Jetzt ist Stabilität in den Depots der Anleger gefragt.
Und wer könnte diese besser liefern als unser NDAC-Clubfondswert McDonald’s, einer der Top-Favoriten im Consumer-Staples-Segment – oder auf gut Deutsch: im Konsumgüterbereich. Gegessen wird schließlich immer. (Okay: Zu Hause schmeckt das Essen besser, aber dort geht es nicht so schnell, und Lebensmittel müssen vorher auch erst einmal beschafft werden.)
Dank neuer Menü-Optionen und dem weiter forcierten Rollout günstiger Menü-Variationen kann das Unternehmen im aktuell herausfordernden Marktumfeld weitere Marktanteile gewinnen. Da man seine Kostenbasis dank Digitalisierung und dem Einsatz von KI-Robotern kontinuierlich verbessert, dürften die ohnehin auskömmlichen Margen bei McDonald’s weiter anziehen. Der Konzern verspricht dadurch mittelfristig neue Rekorde bei Umsatz und Ergebnis.
Wenn nur die Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit nicht wären! Unser Fast-Food-Branchenprimus hatte zuletzt – wie viele andere Schnellrestaurantketten – mit der trüben Konsumnachfrage zu kämpfen. Angesichts des weiterhin inflationären Umfelds und konjunktureller Unsicherheiten musste man vor allem bei Stammkunden mit eher durchschnittlichen Einkommen spürbare Einbußen hinnehmen, was sich letztendlich auch negativ im Konzernergebnis niederschlug.
Im Schlussquartal 2025 jedoch gelang McDonald’s eine überraschende Trendwende. So konnte man mit einem deutlichen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie von 2,83 auf 3,12 Dollar die Konsenserwartungen von 3,04 Dollar klar übertreffen. Auch bei den Umsatzerlösen auf Konzernebene schnitt man mit einem Plus von 9,72 Prozent auf 7,01 Milliarden Dollar deutlich besser ab als erwartet (Konsens: 6,84 Milliarden Dollar).
Zu verdanken hatte der Konzern diese starke Performance vor allem dem konsequent umgesetzten Rollout günstiger Menü-Variationen wie dem 5-Dollar-Menü oder dem weiter ausgebauten Angebot sogenannter McValue-Menüs. Dies kam besonders auf dem Heimatmarkt gut an. Dort überraschte McDonald’s bei den sogenannten Same-Store-Sales mit einem beeindruckenden Anstieg von +6,8 Prozent. Im Vorquartal hatte man im hart umkämpften US-Markt lediglich ein Plus von 2,4 Prozent bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielt. Auch im internationalen Geschäft überzeugte McDonald’s mit einem deutlichen Anstieg der vergleichbaren Umsätze um 5,7 Prozent, was neben preisgünstigeren Menüvarianten auch dem Comeback von Kult-Klassikern wie dem „Grinch-Menü“ zu verdanken war.
McDonald’s führt sein starkes Abschneiden im Schlussquartal vor allem auf die von CEO Chris Kempczinski konsequent vorangetriebene Offensive im Bereich günstiger Discount-Menü-Alternativen zurück (5-Dollar-Menü, McSmart-Menüs u. v. m.). Zuletzt wurde das Angebot um die sogenannten „Extra Value Meal“-Menüs erweitert, die seit Ende 2025 sehr erfolgreich in den USA laufen. Bundle-Angebote wie 5-Dollar-Frühstücks-Deals oder 8-Dollar-Big-Mac-Meals bieten im Vergleich zu Einzelbestellungen Preisnachlässe von rund 15 Prozent – ein klarer Anreiz für Verbraucher mit durchschnittlichen Einkommen.
Diese Strategie zahlt sich aus: Kombi-Menüs stehen in vielen Kernmärkten wie Nordamerika für knapp 30 Prozent der Gesamterlöse. Einen weiteren starken Wachstumstreiber bildet das Loyalty-Programm „MyMcDonald’s Rewards“. Dank attraktiver Bonus- und Coupon-Angebote steigt die Zahl der Mitglieder kontinuierlich und erreichte zum Ende des vierten Quartals beeindruckende 210 Millionen. Da Mitglieder aufgrund der größeren Auswahl an Beilagen und Zusatzangeboten signifikant mehr bestellen als herkömmliche Filialkunden, wirkt sich das Wachstum des Loyalty-Programms positiv auf das Konzernergebnis aus. 2025 stiegen die Umsatzerlöse im Loyalty-Programm in den 70 wichtigsten Märkten überproportional um 20 Prozent auf insgesamt 37 Milliarden Dollar.
Als weiterer Katalysator dürfte sich die intensivierte Digitalisierungs- und KI-Offensive erweisen. McDonald’s gehört zu den Vorreitern im Fast-Food-Sektor. Neben der MyMcDonald’s-App, über die man bestellen, bezahlen und liefern lassen kann, setzt der Konzern seit Jahren auf digitale Bestellterminals. Dynamic-Yield-Menuboards passen die Menüanzeigen an Drive-Thru-Schaltern in Echtzeit an Wetter und Tageszeit an und schlagen geeignete Menüs vor.
Nun zündet McDonald’s die nächste Stufe: Neue KI-Assistenten mit deutlich geringerer Fehlerquote bei Drive-Thru-Bestellungen entlasten die Mitarbeiter. Sie prüfen das Gewicht der jeweiligen Bestellung, minimieren Fehler bei der Ausgabe und erkennen dank Sensorik Fehlfunktionen bei Grills, Fritteusen oder Eis- und Kaffeemaschinen – was Wartungs- und Ausfallzeiten reduziert. Gleichzeitig sorgen KI-Algorithmen mit personalisierten Menüvorschlägen für zusätzlichen Umsatz im Loyalty-Programm.
Damit hat McDonald’s gute Chancen, seinen profitablen Wachstumskurs auch mittelfristig fortzusetzen. So rechnet der Analystenkonsens für das laufende Fiskaljahr mit einem EPS von 13,25 Dollar; für 2027 werden bereits 14,40 Dollar erwartet. Damit sinkt das KGV auf 23,3 – ein Wert, der nicht zu teuer erscheint.
Wir bleiben dabei!