Aktien – Die beste Alternative für die Altersvorsorge

Viele legen die jährliche Renteninformation, die sie von ihrem Rentenversicherungsträger erhalten, sogleich beiseite – frei nach dem Motto: Ist ja noch so viel Zeit, und außerdem sind vorher noch diese und jene Dinge wichtiger. Um die private Altersvorsorge kann man sich auch später noch kümmern – diese Haltung ist speziell bei den Leuten verbreitet, die heute Anfang und Mitte Vierzig sind. Das fand eine Studie im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales heraus.

Warum gerade diese Generation?

Zwar ist die jüngere Generation jetzt zunehmend für die private Altersvorsorge sensibilisiert und offen für diese wichtige Investition in die Zukunft. Der Fachkräftemangel und daraus resultierend ein erhöhter Arbeitskräftebedarf sowie der demografische Wandel führten zudem zu einer hohen Erwerbsquote unter der Bevölkerung. Allerdings geht aus der Studie auch hervor, dass die Mittvierziger-Generation eben größtenteils keine Vollbeschäftigung bis zum Renteneintritt wird nachweisen können. Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Umschulungsmaßnahmen etc. haben häufig zu gebrochenen Erwerbsbiografien geführt. Viele kennen auch noch die „Generation Praktikum“, also unbezahlte oder nur mit einem Handgeld vergütete Arbeit, die bei den Arbeitslosen immer wieder Hoffnungen auf eine Festanstellung weckten.

Im Osten Deutschlands, aber nicht nur dort, trat diese Entwicklung verstärkt auf. Und speziell Frauen müssen heute mit der Tatsache leben, nicht die vollen Rentenansprüche zu erwerben, die eine gesetzliche Rente über dem Niveau der Grundsicherung garantieren.

So lange haben wir das Problem des demografischen Wandels und des damit verbundenen Rückgangs der Arbeitslosigkeit auch noch nicht. Daher zeigt die Studie ebenso, dass die Zunahme von Zeiten ohne Erwerbstätigkeit und geringfügiger Beschäftigung unter den Jüngeren besonders hervorsticht. So verdoppelte sich der Anteil unter ihnen gegenüber Älteren auf fast 10 Prozent.

Einesteils ist es gut, dass jeder zweite aus dieser Generation eine private Altersvorsorge abgeschlossen hat und damit versucht, die entstandene Rentenlücke wieder aufzufüllen. Aber andernteils gibt es nach wie vor 50 Prozent, die es eben nicht tun. An diese Menschen sei noch einmal der Appell gerichtet, verstärkte Anstrengungen zur Absicherung im Alter zu unternehmen.

Pensionskassen kommen in Schwierigkeiten

Dass die Niedrigzinsphase die Pensionskassen in Schwierigkeiten bringen würde, war leider abzusehen. Im Mai vergangenen Jahres ging die Aufsichtsbehörde Bafin mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit: Es zeichne sich ab, dass bei einem Anhalten der Niedrigzinsphase die Pensionskassen Mittel von Dritten benötigten, so Frank Grund, Leiter der Versicherungsaufsicht. Drei der 136 deutschen Pensionskassen hätten schon zum Jahresende 2017 die Kapitalanforderungen nicht mehr erfüllt. Ganz schlimm traf es die PK der Caritas. Sie darf seit Ende Oktober 2018 keine neuen Verträge mehr abschließen, bestehende erhöhen oder weitere Personen aufnehmen. Der vorgelegte Sanierungsplan wurde überdies als unzureichend abgelehnt. Das ist die härteste Form der Abstrafung durch die Aufseher. Ebenfalls nicht gut sieht es bei der Kölner Pensionskasse und der Deutschen Steuerberater-Versicherung, der Pensionskasse der steuerberatenden Berufe, aus. Aber auch andere Pensionskassen dürften noch in Schwierigkeiten kommen, schließlich ist ein Ende der Nullzinsphase noch nicht so bald in Sicht, und wenn, dann wird es nur gaaanz langsam nach oben gehen.

Pensionskassen sind jedoch gesetzlich verpflichtet, ihr Kapital in risikoarme Anlagen (Staatsanleihen, Termingelder etc.) anzulegen. Die Folgen solcher Anlagepolitik sind Leistungskürzungen, Beitragserhöhungen u. Ä. Denn nicht alle Kassen werden von so finanzstarken Unternehmen wie BASF gestützt. Der Konzern überwies an die hauseigene PK 317 Millionen Euro, um die finanzielle Schieflage auszugleichen.

Generell haben die 136 deutschen Pensionskassen zuletzt aber erkannt, dass sie etwas für ihre Kapitalausstattung tun müssen. Standen im Frühjahr 2018 noch 45 Unternehmen unter intensivierter Aufsicht der Bafin, so sind es jetzt nur noch 31 Kassen. Aber was die Zukunft bringt, weiß bei der aktuellen Lage an den Kapitalmärkten niemand.

Private Vorsorge

Deshalb ist es notwendig, privat etwas zu tun. Die Sparer sind dabei nicht an Auflagen gebunden und können demzufolge chancenreiche und renditeträchtige Anlagen und Fonds in ihr Vorsorgedepot aufnehmen und damit auch die Leistungskürzungen ausgleichen. Auch für die Mittvierziger-Generation, die früher nicht vorsorgen konnte, ist es jetzt die Chance, die Versorgungslücken zu schließen.

Wer nur 100 Euro monatlich in einen Aktiensparplan einzahlt und das 20 Jahre durchhält, der hat bei einer durchschnittlichen jährlichen Wertentwicklung von 5 Prozent immerhin ein Vorsorgekapital von über 44 000 Euro erwirtschaftet, und das bei eigenen Einzahlungen von nur 24 000 Euro. Aufpeppen lässt sich das Ganze zudem noch durch Einmalzahlungen z. B. aus dem Weihnachtsgeld, oder – und das ist gar nicht so selten in Zeiten des Fachkräftemangels – der Arbeitgeber gibt noch etwas dazu.

Fazit

Die Rente ist sicher, so Ex-Bundessozialminister Norbert Blüm in längst vergangener Zeit, nur muss man heute hinzufügen, die Höhe trotz langer Lebensarbeitszeit nicht. Nehmen Sie die Vorsorge also selbst in die Hand, und schließen Sie die Vorsorgelücke. Wir begleiten Sie mit unseren Fonds und weiterführenden Informationen gerne dabei.

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