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Die Jahresendrallye fällt aus, oder?!

Die Märkte sind nervös. Der Dax bewegt sich, abgesehen von einzelnen Zuckungen nach oben, kontinuierlich in Richtung Süden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Aber es gibt durchaus Hoffnung, dass der Kurs doch noch in eine Rallye mündet.

Handelsstreit USA/China

Anfang Oktober hat US-Vizepräsident Mike Pence eine Rede gehalten. Inhalt waren die altbekannten Vorwürfe, China würde unfairen Wettbewerb im bilateralen Handel betreiben und hege geostrategische Ambitionen auf eine wichtigere, wenn nicht dominierende Rolle in der Weltpolitik.

Auf einem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) im November legte der Vizepräsident dann nach und lieferte sich einen offenen Schlagabtausch mit dem chinesischen Präsidenten Xi mit langen Listen von gegenseitigen Beschuldigungen, die in dieselbe Richtung zielten. Und da ein Asiate, allen voran der chinesische Präsident, nicht gern sein Gesicht verliert, war er natürlich nicht dazu angetan, den Handelsstreit zwischen beiden Supermächten zu entspannen. Präsident Trump hatte zwar vor vier Wochen noch vollmundig behauptet, eine Lösung sei möglich. Doch diese aktuellen Entwicklungen geben Anlass zu Zweifeln.

Auf der anderen Seite treffen Trump und Xi auf dem G20-Treffen am 30.11. und 1.12.2018 in Argentinien zusammen. Und da sollte es doch möglich sein, eine erste Übereinkunft zu erzielen, zumal es Trump die Gelegenheit gibt, sich zu einem großen Dealmaker aufzuschwingen und damit auch die zuletzt nicht mehr so intakte US-Konjunktur wieder anzukurbeln.

Zinserhöhung der FED – Kommt sie wirklich?

Soviel steht wohl fest: Im Dezember wird FED-Chef Jay Powell den Leitzins um ein Viertel Prozent anheben. Für 2019 hat er Erwartungen für drei weitere Zinsschritte geschürt, die zu einer Erhöhung von insgesamt 1 Prozent führen würden, wenn es bei dem bisherigen 0,25-Prozent-Rhythmus bleibt. Zu viel, sagen insbesondere Volkswirte, die die internationalen Finanzmärkte im Blick haben.

Es scheint, als würde Powell die Volkswirte und deren Bedenken langsam ernst nehmen. So ist er Mitte November im Rahmen einer Podiumsdiskussion von seiner dogmatischen Linie (1 + 3 Zinsschritte) abgerückt und formulierte besonnener, dass er sich natürlich stets die konjunkturelle Entwicklung sowie konjunkturelle Frühindikatoren anschaue. Auch beim FED-Chef sind also langsam die Signale vom Ende des ungebremsten Wachstums angekommen.

Brexit – Eine unendliche Geschichte

Wir wissen natürlich nicht, ob der 70. Geburtstag des britischen Thronfolgers Prinz Charles irgendeinen Einfluss auf das Theater in London im Ergebnis der Brexit-Verhandlungen hatte. Vermutlich aber nicht, denn eine so geschwächte Regierung Ihrer Majestät gab es selten in der Nachkriegszeit. Premierministerin Theresa May peitschte den erzielten Kompromiss durch ihr Kabinett und verlor in der Folge gleich zwei ihrer Minister, darunter den für den Brexit verantwortlichen. Auch wenn jetzt eine gesichtswahrende Unterstützung für May vonseiten der EU in Form einer 26 Seiten umfassenden gemeinsamen Erklärung veröffentlicht wurde, könnte es aber durchaus noch zum ungeregelten, harten Brexit kommen. Das Dokument enthält einige Änderungen, die Premierministerin May ihren Kritikern im Unterhaus daheim als Erfolg verkaufen kann. In der Irlandfrage heißt es nun, beide Seiten seien „fest entschlossen“, eine dauerhafte Lösung zu finden, die eine harte Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Landesteil Nordirland verhindert. Zuvor war lediglich von einer „Absicht“ die Rede. Auch bei künftigen Zoll-Arrangements sollen alle technologischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Ob sich damit aber die harten Brexitiers im Unterhaus besänftigen lassen, bleibt jedoch immer noch die große Schicksalsfrage des Vereinigten Königreiches, denn es ist nur eine Erklärung und damit nicht rechtsverbindlich.

Italiens Haushalt

Nun haben sie sich wieder höfliche Briefe geschrieben, die Regierung in Rom und die EU. Und was ist passiert? Nichts … So wird Italien wahrscheinlich als erstes Land der EU ein Defizitverfahren durchlaufen und eine Milliardenstrafe erhalten. Das Land bleibt trotzdem hart, denn erstens dauern Verfahren in der EU eine lange Zeit, sodass die dafür verantwortliche Regierung nicht mehr im Amt sein wird. Und zweitens gibt es für die dann amtierende Regierung auch wieder einen Grund, den Etat zu strapazieren. Welch Überraschung, denn auch diese Milliarden werden aus dem Haushalt beglichen.

Allerdings besteht jetzt die akute Gefahr, dass die Finanzmärkte nun endgültig zu ihrer Eurokrise mit Italien im Zentrum des Sturms kommen. Das Kapital flüchtet bereits aus Europa. In den USA gibt es ja, wie wir alle wissen, schon längere Zeit viel bessere Zinsen. Bisher will die Politik die Krise nicht wahrhaben. Und so ist zu befürchten, dass bei dem Sachverstand unserer Finanzpolitiker die Finanzmärkte uns überrollen.

Erdölpreis

In nur sechs Wochen ist der Ölpreis um 30 Prozent gesunken. Auch wenn die Verbraucher aktuell wegen der Probleme in der Binnenschifffahrt und des Ausfalls von Raffineriekapazitäten nichts bemerken, zeigt der Schmierstoffindikator der Weltwirtschaft deutlich nach unten. Natürlich sind hier sehr viele Spekulanten am Werk, die ja bekanntlich an beiden Tendenzen verdienen.

Fazit

Die Märkte sind in Folge der Negativentwicklungen eingebrochen. Eine nachhaltig positive Nachricht zu den oben aufgeführten Problemen kann jedoch die Trendwende an den Märkten herbeiführen und doch noch eine kleine Rallye auslösen. Aber Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern hat auch die gleiche Gültigkeit an den Börsen.

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