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Zölle treiben Inflation – Gastkommentar Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

 

Gastkommentar von Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

Die Zeit des wachsenden Welthandels und der fallenden Handelsschranken scheint endgültig vorbei. Nachdem bereits unter US-Präsident Donald Trump umfangreiche Zölle eingeführt wurden, vor allem gegenüber China, aber auch Europa, hat der amtierende Präsident Joe Biden noch mal nachgelegt und auf Elektroautos aus China, Solarpanels und vielerlei weitere Produkte die Zölle vervielfacht. Europa legt nun ebenfalls nach, mit Zöllen auf Elektroautos. Diskutiert wird dabei immer über die Auswirkungen auf Unternehmen, sofern es seitens China zu Gegenmaßnahmen komme.

Vor allem die deutsche Automobilindustrie zittert jetzt. Es fiel den anderen Ländern Europas leichter, diese Zölle einzuführen, weil deren Automobilhersteller in China kaum Marktanteile haben. Bei den deutschen und vor allem bei Volkswagen geht es um viel. Zwar sind sie bei den Elektroautos sowieso ins Hintertreffen geraten und werden in China wohl kaum ein Fuß auf den Boden bekommen, noch verkaufen Sie aber eben auch Verbrenner, die dann erheblich im Preis steigen würden.

Zölle verteuern heimische Produkte

Wenig diskutiert wird bisher der Einfluss der Zölle auf die Inflation. Denn was sollen Zölle bewirken? Sie sollen die teureren heimischen Produkte wieder wettbewerbsfähig machen, in dem die Billigprodukte aus dem Ausland mithilfe der Zölle teurer werden. China hat schon vorausgesehen, was kommen würde. Deswegen sind zuletzt die Containerpreise enorm gestiegen und extrem viele Elektroautos aus China wurden in den USA und Europa auf Halde gestellt, weil man sie noch mit günstigeren Zollsätzen einführen konnte. Sind diese verkauft, werden Autos aus China teurer. Und der Preisdruck auf die heimischen Hersteller wird nachlassen. Das gleiche gilt für Solarpanels, wo China den Markt fast als Monopol beherrscht. Selbstverständlich wird dies Auswirkung auf die Inflation in den USA, aber eben auch in Europa haben. Produkte, die Donald Trump in seiner Amtszeit mit Zöllen belegt hatte, stiegen im Preis deutlich stärker als Waren, die nicht betroffen waren.

Die rückläufige Inflation könnte sich plötzlich umdrehen und wieder Richtung vier Prozent laufen. Das würde die Notenbanken vor eine schwierige Aufgabe stellen, denn die zu erwartenden Gegenmaßnahmen seitens Chinas würden die heimische Konjunktur sicherlich schwächen, insbesondere in Ländern, die wie Deutschland stark vom Export abhängen. Wegen der Zölle steigende Preise und wegen nachlassender Auslandsnachfrage eine schrumpfende Wirtschaft würden dann in ein Stagflationsszenario führen – Inflation bei gleichzeitiger Rezession. 

Anleger sollten weiterhin auf die Arbeitslosigkeit achten

Ein Stagflationsszenario ist das für die Notenbanken schwierigste wirtschaftliche Umfeld, das es gibt. Auf der einen Seite müssten Sie die Konjunktur ankurbeln, auf der anderen Seite besteht dann die Gefahr, dass sie die zu hohe Inflation weiter antreiben. Für welche Seite sie sich entscheiden, dürfte extrem vom Arbeitsmarkt abhängen. Denn eine mögliche Stagflation heute wäre nicht so schlimm wie in den 1970er Jahren, damals führte die Stagflation zu mehr Arbeitslosigkeit. Aktuell ist es so, dass aufgrund der in Rente gehenden Babyboomer selbst bei einer Rezession womöglich die Arbeitslosigkeit zunächst unbedenklich bliebe.

Bisher ist es das auf jeden Fall zu beobachten. Obwohl die Wirtschaft nicht mehr stark wächst, vor allem nicht in Europa, liegt die Arbeitslosigkeit auf Rekordtief. Deutschland ist die einzige Ausnahme zumindest in dieser Hinsicht. Wir haben einige 100.000 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr. Und es werden noch mehr. Die Ankündigungen von massenhaftem Stellenabbau bei Unternehmen der Automobilindustrie und ihren Zulieferern kennen wir alle. Deshalb ist Deutschland derzeit in Europa auch eher das Land, das sich Zinssenkungen wünscht, in der Eurokrise war es bekanntermaßen umgekehrt.

Da bettelten die hochverschuldeten Länder, deren Zinsen nach oben schossen, um eine lockerere Geldpolitik. Die bekamen sie auch, aber die aus der Deutschen Bundesbank entsandten Zentralbankmitglieder stellten sich stets dagegen. Das rächt sich jetzt ein wenig. Mit viel Mitleid kann Deutschland daher kaum rechnen. Es dürfte zu einer längeren Zinssenkungspause in Europa kommen, wie die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits durchblicken ließ. Die Aussichten für Aktien bessern sich dadurch nicht, eher im Gegenteil.

Man muss aber konstatieren, dass das derzeit für die Anleger ja offenbar keine Rolle zu spielen scheint, wobei der DAX tatsächlich erste Schwäche zeigt. Am kommenden Freitag ist der große Verfall an den Terminmärkten. Da könnte sich diese Schwäche eher noch verstärken. In der Vergangenheit war das oft so. So paradox es klingt, käme es zu einer längeren Abwärtsbewegung, dann wären wohl erst mehr Arbeitslose in den USA und Europa der Befreiungsschlag. Dann nämlich dürften die Zentralbanken selbst bei noch erhöhter Inflation die Geldpolitik deutlich lockern.

Im Westen nichts neues

Torsten Arends, Geschäftsführung des NDAC

Es kam, wie es allgemein erwartet wurde, die Fed folgt der EZB nicht und lässt sich damit auch nicht unter Druck setzen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) belässt den Leitzins wie erwartet zum siebten Mal in Folge unverändert auf dem höchsten Niveau seit 23 Jahren. Er liegt damit weiterhin in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent, wie der Zentralbankrat um Fed-Chef Jerome Powell in Washington mitteilte. Zu diesem Satz können sich Geschäftsbanken Zentralbankgeld leihen.

Die Notenbank der größten Volkswirtschaft der Welt hat seit März 2022 ihren Leitzins im Kampf gegen die Inflation im rekordverdächtigen Tempo um mehr als fünf Prozentpunkte angehoben. Zuletzt drehte sie allerdings nicht mehr an der Zinsschraube und ließ den Leitzins stabil.

Trotz einer zuletzt überraschenden Entspannung an der Preisfront dürften die Währungshüter laut Experten noch einige Monate warten, bis sie einen ersten Schritt nach unten wagen. Nachdem die Inflationsrate im Mai überraschend auf 3,3 Prozent gefallen ist, machen die Währungshüter nun in jüngsten Monaten einen “moderaten weiteren Fortschritt” auf dem Weg zu ihrem Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent aus.

Ihr Autor hätte diese Konsequenz gern auch von der EZB gesehen. Aber gehen wir einmal davon aus, dass die EZB wirklich nur eine Zinssenkung vornimmt.

Viel mehr Sorgen machen sich dagegen die Autobauer, ob der angedrohten Strafzölle auf chinesische E-Autos. Wohlgemerkt nur die deutschen. China ist der größte Absatzmarkt für die deutsche Automobilindustrie. Dass die Chinesen die deutschen E-Fahrzeuge, nun sagen wir mal meiden, geschenkt. Trotzdem hat Deutschland mit Rücksicht auf die heimische Automobilindustrie versucht, die ja dort auch produziert, die Strafzölle zu verhindern. Die Europäische Kommission verhängt nichtdestotrotz Strafzölle auf bestimmte Elektroautos aus China. Betroffen seien Modelle der Hersteller BYD, Geely und SAIC, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Für BYD soll demnach ein Importzoll von 17,4 Prozent, für Geely von 20 Prozent und für den staatlichen chinesischen Volkswagen-Partnerkonzern SAIC von 38,1 Prozent gelten. Die Kommission begründete den Schritt damit, dass E-Autoimporte aus China der europäischen Autobranche schadeten. Vorher lag der Zoll bei 10 Prozent.

Damit folgt die EU den Vorgaben aus den USA, also zumindest etwas. Die USA hatten bereits im Mai Sonderzölle von 100 Prozent gegen Elektroauto-Importe und andere Produkte aus China verhängt.

Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hätten mögliche EU-Zölle auf chinesische Autos spürbar steigende Kaufpreise für Elektroautos zur Folge.

Die chinesische Regierung hatte die EU wiederholt davor gewarnt, die Einfuhrzölle auf Elektroautos aus China zu erhöhen. „Letztendlich würde dies den eigenen Interessen der Europäischen Union schaden“, sagte ein Sprecher des Außenamtes. Die Anti-Subventionsuntersuchung der EU-Kommission sei »Protektionismus« und solle offenbar eine „Ausrede“ für die Einführung von Schutzzöllen liefern. (so kann man es natürlich auch sehen). Das Vorgehen Brüssels verstoße „gegen die Grundsätze der Marktwirtschaft und die internationalen Handelsregeln und untergräbt die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen China und der EU sowie die Stabilität der globalen Automobilproduktion und der Lieferketten.“

Gab es für solche Konflikte nicht einmal die WTO? Alle Staaten, die von den Sanktionen betroffen sind, sind Mitglied der WTO. Es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, wenn sich die Staaten in diesem Gremium zusammengesetzt und eine Lösung gefunden hätten, mit der alle Seiten leben können. Jetzt dagegen droht ein Handelskrieg, in dem sich Europa nur noch entscheiden muss, zwischen USA und China. Wir wissen alle, wofür sich Europa entscheiden wird.

Lange nichts mehr von Neuerungen der Indexzusammensetzungen in der DAX-Familie gelesen. Ab Montag dem 24. Juni wird sich auch nicht viel ändern, denn der DAX40 bleibt unverändert. Gleiches gilt für den TecDAX. Nur im MDAX und SDAX gibt es Veränderungen. Die erste im MDAX ist der Touristikkonzern TUI, der im Frühjahr an die deutsche Börse zurückgekehrt war. Die zweite ist Rational. Der Großküchenausstatter war aus dem MDAX verbannt worden, weil der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Hans Maerz nach mehr als zwölf Jahren im Amt nicht mehr als unabhängiges Mitglied galt. Dieser hat bei der Hauptversammlung im Mai aber nicht mehr kandidiert. Damit war der Weg frei für eine Rückkehr in den MDAX. Der dritte MDAX-Neuling und einziger echter Aufsteiger ist Traton. Der Lkw-Hersteller (MAN, Scania) steigt vom SDAX in den Midcap-Index auf. Die VW-Tochter ist immerhin seit 2019 an der Börse gelistet. Seit dem vergangenen Jahr hat sich der Aktienkurs stark entwickelt und im April ein neues Allzeithoch erreicht. Den umgekehrten Weg tritt wie erwartet Morphosys an. Nach dem Übernahmeangebot des Pharmariesen Novartis reicht der Streubesitz des Biotech-Unternehmens nur noch für einen Platz im SDAX. In den Nebenwerte-Index absteigen müssen außerdem der Autovermieter Sixt und der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar. Ebenfalls neu im SDAX ist die im März an die Börse zurückgekehrte Parfümerie-Kette Douglas. Ihren Platz räumen müssen Heidelberger Druck, der Versicherer W&W sowie der Wasserstoff-Spezialist ThyssenKrupp Nucera. Diese sind künftig in keinem Index mehr gelistet.

Auweia, die Aktie unseres Depotwertes Nvidia gab am 11. Juni um rund 90 Prozent nach. Doch keine Sorge, verantwortlich für den „Kurssturz“ war nicht etwa ein Insolvenzantrag des KI-Profiteurs Nvidia, sondern ein Aktiensplit im Verhältnis 1:10.

Nur zur Erinnerung, bei einem Aktiensplit handelt es sich um eine Maßnahme, mit der Aktien optisch attraktiver gemacht werden. Kostet eine Aktie 500, 1.000 oder gar 10.000 Dollar oder Euro, dann erscheint sie optisch sehr teuer. Das schreckt mögliche Investoren ab. Dieses Problem löst wie üblich ein Aktiensplit: Die Zahl der Aktien wird vervielfacht, das Grundkapital bleibt gleich. Dadurch reduziert sich der Preis pro Aktie. Die Aktien erscheinen den Anlegern günstiger und somit attraktiver. Durch diesen „Trick“ fließt dem Unternehmen jedoch kein frisches Geld zu, alles bleibt wie gehabt. Nur die Proportionen haben sich bei der Aktie verschoben und sie wird wieder mehr nachgefragt, der Kurs wird also wieder steigen. Kann uns nur recht sein.

Einige Anmerkungen zur Künstlichen Intelligenz Teil 1

Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des NDAC Anlegerclubs

So ein bisschen mutet die aktuelle Entwicklung an wie ein missverstandenes olympisches Motto in der Digitalisierung: „Höher, schneller, weiter“ – buchstäblich oft zu jedem Preis. Und die Anlagen in Aktien der Künstliche Intelligenz (KI) erinnert ein wenig an die Zeiten des längst untergegangen Neuen Marktes. Unternehmen brauchen nur die KI als Baustein ihrer Technologie zu erwähnen und schon greifen die Anleger zu, egal wie hoch die Bewertung des betreffenden Wertes bereits in die Höhe geschossen ist. Nicht falsch verstehen, hinter den Werten des Neuen Marktes standen oftmals leere Versprechen, hinter den Unternehmen heute stehen in der Regel eine Substanz, die die hohe Bewertung teilweise rechtfertigt.

Anleger sollten aber wie bei jedem Hype genau hinschauen und sich nicht von der schönen neuen Welt der Daten blenden lassen. Tatsache ist, dass momentan vor allem die großen Tech-Unternehmen aus Übersee am Hype verdienen. Immer neue Tools und immer teurere Lizenzen öffnen immer mehr Unternehmen und ihren Mitarbeitern das Tor zur KI. Die Strategie dahinter? Nun ja, zunächst einmal lässt sich das Thema (intern, aber auch extern) natürlich gut verkaufen. Frei nach dem Motto: „Wir sind jetzt auch dabei.“ Dabei wird häufig komplett die Frage außer Acht gelassen, was man als Unternehmen eigentlich tatsächlich mit KI erreichen will – und kann.

Aufwand und Ertrag stehen im Ergebnis oftmals in keinem Verhältnis. Denn: Gern wird vergessen, dass KI nicht umsonst zu haben ist. Der Einsatz von KI bindet große Kontingente an Geld und Ressourcen, die dann woanders fehlen. Hinzu kommen die gesellschaftlichen Folgen. Da sind zum einen immense Folgen der CO2-Belastung durch exorbitante Rechnerleistungen (das kann börsennotierten Unternehmen die Einhaltung ESG-Kriterien verhageln und damit verbunden den Ausschluss aus so manchen Fonds). Und es entsteht jede Menge Müll, denn Rechner altern bekanntlich sehr schlecht und ob sie in jedem Fall für die Ressourcengewinnung abgegeben werden, darf man auch bezweifeln. Hinzu kommen die sozialen Folgekosten. Was macht ein Unternehmen und was machen wir als Gesellschaft denn mit den freigewordenen Personalkapazitäten? Das Märchen von den kreativen Freiräumen, die entstehen, wenn Menschen von „schnöden“ Arbeitsabläufen durch KI befreit werden, ist schlicht in der Realität kaum haltbar, speziell in Rezessionsphasen. Da wird aus kreativen Freiräumen ganz schnell ein Jobverlust, der, wenn er länger anhält, auch die erworbenen praktischen Kenntnisse aus der KI verdrängt. Zumal bei unserer deutschen Qualifizierungsromantik durch die Arbeitsagenturen.

Wenn jemand KI für sein Unternehmen nutzen möchte, muss klar sein, welchen Fokus man legt, welche Effekte erzielt werden sollen und wie man mit unterschiedlichen Folgen des Einsatzes sinnvoll umgehen kann. Am ehesten gelingt das noch in der Medizintechnik (OP-Roboter, Pflegeroboter, Tomografiegeräte etc.) Andere Gebiete werden aber trotzdem mit neuen Innovationen folgen.

Ohne starke und klare Prozesse geht es nicht. Keine noch so schlaue KI ersetzt diese, vielmehr offenbart und potenziert sie dann auch noch die Schwächen. Und: Kommt das Unternehmen zu dem Ergebnis, dass die eigenen Prozesse noch zu schwach, der Reifegrad der verfügbaren KI-Lösungen zu gering sind, dann ist keine KI-Strategie auch einmal die richtige Unternehmensstrategie. Es muss ja nicht für immer sein. Gänzlich falsch ist es, aus Angst etwas verpassen zu wollen, um buchstäblich jeden Preis auf den Zug aufzuspringen. Vergessen wir nicht: Maschinen, und etwas anderes ist auch die KI nicht, ersetzen keine Unternehmensstrategie. Der Einsatz von KI wird schließlich von Menschen entschieden.

Kommen wir jetzt nach den einleitenden (kritischen) Bemerkungen zu weiteren Aspekten der KI.

Die Deutschen und insgesamt die Europäer spielen im Konzert der KI-Entwickler und Profiteure wohl nur eine untergeordnete Rolle. Das liegt nicht an der fehlenden Intelligenz hierzulande, sondern an den fehlenden Ressourcen und Tempo. Wir sind schon froh, wenn eine Chipfabrik (Intel, TSMC etc.) in Deutschland ein Werk errichtet und subventionieren diese mit Milliardenbeträgen. Zumal es durchaus berechtigte Zweifel am Nutzen der Chips für Deutschland und Europa gibt. Wir haben darüber berichtet.

Besser wäre es vielleicht gewesen, das Geld für die Entwicklung von eigenen KI-Anwendungen auszugeben. Aber dazu bedarf es auch einer vorrausschauenden Politik im Bundesforschungsministerium. Ihr Autor möchte betonen, dass es nicht die Schuld der zurzeit zuständigen FDP-Ministerin ist, das wurde schon seit Jahrzehnten von den verschiedenen Politikern jedweder Color verschlafen. Es fehlt eine Gesamtstrategie, um den führenden Mächten auf dem Gebiet der KI etwas entgegenzusetzen.

So spielt die Musik eben für die Zukunft in den USA und in China und andern Ländern Asiens.

Neues vom Clubfonds: Roche

roche

Bei unserem Schweizer Depotwert, dem Pharma-Konzern Roche, haben die wegfallenden Corona-Umsätze im ersten Quartal 2024 letztmals ihre Wirkung gezeigt.

Konzernweit setzte Roche zwischen Januar und März mit 14,4 Milliarden Franken (14,8 Milliarde Euro) 6 Prozent weniger um als im Vorjahr, wie unser Depotwert mitteilte. Dabei belastete aber auch der starke Franken: Zu konstanten Wechselkursen legte der Erlös um 2 Prozent zu und lag damit im Rahmen der Zielsetzung des Managements von Roche.

Beide Sparten hatten im ersten Quartal Einbußen zu verkraften: Im Pharmabereich sank der Umsatz um 6 Prozent auf 10,9 Milliarden Franken. Zu den größten Wachstumstreibern zählt Roche hier etwa das Anfang 2022 eingeführte Augenmedikament Vabysmo.

In der Diagnostik-Sparte setzte Roche 3,5 Milliarden Franken um, eine Abnahme ebenfalls von 6 Prozent gegenüber dem Vergleichswert 2023. Vor allem das Basisgeschäft habe sich in den ersten drei Monaten aber weiter sehr stark entwickelt. Die Nachwehen durch die nachlassenden Einnahmen mit coronabezogenen Medikamenten und Tests hält das Management nunmehr für überstanden.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen überwiegend im Rahmen der erwarteten Spanne der Analystenschätzungen. Gewinnzahlen legt Roche nach drei Monaten wie einige andere Werte in unserem Depot traditionell nicht vor.

Trotz alledem, Anleger erwarten weitere Impulse oder besser gesagt Nachschub aus der Produkt-Pipeline des Konzerns.

Der Pharma-Konzern überprüft nun bereits seit vergangenem Jahr die eigene Pipeline, um sich künftig vor allem auf die vielversprechenden Kandidaten zu konzentrieren. Auch mit Blick auf die Produktionsstandorte lotet das Management eigenen Angaben zufolge Möglichkeiten aus, das Netzwerk zu optimieren.

Aber es ist aus Sicht ihres Autors wirklich nicht leicht, immer neue Produkte zu entwickeln, zumal der behördliche Zulassungsprozess bei Medikamenten ja doch einige Hoffnungen in den jeweiligen Phasen immer wieder platzen lässt. Und wenn dann ein Medikament die Zulassung erhält, dann kann es immer noch Probleme nach Jahren geben, wie wir erst kürzlich unseren Depotwert J&J oder in der Vergangenheit beim Pharma-Konzern Bayer erleben mussten.

Zukünftiges Ziel sei ein Portfolio, in dem sich vor allem solche Kandidaten befänden, die Roche zum Klassenbesten kürten, sagte Konzernchef Thomas Schinecker in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Und wenn es nicht für den Klassenbesten reiche, dann sollten die jeweiligen Projekte zumindest für die Patienten eine deutliche Verbesserung gegenüber der gängigen Standardtherapie bedeuten. Und wir würden hinzufügen, sonst dürften die Krankenkassen bei nicht nachweisbaren Verbesserungen die rote Karte ziehen und das Medikament nicht mehr bezahlen.

Wie Schinecker weiter betonte, dürften die Überarbeitung der Pipeline und die erwartete Priorisierung bestimmter Projekte einen erheblichen Beitrag zu einer besseren Effizienz leisten. Seit dem dritten Quartal 2023 habe Roche bereits etwa 20 Prozent der Pipeline-Projekte gestoppt.

Mit Blick nach vorne werde auch der chinesische Markt weiter eine zentrale Rolle spielen. Alleine schon wegen seiner Größe stelle er eine potenzielle Wachstumsquelle dar. Vor allem die Diagnostik-Sparte habe auf dem Markt eine starke Position, auf die es weiter aufzubauen gelte, ergänzte der Diagnostik-Chef Matt Sause.

Für jeden Pharma-Konzern ist der Ablauf der Patentschutzfrist ein Problem, da dann die billigeren Nachahmerprodukte auf den Markt kommen. Selbst wenn Ärzte diese Originalprodukte weiter verschreiben, dürfen die Apotheken in der Regel nur die Nachahmerprodukte an die Patienten herausgeben, über die die jeweilige Versicherung einen Gruppenvertrag abgeschlossen hat.

Die erwarteten Einbußen durch Nachahmerprodukte dürften unterdessen nicht mehr so stark belasten wie in der Vergangenheit. Hier bestätigte der Konzern frühere Angaben, wonach Generika 2024 etwa 1,6 Milliarden an Umsatz kosten dürften. Da ist es schon gut, wenn neue patentgeschützte Medikamente zugelassen werden.

 
Roche kann gleich mit zwei Zulassungen punkten. In der EU hat das Krebsmittel Alecensa in einer weiteren Indikation grünes Licht erhalten und in den USA hat der Konzern für einen 4in1-Molekulartest eine Notfallzulassung erhalten, wie aus zwei separaten Mitteilungen vor wenigen Tagen hervorgeht. Alecensa (Alectinib) darf künftig in der EU auch als Monotherapie zur unterstützenden Behandlung nach einer Tumorresektion bei erwachsenen Patienten mit einem bestimmten Lungenkrebs (NSCLC) eingesetzt werden, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der Krebs zurückkommt.

In den USA wiederum hat die Gesundheitsbehörde FDA einem Vier-in-Eins-Molekulartest per Notfallzulassung den Weg geebnet. Mit nur einer Nasenabstrichprobe könne der Test den Nachweis für SARS-CoV-2, die Influenza A/B-Viren und das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) erbringen. Der Test verwende eine hochempfindliche PCR-Technologie. Er ermöglicht medizinischen Fachkräften, sichere klinische Entscheidungen zu treffen und umgehend eine geeignete Behandlung festzulegen, wobei die endgültigen Ergebnisse in nur 20 Minuten vorliegen, wie weiter mitgeteilt wird.

Wir sehen also, es ist immer wichtig für einen Pharma-Konzern wieder etwas Neues auf den Markt zu bringen. Das tut dem Kurs der Aktie gut. Wenn wir uns den Chart anschauen, dann scheint das Schlimmste erst einmal überstanden zu sein. Von seinem Jahrestief im April dieses Jahres mit 27,10 Euro hat sich der Kurs auf aktuell 31,50 Euro mit steigender Tendenz erholt.

Qualität an der Börse kostet – gut so!- Gastkommentar Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

 

Gastkommentar von Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

Qualität an der Börse kostet – gut so!
Derzeit hört man immer wieder, dass die Börsen hoch bewertet seien. Ein genauer Blick stützt diese Aussage allerdings nicht. Schaut man beispielsweise auf den S&P-500-Index, dann liegt dieser zwar doch recht deutlich über seiner historischen Durchschnittsbewertung.

Nimmt man allerdings die berühmt berüchtigten „Magnificent Seven“- Aktien heraus, liegt die Bewertung schon auf dem historischen Durchschnitt. Das Ganze zeigt sich auch bei der Betrachtung des S&P-500-Equal-Weight-Index, in dem alle Titel und eben auch die großen Technologiewerte mit 0,2 Prozent gleich gewichtet werden.

Beim Blick in die zweite Reihe in den USA lässt sich sogar feststellen, dass die Bewertung unter dem historischen Durchschnitt liegt. Ähnliches gilt für Europa mit dem EuroStoxx50 und auch für den Dax. Historisch betrachtet sind sie nicht teuer. Von einem allgemein hoch bewerteten Aktienmarkt zu sprechen, ist daher falsch.

Qualität hat auch in der zweiten Reihe ihren Preis
Trotz dessen sind viele Aktien nicht günstig, sondern eher teuer. Es sind die Unternehmen, die wir alle lieben. Unternehmen mit hohen Gewinnmargen, steigenden Gewinnen und Cashflows sowie wachsenden Marktanteilen in profitablen, insgesamt wachsenden Branchen.

Dazu gehören, mal abgesehen vielleicht von Tesla, die „Magnificent Seven“ in den USA und auch die „Granolas“ in Europa. Hinter dieser Abkürzung verbergen sich Unternehmen wie LVMH (Louis Vuitton), ASML oder Novo Nordisk. Auch hier handelt es sich um große Titel mit vielen Milliarden Euro Marktkapitalisierung. Auch diese Aktien werden nach oben getragen durch die massiven Käufe von S&P 500 oder MSCI World ETFs.

Da diese Firmen mit hohen Gewichtungen in den Indizes enthalten sind, profitieren sie entsprechend von diesen Mittelzuflüssen. Auf unserer jüngsten Anlagestrategiesitzung bei Acatis fragte ich deshalb unsere Portfoliomanager, ob es nicht Unternehmen aus der zweiten Reihe gäbe, die die gleichen Qualitätsmerkmale aufweisen würden, die aber wie der Rest der Nebenwerte noch günstig bewertet seien, weil sie eben nicht von den ETF-Käufen profitierten.

Die Antwort war leider: Nein. Die Titel, die ins Schema passten und die wir diskutierten, hatten alle Kurs-Gewinn-Verhältnisse von um die 30. Was billig ist, hat in der Regel eben auch einen Makel. Das ist der Unterschied zum Börsenaufschwung 2021, als alles ähnlich wie im Internet-Boom um die Jahrtausendwende nach oben gejubelt wurde, was mit Technologie zu tun hatte. Unprofitable Technologieunternehmen stiegen in dem Jahr sogar stärker als die hoch profitablen bekannten Namen. Mittlerweile wurden diese aber abgestraft, und das aus gutem Grund.

Deutsche Autokonzerne als Value-Fallen
Deutsche Automobilhersteller sind ein schönes Beispiel für Aktien mit günstiger Bewertung, aber einem entscheidenden Makel. Auf den ersten Blick erschienen sie unglaublich attraktiv. Mercedes, BMW, Volkswagen und Porsche bekam man zusammen weit günstiger als Tesla.

Da lachten einen Kurs-Buchwert-Verhältnisse von unter eins und Dividendenrenditen von über fünf Prozent an. Trotzdem blieb es ein schlechtes Geschäft, weil die Profite von heute zwar im Verhältnis zum Kurs der Aktien sehr hoch sind, aber niemand weiß, wer im Zuge der Transformation ins Zeitalter der Elektromobilität der Gewinner sein wird.

Nach den deutschen Autobauern sieht es derzeit jedenfalls nicht aus, vor allem nicht für Volkswagen im mittlerweile wichtigsten Markt China. Da sieht es eher danach aus, als würden die deutschen Automobilhersteller marginalisiert. Zum Glück haben wir es geschafft, selbst als eingefleischte Value-Anleger der Versuchung dieser attraktiven Kennzahlen zu widerstehen.

Viele andere Beispiele dieser Art gibt es zuhauf. Dazu gehören auch Unternehmen, deren Geschäftsmodell massiv durch die Disruption gefährdet sind, die die künstliche Intelligenz mit sich bringen wird. Und so bleibt eine Erkenntnis: Qualität hat ihren Preis. Wer sie günstig einkaufen will, der wird auf einen Rückschlag warten müssen. Und, so viel ist sicher: Der kommt immer irgendwann.

Neues vom Clubfonds: RWE

Rwe

Alles spricht von den Möglichkeiten und Chancen der Künstlichen Intelligenz. Aber haben wir uns eigentlich schon überlegt, dass die KI ohne Strom nicht laufen würde?!

Mithilfe von KI-Assistenten wie ChatGPT oder Gemini lassen sich Routineaufgaben wie das Zusammenfassen von Texten aus unterschiedlichen Quellen, das Beantworten von E-Mails oder Kundenanfragen oder das Erstellen von Texten und interaktiven Grafiken schnell und effizient bewältigen. Auch bei komplexen Themen und Fragestellungen wie der Optimierung von Produktionsprozessen und Arbeitsabläufen, Erstellung von Medien- und Werbekampagnen, der Auswertung und Analyse umfangreicher Datenmengen sind moderne digitale KI-Helfer schon jetzt in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Der KI-Boom hat allerdings auch seine Schattenseiten, denn nicht nur die Erstellung und das Training von generativen KI-Applikationen und LLMs, wie ChatGPT oder Gemini, erfordern enorme Rechenpower, was mit einem deutlich höheren Energiebedarf einhergeht. Auch die Nutzung der mittlerweile online verfügbaren KI-Helfer lässt den Stromverbrauch deutlich in die Höhe schnellen. So wird für eine Anfrage bei ChatGPT oder Gemini Schätzungen zufolge mehr als zehnmal mehr Strom benötigt als bei einer Suchanfrage bei der herkömmlichen Suchmaschine Google und die Nachfrage auf Jahre massiv erhöhen. Konkret gehen die Analysten von Goldman Sachs davon aus, dass sich der Energieverbrauch bei Rechenzentren bis 2030 weltweit im Vergleich zum Referenzjahr 2020 mehr als verdreifachen wird. Gerade in Europa dürfte der KI-Boom nach Einschätzung der Goldmänner die Stromnachfrage in den kommenden Jahren deutlich nach oben treiben. Basierend auf den Elektrifizierungszielen des REPower-EU-Plans und unter Berücksichtigung des weiter forcierten Datacenter- Ausbaus dürfte der Energieverbrauch laut GS in der EU in den kommenden zehn Jahren um 40 Prozent zulegen.

Unser Depotwert RWE hat dank seiner gut ausgebauten Ökostromkapazitäten gute Chancen, um von der kräftig steigenden Energienachfrage im Zuge des KI-Booms massiv profitieren zu können. Denn Hyperscaler wie Microsoft, Alphabet oder Amazon AWS setzen bei der Stromversorgung ihrer Data- und Cloudcenter vor allem auf regenerative Energien. Dies ist nicht nur gut fürs Image, sondern macht sich angesichts steigender CO2-Abgaben auch positiv auf der Kostenseite bemerkbar. Da RWE seine Ökostromkapazitäten in den vergangenen Jahren dank milliardenschwerer Investitionen massiv ausgebaut hat, ist unser Wert gut aufgestellt, um von der steigenden Nachfrage bei Ökostrom profitieren zu können. Mit einer installierten Gesamtleistung von rund 35,5 GW bei Wind- und Solarenergie gehört RWE schon jetzt zu den weltweit führenden Anbietern bei Wind- und Solarstrom. Da RWE sein Budget für den Ausbau seiner Ökostromkapazitäten bis zum Dekadenende im Zuge des überarbeiteten Investitionsprogramms “Growing Green” von 50 auf 55 Milliarden Euro erhöht hat, dürfte RWE seine installierte Gesamtkapazität im margenstarken Ökostromsegment bis zum Ende der Dekade auf mehr als 65 GW ausbauen. Dadurch erhofft sich RWE einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis, da sich mit Ökostrom im Vergleich zu konventioneller Energie aus Kohle- oder Gaskraftwerken deutlich höhere Margen erzielen lassen. Entsprechend rechnet RWE bis zum Dekadenende mit einer Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis von 14 Prozent, wobei für 2030 ein bereinigtes operatives Ergebnis von mehr als 9 Milliarden Euro angepeilt wird.

RWE legt den Fokus beim Ausbau seiner Wind- und Solarstromkapazitäten vor allem auf Auslandsmärkte wie den USA, deshalb hat man in Nordamerika dank der Übernahme des Ökostromanbieters Con Edison bereits eine kritische Größe erreicht. Mittlerweile liegt die installierte Gesamtkapazität Nordamerika bei 9 GW, wobei man außerdem über eine attraktive Projektpipeline mit einer Gesamtkapazität von 24 GW verfügt. Damit hat RWE gute Chancen, bei langlaufenden Stromabnehmerverträgen, so genannten Power-Purchase-Agreements (PPA), mit Hyperscalern zum Zug zu kommen. Nachdem unser Depotwert bereits 2021 einen langlaufenden Ökostromliefervertrag mit Meta abschließen konnte, präsentierte RWE kürzlich mit Microsoft einen weiteren hochkarätigen Neukunden aus dem Technologiesegment. Im Rahmen des PPA-Abkommens wird man Microsoft über 15 Jahre mit Grünstrom aus zwei Onshore-Windparks im US-Bundesstaat Texas versorgen. Auch mittelfristig dürfte das positive Momentum bei langlaufenden PPA-Verträgen beim Essener Energieversorger weiter anhalten.

Zuletzt wurde RWE vor allem durch das schwache Europageschäft ausgebremst. Vor allem sinkende Großhandelspreise hatten auf die Margen gedrückt. Entsprechend sah man sich Mitte März zu einer Senkung der Jahresprognose gezwungen, wobei der bereinigte operative Gewinn aus dem Tagesgeschäft nunmehr am unteren Ende der Spanne von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro erwartet wird. Im 1. Quartal des neuen Fiskaljahres musste RWE erneut beim bereinigten EBITDA aufgrund rückläufiger Großhandelspreise und Rückgängen im Energiehandelssegment über einen deutlichen Rückgang von 2,3 auf 1,71 Milliarden Euro quittieren, während der bereinigte Nettogewinn mit 801 Millionen Euro ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau (1,3 Milliarden Euro) gelegen hatte. Damit schnitt RWE jedoch besser als befürchtet ab. Trotz des deutlichen Gewinnrückgangs sieht RWE Licht am Ende des Tunnels. So hätten sich nach Aussage von CFO Michael Müller die Großhandelspreise für Strom zuletzt wieder deutlich stabilisiert, während man auch im Stromhandelsgeschäft wieder deutlich positive Impulse erwartet. Daher könnte RWE nach dem besser als befürchtetem Abschneiden im 1. Quartal vor einer Prognoseanhebung stehen, so die Einschätzung vieler Analysten. Aktuell rechnet der Analystenkonsens auch aufgrund der hohen Konzernverschuldung und der milliardenschweren Investitionen in den Ökostromausbau für 2025 mit einem EPS von 2,05 Euro, während der Gewinn je Aktie in 2026 bei 2,23 Euro erwartet wird. Hellt sich das Umfeld vor allem bei den Großhandelspreisen weiter auf, bieten sich hier aufgrund der zu erwartenden steigenden Stromnachfrage deutlich Spielraum für Luft nach oben.

Sport und Börse

Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des NDAC Anlegerclubs

Die Euro 2024 in Deutschland und danach die olympischen Spiele in unserem Nachbarland, besser geht es nicht für die vielen Sportbegeisterten. Das die Träume bei Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund vom Gewinn der jeweiligen Pokale im europäischen Maßstab platzten, naja das nehmen wir einmal als Warnung, die Erwartungen eines „Sommermärchens“ bei der EM im eignen Land nicht zu hoch zu schrauben.

Aber, wenn im Juni in München das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft angepfiffen wird, wird Fußball für vier Wochen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen.

Die Fans werden sich auch insofern auf beide Events freuen, als die jeweils letzten Ausgaben noch von Corona geprägt waren: Die Fußball-EM 2020, pandemiebedingt um ein Jahr auf 2021 verschoben, fand teilweise unter Einschränkungen wie Zuschauerzahlbeschränkungen und Maskenpflicht statt. Olympia 2020 in Tokio wurde ebenfalls ein Jahr später ausgetragen – hier waren sogar so gut wie gar keine Zuschauer zugelassen.

Das ist jetzt vorbei und die Euphorie kann steigen bis zum Siedepunkt, wenn die jeweilige Mannschaft einen Titel gewinnt.

Und das ist auch im Interesse der Wirtschaft, die Euphorie der Bevölkerung bei internationalen Sportveranstaltungen kann bekanntlich wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Das merken die Geschäfte schon, wenn die Kunden die Nachfrage nach Trikots ihrer Lieblingsmannschaft, dem Matchball oder anderer Fanartikel, die mit den Ereignissen in Verbindung stehen, ankurbeln. Und natürlich freuen sich auch die dahinter stehenden Unternehmen, egal ob jetzt börsennotiert oder nicht.

Der börsennotierte Sportartikelkonzern Adidas generierte 2022 (Fußball-WM in Katar) immerhin einen Sonderumsatz in Höhe von 400 Millionen Euro und das trotz des Ausscheidens der deutschen Elf in der Vorrunde. Das führte zwar zu einem Umsatzeinbruch in Deutschland aber die Sportartikelhersteller sind international aufgestellt. Und so konnten sie die Verluste in Deutschland ausgleichen, zumal ja doch eine gewisse Vorsicht herrschte, denn 2018 (Fußball-WM in Russland) wurde ebenfalls in der Vorrunde „do svidanya“ gesagt.

Welch große Rolle das Thema Trikots spielen kann, erfuhr gerade der deutsche Ausrüster adidas in den vergangenen Wochen. Das Auswärtstrikot, das die Herzogenauracher Anfang März für die deutsche Elf vorstellten, ist erstmals pinkfarben – was einige Gemüter doch schon vor der EM in Wallung brachte. Die anschließende Debatte über Tradition und Innovation konnte adidas aber nur guttun, denn das Trikot ist mittlerweile ein Verkaufsschlager.

Wie hart der Kampf um die Ausrüsterposition der jeweiligen Mannschaft geführt wird, musste der langjährige Ausrüster des DFB erfahren. Ab dem Jahr 2027 wird der US-Erzrivalen Nike als Trikotausrüster der deutschen Nationalmannschaft adidas ablösen. Das kam einem Paukenschlag gleich – und unterstreicht Nikes Position als Weltmarktführer im Sportartikelsegment: Mit 137 Milliarden US-Dollar Börsenwert ist der Konzern aus Oregon mehr als dreimal so groß wie adidas (Marktkapitalisierung 36 Milliarden Euro). Puma, wie adidas in Herzogenaurach beheimatet, folgt ebenfalls mit großem Abstand auf Platz 3 (6,4 Milliarden Euro).

Doch auch beim Branchenprimus Nike ist nicht alles eitel Sonnenschein. Für die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2024/2025, die am 30. November endet, geht Nike von einem Umsatzrückgang aus. Das ist insofern bemerkenswert, als Adidas und Puma jeweils eine Steigerung ihrer Erlöse erwarten. Zwar sind die Gründe für Nikes vorübergehende Zurückhaltung in der individuellen Produktpolitik zu finden. Es zeigt aber, dass ein Mega-Sportjahr für Sportartikelproduzenten kein Selbstläufer sein muss.

Dafür ist die Branche vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Handelsexperte Hansjürgen Heinick, Senior Consultant beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IFH KÖLN, führt als Begründung das breite Spektrum dieser Industrie an: „Anders als etwa an den Fashionmärkten hat die Pandemie im Sportmarkt weniger zu Kaufzurückhaltung als zur Verlagerung von Käufen in andere Segmente innerhalb des Sportmarkts geführt. Mit Ausnahme einer leichten Delle im Jahr 2020 ist der Markt für Sportbekleidung, -schuhe und -geräte insgesamt nahezu anhaltend gewachsen.“ Seine Erklärung: „Die Verlagerungen haben in vielen Bereichen in Richtung Individualsportarten stattgefunden. So sind beispielsweise Aktivitäten im Trainings- und Fitnessbereich aus dem Studio in die eigenen vier Wände verlagert worden.“

Grundsätzlich sind die Aussichten für die Sportbranche aber besser als in anderen Segmenten. In Deutschland soll der Umsatz allein mit Sportbekleidung Statista zufolge in diesem Jahr bei 5,69 Milliarden Euro liegen. Nachdem die Erlöse im Jahr 2020 pandemiebedingt leicht zurückgegangen waren und sie sich in den beiden Folgejahren nur marginal über denen der Vor-Corona-Jahre behaupten konnten, gab es im Jahr 2023 ein deutliches Plus um gut 20 Prozent. Bis 2028 prognostiziert Statista einen kontinuierlichen Anstieg auf 6,47 Milliarden Euro. Für die nächsten Jahre bietet die Branche einige Potenziale. Stefan Mohr von EY sieht etwa neben Sports Intellectual Property (Eigentümerschaft an Sportveranstaltungen, Sportrechte), dem Frauenfußball und der Globalisierung von Inhalten neue aufstrebende Sportarten als Erfolgsfaktor: „Padél, Pickleball, Esports oder Volleyball bieten beachtliche Wachstumsmöglichkeiten und ziehen auch zum Teil ungewöhnliche Investoren an. Beispielsweise hat Andre Agassi 8 Millionen Dollar in Pickleball investiert.“

Auch die Demografie wird Auswirkungen auf die Sportbranche haben. „Die Herausforderung besteht vor allem darin, das Interesse am Sport und damit auch an Sportprodukten in einer langsam alternden Bevölkerung hochzuhalten. Dabei hat sicherlich ein wohl gleichermaßen zunehmendes Gesundheitsbewusstsein einen positiven Einfluss.“, ist sich Hansjürgen Heinick vom IFH Köln sicher.

Wir hoffen, dass die deutschen Teams bei den beiden Großereignissen gut abschneiden und natürlich alle Vorrunden erfolgreich überstehen.

Die EZB hat entschieden und das Leben an den Märkten geht weiter

Torsten Arends, Geschäftsführung des NDAC

Die Europäische Zentralbank senkt erstmals seit 2019 die Zinsen. Der Leitzins wird um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent nach unten gesetzt. Dieser Schritt war erwartet worden und ist bereits in den Märkten eingepreist. Von einer Zinswende zu sprechen, ist nach Ansicht ihres Autors zu früh. Eher ist es ein Experiment, um zu sehen, wie die Inflation darauf reagiert. Trotzdem ist der erste Jubel an den Börsen über die Zinssenkung verständlich.

Und wieder hat es eine Region in Süden Deutschlands getroffen, in der leider Land unter war. Für die Menschen eine Katastrophe biblischen Ausmaßes. Die jüngste Flutkatastrophe wird teuer für die Versicherungsbranche – auch wieder einmal. Experten warnen angesichts der immer höheren Schadensummen durch Naturkatastrophen vor einer systemischen Gefahr für die Versicherer. Nach Meinung der Kritiker sind viele Risikomodelle, mit denen die Wahrscheinlichkeit von Unwettern berechnet wird, veraltet. Eine Aktualisierung der Wettermodelle tut nach Einschätzung der Experten dringend not. Die Ratingagentur Moody’s hatte bereits zur Weltklimakonferenz im Herbst 2023 gewarnt, dass immer größere Teile der Wirtschaft von Umweltrisiken betroffen sind. Die Gesamtsumme der von Moody’s bewerteten Firmen mit hohem oder sehr hohem Umweltrisiko übersteigt vier Billionen US-Dollar, mehr als das Doppelte der zwei Billionen US-Dollar im Jahr 2015, als das Klimaabkommen von Paris unterzeichnet wurde. Im vergangenen Jahr, dem heißesten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, waren Unwetter wie das jetzige in Süddeutschland für 86 Prozent der weltweiten Versicherungsschäden verantwortlich, so der Versicherungsmakler Aon. Wenn nicht bald eine Pflichtversicherung gesetzlich eingeführt wird, werden wohl sehr viele ihren Versicherungsschutz verlieren.

Irgendwo sind gefühlt überall und immer Wahlen. Das Problem ist, die Wahlen haben Einfluss auf die Politik bis zum Ende der Wahlperiode. Aber bspw. die Europawahlen werden nicht so ernst genommen, da sich politisch in den einzelnen Mitgliedsländern nicht viel ändern wird.

Anders sieht das schon in Indien aus. Auf dem indischen Subkontinent blieb der erwartete erdrutschartige Sieg der Partei BJP des amtierenden Premierministers Narendra Modi aus. Nachwahlbefragungen hatten nahegelegt, dass die Partei zwischen 350 und 380 von insgesamt 543 Sitzen im Parlament ergattern könnte. Bei den Auszählungen der Wahlzettel stellte sich jedoch heraus, dass es eher um die 240 werden dürften und damit nicht einmal die Hälfte der Sitze. Modi dürfte zwar weiterhin eine dritte Amtszeit bevorstehen, jedoch nur mit der Hilfe von Koalitionspartnern. Durch die kleinere Mehrheit wird es für die künftige Regierung schwerer, wirtschaftliche Reformen durchzusetzen. Nachdem die erwartete politische Stabilität dem Leitindex Nifty 50 am Montag noch zu einem Plus von 3,4 Prozent verholfen hatte, brachen die Kurse angesichts der widrigen Lage um fast sechs Prozent ein. Indische Aktien bleiben angesichts des enormen Wirtschaftswachstums des Landes jedoch weiterhin attraktiv. Rücksetzer können Anleger entsprechend zum Aufbau von Positionen nutzen, viel ändern wird sich in dem Riesenland in der Wirtschafts- und Finanzpolitik auch nach dem amtlichen Endergebnis nicht.

Wenn der Aktienkurs unseres Depotwerts Johnson & Johnson in den nächsten Wochen und Monaten schwankt, dann ist das kein Wunder. J&J hat in der Klagewelle um mutmaßlich asbestverseuchtes Talkumpuder einen weiteren Rückschlag erlitten. Ein Geschworenengericht in Portland sprach der Klägerin und ihrem Ehemann 60 Millionen Dollar Schadenersatz und eine Strafzahlung von 200 Millionen Dollar zu. Das Unternehmen sieht sich in den USA mit Klagen von mehr als 61.000 Klägerinnen und Klägern wegen seines Talkum-Puders konfrontiert. Die überwiegende Mehrheit der Kläger sind Frauen mit Eierstockkrebs, nur eine kleine Minderheit sind Mesotheliom-Patienten. Irgendwie erinnert das alles an den Bayerkonzern.

Der deutsche Staat hat binnen weniger Stunden 2,43 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Telekom-Aktien erlöst und will das Geld in die Sanierung der Bahn stecken. “Der Bund wird den ihm durch die Transaktion zufließenden Nettoerlös einsetzen, um das Eigenkapital der Deutschen Bahn AG zu stärken und die Bahninfrastruktur in Deutschland zukunftsweisend auszubauen”, teilte das Finanzministerium mit. Eine Summe wurde darin nicht genannt. 110 Millionen Aktien unseres Depotwertes fanden neue Besitzer.

Und ein neuer großer Börsengang bahnt sich an. Shein, der ursprünglich aus China stammende Online-Händler für Billig-Klamotten, plant Medienberichten zufolge einen Börsengang in Großbritannien. Das Unternehmen wolle der Londoner Börsenaufsicht in den kommenden Tagen ein entsprechendes Angebot unterbreiten, berichtete unter anderem die “Financial Times.“ Mit einer möglichen Bewertung von rund 50 Milliarden Pfund (60 Milliarden Euro) könnte es einer der größten Börsengänge in London in jüngerer Zeit werden.

Trotz Hype um Abnehmspritzen wie Wegovy: Die Menschen schlemmen weiter Hamburger und anderes Fast Food. Nun lanciert unser Schweizer Depotwert  Nestlé eine neue Produktlinie, extra für die Wegovy-Konsumenten. Diese kämpfen nämlich oft mit einem Verlust an Muskelmasse und einer Unterversorgung mit Spurenelementen und Nährstoffen. Die neuen Nestlé-Produkte adressieren diese Probleme. Mit riesigem Potenzial, Millionen Menschen, vor allem in den USA, könnten bald auf spezielle Diäten angewiesen sein. Und auch das Schweizer Pharmaunternehmen Galderma möchte von dem Abnehmboom profitieren. Mit Botox- und Hyaluronspritzen verhilft die ehemalige Nestlé-Dermatologietochter den Reichen und Schönen der Welt zu einem vermeintlich jüngeren Aussehen. Dass solche Eingriffe gerade boomen, liegt auch am Siegeszug von Abnehmspritzen. Denn der schnelle Gewichtsverlust führt nicht nur bei Hollywoodstars zu einem sogenannten Ozempic Face, einem eingefallenen und skelettartigen Gesicht. Und dagegen hilft eben nur ein kleiner Eingriff der Marke Galderma. Da klingelt erst die Kasse bei unseren Werten Novo Nordisk und Ely Lilli und danach die bei Nestle, und jetzt auch noch bei Galderma, wobei letzteres nicht ganz sicher ist, wie der Aktienkurs zeigt. Das ist zwar insgesamt gut für unseren Clubfonds und auch der ganz normale Wahnsinn in der Branche.

Schwere Zeiten für Bären – Gastkommentar Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

 

Gastkommentar von Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

Immer wieder analysiere ich die Aktienmärkte an dieser Stelle anhand von Stimmungsindikatoren. Und wenn ich etwas gelernt habe in über 30 Jahren Analyse, dann eines: Trotz guter Stimmung und selbst bei Euphorie können Märkte oft noch lange weiter steigen. Stimmungsindikatoren funktionieren einfach deutlich besser, um das Tief an den Aktienmärkten auszuloten, als einen möglichen Hochpunkt. Sind sie dann aber überhaupt brauchbar, um mit ihrer Hilfe Ausstiegszeitpunkte oder möglicherweise auch Zeitpunkte zu bestimmen, an denen man auf fallende Kurse setzt? Isoliert betrachtet eher nein, in Kombination mit anderen Faktoren allerdings schon. Gab es bereits eine längere Aufwärtsphase an den Aktienmärkten gepaart mit schon länger sehr optimistischen Stimmungsindikatoren, kann man beim Eintreffen schlechter Nachrichten mit einer starken Abwärtsreaktion rechnen. Denn in diesem Fall gibt es viele spekulative Kaufpositionen im Markt, die dann aufgelöst werden.

Es kam wie prognostiziert
Vor fünf Wochen – wie wir heute wissen, ziemlich genau am Tiefpunkt der April-Korrektur – schrieb ich an dieser Stelle, dass die Bewegung der dann folgenden Tage für den weiteren Weg der Märkte entscheidend sein könnte. So war es auch. Die Korrektur setzte sich nicht fort und löste somit auch keine weiteren Stopp-Loss-Verkäufe aus. Im Gegenteil, der Markt drehte, und brachte unterinvestierte Fondsmanager und short positionierte Hedgefonds in Bedrängnis. Ihre Käufe trugen dann die Kurse abermals auf Rekorde. Es sind wirklich schwere Zeiten für Bären. Ich gebe unumwunden zu, dass ich mich schon seit längerem in diesem Lager befinde.

Stimmungsindikatoren sind bereits wieder sehr optimistisch
Die Rekordkurse haben ihre Spuren hinterlassen. Die Bullen haben mittlerweile wieder Oberwasser. Börsenbriefe für Technologie-Aktien in den USA zeigen sich zu über 80 Prozent optimistisch. Man kann an diesem Indikator aber auch gut erkennen, dass mit der Korrektur im April die Stimmung sehr schnell einbrach. Das ist ein besonderes Kennzeichen der aktuellen Aufwärtsbewegung. Gibt es eine Korrektur, stürzen sich sehr schnell viele Marktteilnehmer mit entsprechenden Positionen auf diese, in der Annahme, dass jetzt die vorhandenen Unsicherheitsfaktoren eingepreist werden.

Aktuell sind diese eine mögliche Stagflation in den USA, geopolitische Spannungen zwischen China und Taiwan und damit auch der westlichen Welt und die US-Wahl. So entstehen in jeder Korrektur schnell große Short-Positionen und damit das Potenzial eines Short Squeeze, in dessen Folge die Kurse wieder nach oben schießen. Denn erst wenn die Kurse schon ein Stück korrigiert haben, geraten diejenigen in Not, die auf deren Anstieg gesetzt haben. Insofern haben die internationalen Aktienfondsmanager mit ihren historisch geringen Barquoten von vier Prozent derzeit kein Problem.

Das könnte sich aber ändern, wenn es in näherer Zukunft zu negativen Ereignissen, wie beispielsweise einer überraschenden Zinserhöhung in den USA oder einer Verschärfung geopolitischer Konflikte kommt. In diesem Fall wäre das Abwärtspotenzial derzeit groß.