damit das Abkommen in Kraft tritt, bedarf es jedoch der Zustimmung des indischen und des europäischen Parlaments sowie des EU-Rates – ein Prozess, der im besten Fall noch in diesem Jahr abgeschlossen wird.

Vielleicht sollten die Unterhändler künftig nicht alles bis ins kleinste Detail aushandeln. Die Zeit drängt, wie wir alle wissen…

 

Indien statt China?

Selbst die sonst so chinafreundlichen deutschen Manager schüttelten nur noch den Kopf. Fünf Prozent Wachstum? Das glaube doch ohnehin niemand mehr, sagten sie. Was reitet die Führung in Peking, stur an diesem Wert festzuhalten? Merkt sie denn nicht, wie lächerlich sie sich damit macht und wie sie in der Bevölkerung noch mehr Vertrauen verliert? So ungefähr fielen die Reaktionen kürzlich aus, als China erneut ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent ankündigte. Mit der Stimmung und der gefühlten Wirtschaftslage vor Ort hat dieser Wert wenig zu tun. Statistiken sollte man nur glauben, wenn man sie selbst gefälscht hat – frei nach Churchill.

 

Die Weltwirtschaft zeigt sich trotz US-geführter Handelsstörungen unerwartet resilient. Für 2026 erwartet der Internationale Währungsfonds nach jüngsten Schätzungen ein globales Wachstum von 3,3 Prozent – gestützt auf nachlassende Handelsspannungen, expansive Fiskalpolitik, günstige Finanzierungsbedingungen sowie die hohe Anpassungsfähigkeit privater Akteure. Besonders positiv wirkt der kräftige Investitionsschub im IT-Sektor, getragen von Fortschritten in der Künstlichen Intelligenz. In den USA sind die IT-Investitionen auf den höchsten Stand gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) seit 2001 gestiegen – sie dürften mindestens ein Drittel des BIP-Wachstums erklären. Diese Investitionen erhöhen die Produktivität, stärken Unternehmensgewinne und fördern internationale Spillover, insbesondere in asiatischen Technologieexporten.

Im Gegensatz zur Dotcom-Ära verlaufen Bewertungsanstiege moderater und basieren stärker auf realen Erträgen. Die Erträge sind jedoch nicht so hoch, dass die Unternehmen ihre Investitionen allein daraus stemmen könnten. Deshalb entstehen Risiken durch steigende Verschuldung, hohe Marktkonzentration und mögliche Neubewertungen von Technologieaktiva. Ein potenzieller Abschwung könnte über Vermögens- und Nachfragekanäle global wirken. Vor diesem Hintergrund sind mittelfristig eine strikte Finanzaufsicht, eine präzise geldpolitische Kalibrierung sowie fiskalische Konsolidierung erforderlich. Flankierend müssen arbeitsmarkt- und wettbewerbspolitische Maßnahmen sicherstellen, dass KI-bedingte Produktivitätsgewinne breit verteilt werden und nachhaltiges, inklusives Wachstum ermöglichen. Die USA sind dafür sicherlich nicht das beste Beispiel.

 

Die Aktienmärkte setzen ihren Aufwärtstrend fort, getragen von Techwerten in den USA und Banktiteln in Europa (abgesehen von der Deutschen Bank, die am Mittwoch erneut wegen Geldwäscheverdachts im Fokus der Ermittlungen stand). Während Aktien weiterhin im Gleichschritt nach oben marschieren, brodelt es an anderer Stelle – nirgends so deutlich wie an den Devisenmärkten. Der Dollar fiel auf 1,20 Dollar je Euro – ein Viereinhalbjahrestief – sowie auf ein Zehnjahrestief gegenüber dem Schweizer Franken. Wieder einmal ist die erneute Abwertung der Weltleitwährung dem Don im Weißen Haus zu verdanken. Der Dollar sei „in großartiger Verfassung“, sagte er – ein Satz, den die Märkte als Zeichen dafür werteten, dass Washington derzeit mit dem Status quo zufrieden ist. Nun ja, als Präsident der größten Wirtschaftsnation sollte er schon darauf achten, was er in die Welt posaunt. Manchmal ist Schweigen eben doch besser, insbesondere wenn man keine Ahnung hat.

 

Die US-Notenbank ist mit einer intern umstrittenen Zinspause ins Jahr gestartet. Nach drei Senkungsschritten in Folge beließ sie den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. An den Finanzmärkten war damit gerechnet worden. Im für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschuss gab es allerdings zwei Gegenstimmen: Die Fed-Direktoren Christopher Waller und Stephen Miran votierten für eine weitere Senkung. Die Zentralbank hatte den Leitzins im vergangenen Jahr insgesamt um einen Dreiviertelprozentpunkt gesenkt, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Die Inflation bleibe „etwas erhöht“, während der Arbeitsmarkt „Anzeichen einer Stabilisierung“ zeige, erklärte die Fed nun. Was soll die Fed auch tun? Eine Zinssenkung würde den Dollar weiter schwächen – insbesondere im Zusammenhang mit den Äußerungen des US-Präsidenten.

Neu im NDAC-Clubfonds: Bayer AG

Neu in unserem NDAC-Clubfonds: Bayer AG

„Welcome back“ können wir hier wieder sagen, denn wir hatten den Chemieriesen aus Leverkusen bereits in unserem Clubfonds. Dass die Bayer AG eine längere Durststrecke hinter sich bringen musste, war Anlegern schon seit Langem klar. Spätestens seit dem Monsanto-Debakel mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Roundup (Glyphosat) und den sich anschließenden Prozessen vor nicht gerade zimperlichen US-Gerichten wurde Bayer gnadenlos gen Süden geschickt. Doch das ist nicht neu in der Historie des 1863 in Barmen von Friedrich Bayer und Johannes Friedrich Weskott gegründeten Unternehmens.

Seit dem 1. Juni 2023 steht der Konzern unter der Führung von Bill Anderson, einem US-amerikanischen Chemieingenieur und Manager, der aus der Pharmaindustrie kommt. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist seit April 2020 der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Norbert Winkeljohann.

Mit einem Kursplus von fast 20 Prozent seit Jahresbeginn gehört unser neuer NDAC-Wert aktuell zu den Top-Performern im deutschen Leitindex. Auslöser für die starke Rallye war die Entscheidung des US-Supreme Courts, sich grundsätzlich mit dem Glyphosat-Rechtsstreit zu befassen. Das bedeutet einen Hoffnungsschimmer für den Konzern, der auf eine Eindämmung der milliardenschweren Klagewelle setzt. Experten sehen darin einen wichtigen Etappensieg, der im besten Fall zur Auflösung erheblicher Rückstellungen führen könnte.

Im Kern geht es um die Frage, ob die Zulassung von Glyphosat durch die US-Umweltbehörde EPA ohne Krebswarnhinweis Klagen auf Ebene einzelner Bundesstaaten ausschließt. Sollte der Supreme Court zugunsten von Bayer entscheiden, könnte dies die finanzielle Belastung des Unternehmens deutlich reduzieren. Die Unsicherheit über den Ausgang des Verfahrens bleibt jedoch bestehen. Die Entscheidung des Supreme Court dürfte zum entscheidenden Katalysator für die weitere Kursentwicklung werden.

Die Hoffnung der Anleger, dass die langwierigen Glyphosat-Rechtstreitigkeiten in den USA bald abgehakt werden könnten, sorgte seit Dezember für eine Neubewertung. Zudem haben sich die Perspektiven für das Pharmageschäft mittlerweile stark verbessert; die Angst vor einer Patentklippe ist angesichts erfolgreicher neuer Medikamente sowie aussichtsreicher Medikamentenkandidaten weitgehend verflogen.

Der Blick in die Bücher

Die Bayer Aktiengesellschaft hat die Geschäftszahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate bis zum 30. September 2025 vorgelegt. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 9,66 Milliarden Euro, verglichen mit 9,97 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust belief sich auf 963 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 4,18 Milliarden Euro ausgewiesen wurde. Der unverwässerte Verlust je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 0,98 Euro nach 4,26 Euro im dritten Quartal 2024. Der verwässerte Verlust je Aktie betrug ebenfalls 0,98 Euro, verglichen mit 4,26 Euro im Vorjahr.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 lag der Umsatz bei 34,14 Milliarden Euro, während im Vorjahreszeitraum 34,88 Milliarden Euro erzielt wurden. Der Nettogewinn betrug 137 Millionen Euro, während im Vorjahr noch ein Nettoverlust von 2,22 Milliarden Euro verbucht wurde. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 0,14 Euro, verglichen mit einem Verlust von 2,26 Euro im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich ebenfalls auf 0,14 Euro, nach einem Verlust von 2,26 Euro im gleichen Zeitraum 2024.

Natürlich wären die Ergebnisse von Bayer besser, aber: „In Anbetracht der weiteren Zuführung zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im 3. Quartal rechnet Bayer für den Konzern nun für das Gesamtjahr mit Sondereinflüssen im EBITDA in der Bandbreite von minus 4,0 bis minus 3,5 (bisher: minus 3,5 bis minus 2,5) Milliarden Euro sowie im EBIT in der Bandbreite von minus 3,0 bis minus 2,5 (bisher: minus 2,5 bis minus 1,5) Milliarden Euro“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Was sagen die Analysten?

Von elf befragten Experten empfehlen fünf die Aktie zum Kauf, sechs stufen sie als Halteposition ein. Negative Stimmen gibt es derzeit keine. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob die Bayer-Aktie nach dem starken Anstieg weiteres Potenzial bietet oder ob Gewinne gesichert werden sollten.

Das Problem der Finanzexperten ist, dass alles von der Entscheidung des Obersten Gerichts in den USA abhängt. Senken die Richter den Daumen, werden wohl weitere Rückstellungen wegen einer neuen Klagewelle notwendig. Dann wären alle Einschätzungen Makulatur. Im gegenteiligen Fall werden die Rückstellungen weitgehend aufgelöst und das Kapital wäre frei für neue Investitionen oder eine Dividendenerhöhung. Deshalb verschieben wir die Einschätzungen bis nach dem Urteil.

Fazit:

Die Hoffnung, dass unser NDAC-Clubfondswert Bayer AG eine für ihn positive Entscheidung erhält, war Anlass, ihn wieder in unser Depot aufzunehmen. Aber auch die Performance seit Jahresbeginn ist überzeugend: +19 Prozent – das kann sich sehen lassen.

 

Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten: heute Adobe

Adobe gehört nicht zu den Werten, die sich in den vorderen Reihen führenden KI-Giganten einordnen lässt. Aber natürlich beschäftigt sich unser NDAC-Clubfondswert auch sehr offensiv mit der KI und geht optimistisch in das neue Geschäftsjahr 2026.

Adobe ist ein führendes Softwareunternehmen, das kreative und digitale Lösungen entwickelt. Hauptprodukte sind Adobe Creative Cloud, Document Cloud und Experience Cloud. Adobe ist Marktführer im kreativen Softwarebereich. Hauptkonkurrenten sind Microsoft, Apple und Salesforce. Alleinstellungsmerkmale sind die umfassende Produktpalette und starke Markenbekanntheit.

Angetrieben von einer dynamisch wachsenden Nachfrage nach Kreativ-Tools und der erfolgreichen Integration generativer KI in die gesamte Produktpalette erwartet der Konzern neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn. Besonders Firefly, das KI-Modul der Creative Cloud, entwickelt sich zum zentralen Wachstumstreiber und zieht immer mehr Anwender in das Adobe-Ökosystem. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer der Freemium-Modelle kletterte binnen Jahresfrist auf über 70 Millionen – immerhin ein Plus von 35 Prozent.

Finanzchef Dan Durn sieht die stärkste Dynamik bei Photoshop, Lightroom und Creative Cloud Pro. Die tief verankerten KI-Funktionen erhöhen Produktivität und Qualität spürbar und stärken Adobe Position in einem Markt, der durch immer mehr KI-Wettbewerber unter Druck steht. Gleichzeitig dringt der Konzern weiter in den Marketingbereich vor: Mit der geplanten Übernahme von Semrush für 1,9 Milliarden Dollar will Adobe Marken dabei unterstützen, ihr Online-Profil über Suchanfragen und GenAI-Bots präziser auszuwerten.

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Adobe Erlöse zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden Dollar an – oberhalb der Analystenprognosen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 23,30 bis 23,50 Dollar erreichen. Im abgelaufenen vierten Quartal erzielte Adobe einen Gewinn je Aktie von 5,50 Dollar, was 0,10 Dollar über den Analystenerwartungen lag. Der Umsatz summierte sich auf 6,19 Milliarden Dollar und damit 80 Millionen über den Prognosen. Für das erste Quartal rechnet Adobe mit bis zu 6,3 Milliarden Dollar Umsatz und einem bereinigten Ergebnis von bis zu 5,90 Dollar pro Aktie.

Trotz des optimistischen Ausblicks gerät unser Clubfondswert immer mehr unter Druck. Beim Schreiben dieser Zeilen liegt das Papier auf Jahressicht mit über einem Drittel genauer gesagt mit 40 Prozent im Minus, das bedeutet einen Wertverlust je Aktie von 169 Euro. Woran liegt es, dass der aktuell letzte Crash um 15 Prozent noch einmal die Aktie tiefer drückte?

Apple greift den Platzhirsch Adobe sowie Entwickler von Musik-Anwendungen mit einem Bündel-Abo für seine Kreativ-Apps an. Das Angebot mit dem Namen Apple Creator Studio wird ab Ende Januar unter anderem Zugang zum Videoschnitt-Programm Final Cut Pro, der Bildbearbeitungs-App Pixelmator Pro und der Musikaufnahme-Software Logic Pro bieten.

Den Preis für das Studio-Bündel setzte Apple auf 12,99 Euro im Monat beziehungsweise 129 Euro im Jahr fest – und damit deutlich unter dem Niveau von Adobe. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Funktionen für Apples kostenlose Büroprogramme wie die Textverarbeitungs-Software Pages.

Adobe startet schwach ins Börsenjahr 2026. Trotz solider Geschäftszahlen ziehen sich wichtige Großanleger zurück, während der gesamte Softwaresektor unter dem Druck neuer KI-Technologien steht. Im Zentrum steht ein Konflikt: starke Fundamentaldaten auf der einen, wachsender Zweifel am Geschäftsmodell im KI-Zeitalter auf der anderen Seite.

Großinvestoren ziehen sich zurück. Die Verkäufe signalisieren Zurückhaltung auf der professionellen Seite. Die Gründe liegen aber weniger im Einzelfall Adobe, sondern in einem breiteren Stimmungsumschwung im Softwaresegment. Die Gründe liegen aber weniger im Einzelfall Adobe, sondern in einem breiteren Stimmungsumschwung im Softwaresegment.

Der gesamte SaaS-Bereich (Software-as-a-Service) steht seit Jahresbeginn unter Druck. Der Morgan Stanley SaaS Index liegt rund 15 Prozent im Minus und verzeichnet damit den schwächsten Jahresauftakt seit 2022. Adobe wird in diesem Umfeld in Mitleidenschaft gezogen.

Auslöser sind wachsende Sorgen, dass Generative KI etablierte Softwaremodelle untergraben könnte. Marktberichte verweisen explizit auf neue Konkurrenztechnologien von Anbietern wie Anthropic. Die Folge: Kursverluste nicht nur bei Adobe, sondern auch bei anderen Schwergewichten wie Intuit und Salesforce. Bewertungskennziffern fallen bei Adobe in die Nähe von Mehrjahrestiefs – ein klares Zeichen, dass der Markt derzeit mehr Risiko als Chance sieht.

Auch die Analysten sind nicht mehr von Adobe so sehr überzeugt. Die skeptischere Wahrnehmung schlägt sich in mehreren Abstufungen nieder. Dabei signalisieren die Analysten, Potenzial ist rechnerisch vorhanden, doch die Risikolage wird höher eingeschätzt als noch vor wenigen Monaten.

Das Sentiment am Markt wirkt derzeit ambivalent. Auf der einen Seite steht ein kerngesundes, hochprofitables Geschäftsmodell mit wiederkehrenden Abonnement-Einnahmen aus den Bereichen Creative Cloud, Document Cloud und Experience Cloud. Auf der anderen Seite sehen Investoren eine Bewertung, die trotz des jüngsten Rücksetzers sportlich bleibt und künftiges Wachstum bereits großzügig eingepreist hat. Entsprechend schwankt die Stimmung zwischen vorsichtig optimistisch (Bullen) und zunehmend selektiv (investierte Anleger nutzen Rückschläge eher zum Nachkauf als zum Panikverkauf).