ETF – Exchange traded fund – passiv verwaltete Fonds

Ein Exchange-traded fund (deutsch: börsengehandelter Fonds) ist ein Investmentfonds, der an einer Wertpapierbörse gehandelt wird. Die gebräuchliche Abkürzung lautet auf ETF.

Ein ETF wird im Normalfall nicht über die emittierende Fondsgesellschaft, sondern über die Börse am Sekundärmarkt gehandelt. Bei den meisten ETFs handelt es sich um passiv verwaltete Indexfonds.

Allgemeines zum ETF

Die ersten Indexfonds kamen um 1970 aus den USA, wo die Idee entwickelt wurde, Börsenindices in Form eines Fonds nachzubilden und dann an der Börse zu handeln. Der erste derartige Fonds war der Standard & Poor’s Depositary Receipt (Abkürzung SPDR, auch Spider genannt). Dieser ETF wurde von der Vermögensverwaltung State Street Global Advisors auf den Markt gebracht und entwickelte sich sehr schnell zum nach Marktkapitalisierung mit 90 Milliarden US-Dollar größten ETF.

Die ETFs entwickelten sich sehr schnell zum Liebling der Fondskäufer und – emittenten, zum Ende des vergangenen Jahres gab es weltweit 4779 ETFs.

Warum sind ETFs so beliebt?

Mit dem Kauf eines ETF erzielt der Kunde ein breites Anlagespektrum, bei einer hohen Transparenz und einem einfachen Handel. Der Anleger erwirbt mit dem Papier den gesamten Index (Dax, Eurostoxx etc.). Er erwirbt damit auch die Gewichtung der Einzelwerte im Index, das bedeutet er braucht sich keine Gedanken darüber zu machen welche Gewichtung der Einzelwerte er nun zu wählen hat. Außerdem nimmt er an den Schwankungen des gewählten Index teil.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Vielzahl der Möglichkeiten sein Investment an der Börse zu platzieren. Egal, ob der Anleger in den weltweiten MSCI oder nur in die Emerging Market investieren will, er findet ein sehr breitgefächertes Angebot dazu. Auch spezielle Indexfonds z.B. aus der Gesundheitsbranche, Telekommunikation, Biotech etc. werden gehandelt.

Ein großer Vorteil liegt in der geringeren Kostenquote. Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER), der Gesamtbetrag für das Fondsmanagement, Lizenzgebühren und laufende Kosten – ist in der Regel niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Das hängt mit dem wegfallenden aufwändigen Research zusammen. Die Fondsmanager kaufen die Werte in der Anzahl und Gewichtung wie der Index aufgebaut ist. Anfallende Änderungen in den Indexwerten oder in der Zusammensetzung werden eins zu eins übernommen.

Mit Hilfe von Exchange-traded fund ist es möglich, schnell sowie einfacher und flexibler auf Schwankungen an den Börsen zu reagieren. Denn ETFs lassen sich wie alle börsennotierten Wertpapiere ständig zu den Handelszeiten der Börse erwerben und verkaufen. Der außerbörsliche Direkthandel bietet zum Teil noch längere Handelszeiten an.

Eine Kontrolle über das Investment ist gegeben. Die Zusammensetzung und Wertentwicklung des ETF kann der Anleger an dem Index verfolgen.

ETFs gehören zum Sondervermögen und sind durch die rechtliche Trennung vom Vermögen der Fondsgesellschaft vor Zahlungsausfällen oder-schwierigkeiten geschützt.

Gibt es Nachteile oder Risiken bei Exchange-traded fund?

Die allgemeinen Risiken liegen in den Schwankungen des zugrunde liegenden Marktes begründet, davon sind Wertentwicklung und Erträge abhängig. Auch sollte der Anleger nicht allein von der historischen Entwicklung eines ETF ausgehen, an den Börsen der Welt wird immer die Zukunft gehandelt. Wie bei jedem anderen Wertpapierinvestment beginnt die Zukunft erst mit dem Kauf des ETF. Beim Handel fallen Transaktionskosten an, die die Rendite schmälern. Dabei sind die Kosten von der Gebührenpolitik des depotführenden Instituts sowie der Liquidität der Produkte im Handel an den Börsen abhängig

Einmalanlage oder Sparplan?

Das ist eigentlich egal, der Anleger kann mit einer Einmalanlage den richtigen Zeitpunkt erwischen und der zugrunde liegende Index steigt danach auf längere Zeit an.

Oder der Anleger versucht mit einem Sparplan den Cost- Average- Effekt zu nutzen (in einem Sparplan werden bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben, am Ende hat der Anleger dann einen Durchschnittspreis für seine Anteile erzielt).

Beide Strategien können vom Erfolg her erst am Ende der ETF- Anlage beurteilt werden.

ETFs sind eine gute Möglichkeit bei einem gestreuten Risiko umfangreich und kostengünstig an den Bewegungen der Märkte teilzuhaben. Wünschen Sie aber eine aktive Betreuung Ihrer Geldanlage so sollten Sie sich zu einem gemanagten Fonds entscheiden.

Diesen Artikel weiter empfehlen

Share on facebook
Auf Facebook teilen
Share on twitter
Auf Twitter teilen
Share on xing
Auf Xing teilen
Share on whatsapp
Per WhatsApp teilen

Kommentieren Sie diesen Beitrag

Werden Sie jetzt Mitglied in Niedersachsens größtem Aktienclub

Videos, Webinare, Marktnewsletter und exklusive Mitglieder-Vorteile
KOSTENLOS

Gerne begrüßen wir Sie auch zu einer unserer Veranstaltungen oder in unserem Büro in Uelzen

Für Mitglieder kostenlos!

Zu den Terminen
Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp

Weitere Begriffe

Der NDAC- Niedersachsens größter Aktienclub

Jetzt Kostenlos Mitglied werden