Einer der Dinos im DAX ist unser neuer Clubfondswert, die Siemens AG. Ja, dieser Wert war bereits 1988 bei der Gründung des DAX30 später DAX40 dabei. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1847 als bedeutender Akteur im deutschen Industrie- und Technologiebereich etabliert.
Historisch gesehen sind Siemens-Aktien seit dem 8. März 1899 an der Börse notiert. Gelistet wird die Aktie der Siemens AG heute unter anderem in den Indizes DAX40, DivDAX, und EUROSTOXX 50. Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgeteilt in 800 Millionen Namensaktien. Größter Einzelaktionär ist die Gründerfamilie von Siemens mit sechs Prozent, sodann diverse institutionelle Anleger mit insgesamt 66 Prozent, Privataktionäre mit 21 Prozent und sonstige oder nicht identifizierbare Anleger mit 7 Prozent
Die Siemens AG ist ein deutscher Technologiekonzern mit den Schwerpunkten Automatisierung und Digitalisierung in der Industrie, Infrastruktur für Gebäude, Energiesysteme, Mobilitätslösungen für den Schienen- und Straßenverkehr sowie Medizintechnik. Zur börsennotierten Siemens AG gehören zahlreiche deutsche und internationale Tochtergesellschaften. Der Konzern hat 125 Standorte in Deutschland und ist in 190 Ländern vertreten.
Das Unternehmen hat seine Wurzeln in der 1847 in Berlin gegründeten Telegraphen Bau-Anstalt Siemens & Halske von Werner Siemens und Johann Georg Halske. Im Laufe seiner Entwicklung wurde das Unternehmen zu einem wesentlichen Akteur der deutschen und europäischen Wirtschaftsgeschichte. Gegenwärtig sind große Teile des Geschäftes in Unternehmen wie Siemens Healthineers und Siemens Mobility organisiert. Das Energiegeschäft wurde im Jahr 2020 abgespalten und in die eigenständige Siemens Energy AG (ehemaliger NDAC-Clubfonds Wert) überführt. Im Bereich der Automatisierungstechnik gilt Siemens als Vorreiter und umsatzstärkstes Unternehmen der Welt.
In dem Mischkonzern arbeiten weltweit 318.000 Mitarbeiter (2025).
Seit 03. Februar 2021 führt der studierte und promovierte Physiker Roland Busch das zu den größten Elektronikkonzernen der Welt zählende Unternehmen. Er hat seine Wurzeln im Konzern seit 1993 und folgte Joe Kaeser nach. Seit Februar 2018 ist der dänische Manager Jim Hagemann Snabe Vorsitzender des Aufsichtsrates
Siemens AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Elektro-und Elektronikgeräten. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
– medizinische Geräte (29,6 Prozent): Systeme für die medizinische Bildgebung, Labordiagnostik und Hörgerätesysteme usw.;
– Lösungen für smarte Gebäude und Infrastrukturen (28,7 Prozent): Lösungen für den Energiewandel, Produkte der Klimatechnik (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen), Gebäudesicherheitssysteme (Brandmelde- und Brandschutzsysteme, Zugangskontrollsysteme, Videoüberwachung und Einbruchmeldeanlagen usw.), technische Gebäudemanagementsysteme usw.;
– Digitale Industrieausrüstungen (22,1 Prozent): automatisierte Produktions-, Montage-, Logistik- und Überwachungssysteme usw.;
– Mobilitätslösungen und -systeme (15,8 Prozent): Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungssysteme, Bahnelektrifizierungssysteme, digitale und cloudbasierte Lösungen usw.
Der restliche Umsatz (3,8 Prozent) wird insbesondere mit Finanzaktivitäten erzielt (Leasing, Ausrüstungs- und Projektfinanzierung, Finanzberatungsleistungen usw.).
Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Deutschland (14,8 Prozent), Europa / Gemeinschaft Unabhängiger Staaten / Afrika / Naher Osten (32 Prozent), Vereinigte Staaten (28 Prozent), Amerika (4,6 Prozent), China (9,1 Prozent), Asien und Australien (11,5 Prozent).
Der Blick in die Bücher
Der Umsatz des deutschen Technologiekonzerns lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 78,91 Milliarden Euro, verglichen mit 75,93 Milliarden Euro im Vorjahr. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn für die zwölf Monate bis zum 30. September belief sich auf 9,62 Milliarden Euro, nach zuvor 8,30 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) erhöhte sich auf 12,11 Euro gegenüber 10,38 Euro im Vorjahreszeitraum.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum im Bereich von sechs bis acht Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus dem Nettogewinn vor Kaufpreisallokation soll zwischen 10,40 Euro und 11 Euro liegen. Schlüsselprodukte sind Turbinen für Energieerzeugung, Zugsysteme und Bildgebende Systeme in der Medizin. Softwarelösungen wie MindSphere treiben das Digitalgeschäft voran. Der Ersatzteil- und Servicebereich generierte 2025 rund 25 Prozent des Umsatzes.
Siemens hat für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/2027 starke Quartalszahlen vorgelegt. Der Konzern meldete einen Umsatz von 20,3 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im zweiten Quartal trug Digital Industries mit 4,2 Milliarden Euro Umsatz bei, ein Plus von 10 Prozent. Smart Infrastructure meldete 4,8 Milliarden Euro, laut Quartalsbericht vom 05.05.2026. Mobility wuchs um 12 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Als Dividende wurden 5,35 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Dividendenrendite beträgt 1,95 Prozent.
Was sagen die Analysten?
Dem Portal Marktscreener liegen 24 Analysteneinschätzungen vor: 14 sagen kaufen, drei aufstocken, vier halten zwei reduzieren und eine verkaufen. Das mittlere Kursziel beträgt 282,91 Euro. Dass höchste Kursziel wird mit 335 Euro und das niedrigste Kursziel mit 230 Euro angegeben. Der aktuelle Kurs beträgt 268 Euro.
Fazit
Mit 10,67 Prozent Gewichtung im DAX40 ist unser Clubfondswert derzeit ein Kurstreiber im Index. Der Konzern will trotz globaler Unsicherheiten an sein Rekordjahr anknüpfen und seine Position als führendes Industrie- und Technologieunternehmen weiter ausbauen. Da sind wir doch gern mit dabei.