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Der Clubfonds-Ticker
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Neues vom Clubfonds: Pfizer

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Wir dürfen mit Fug und Recht annehmen, dass die Aktionäre unseres Clubfondswertes Pfizer gejubelt haben, als die Dividendenrendite von 6,5 Prozent auf der Hauptversammlung bestätigt wurde. Außerdem erwartet die Aktionäre ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 2,21 Prozent der Marktkapitalisierung, was die Kurse steigen lassen wird.

Pfizer ist eines der größten biopharmazeutischen Unternehmen der Welt, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln spezialisiert, einschließlich solcher zur Bekämpfung schwerster Erkrankungen. Pfizer hat bekanntlich zusammen mit dem deutschen Biotech-Unternehmen BioNTech einen der ersten Impfstoffe gegen COVID-19 entwickelt und weltweit erfolgreich vertrieben.

Das Unternehmen ist schon sehr lang am Markt tätig, es wurde im Jahr 1849 gegründet und hat seinen Hauptsitz in New York, USA.
Zu einem der Hauptschwerpunkte auf dem Gebiet der Pharma-Forschung gehört auch bei unserem Clubfondswert der Kampf gegen den Krebs, der ja weltweit geführt wird. Pfizer entwickelt aktiv den Bereich der Krebsbehandlung weiter. Ende 2023 stärkte das Unternehmen seine Position auf diesem Markt durch die Übernahme von SeaGen, das über innovative Krebstherapien verfügt. Der Konzern aus Texas wurde für 43 Milliarden Dollar in das Pfizer-Imperium eingegliedert. Damit gibt es weitere mehrere vielversprechende Medikamente, die den Erfolg von 2024 wiederholen und ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum für das Unternehmen gewährleisten können, da COVID sozusagen aus dem Fokus der Gesundheitspolitik verdrängt wurde. Trotzdem werden laut den Prognosen des Managements die Einnahmen aus COVID-19 bezogenen Medikamenten stabil bleiben, was dem Unternehmen eine zuverlässige Einnahmequelle sichert.

Die neue US-Administration hat die Priorität im Kampf gegen Krebserkrankungen bestätigt, was wahrscheinlich stabile Beziehungen zwischen Pfizer und der Regierung (Gesundheitsminister ist Robert F. Kennedy jr.) in diesem Bereich sicherstellen wird.

Aktuell umfasst das Entwicklungsportfolio von Pfizer 115 Medikamente, von denen sich fast ein Drittel in der Registrierungsphase oder der dritten Phase klinischer Studien befindet.

Für das laufende Jahr erwartet unser Clubfondswert einige wichtige Ereignisse. Die Regulierungsbehörde wird Entscheidungen zu drei neuen Medikamenten treffen. Neun Medikamente werden die dritte Testphase abschließen. Es werden weiterhin 13 Entwicklungen die finalen klinischen Studien beginnen. Auch wenn nicht alles zu neuen zulassungsreifen Mitteln führen, die Food–und Drug Administration (FDA) gilt als sehr streng, könnte der Erlaubnisprozess trotzdem zur Zulassung mehrerer neuer Medikamente im Laufe dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres führen. 

Schauen wir auf die Zahlen. Der Konzernumsatz betrug im abgelaufenen Jahr 2024 63,63 Milliarden Dollar, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 6,84 Prozent entspricht. Das EBITDA stieg von 10,87 Milliarden Dollar auf 15,81 Milliarden Dollar. Die Marge erhöhte sich von 18,26 Prozent auf 24,85 Prozent. Der Nettogewinn betrug 8,03 Milliarden Dollar gegenüber 2,12 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Das Umsatz- und Gewinnwachstum ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verkäufe der Medikamente Paxlovid (COVID-19), Vyndaqel (Für Erwachsene mit einer Transthyretin-Amyloidose mit beginnenden Nervenschädigungen (Polyneuropathie) und Symptomen. Seit Oktober 2020 kann es auch bei Patientinnen und Patienten mit Transthyretin-Amyloidose und einer Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie) eingesetzt werden und Eliquis (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung, das bei verschiedenen Erkrankungen angewendet wird) zurückführen. Laut den Ergebnissen von 2024 stieg der operative Cashflow auf 12,74 Milliarden Dollar im Vergleich zu 8,70 Milliarden Dollar im Jahr 2023. Der freie Cashflow erhöhte sich von 4,79 Milliarden Dollar auf 9,84 Milliarden Dollar. Der Anstieg des operativen und freien Cashflows ist hauptsächlich auf die Erhöhung des Nettogewinns zurückzuführen.

Die Gesamtverschuldung beträgt 64,35 Milliarden Dollar. Baräquivalente und kurzfristige Investitionen belaufen sich auf 20,48 Milliarden Dollar. 

Ein solches Niveau der Verschuldung weist auf moderate also beherrschbare Risiken in Bezug auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens hin. Pfizer erwartet zurückhaltende finanzielle Entwicklungen zum Ende des Jahres 2025. Unter den Experten allerdings besteht Konsens, dass das Management von Pfizer bewusst konservative Schätzungen in seine Finanzprognosen aufgenommen hat, angesichts der aktuellen geopolitischen Instabilität. Und das ist auch richtig so, denn es bestehen aus Sicht des Unternehmens und Finanzexperten drei Schlüsselrisiken:

Unsicherheit der Regulierungspolitik. Die skeptische Haltung des neuen Gesundheitsministers Kennedy Jr. gegenüber Impfungen schafft potenzielle Risiken für einen Teil des Geschäfts von Pfizer. Trotz der gemilderten Rhetorik während der Anhörungen im Kongress bleibt seine weitere Politik unklar, was einen hemmenden Einfluss auf die Marktbewertung des Unternehmens hat.

Tests und Zulassung neuer Medikamente. Verzögerungen bei klinischen Studien oder Ablehnungen durch Regulierungsbehörden bei der Zulassung neuer Medikamente von Pfizer können sich negativ auf die Investitionsattraktivität des Unternehmens auswirken.

Rückgang der Nachfrage nach COVID-19 Produkten. Der Anteil der Impfstoffe und Medikamente gegen das Corona-Virus am Umsatz von Pfizer bleibt erheblich (etwa 10 Prozent). Die Bildung einer kollektiven Immunität und das Nachlassen der Relevanz von COVID-19 als globale Bedrohung könnten zu einer Reduzierung dieses Geschäftssegments führen, was Druck auf die Finanzkennzahlen des Unternehmens ausüben würde.

Wir sehen also auch hier: trotz guter Zahlen, müssen wir auf den Wert achten.

Neues vom Clubfonds: NVIDIA

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Das CEO`s öfters einmal eine Reise unternehmen ist üblich, persönliche Kontakte zu Zulieferern und Kunden sowie Politikern der jeweiligen Länder wird  immer wichtiger und kann entscheidende Effekte für die Unternehmen auslösen. Speziell im von den USA losgetretenen Handelsstreit mit China.

Im laufenden Handelskonflikt zwischen den USA und China ist der Chef des US-Chipkonzerns NVIDIA in der vergangenen Woche überraschend nach Peking gereist. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, betonte Jensen Huang vor Ort, wie wichtig China als Absatzmarkt für NVIDIA ist und signalisierte seinen Willen, weiter mit der Volksrepublik zu kooperieren. Es war eine unangekündigte Reise, vielleicht auch für das Weiße Haus.

Der Besuch dürfte auf jeden Fall  im Zeichen des Zollstreits zwischen US-Präsident Donald Trump und Peking stehen. Im Zuge des Handelskonflikts brachten verschärfte Einschränkungen für Lieferungen von KI-Chips nach China dem Halbleiter-Riesen Einbußen in Milliardenhöhe ein. Das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen wird nach eigenen Angaben eine Belastung von 5,5 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit Lagerbeständen und Kaufabsagen verbuchen. Und das dürfte aus Sicht ihres Autors nur der Anfang sein, wenn der Konflikt zwischen beiden Ländern weitergeführt wird und eskaliert.

Wobei ehrlicherweise nicht alle Schuld dem jetzigen Präsidenten zuzuschreiben ist. Schon unter Trumps Vorgänger Joe Biden schufen die USA Hürden für den Verkauf der modernsten Hochleistungschips nach China. NVIDIA konnte deswegen an chinesische Unternehmen nur eine abgespeckte und langsamere Version mit dem Namen H20 liefern. Doch selbst diese Chipsysteme fallen nun unter Exportbeschränkungen auf unbestimmte Zeit, wie NVIDIA bekannt gab. Doch selbst diese Chipsysteme fallen nun angesichts der Handelspolitik von Bidens Nachfolger unter Exportbeschränkungen, wie der Konzern mitteilte.

Die Chips von NVIDIA sind zur Schlüsseltechnik für das boomende Geschäft mit künstlicher Intelligenz geworden. Auch chinesische KI-Entwickler kommen an ihnen nicht vorbei. Und die Nachfrage steigt mit jedem Erfolg der KI-Technologie.

Nach eigenen Angaben will unser NDAC Clubfondswert in den kommenden vier Jahren KI-Technik im Wert von bis zu 500 Milliarden Dollar produzieren. In Texas würden dafür zwei Supercomputerfabriken gemeinsam mit asiatischen Auftragsfertigern gebaut. Dabei handelt es sich um Foxcomm in Houston in Dallas. Die Massenfertigung soll in 12 bis 15 Monaten beginnen. Es ist eine Folge des Handelskrieges, denn bisher produzierte NVIDIA seine Grafikkarten vorwiegend in Taiwan, das mit Zöllen von 32 Prozent belegt wurde. Aktuell beträgt der  Aufschlag allerdings nur 10 Prozent. Egal wie hoch der Zoll am Ende der Verhandlungen sein wird, ihr Autor befürchtet, dass das höhere Lohnniveau in den USA die Chips teurer machen wird. Vielleicht sogar noch teurer, als es die Strafzölle gemacht hätten.

Fakt ist aber auch, dass chinesische Firmen sich bereits vor den neuen Strafzöllen mit Chips eingedeckt haben. So haben bspw. die bekannten Unternehmen ByteDance (besitzt u. a. TikTok), Alibaba und Tencent im ersten Quartal H20 Chips im Wert von 16 Milliarden bei NVIDIA bestellt. Das brachte wohl auch NVIDIA an die Grenzen seiner Kapazität in diesem Segment, wie es aus informierten Kreisen hieß. Das Problem, die Chinesen haben sich eingedeckt wie wahrscheinlich auch viele Unternehmen anderer Länder. Die Nachfrage dürfte damit in den nächsten Monaten geringer ausfallen.

Die Aktie des Chip-Giganten hat in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren – rund 34 Prozent auf 101,49 US-Dollar beträgt das Minus seit dem Rekordhoch von 153,13 US-Dollar im Januar 2025 (Stand: Schlusskurs vom 17. April 2025). Anleger fragen sich nun, ob dies der Anfang eines größeren Abwärtstrends ist oder eine attraktive Kaufgelegenheit darstellt. 

Nachdem die NVIDIA-Aktie zwischen November 2022 und dem Allzeithoch im Januar 2025 – befeuert durch den Hype rund um generative künstliche Intelligenz – um über 1.000 Prozent gestiegen war, folgte die Ernüchterung. Ursachen des jüngsten Kursrutsches sind die bereits erwähnten steigenden geopolitischen Spannungen. Außerdem gibt es unter den Investoren Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der enormen Investitionen in KI-Infrastruktur. Zudem sorgten Berichte über den Sputnik-Moment, das chinesische Startup DeepSeek, für Unruhe nicht nur unter den Aktionären von NVIDIA.

Eine Analyse von „The Mothly Fool“ über die letzten zehn Jahre zeigt: dreimal fiel das NVIDIA-Papier in diesem Zeitraum um mehr als 35 Prozent und jedes Mal erfolgte eine massive Erholung Im Durchschnitt stieg der Kurs in den Folgejahren um 305 Prozent. Beim Corona Crash im März 2020 verlor die Aktie fast 40 Prozent, erreichte jedoch in weniger als zwei Monaten später ein Hoch. Das führte zu einer Zweijahresrendite von 400 Prozent. Auch bei der schwersten Korrektur zwischen Ende 2021 und Oktober 2022, damals ging es 66 Prozent südwärts, konnte sich der Wert innerhalb von sechs Monaten auf ein neues Hoch steigern und lieferte innerhalb von zwei Jahren eine Rendite von 335 Prozent.

Wir sehen also, NVIDIA abzuschreiben wäre ein Fehler. Allerdings sollten wir uns vielleicht langsam darauf einstellen, dass die KI-Branche nicht mehr das hohe Wachstumstempo erzielen wird wie in der Vergangenheit.

Neues vom Clubfonds: Accenture

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Accenture geht es wahrscheinlich wie einigen anderen unserer Clubfondswerte. Sie stehen zwar im Fokus, wenn sie gute Zahlen präsentieren oder eine Übernahme ansteht, aber danach schwimmen sie wieder unter dem Radar der Berichterstatter. Es sind eben leider keine Techies aus den USA, die ständig die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen.

Deshalb schauen wir noch einmal kurz in das Unternehmensprofil. Accenture plc ist auf Managementberatung, Technologiedienstleistungen und Outsourcing-Dienstleistungen spezialisiert. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche: Beratungsdienstleistungen (51,2 Prozent) und Outsourcing-Dienstleistungen (48,8 Prozent). 

Schauen wir uns also die Zahlen für das Jahr 2024 an.

Accenture hat ein erfolgreiches Ende seines Geschäftsjahres 2024 vermeldet. CEO Julie Sweet und CFO KC McClure präsentierten die Ergebnisse des vierten Quartals in einer Telefonkonferenz. Trotz herausfordernder Marktbedingungen zeigte das Unternehmen eine starke finanzielle Performance, einschließlich eines Anstiegs der Auftragseingänge um 14 Prozent und eines Umsatzwachstums von zwei Prozent. 

Die Auftragseingänge für das gesamte Geschäftsjahr 2024 erreichte 81 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 14 Prozent entspricht. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 65 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn  je Aktie verbesserte sich ebenfalls um zwei Prozent auf 11,95 Dollar. Der Free Cash Flow war mit 8,6 Milliarden Dollar stark. Davon wurden 7,8 Milliarden an die Aktionäre zurückgeführt. Die Investitionen in GenAI-Technologie verdreifachten den Umsatz auf etwa 900 Millionen Dollar. 

Unser Clubfondswert Accenture blickt optimistisch in die Zukunft und prognostizierte für das laufende Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz zwischen 16,85 Milliarden und 17,45 Milliarden Dollar mit drei bis sechs Prozent. Die operativen Margen werden zwischen 15,6 und 15,8 Prozent liegen. Dabei soll ein Gewinn pro Aktie von 12,55 Dollar bis 12,91 Dollar erwirtschaftet werden. Etwa drei Milliarden Dollar sind für Investitionen in Akquisitionen geplant. Mindestens 8,3 Milliarden Dollar sollen an die Aktionäre zurückgeführt werden, so der Ausblick für das laufende Jahr.

Und nun machen wir einen Sprung in die Ergebnisse des zweiten Quartals 2025, die am 20. März 2025 veröffentlich werden. 

Accenture verzeichnet im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen bemerkenswerten Anstieg sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Das Beratungsunternehmen konnte seinen Nettogewinn auf 1,788 Milliarden Dollar steigern, was einem Gewinn pro Aktie von 2,82 Dollar entspricht – eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 1,674 Milliarden Dollar oder 2,63 Dollar pro Aktie. Diese Zahlen übertrafen die Markterwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Gewinn von 2,81 Dollar pro Aktie gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte um 5,4 Prozent auf 16,659 Milliarden Dollar, womit ebenfalls die Prognosen übertroffen wurden. 

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hat Accenture seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Das Unternehmen erwartet nun einen Gewinn pro Aktie zwischen 12,55 und 12,79 Dollar, was einem Wachstum von 10 bis 12 Prozent entspricht. Zuvor lag die Prognose bei 12,43 bis 12,79 Dollar pro Aktie. Auch für das dritte Quartal zeigt sich Accenture zuversichtlich und rechnet mit einem Umsatz zwischen 16,9 und 17,5 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von drei bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen würde. Die Umsatzwachstumsprognose für das Gesamtjahr wurde auf fünf bis sieben Prozent in lokaler Währung eingegrenzt, nachdem zuvor ein Wachstum von vier bis sieben Prozent erwartet worden war. 

CEO Julie Sweet betonte Accenture’s Rolle als “bevorzugter Partner für Neuerfindung” für Kunden, die groß angelegte Transformationen anstreben. Sie hob die zunehmende Einführung von GenAI bei Kunden hervor und merkte an, dass CEOs sich auf Erfolg inmitten von Unsicherheit konzentrieren.

Und dazu kommt der aktuelle Nackenschlag aus dem Pentagon, der zusätzlich noch verkraftet werden muss. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Kündigung von IT-Dienstleistungsverträgen im Gesamtwert von 5,1 Milliarden Dollar mit Unternehmen wie Accenture, Booz Allen und Deloitte angeordnet, wie aus einem Memo vom Donnerstag der vergangenen Woche hervorgeht. Bei den Verträgen handele es sich um “nicht essentielle Ausgaben für externe Berater” für Dienstleistungen, die von Pentagon-Mitarbeitern erbracht werden können, sagte Hegseth in dem am 10. April vom Pentagon veröffentlichten Memo. “Diese Kündigungen bedeuten 5,1 Milliarden Dollar an verschwenderischen Ausgaben … und fast 4 Milliarden Dollar an geschätzten Einsparungen”, fügte Hegseth hinzu. Hoffentlich schaffen das die IT-Techniker des Pentagons. 

Da ist es kein Wunder, dass die Aktie ebenfalls einen Tiefschlag verkraften muss. 

Allerdings, globale wirtschaftliche und geopolitische Risiken könnten die Kundenausgaben beeinflussen. Es könnte natürlich auch sein, dass die erratische Politik im Weißen Haus einen erhöhten Beratungsbedarf erforderlich machen könnte.

Die Analysten jedenfalls sind überwiegend mit „Kaufen“ durchaus optimistisch gestimmt. Also wir werden die Aktie weiter halten, aber zukaufen ist vielleicht aktuell nicht zu empfehlen. Beratungsleistungen werden meistens als erstes eingespart, wenn es eine Krise gibt.

Neues vom Clubfonds: Microsoft

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Die Kurse aller Aktien, darunter auch unsere Clubfondswerte, haben unter dem Zolldesaster aus dem Weißen Haus schwer gelitten, so dass wir auf eine Kursbetrachtung vorerst verzichten. Das tun wir erst wieder, wenn die Welt sich mit dem störrischen Mann in Washington irgendwie geeinigt hat und die Märkte wieder normal funktionieren.

Microsoft müssen wir niemanden mehr vorstellen, eben so wenig wie einen der legendären Gründer Bill Gates. Aus einer Garagenfirma heraus entwickelte sich unser NDAC-Clubfondswert zu einem weltumspannenden Unternehmen. Windows ist in fast allen Computern der Welt das bevorzugte Betriebssystem.

Allerdings wird es für Microsoft im Zeitalter der KI nicht einfacher werden, Geld zu verdienen. Zumal es erst den Sputnik-Moment der Chinesen verkraften musste und jetzt eben den entfachten Handelskrieg, der auch Microsoft bedroht. Nicht nur durch die Auseinandersetzungen um die Zölle und Gegenzölle kommen die Bedrohungen, sondern auch die Anleger wurden nach der Deepseek-KI nervös. Nach kolossalen Investitionen in KI und dem Aufkommen von DeepSeek fordern sie konkrete Beweise für die Rentabilität. Es dominiert eine Frage: Sind diese massiven Investitionen in KI gerechtfertigt? Und vor allem, wann wird sich diese Investition auszahlen? Ganz getreu nach dem berechtigten Motto für Anleger: „Time is money.“ Das Unternehmen aus Redmond gibt an, 80 Milliarden Dollar in KI und zugehörige Infrastrukturen investiert zu haben. Eine astronomische Summe, besonders im Vergleich zu den 6 Millionen Dollar, die von DeepSeek, dem chinesischen Start-up, das den Markt aufmischt, investiert wurden. Diese Gegenüberstellung beunruhigt einige Anleger, aber Analysten relativieren: Diese 6 Millionen betreffen nur das Training des Modells, ohne Entwicklung und Infrastruktur einzubeziehen. Trotzdem ist die Differenz ja doch gewaltig.

Satya Nadella, CEO von Microsoft, rechtfertigt die finanziellen Anstrengungen mit der Notwendigkeit, Kapazitätsbeschränkungen zu überwinden, die bisher die Entwicklung von KI gebremst haben. „Je effizienter und zugänglicher KI wird, desto stärker wird die Nachfrage explodieren“, versichert er seinen Anlegern.

Diese Aussagen beruhigen die Anleger jedoch kaum, die nach greifbaren Ergebnissen verlangen. „Wir brauchen einen klaren Fahrplan für das Monetarisierungsmodell für all dieses investierte Kapital“, erklärt Brian Mulberry, Portfoliomanager bei Zacks Investment Management, einem Aktionär von Microsoft. „Mit solchen Ausgaben müssen sie schnell Einnahmen generieren.“ Meint auch Daniel Newman, Analyst bei Futurum. „Derzeit gibt es zu viele Investitionen und zu wenig Konsum.“

Die Botschaft scheint angekommen zu sein. Microsoft hat bereits begonnen, das Tempo der Ausgaben zu drosseln. Die Finanzdirektorin Amy Hood kündigt eine Stabilisierung des Budgets auf 22,6 Milliarden Dollar für das laufende Quartal an. „Im Jahr 2026 werden wir weiterhin basierend auf der Nachfrage investieren, aber die Wachstumsrate wird niedriger sein als 2025“, präzisiert sie.

Hat nach der Ära der Ausgaben nun die Zeit der Optimierung begonnen? Wir werden sehen, denn auch die Politik hat jetzt auch ein Auge auf das Gebaren der Tech-Konzerne, also nicht nur Microsoft, gerichtet. Nach der EU wird auch die US-Handelsbehörde FTC in Sachen Künstliche Intelligenz aktiv. Sie will prüfen, ob die großen Techkonzerne durch ihre Zusammenarbeit beim Thema KI den Wettbewerb verzerren. Die milliardenschweren Deals, mit denen sich Tech-Riesen Zugang zu neuer KI-Technologie von Start-up’s verschafft haben, geraten ins Visier von US-Aufsehern. Die US-amerikanische Handelsbehörde FTC forderte bei Microsoft, Amazon und der Google-Mutter Alphabet mehr Informationen zu solchen Vereinbarungen an. Microsoft war einen milliardenschweren Pakt mit OpenAI eingegangen, der Entwicklerfirma des populären Chatbot ChatGPT. Der Software-Riese bekam dadurch Zugang zur Technologie hinter ChatGPT und integriert sie jetzt in großem Stil in alle Produkte. OpenAI brachte der Deal dringend benötigtes Geld und Rechen-Ressourcen.

Wenn von der politischen Seite noch Druck aufgebaut wird, dann wird es gefährlich auch für Microsoft. Aber aktuell herrscht jetzt erst einmal Ruhe an dieser Front, alle Unternehmen haben mit den aktuellen Zöllen zu tun. Aber vom Tisch ist die Sache noch nicht.

Ansonsten sehen die Zahlen für unseren Wert gut aus. Der Technologiekonzern aus Redmond konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 beeindruckende Zahlen vorlegen. Der Gewinn stieg um zehn Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar, während sich der operative Gewinn um 17 Prozent auf 32 Milliarden US-Dollar verbesserte. Der Umsatz kletterte auf 69,63 Milliarden Dollar, was die Erwartungen der Marktbeobachter übertraf. Dennoch reagierte der Aktienmarkt verhalten, was hauptsächlich auf die Entwicklung im Cloud-Segment zurückzuführen war. Die Erlöse in diesem Bereich stiegen zwar um 21 Prozent auf 40,9 Milliarden Dollar, verfehlten aber die Analystenprognosen von 41,1 Milliarden Dollar. Als Grund wurden Kapazitätsengpässe genannt, die die Nachfrage nach KI-bezogenen Diensten nicht vollständig bedienen konnten. Die zukünftigen Buchungen verzeichneten einen bemerkenswerten Anstieg von 67 Prozent, währungsbereinigt sogar 75 Prozent. Besonders die strategische Partnerschaft mit dem KI-Unternehmen OpenAI verspricht weiteres Wachstumspotenzial.

Zur Nummer eins auf dem Börsenolymp wurde am Dienstag Microsoft mit einem Marktwert von rund 2,64 Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro). Apple lag dahinter mit knapp 2,6 Billionen Dollar. Vielleicht tröstet es ein wenig über die Kursverluste hinweg, dass zwei aus unserem Clubfonds zu den führenden Werten zählen.

Wir warten ab, wie es weiter geht mit unserem Clubfondswert.

Neues vom Clubfonds: Apple

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Dass Apple aktuell unter Druck steht, liegt nicht nur an den Verkäufen in Milliardenhöhe durch Warren Buffets Holding Berkshire Hathaway. Der Starinvestor hat sich im dritten Quartal von einem Viertel seiner Apple-Anteile getrennt. Allein im Jahr 2024 schrumpfte Buffett damit seine Beteiligung an dem iPhone-Hersteller um zwei Drittel.

Die EU-Kommission hatte vor rund einem Jahr wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Markets Act (DMA) Ermittlungen gegen Apple, die  Alphabet-Tochter Google und die Facebook-Mutter Meta eingeleitet. Bei Apple ging es unter anderem darum, dass der US-Konzern es Nutzern unnötig schwer mache, zwischen verschiedenen Browsern oder Suchmaschinen auszuwählen.

Kurz erklärt: Der DMA verpflichtet Technologiekonzerne unter anderem dazu, ihren Nutzern den problemlosen Wechsel zu konkurrierenden Online-Diensten zu ermöglichen. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten jährlichen Umsatzes. Das hätte für Apple bedeutet, dass bei einem Jahresumsatz von 391 Milliarden Dollar aus dem Geschäftsjahr 2024 im worst case 3,91 Milliarden Dollar an die EU zu zahlen wären. Nun könnte man meinen, dass die Summe aus der Portokasse gezahlt werden könnte. Aber Apple braucht jeden Dollar für sein Geschäft.

Der Apple-Konzern hat einige Überarbeitungen an den Suchmaschineneinstellungen vorgenommen, so dass der Fall beendet sein könnte und wenigstens in Europa Ruhe angesagt ist.

KI ist auch nicht billig, wenn man die Komponenten kaufen muss. Aber Apple ist der einzige Hyperscaler (Hyperscaler sind Computing-Netzwerke zur Erzielung massiver Skalierungen im Bereich Cloud Computing und Big Data), der keine eigenen KI-Modelle entwickelt. Das sind die 50-100 Milliarden Dollar, die Wettbewerber wie Meta, Amazon oder Alphabet in den Bau von KI-Rechenzentren stecken. Apple macht da nicht mit und spart somit die hohen Investitionen. Stattdessen nutzt Apple die KI-Angebote der Hyperscaler und kann dadurch flexibel stets zum besten KI-Modell wechseln oder aber auch die besten Anbieter miteinander kombinieren. Und wer weiß, vielleicht kann Apple mittelfristig auch auf die wesentlich billigere Software DeepSeek aus China zurückgreifen. Dazu müssten die beiden Staaten ihre Handelskonflikte beilegen und die Sanktionen aufheben.

Das EV/EBITDA steht bei 24, das Gewinnwachstum liegt in den kommenden Jahren zwischen 8 Prozent und 12 Prozent. Damit ist die Aktie hoch bewertet, aber als Marktführer hat Apple diese hohe Bewertung immer wieder gerechtfertigt.

Apple hat im letzten Quartal  wieder alle Rekorde gebrochen und damit die Erwartungen der Analysten erfüllt oder leicht (rund zwei Prozent) übertroffen. Mit einem Umsatz von 124,3 Milliarden Dollar oder plus vier Prozent und einem Gewinn je Aktie von 2,40 Dollar oder plus sieben Prozent lieferte der Konzern beeindruckende Zahlen. Besonders stark war das Wachstum in den Dienstleistungen, die mit 26,3 Milliarden Dollar (+14 Prozent) auf ein neues Allzeithoch kletterten. Die installierte Basis aktiver Apple-Geräte erreichte mit 2,35 Milliarden Stück ebenfalls einen neuen Rekord.

CEO Tim Cook war in bester Laune und betonte die wachsende Bedeutung von Apple Intelligence (AI, so nennt Apple seine KI), das mittlerweile in mehreren Ländern ausgerollt wurde und bald auch in weiteren Sprachen verfügbar sein soll. Interessant: In Märkten mit Apple Intelligence verkaufte sich das iPhone 16 spürbar besser als in Regionen, in denen die KI-Funktionen noch nicht verfügbar sind. Die neue iPhone-Generation erzielte mit 69,1 Milliarden Dollar Umsatz ein solides Ergebnis, blieb aber in China hinter den Erwartungen zurück (-11 Prozent). Cook führt dies auf Lagerbestandsanpassungen zurück, hält aber langfristig an Chinas Potenzial fest. Zudem wird die Apple-KI in China erst ab April verfügbar sein. Ihr Autor ist außerdem der Meinung, dass bei einem Handelskrieg bzw. einem militärischen Konflikt um Taiwan die chinesischen Kunden auf eigene Marken zurückgreifen werden bzw. die Smartphones von Samsung bevorzugen werden.

Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz liegt in der Hardware – ohne leistungsstarke Systeme kein Fortschritt. Apple scheint das ebenso zu sehen und plant offenbar, seine KI-Strategie mit einem gewaltigen Investment auf den nächsten Level zu hieven. Wie Insiderquellen verraten, soll der Tech-Riese aus Cupertino erneut beim GPU-Marktführer Nvidia zugreifen, um Apple Intelligence weiter auszubauen. Der Auftrag soll eine Milliarde Dollar umfassen. Diese sollen Apples Ambitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz untermauern – und das mit Technologie, die es so auf dem Markt noch gar nicht gibt. Konkret geht es um die GB300-NVL72-Systeme von Nvidia, die speziell für sogenannte Reasoning-KI-Anwendungen entwickelt wurden. Parallel zur Zusammenarbeit mit Nvidia arbeitet der Konzern an eigenen KI-Servern, etwa auf Basis des M4-Chips. Diese sollen das Konzept der „Private Cloud Compute“ vorantreiben – eine Lösung, bei der KI-Anwendungen sicher in der Cloud laufen, ohne dass Apple selbst Zugriff auf die Daten erhält.

Mit diesem Schritt könnte Apple endgültig in die Riege der KI-Schwergewichte aufsteigen. Ob und wann die neuen Server ihre volle Wirkung entfalten, bleibt abzuwarten. Wir bleiben weiterhin an Bord.

Neues vom Clubfonds: Adobe

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Unser Clubfondswert ist schon sehr lange im Geschäft, aber er geht in der Berichterstattung meistens unter, da er nicht zu den Magnificent 7 zählt. Und wenn wir uns den Kurs anschauen, dann ist das vielleicht auch ganz gut so. Denn weniger als zehn Prozent trennen den Kurs der Adobe-Aktie aktuell noch vom 52-Wochen-Tief. Das Tief kann als Unterstützungslinie dienen, sollte diese durchbrochen werden, sind aber weitere Kursverluste wahrscheinlich zu erwarten, sagt die Charttechnik.

Dabei sieht es gar nicht so schlecht aus im ersten Quartal. Das Unternehmen profitierte zuletzt von gesunkenen Betriebskosten und kaufwilligen Kunden von neuen Produkten mit künstlicher Intelligenz. Gewinn und Umsatz stiegen dabei stärker als erwartet.

Unser Wert berichtete über einen Gewinn von 1,81 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal lag er noch bei 0,62 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 5,08 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung mit 4,97 Dollar. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 5,71 Milliarden Dollar. Die Finanzexperten erwarteten 5,66 Milliarden Dollar. So weit, so gut.

Für das zweite Quartal prognostiziert Adobe einen bereinigten Gewinn in der Spanne von 4,95 bis 5,00 Dollar je Aktie bei einem Umsatz zwischen 5,77 und 5,82 Milliarden Dollar. Dem stehen Konsensschätzungen von 5,00 Dollar und 5,8 Milliarden Dollar gegenüber. Den Ausblick für 2025 bekräftigte das Unternehmen und rechnet mit einem bereinigten Gewinn von 20,20 bis 20,50 Dollar pro Aktie sowie einen Umsatz von 23,3 bis 23,55 Milliarden Dollar. Analysten kalkulierten zuletzt mit 20,39 Dollar bzw. 23,49 Milliarden Dollar.

Adobe hat bereits seit geraumer Zeit eine cloudbasierte KI namens Firefly in die Bildbearbeitung Photoshop und das Videoschnittprogramm Premiere Pro integriert. Damit lassen sich Bilder aus Texteingaben generieren und Videoclips um schmale zwei Sekunden verlängern. Vor kurzem bekam die Web-App Zuwachs in Form eines KI-Videogenerators. Damit generiert Adobe Firefly-Videos und übersetzt Tonspuren.

Trotzdem gibt es seit einigen Monaten Bedenken, dass Adobe hinsichtlich der KI der Konkurrenz hinterher läuft und demzufolge zurückfällt. Die Softwarefirma beziffert die regelmäßigen Einnahmen aus den eigenen KI-Angeboten in den abgelaufenen drei Monaten auf 125 Millionen Dollar. Das soll sich bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres Ende November 2025 verdoppeln. Trotzdem muss man konstatieren, dass diese KI Umsätze bei einem Quartalsumsatz von rund sechs Milliarden Dollar geradezu unbedeutend sind und nicht ins Gewicht fallen.

Den größten Teil seines Umsatzes erzielt unser Clubfondswert mit seinen Abonnementsgebühren. Mit 5,48 Milliarden Dollar trugen sie zu 96 Prozent zum Konzernergebnis bei. Den Rest machen Konzernprodukte (95 Millionen Dollar; Rückgang gegenüber VJQ 20Prozent) und Dienstleistungen (136 Millionen Dollar Rückgang gegenüber VJQ 7 Prozent) aus. Dafür stiegen die Abonnementsgebühren immerhin um 11,5 Prozent.

Der CEO von Adobe Shantanu Narayen sieht das Unternehmen trotz der externen Bedenken „gut aufgestellt, um vom KI-getriebenen Wachstum der Kreativwirtschaft zu profitieren.“ In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC erklärte Narayen weiter: „Wir integrieren KI nicht nur in unsere bestehenden Produkte und schaffen so Mehrwert, sondern es ist auch klar, dass die von uns gelieferten Innovationen neue Einnahmequellen schaffen.“

Fakt ist, die Adobe-Aktie steckt in einer kritischen Phase: Nach einer starken Erholung im Januar hat sich die Kursentwicklung zuletzt wieder abgeschwächt. Ist das nur eine kurze Verschnaufpause, oder droht ein erneuter Abwärtsschub? Wir werden sehen, wie die Entwicklung weiter geht. Die Aktie ist beim Schreiben dieser Einschätzung jedenfalls 22,29 Prozent günstiger als vor einem Jahr zu erwerben und 11,96 Prozent billiger als vor drei Jahren.

Vielleicht noch ein Trost für alle Langfristanleger und die Börsenoptimisten unter uns, langfristig ist Adobe an der Börse ein Gewinner. Adobe-Aktien haben in den vergangenen zehn Jahren per saldo +456,6 Prozent an Wert gewonnen, was einer jährlichen Performance von im Mittel +18,7 Prozent entspricht. Aus einem Investment in Höhe von 10.000 Euro wären 55.664 Euro geworden. Parallel dazu ist das Anlagerisiko als hoch einzuordnen (Verlust-Ratio: 2,70). Langfristig bleibt Adobe stark positioniert. Adobe war der große Pionier bei der Abo-Software aus der Cloud und damit Vorreiter der letzten großen Transformation am Tech-Markt. Die Entwicklungsoffensive bei der KI könnte in Zukunft erneut eine führende Position bedeuten. Das Unternehmen hat hier aber noch einiges an Arbeit vor sich.

Wir können also festhalten, unser Clubfondswert befindet sich in einer Korrekturphase, ausgelöst durch die etwas negativen Aussichten. Da die Zahlen trotzdem gut sind, sollten wir unserem Wert die Treue halten, wohl wissend, dass es durchaus weiter nach unten gehen kann.

Neues vom Clubfonds: Berkshire Hathaway

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Noch vor einiger Zeit war er für Zölle. Die Rede ist von Waren Buffett, immerhin Chef des Berkshire Hathaway, der größten Investmentgesellschaft der Welt. Er schlug vor geraumer Zeit vor, dass alle Länder oder Unternehmen, die in die USA exportieren wollen, im Gegenzug Handelszertifikate erwerben müssen, die sie aber nur bekommen, wenn sie auch entsprechende Einfuhren aus den USA vorweisen können – nach dem Motto „geben und nehmen.“ Auch von Marktzugangsgebühr oder Eintrittsgeld, das in den Vermögenshaushalt der USA fließen sollte, war in seinen Kreisen die Rede. Wir haben darüber bereits geschrieben. 

Unter der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump war es dann so weit, die Zölle kamen und gingen und kamen wieder.  

Unser aktiver Star-Investor Warren Buffett, immerhin auch schon 94 Jahre alt, hat sich gegen die scharfe Zollpolitik von US-Präsident Trump ausgesprochen. „Wir haben viel Erfahrung mit Zöllen. Sie sind eine Kriegshandlung – gewissermaßen“, sagte der CEO des Konglomerats Berkshire Hathaway in einem Interview mit dem TV-Sender CBS News. Buffett fürchtet, dass Zölle die Inflation antreiben und Verbraucher schädigen könnten. Bereits während Trumps erster Amtszeit hatte sich Buffett gegen Handelskriege ausgesprochen und vor ihren Folgen gewarnt. „Mit der Zeit sind Zölle eine Steuer auf Güter“, so Buffett. „Also, die Zahnfee zahlt sie nicht“, scherzte der Berkshire-Chef, der den seinen Konzern seit 60 Jahren führt.

Trotzdem wird er in den USA investiert bleiben. Er kann sich erlauben gegen Trump’s Zollpolitik zu schießen, seine viele Milliarden schwere Holding lieferte wieder das, was seine Anleger erwarteten. 

Berkshire erzielte im Jahr 2024 Betriebsergebnisse von 47,4 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 27 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Im vierten Quartal stiegen die Betriebsergebnisse um 71 Prozent auf 14,5 Milliarden und bescherten dem Unternehmen den besten Tag seit drei Monaten. Durch den Kursanstieg der Aktie stieg Warren Buffetts Vermögen um sechs Milliarden Dollar, was ihn zum reichsten Milliardär des Tages machte (also einmal nicht die üblichen Verdächtigen aus der Tech-Branche). 

Die A-Aktien von Berkshire stiegen am Tag der Bekanntgabe der Zahlen um vier Prozent und schlossen bei 747.765,75 Dollar, während die B-Aktien um 4,2 Prozent auf 498,97 Dollar zulegten. Beide Aktienklassen erreichten damit neue Höchststände, die zuletzt im November 2024 erreicht worden waren.

Der Unternehmenswert von Berkshire stieg dadurch um 40 Milliarden Dollar und erreichte eine Rekordmarke von 1,08 Billionen Dollar, was Berkshire zum siebtwertvollsten börsennotierten Unternehmen der USA machten. Und das dürfte ihn vielleicht besonders freuen, noch vor Tesla. 

Elon Musk hat allerdings mehr Kohle auf dem Konto. Mit einem Gesamtvermögen von ca. 155 Milliarden Dollar ist Buffett der sechstreichste Mensch der Welt (ob ihn das in diesen Größenordnungen noch interessiert, bleibt dahingestellt). Dennoch bleibt Musk mit etwa geschätzten 326 Milliarden Dollar der reichste Mann auf diesem Planten.

Die Umsatzerlöse unseres NDAC-Clubfondswertes im vergangenen Jahr betrugen immerhin 371,43 Milliarden Dollar, also 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wurde mit weltweit 86,758 Milliarden Dollar festgestellt, das sind 22,03 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Mitarbeiterzahl sank von 396.500 auf 392.400 Beschäftigte weltweit oder 1,03 Prozent im Berichtszeitraum.

Die nächste Berkshire Hathaway Hauptversammlung findet am Samstag, den 03. Mai 2025 im CHI-Health-Center Omaha (ehemals CenturyLink Center) in Omaha statt. Das „Woodstock der Kapitalisten sollten“ sich Anleger nicht entgehen lassen, wenn sie die Möglichkeit haben, dabei zu sein. Es ist noch kein Nachruf, doch mit 94 Jahren weiß der Business-Titan, dass das Ende der Ära Buffett naht – und er hat den Weg für seinen Abgang sorgfältig geebnet. Buffett hat seine Aktionäre gewarnt, dass die Uhr für seine Zeit an der Spitze tickt. Er hat seinen designierten Nachfolger Greg Abel in den höchsten Tönen gelobt und die Weichen für seinen Antritt gestellt. Er hat auch versucht, sein Erbe zu schützen und sicherzustellen, dass sein riesiges Vermögen nicht verschleudert wird, wenn er nicht mehr da ist.

„Die Nachfolgeplanung ist das Wichtigste in der Unternehmensführung eines Unternehmens, das von einem ikonischen CEO geleitet wird”, sagte Lawrence Cunningham zu Business Insider. Er ist Direktor des Weinberg Center on Corporate Governance an der University of Delaware und Autor mehrerer Bücher über Buffett und Berkshire. Buffetts Konglomerat “liefert ein beispielhaftes und unterschätztes Modell dafür, wie dies gut gemacht werden kann”, fuhr Cunningham fort und fügte hinzu, dass es “nicht nur Greg den Weg für die Nachfolge von Warren als CEO bereitet hat”, sondern auch die Aktionäre darauf vorbereitet hat, dass ihr Unternehmen keinen Großaktionär mehr hat.

Neues vom Clubfonds: Amazon

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Weihnachten ist schon lange vorbei und die letzten Gutscheine sind größtenteils bei unserem NDAC-Clubfondswert Amazon eingelöst. Es wird also wieder Zeit, dass wir uns mit unserem Online-Riesen beschäftigen. Zumal Amazon auch in anderen Sparten, wie Cloud und KI Staub aufwirbelt. Und außerdem wird bei unserem Wert jetzt scharf geschossen.

Der Online-Versandriese meldete für das vierte Quartal einen Gewinn pro Aktie von 1,86 Dollar, während Analysten  im Schnitt mit 1,49 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 187,79 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Erwartungen von 187,30 Milliarden Dollar.

Allerdings bereitet die Prognose Kopfzerbrechen bei den Anlegern.

Für das laufende Quartal rechnet Amazon nur mit einem Umsatz zwischen 151 und 155,5 Milliarden Dollar, was deutlich unter den erwarteten 158,5 Milliarden Dollar liegt.

Amazon prognostiziert für das erste Quartal 2025 lediglich ein Umsatzwachstum zwischen fünf und neun Prozent. Sollte die untere Grenze erreicht werden, wäre dies das langsamste Wachstum seit dem Börsengang 1997, recherchierte der US-Nachrichtensender CNBC. Als Belastung nennt das Unternehmen u. a. negative Währungseffekte in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar.

Aus Sicht ihres Autors dürfte aber auch der entfachte Zollkrieg die gesamt Prognose beeinflussen, denn Zölle werden auf die Endverbraucherpreise umgelegt. Wenn vielleicht auch nur teilweise, schließlich herrscht ein sehr starker Konkurrenzkampf zwischen den Onlinehandels-Riesen. Dazu kommt noch die Inflation, die einfach in den USA und Europa nicht zurückgehen will, die Verbraucher halten das Geld zusammen. 

Trotz der schwachen Prognose konnte Amazon seinen Nettogewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppeln. Dieser stieg von 10,6 Milliarden Dollar im Vorjahr auf nun 20 Milliarden Dollar. Amazons CEO Andy Jassy setzt seit Ende 2022 auf Kostensenkungen, was zum Abbau von über 27.000 Stellen in den Jahren 2022 und 2023 führte. Auch 2024 kam es zu Entlassungen. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge auf 11,3 Prozent, nach 11 Prozent im Vorquartal und 7,8 Prozent im Vorjahr.

Amazon verzeichnete im vergangenen Jahr ein beeindruckendes Wachstum. Der Nettoumsatz stieg um 11 Prozent auf 638,0 Milliarden US-Dollar, getrieben von Zuwächsen in allen Segmenten. Insbesondere das Cloud-Geschäft AWS legte mit plus 19 Prozent auf 107,6 Milliarden Dollar deutlich zu.

Die operative Marge verbesserte sich mit einem Anstieg des Betriebsergebnisses um 86 Prozent auf 68,6 Milliarden Dollar deutlich. Das Nordamerika-Geschäft konnte das operative Ergebnis auf 25 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln, während das internationale Segment nach einem Verlust von 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahr wieder einen Gewinn von 3,8 Milliarden Dollar erzielte.

Das Nettoergebnis kletterte auf 59,2 Milliarden Dollar (herunter gerechnet 5,53 Dollar pro Aktie), fast doppelt so viel wie im Jahr 2023. Besonders beeindruckend: Der operative Cashflow stieg um 36 Prozent auf 115,9 Milliarden Dollar, der Free Cashflow auf 38,2 Milliarden Dollar.

Ein wichtiges Thema ist die KI. Hier möchte der Konzern nicht den Anschluss an die anderen Konzerne der Konkurrenz verlieren, denn die Entwicklung auf diesem Gebiet verläuft rasend schnell.


Amazon investiert deshalb massiv in Künstliche Intelligenz. Die Investitionsausgaben beliefen sich auf 27,8 Milliarden Dollar, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Bis 2025 will das Unternehmen bis zu 100 Milliarden Dollar investieren, vor allem in Rechenzentren und Nvidia-Chips, um sein KI-Geschäft zu stärken. Die Konkurrenz durch OpenAI, Google und Microsoft wächst, während chinesische Startups wie bspw. DeepSeek mit ihren kostengünstigen KI-Modellen für Unruhe sorgen.

Nur eine Randnotiz, die die vielen Fans von James Bond weltweit interessieren wird, das Abenteuer von „007“ wird nun von Amazon wesentlich beeinflussen. Amazon und MGM Studios gehören seit 2022 zusammen. Das hat Amazon einem weiteren Deal von knapp neun Milliarden Dollar zu verdanken. Dadurch konnte das Unternehmen das MGM-Archiv, darunter auch “James Bond”, auf dem eigenen Streamer teilen. Die ehemaligen Produzenten der “Bond”-Filme, Barbara Broccoli und Michael G. Wilson, haben angekündigt, ihre kreativen Rechte an Amazon und MGM Studios zu übergeben. Damit lässt über die Zukunft der beliebten Actionfilme weiter spekulieren. Durch den Rücktritt von Broccoli und Wilson kann das Franchise nämlich nun in alle Richtungen fortgesetzt werden. Also warten wir ab, welche Richtung James Bond einschlagen wird. Eins dürfte klar sein, ohne kommerziellen Erfolg dürfte Amazon die Rechte sicher wieder schnell verkaufen.

Wenn wir uns den Jahreschart der Aktie anschauen, geht es in den Tagen abwärts vom Jahreshoch 233,60 Euro Anfang Februar auf aktuell 190 Euro beim Schreiben dieser Zeilen. Es ist aber immer noch kein Grund zu verzweifeln, denn im Jahresvergleich hat die Aktie immerhin noch 12 Prozent zugelegt.

Neues vom Clubfonds: Meta

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Meta hat sich längst zu einem der größten und einflussreichsten Unternehmen der Tech-Branche entwickelt, das die digitale Landschaft nicht nur mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram, sondern auch mit zukunftsweisenden Technologien wie dem Metaversum sowie VR- und AR-Innovationen prägt. Trotz alledem, sein Geld verdient Meta Platforms heute immer noch schwerpunktmäßig mit Werbung (Advertising), die auf seinen Plattformen eingeblendet werden. 

KI und Meta das gehört zusammen, dazu kommt jetzt auch noch die Robotik. Und nicht nur einfache Roboter, wie wir sie von verschiedenen Industriebetrieben kennen, die dort mechanisch immer wiederkehrende Arbeiten verrichten.

Wie Bloomberg nun berichtete, hat Meta Platforms seine nächste große Investition identifiziert: humanoide Roboter, die mit Künstlicher Intelligenz betrieben werden. Nach seiner Expansion in die Bereiche erweiterte Realität (AR) und KI plant das Unternehmen in diese Zukunftstechnologie zu investieren, um Roboter zu entwickeln, die menschenähnlich Aufgaben im Haushalt übernehmen können. Dafür wird ein neues Team innerhalb der Reality Labs Hardware-Abteilung gebildet. Zunächst konzentriert sich Meta auf die Entwicklung von Roboterhardware für alltägliche Aufgaben, mit dem langfristigen Ziel, die zugrundeliegende KI, Sensoren und Software bereitzustellen, die von verschiedenen Unternehmen zur Herstellung und zum Verkauf von Robotern genutzt werden können. Das Unternehmen hat bereits Milliarden in seine Reality Labs investiert, welche Produkte wie das Quest VR-Headset und die Ray-Ban-Smartbrillen vertreibt, und plant, 65 Milliarden Dollar in verwandte Technologien und die Robotik-Initiative zu investieren. 

Und das Unternehmen von Mark Zuckerberg hat bekanntlich viel Cash in der Kasse. Ende Januar präsentierte das Unternehmen seine neusten Zahlen, welche die Erwartungen deutlich übertrafen. Wachstumstreiber waren vor allem die Werbeeinnahmen, die um 21 Prozent auf 46,8 Milliarden Dollar zulegen konnten, angetrieben durch den Online-Handel und verbesserte KI-gestützte Targeting-Technologien wie das „Andromeda“-System von NVIDIA, das die Anzeigenqualität um acht Prozent steigerte. Die Zahl der täglichen Nutzer stieg auf 3,3 Milliarden User über alle Apps hinweg, wobei Videoinhalte auf Instagram und Facebook mit zweistelligen Wachstumsraten herausstachen. Die KI-Brillen von Ray-Ban und Meta entwickelten sich zum Überraschungserfolg und könnten langfristig als neues KI-gesteuertes Endgerät etabliert werden.

Erfolge feiert das Unternehmen mit Meta AI, einem KI-Assistenten mit über 700 Mio. monatlichen Nutzern, der personalisierte Antworten durch Kontextverständnis liefert. Meta AI hat sich im letzten Jahr zu einem wichtigen Produkt entwickelt. Die stärkste Nutzung erfolgt auf WhatsApp, gefolgt von Facebook. Auf Facebook ist die Integration in den Feed besonders beliebt, wo Nutzer Meta AI Fragen zu empfohlenen Inhalten stellen können. Die Monetarisierung von WhatsApp ist ein möglicher Wachstumstreiber für die Zukunft. WhatsApp Business zeigte im vierten Quartal eine beeindruckende Leistung mit einem starken Umsatzwachstum. Dies deutet auf eine zunehmende Akzeptanz und Nutzung der Plattform durch Unternehmen hin. Darüber hinaus ist WhatsApp auch die Plattform, auf der Meta AI am stärksten genutzt wird. Die Nutzer verwenden Meta AI auf WhatsApp hauptsächlich für Informationssuche, Bildungszwecke und emotionale Unterstützung. Die meisten Interaktionen mit Meta AI auf WhatsApp finden in Einzelgesprächen statt, obwohl auch eine gewisse Nutzung in Gruppenchats zu beobachten ist. Diese Entwicklungen zeigen, dass WhatsApp Business sich zu einer wichtigen Komponente in Metas Produktportfolio entwickelt und sowohl im B2B-Bereich als auch bei der Integration neuer KI-Funktionen eine führende Rolle einnimmt.

Meta setzt für die Zukunft auf Llama 4: Es handelt sich um ein nativ multimodales Modell mit „agentischen Fähigkeiten“, das neue Anwendungsfälle erschließen soll und bis Ende 2025 zum führenden Open-Source-Modell werden könnte. Llama 4 wird als „Omni-Modell“ entwickelt, das Text, Bilder, Videos und andere Datenformate nahtlos verarbeitet. Dies ermöglicht Anwendungen wie Echtzeit-Kontextanalyse in Meta AI oder automatisiertes Erstellen von Marketing-Inhalten. Das Modell soll eigenständig mehrstufige Aufgaben lösen – etwa komplexe Recherchen durchführen oder Code optimieren – und damit über reine Antwortgenerierung hinausgehen. Der Erfolg von Llama 4 hängt eng mit Metas Infrastrukturoffensive zusammen. Meta baut dafür ein 2-Gigawatt-Rechenzentrum (das flächenmäßig Teile Manhattans bedecken würde). Metas hauseigene Siliziumlösungen ersetzen schrittweise GPUs in Ranking- und Empfehlungssystemen. Ab 2026 sollen sie auch Workloads für Training übernehmen, um Kosten zu senken.

Metas Vernetzungsstrategie von hyperpersonalisierter Werbung, unternehmenskritischer B2B-Kommunikation via WhatsApp und Infrastrukturüberlegenheit schafft ein virtuelles Monopol im KI-gesteuerten Alltag. Jetzt keimt auch noch die Robotikfantasie auf. Die Aktie hat daher weiteres Aufwärtspotenzial, auch wenn unser Wert etwas nachgegeben hat, zählt er doch mit 1,73 Billionen Dollar Marktkapitalisierung zu den großen Gewinnern der zweiten Regierung Trumps. Bis zum Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt ist es nicht mehr weit. Die Kurssteigerung von über 50 Prozent unseres Clubfondswertes im vergangenen Jahr zeugt von einer besonderen Dynamik.

Neues vom Clubfonds: Palo Alto Networks (PAN)

Unser Clubfondswert PAN ist ein IT-Wert, das sich auf den Sektor Systemsoftware und hier wiederum auf Cybersecurity konzentriert hat. Das Haupttätigkeitsfeld ist die Entwicklung und Vermarktung fortschrittlicher Sicherheitstechnologien und –dienste, die auf verschiedene Arten der Cyberbedrohungen ausgerichtet sind. PAN bietet eine breite Palette von Produkten an, die u. a. Firewalls, Advanced Endpoint Protection und Cloud Security umfasst.

CEO Nikesh Arora betont bei der Vorstellung der Zahlen des zweiten Quartals die Bedeutung von KI: Sie treibt nicht nur die Angriffsstrategien der Cyberkriminellen voran, sondern ermöglicht auch seinem Unternehmen neue Sicherheitsarchitekturen. PAN setzt auf KI-gestützte Plattformen, um Unternehmen schneller und umfassender zu schützen. Das Unternehmen setzt auf Plattformisierung statt Einzelprodukte. Laut Arora werden Sicherheitsplattformen die Fragmentierung der unzähligen Sicherheitslösungen am Markt ablösen. Die Zahl der Plattformkunden wächst, wobei besonders große Deals in den USA, Asien und Europa abgeschlossen wurden.

Analysten fragten nach, ob Palo Alto langfristig Marktanteile von Einzelanbietern im Cloud-Security-Bereich gewinnen kann. Arora antwortete mit ja, Plattformkunden profitieren von besserer Integration und effizienterer Sicherheitsverwaltung.

Palo Alto Networks hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2025 solide Zahlen geliefert: Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar und liegt damit um ein Prozent über den Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie liegt mit 0,81 Dollar je Aktie um drei Prozent unter den Erwartungen.

Eine der wichtigsten Fragen drehte sich um den freien Cashflow, der mit 509 Millionen Dollar im Quartal rückläufig war. CFO Dipak Golechha erklärte, dass Deferred Payments (gestreckte Zahlungsmodelle, also auf Deutsch Ratenzahlungen) zunehmend genutzt werden, was mehr Planungssicherheit schafft. Analysten fragten jedoch, ob das Wachstum bei wiederkehrenden Umsätzen nachlässt, was ein Hinweis auf mögliche Herausforderungen in der Neukundengewinnung wäre. CEO Arora wies darauf hin, dass vor einem Jahr ältere Vertragskunden in das Cloud-Abo-Modell überführt wurden, was nun zu einem rückläufigen Wachstum in diesem Bereich führe. Das Cloud-Abo-Modell wird derzeit wiederum durch das Plattform-Modell abgelöst, Bezahlung je nach Nutzung, was ebenfalls auf der Entwicklung der Abo-Umsätze laste. Wichtig sei das Wachstum der ARR (jährlich wiederholende Umsatze beziehen sich auf das Plattform-Geschäft), die mit 35 Prozent deutlich schneller anwachsen als der Rest des Konzernumsatzes.

Auch die Margenentwicklung wurde kritisch gesehen: Während Palo Alto seine operative Marge auf 28 bis 28,5 Prozent für das Gesamtjahr anhebt, wurden im Quartal einmalige Inventarkosten verbucht, die das Hardwaregeschäft kurzfristig belasteten.

Arora hält dennoch an der langfristigen Vision von PAN fest: Höhere Effizienz durch KI, geringere Kosten und stärkere Profitabilität. 

Anleger bleiben skeptisch gegenüber der Plattform-Strategie: Palo Alto lockt Neukunden mit günstigen, teils kostenfreien Angeboten auf die Plattform, damit sie sich an die Zahlung je nach Nutzung gewöhnen können. CEO Arora ist dennoch überzeugt, dass sich dies langfristig auszahlen werde. Doch die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht (bspw. Crowdstrike) und so ist noch nicht erwiesen, dass Kunden auch dann noch bei PAN bleiben werden, wenn der volle Preis zu Buche steht.

Entsprechend wird somit die vorsichtige Unternehmensprognose, die das Unternehmen ausgab, als Beleg für die lauernde Gefahr durch die Konkurrenz gesehen. Das EV/EBITDA liegt bei 45, im Ende Juli endenden Geschäftsjahr 2025 soll der Gewinn um 143 Prozent anspringen, danach auf 15 bis 20 Prozent Wachstum zurückfallen. Die Gewinnstabilität von Palo Alto Networks liegt bei 0,92 von maximal 1,0, was auf ein Unternehmen mit einer äußerst zuverlässigen Gewinnentwicklung schließen lässt. Die Berechnung der Gewinnstabilität basiert auf dem bereinigten Gewinn. Dieser bildet den tatsächlichen Geschäftsverlauf besser ab als der bilanzierte Gewinn, weil er um außergewöhnliche Geschäftsvorfälle wie Rückstellungen für Strafzahlungen oder außergewöhnliche Abschreibungen bereinigt ist. Die Stabilität des bilanzierten Gewinns von PAN liegt bei 0,46.

Auf 10-Jahres-Sicht liegt das durchschnittliche Gewinnwachstum von Palo Alto Networks bei 37,7 Prozent pro Jahr, was einem sehr dynamischen Wachstum entspricht. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarten Analysten einen Zuwachs des Gewinns um 13,6 Prozent. Innerhalb des ausgewählten Zeitraums vom 18.02.2015 bis heute hat die Palo Alto Networks Aktie 776,9 Prozent zugelegt, was einer jährlichen Rendite von 24,2 Prozent entspricht.

Wir sehen, der Chart unseres Clubfondswertes PAN hat sich wieder erholt. Von einem Jahrestief vom Februar 2024 bei 120,88 Euro auf 196,06 Euro im Februar 2025. Der PAN-Kurs pendelt also wieder im Bereich des Höchstwertes von 196,06 Euro. Und wir werden sehen, die Finanzanalysten werden ihre Erwartungen in den kommenden Wochen wieder nach oben korrigieren. Denn gerade die KI stellt eine große Herausforderung an die Cybersecurity dar und dafür ist PAN der richtige Wert in unserem Clubfonds.