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Wenn Aktien laufen – Huhn als Aktie

Auf dem Tinthof in Voerde am Niederrhein findet man noch ländliche Idylle und glückliche Tiere. Der Hof ist seit Generationen in Familienbesitz. Familie Hülsermann führt den Hof und erfüllt sogar die Demeter Vorgaben, die weit über eine normale Bio-Landwirtschaft hinausgehen. Dort wird Käse hergestellt und frische Milch sowie bestes Rindfleisch im eigenen Hofladen verkauft. Was die Betreiber nicht selber herstellen können, kaufen sie von bekannten regionalen Herstellern. Mit dem Verkauf von „Hühneraktien“ hat Familie Hülsermann eine neue Idee mit dem Ziel ihre Kunden näher an die landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu bringen.

Was hat es mit der Hühner Aktie auf sich

Familie Hülsermann hat sich bei der Übernahme des 60 Hektar großen Hofes in 2008 einen alternativen Weg der Nahrungsproduktion auf die Fahne geschrieben. Sie wollen zusätzlich den Menschen die Landwirtschaft ein Stück mehr näher bringen. Der Betrieb hat die Zertifizierung gemäß der strengen Demeter-Vorgaben erhalten. Dabei wird Futter selber angebaut und selbstverständlich auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verzichtet. Dabei merkten die Inhaber, dass die Qualität ihrer Produkte besser wurde. Weniger Düngemittel bedeutet mehr Geschmack im traditionell hergestellten Käse. Milch und Käse im Hofladen kommen von den gut 40 Milchkühen, die dem Betrieb gehören. Die Käsetheke ist mit verschiedenen Sorten gut gefüllt, darunter sind auch Laktose freie Sorten. Eier und andere Waren kann man natürlich auf dem Tinthof auch erwerben ohne Aktionär zu werden.

Vom Kunden zum Kleinanleger

Das Projekt „Hühneraktie“ als lebende Geldanlage lief Ende 2016 an. Dazu wurden Interessenten mehrere Informationsveranstaltungen angeboten. Der Tinthof schlägt bewusst neue Wege ein, dazu gehört auch die ungewöhnliche Idee, Anleger für eine laufende Aktie zu suchen. Die Anleger in die Hühner-Aktien fördern stark die artgerechte Haltung der Tiere auf dem Hof. Zudem steigt die Wertschätzung für auf einem Bauernhof produzierte Lebensmittel wie Eier, Milch oder Käse. Regelmäßige Besuche der Hühner im Hühnermobil sind ausdrücklich erwünscht. Information ihrer Kunden zur ökologisch basierten Wirtschaft ist den Besitzern sehr wichtig. In Zeiten von industrieller Massenproduktion will der kleine feine Hof ganz bewusst als Alternative sich anbieten. Hühner können vor Ort als lebendige Wesen und nicht als Legemaschinen wahrgenommen werden.

Das Hühnermobil als wichtigste Investition

Über 200 Legehennen leben auf einer nahen Weide in einem Hühnermobil mit viel Freiraum. Das Hühnermobil ist eine moderne ökologische Art der Hühnerhaltung. Die Haltung im Hühnermobil kommt einerseits den natürlichen Bedürfnissen seiner Bewohner entgegen und bietet anderseits jede Menge Platz für Bewegung. Das Hühnermobil kann regelmäßig umgesetzt werden, was die Grasnarbe darunter schont. Die Qualität der gelegten Eier steigt mit dem Wohlbefinden der Legehennen deutlich an. Eingeführt wurde das Hühnermobil Ende 2014 und die bisherigen Erfahrungen damit sind durchweg positiv.

Der Wert einer Aktie

Gezeichnet werden kann ein oder mehrere Anteile an der Hühnerherde des Tinthofes. Eine Aktie  entspricht einem Huhn. Mit diesem Invest sichert man sich fünf bis sechs Eier pro Woche über einen Zeitraum von 17 Monaten. Je nach Tagesform der Hühner und Jahreszeit kann es mal ein mehr oder weniger in der Woche sein. Eine Aktie mit einer Laufzeit von 17 Monate kostet 200 Euro und bei 15 Monaten sind es 175 Euro. Nach Ablauf der Zeit verliert die Aktie ihren Wert. Der Wertzuwachs der Aktie bis zu diesem Zeitpunkt muss vor allem durch die Einnahmen an Eiern sichergestellt werden. Als Option zur dann wertlosen Aktie kann diese Aktie in ein Suppenhuhn getauscht werden. In der Regel werden die Tiere dann geschlachtet und wandern in den Suppentopf. Wer das nicht möchte, kann das Huhn auch lebendig mitnehmen. Sollte ein Huhn früher sterben, geht der Anleger nicht leer aus. Seine Aktie steht nicht für den Erwerb einer bestimmten Henne, sondern die Partizipation an der Gemeinschaft.

Verlustfreie Aktien

Im Unterschied zum Aktienhandel an der Börse steht beim Geld anlegen in das liebe Federvieh nicht die maximale Rendite oder hohe Dividende im Vordergrund. Es geht vielmehr um die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft in der Region. Außerdem entsteht eine klassische „win-win-Situation. Der Landwirt freut sich über einen sicher planbaren Absatz seiner Eier und der Kunde erhält regelmäßig Eier in bester Qualität. Außerdem gewinnt er einen Einblick in die biologische Landwirtschaft im kleinen Stil als Gegenstück zum Massenbetrieb, der immer mehr auf dem Vormarsch ist. Einen weiteren Vorteil bietet die „Hühneraktie“ ihrem Investor: schlaflose Nächste und mögliche Verluste sind dabei ausgeschlossen.

Zum Schluss noch eine Rendite-Berechnung zur Hühneraktie. In der besagten Laufzeit der Aktienvereinbarung von 17 Monaten erhält der Kleinanleger in 72 Wochen ca. 350 Eier. Bei einem Preis für ein Ei dieser ausgewählten Qualität ist ein Stückpreis von 0,40 Euro durchaus angebracht. Die Dividende, bzw Gewinnausschüttung durch Eirückläufer beträgt 140 Euro. Der Einstandspreis der Aktie wird mit 200 Euro angegeben. Wenn mann dann das genutzte Huhn, welches sozusagen als Wandelanleihe vom Eierlieferanten zum Suppenhuhn getauscht wird, mit 60 Euro kalkuliert wird, hat mein ein verlustfreies Geschäft gemacht.

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