Covid-19 verstärkt präsent, grüne Politik ist in der Realität angekommen und die Inflation wird bekämpft

Ein Kommentar von Torsten Arends, Geschäftsführer NDAC-Anlegerclub

Das neue Jahr beginnt wie das alte Jahr geendet hat, mit Covid-19. Wir dürfen gespannt sein, ob sich der Krisenstab der Bundesregierung unter Führung von Generalmajor Carsten Breuer in der Schlacht gegen das Virus und seine Mutationen besser schlägt als der der alten Bundesregierung. Mittlerweile wird Delta immer mehr von der noch ansteckenderen Omikron-Variante abgelöst. Es kommen immer neue Impfstoffe auf den Markt und auch das Virus mutiert immer schneller. Solange die Buchstaben des griechischen Alphabets noch ausreichend sind…

Aber es spricht wieder einmal für Deutschland-Digitalisierungsfortschritt-Wunderland, dass noch nicht einmal die Zahlen stimmen, die in den Medien verbreitet werden. Erst gegen Ende der abgelaufenen ersten vollen Woche will das RKI soweit sein, aussagekräftige, sprich richtige Zahlen, zu veröffentlichen. Hatte sich die Regierung nicht vorgenommen etwas auf dem Gebiet der Digitalisierung zu tun? Da hätte vielleicht auch einmal der Weihnachts- und Neujahrsurlaub in den betreffenden Ministerien verschoben werden müssen. Zumindest hätte in der Zwischenzeit ein Digitalpakt für das Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung ausgearbeitet werden können. Von den Pflegkräften und den Ärzten verlangt man ja auch vollen Einsatz während der Pandemie! Die Software- und Hardwareunternehmen warten auf den Startschuss. Die Finanzierung ist dabei das wichtigste bei der ganzen Digitalisierung, um endlich loslegen zu können, aber da ist erst mal die Bundesregierung gefragt.

Wir haben es zum Jahreswechsel ja bereits angekündigt und jetzt ist es Tatsache. Die Atomenergie soll lt. EU als nachhaltige und saubere Energie eingestuft werden. Ein paar laue Proteste von Klimaschutzminister Habeck und Umweltministerin Lemke waren alles, was die Bundesregierung hervorbrachte. Nun stellt sich wirklich die Frage, ob unsere Energieversorgung nicht doch auf die Brückentechnologie Kernkraft zurückgreifen sollte. Denn Fakt ist, Deutschland baut die sichersten Kernkraftwerke in der Welt. Das Erdgas, welches wir in Russland kaufen können, wird nicht ausreichen, solange die auf erhebliche politische Widerstände bei den Grünen stoßende Nordstream II-Trasse nicht in Betrieb genommen ist. Außenamtschefin Baerbock ist entschieden dagegen und würde damit der deutschen Wirtschaft und den Verbrauchern erheblich schaden. Die US Regierung diente ihr bestimmt bei ihrem Besuch in Washington wieder das Flüssiggas aus amerikanischer Produktion an. Es ist erheblich teurer und für die US-Gasförderer ein Milliardengeschäft, aber es wird außerdem noch größeren Schaden für die Umwelt bringen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Grünen das verkaufen wollen.

 

Endlich wird etwas gegen die Auswüchse der Inflation getan und zwar schneller als geplant. Nein, wir reden hier nicht von der EZB, die weiter in ihrem Turm in Frankfurt träumt, trotz aktuell gestiegener deutscher Inflationsrate von 5,3 Prozent im Dezember. Wir reden von der amerikanischen Fed, deren Sitzungsprotokolle in der Regel stets später veröffentlicht werden. Demzufolge haben die US-Notenbanker bei ihrer jüngsten Sitzung eine schnellere Zinswende und die Reduzierung der stark angestiegenen Bilanzsumme diskutiert. Die Zinsen könnten noch früher und noch stärker steigen als noch im Dezember geplant. Auch könnte die Fed damit beginnen, die auf 8,8 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanzsumme zu schrumpfen. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der jüngsten Sitzung aus dem Dezember hervor. Im Dezember hatten die Notenbanker signalisiert, dass sie in diesem Jahr mit drei Zinserhöhungen rechnen, im kommenden Jahr noch einmal mit dreien und 2024 dann mit zwei Zinsschritten. Doch unter den Geldpolitikern macht sich offenbar die Sorge breit, dass das nicht ausreichen könnte. „Einige Mitglieder merkten an, dass es angemessen sein könnte, die Größe der Bilanzsumme relativ schnell nach dem Beginn der Zinserhöhungen zu reduzieren“, heißt es in den Protokollen. Grund für die gestiegene Sorge vor weiter steigenden Preisen sind unter anderem die Lieferketten-Engpässe, die laut der Ansichten der Notenbanker nun noch länger anhalten könnten als gedacht. Was nur logisch erscheint, denn auch China nimmt den Kampf gegen die Omikron Variante auf. Wir kennen es aus der Vergangenheit, Rücksicht auf die Weltwirtschaft nimmt das Reich der Mitte nicht.

Der Dollar im Verhältnis zum Euro (und auch zu anderen Währungen) wird infolgedessen steigen und das verteuert bspw. die Rohstoffimporte, denn diese werden in Dollar abgerechnet. Das ist ein zusätzliches Risiko für die Konjunktur. Ob das andererseits eventuell gestiegene Exporte wieder ausgleichen können, steht angesichts der sich fortsetzenden Lieferengpässe noch in den Sternen. Und dazu kommen die Unwägbarkeiten von Covid-19 und seinen Varianten.

Die Märkte interessiert es aktuell nicht, sie sind weiter im Höhenrausch. Apple, Microsoft, die Google-Mutter Alphabet, Amazon und Tesla sind inzwischen Billionenkonzerne. Meta kratzt an der Marke. Sie alle schrieben im Krisenjahr 2021 wieder Rekordgewinne – trotz mancher Probleme, die sie auch 2022 noch begleiten werden. Chipmangel und Prognosen, dass Apple seinen Umsatz mit den prestigeträchtigen iPhones kaum noch ausbauen kann, schaden dem Unternehmen derzeit nicht. Stattdessen wird der Hype getrieben von der Aussicht, dass CEO Tim Cook mit Apple ins Autogeschäft einsteigen und dann sogar mit Tesla konkurrieren könnte. Das könnte wiederum sehr interessant für unseren NDAC-Wert Apple werden, wenn es denn so kommt. Aber braucht man für E-Autos nicht auch jede Menge Chips?!

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