Blau statt grün? Oder besser beides!

Ein Kommentar von Torsten Arends, Geschäftsführer NDAC-Anlegerclub

Der Fokus der Politik liegt in den letzten Jahren auf der grünen Revolution, in Deutschland speziell wegen des Wahlkampfes, den die Grünen lange Zeit mit ihrem ökologischen Schwerpunkt belegten. Auch wenn das Thema Ökologie angesichts der Belastungen, die auf die Bevölkerung zurollen, nicht mehr so zündet. Aber nicht nur in Deutschland, in nahezu allen Ländern sind ökologische Themen, wie Klimaschutz, Klimawandel und Erderwärmung an der Tagesordnung.
 
Wenn wir uns die Sommer der letzten Jahre so in der Rückschau betrachten, stellen wir fest, dass sie zu heiß waren, ständig neue Hitzerekorde. Einige Kommunen mussten sogar schon zum Wassersparen aufrufen. Und dabei dachten wohl die wenigstens daran, wenn sie unter der Dusche standen oder den Rasen sprengten etc., dass unsere Süßwasservorräte sehr begrenzt sind.
 
Aber es geht nicht nur um Süßwasser, sondern um das Wasser insgesamt. Nicht umsonst heißt ein Spruch „Wasser ist Leben!“
 
Insgesamt gesehen ist die Blue Economy auch wirtschaftlich ein riesiges Wachstumsfeld, auch wenn viele es noch nicht auf dem Radar haben. Trotzdem müssen wir es als Anleger im Blickfeld behalten.
 

The Blue Economy ist ein Konzept, ausgehend von dem Forschungsprojekt „Nature’s 100 Best“, das die Ökosysteme der Erde schützen und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen soll.

„Das globale Bruttoinlandsprodukt der blauen Wirtschaft wurde von der OECD im Jahr 2010 auf 1,5 Billionen Dollar geschätzt und soll bis 2030 auf 3 Billionen Dollar wachsen“, sagt Paul Buchwitz, Fondsmanager bei der DWS. Obwohl das Leben unter Wasser zu den 17 Zielen der UNO für eine nachhaltige Entwicklung gehört, wird es doch noch sehr wenig beachtet. Wir müssen feststellen, dass das Universum um unseren Erdball herum mehr Interesse bei den Menschen hervorruft, als die 71 Prozent des Lebenselixiers um die 29 Prozent der Landmasse, auf der wir leben.
 

Doch das dürfte sich höchstwahrscheinlich in nächster Zeit ändern. Rückenwind gibt es dabei von regulatorischer Seite und von der Politik. Drei vielversprechende Bereiche haben sich dabei herauskristallisiert. Erstens: Lösungen, die die Aquakultur nachhaltiger machen. Zweitens: das große Thema Dekarbonisierung des maritimen Transports und Drittens: die Vermeidung der Verschmutzung der Meere.

 

Wie wichtig die Ozeane für die Umwelt sind, zeigt folgende Zahl: Etwa 30 Prozent des von Menschenhand erzeugten CO2 wird von den Weltmeeren absorbiert. Dadurch verändert sich die chemische Zusammensetzung des Meerwassers grundlegend, so dass bedeutsame Ökosysteme wie Korallenriffe (bspw. das Great Barrier Reef in Australien, eine Touristenattraktion) aus dem Gleichgewicht geraten können.

Oder denken wir an den Plastikmüll in den Ozeanen, der dann über die Nahrungskette Fisch wieder in den menschlichen Organismus gelangt und dort sein Unwesen treiben kann.

Die Bewahrung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen, bei gleichzeitig verantwortungsbewusster Nutzung für eine nachhaltige Entwicklung, würde aber eine grundlegende Wende bedeuten. Obwohl die Meere für unseren Planeten lebensnotwendig sind, richten wir sie rücksichtslos mit Erderwärmung, Überfischung, Plastikmüll und Wasserverschmutzung zu Grunde, sagen die Experten.

Selbst wenn einige Staaten, die akut bedroht von den schmelzenden Polkappen sind, wie der Inselstaat der Seychellen, etwas unternehmen, um ihr von Überflutung bedrohtes Territorium zu schützen, mehr als 200 Seemeilen reicht der Einfluss nicht. Denn die Hohe See gilt im Völkerrecht als Allgemeingut.

Die Meeresverschmutzung durch die Dieselmotoren schädigt das Klima. Damit ist noch einmal der kleine Fischer gemeint, der mit seinem Kutter seinen Lebensunterhalt verdient. Wesentlich gefährlicher für die Weltmeere ist die Container- und Kreuzfahrtschifffahrt, die sicher noch eine Weile braucht, um auf die neuen Technologien umzurüsten (z.B. Wasserstofftechnologie).

Die Ozeane sollen aber auch noch, neben dem Fischangebot, unsere Ernährung in Zukunft sicherstellen. Meeresfrüchte (alle essbaren Tiere und Pflanzen aus dem Meer) und insbesondere zirkulierende Aquakultursysteme sind ein weiterer Bereich, in dem es viele Innovationen gibt, nicht zuletzt bei nachhaltigen Ernährungsweisen (Insekten, Algen und Bakterien).

Es gibt sehr viele Unternehmen, die auf dem Gebiet der blauen Ökonomie tätig sind, meistens ist es nicht der Hauptzweck ihrer Tätigkeit, sondern nur ein Teilaspekt.

Ihrem Autor fallen dazu unser NDAC- Depotwerte Linde, Symrise, RWE, Siemens Energy und die Kreuzfahrtunternehmen ein. Veolia wäre ein weiteres Unternehmen aus diesem Bereich, aber auch das bekannte Schweizer Logistik Unternehmen Kuehne & Nagel. Aber es gibt viele andere nicht ganz so bekannte Aktiengesellschaften an den Börsen, wie z.B. der milliardenschwere norwegische Mowi-Konzern, das weltgrößte Zuchtlachsunternehmen.

Wir sehen allein an den aufgeführten Beispielen, dass die Unternehmen der Blue Economy, die Blicke der Investoren schon aus anderen Gründen auf sich gezogen haben. Mit Unternehmen aus dem blauen Bereich lässt sich mit gutem Gewissen auch eine ordentliche Rendite erwirtschaften, wie wir schon an unseren NDAC–Werten feststellen konnten.

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