Die Sehnsucht bleibt… (Teil 1)

Covid19 wird vergehen, aber die Sehnsucht der Menschen, in ferne Länder zu reisen, fremde Kulturen zu entdecken und unbeschwerte Urlaubstage zu erleben, wird wohl nie vergehen. Und am besten können die Urlauber entspannen, wenn sie unbeschwert über die Weltmeere schippern bzw. die großen Ströme auf unserem Planeten durchqueren. Und da in den letzten Jahren die Kreuzfahrten ihren elitären Nimbus verloren haben und erschwinglich für die Mehrheit der Bevölkerung weltweit wurden, stiegen die Fahrgastzahlen in den letzten Jahren kontinuierlich an. Allein im letzten Jahrzehnt stieg die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere von 17,8 Millionen im Jahre 2009 auf 30 Millionen Passagiere im Vorjahr an. Und es gibt keinen Grund warum nach Ende des weltweiten Lockdowns dieser Trend nicht wieder aufgenommen werden sollte. Übrigens, waren in der Vergangenheit die US-Amerikanern mit weitem Abstand am meisten auf den schwimmenden Städten unterwegs, gefolgt von Chinesen und den Deutschen.

Wir erwarten nach einem Einbruch bei den Zahlen für 2020 eine Wiederauferstehung dieses erholsamen Teils der christlichen Seefahrt und haben uns entsprechend positioniert.

Carnival

Die britisch-US-amerikanische Carnival Corporation & plc ist das größte Kreuzfahrtunternehmen der Welt und hat seinen Sitz in Miami/Florida. Über 100 Schiffe kreuzen unter den unterschiedlichsten Marken über die Weltmeere (AIDA Cruises, Carnival Cruises Line, Costa Crocere, Cunard Line, Holland-America Line, P&O Cruises, P&O Cruises Australia, Princess Cruises und Seabourn Cruise Line). 

Das Unternehmen ist an der Börse in New York unter Carnival Corporation gelistet, wir finden aber auch unter Carnival plc eine Notierung der Aktie an der Börse in London, also eine dual-listed Company.

Präsident und CEO Arnold Donald und Chairman Micky Arison konnten für 2019 hervorragende Zahlen vorlegen. Carnival Corporation erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 20,83 Milliarden US-Dollar, dabei wurde ein Jahresüberschuss von 2,99 Milliarden US Dollar ausgewiesen. Die Bilanzsumme betrug 45,06 Milliarden US Dollar, wobei die Eigenkapitalquote bei 56,29 Prozent lag.

Da das Unternehmen auch in Großbritannien eine Dependance besitzt, wurde die Dividende in Höhe von 1,57 GBP für 2019 ausgewiesen, eine Steigerung von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf die Talfahrt bedingt durch Covid19, die Aktie liegt an der Wall Street seit Jahresanfang 2020 mit 74,82 Prozent im Minus und weist auf der aktuellen Kursbasis eine Marktkapitalisierung in Höhe von 8,8 Mrd. US-Dollar (Stand: 30. März 2020) auf, hat das Unternehmen reagiert und stoppte die Dividendenzahlung und das Aktienrückkaufprogramm.

Die Maßnahmen zeigen Wirkung, denn in Euro gerechnet hat sich die Aktie immerhin vom 52-Wochen-Tief bei 7,00 Euro auf zuletzt 12,75 Euro erholt. Das ist immerhin noch weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch mit 48,44 Euro, aber noch ist das Corona-Virus nicht besiegt. Wir legen unseren Fokus auf 2021.

Royal Caribbean

Royal Caribbean Cruises Ltd. ist ein Kreuzfahrtunternehmen mit Sitz in Monrovia/ Liberia und operativer Hauptzentrale in Miami. Es wurde 1997 gegründet. Das Unternehmen ist das weltweit zweitgrößte Kreuzfahrtunternehmen. Es verfügt über die fünf Tochtergesellschaften Celebrity Cruises, Royal Caribbean International, Pullmantur (zu der auch die Fluggesellschaft Wamos Air gehört), Azamara Club Cruises und Silversea Cruises. Interessant ist auch eine weitere Beteiligung, das Unternehmen hält 50 Prozent der Anteile am deutschen Touristikunternehmen TUI Cruises.

Die Aktie wird an der Börse in New York und an der Börse in Oslo gehandelt und gehörte dort zeitweise zum OBX, dem wichtigsten Aktienindex Norwegens (vergleichbar unserem DAX 30).

Die Gruppe bietet mit einer Flotte von 50 Schiffen Kreuzfahrten zu 540 Reisezielen auf allen sieben Kontinenten an. Dabei wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die weltweit 85.400 Mitarbeiter Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 11,0 Milliarden Dollar umgesetzt. Der Konzern machte dabei unter dem Strich einen Gewinn von 1,88 Milliarden Dollar. Für das vergangene Jahr wird voraussichtlich, noch gibt es keine andere Information, eine Dividende von 2,92 Dollar ausgeschüttet.

Kein Wunder, das das Papier an den Börsen am 17. Januar 2020 mit einem Kurs von 135,22 Dollar die höchste Schlussnotierung der vergangenen zwölf Monate erreichte und damit am Allzeithoch mit 135,65 Dollar aus dem Jahre 2018 kratzte. Von solchen Ständen ist die Aktie aktuell auch in Euro weit entfernt. Der Kurs beträgt derzeit rund 35,00 Euro. Das zeigt aber auch die wieder gewachsene Zuversicht der Märkte in die Kreuzfahrtaktien, denn vom 52- Wochen-Tiefpunkt hat die Aktie sich damit schon wieder gut erholt, der lag bei 18,30 Euro im März 2020.

Auch hier liegen wir den Fokus auf 2021!

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