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Scale ist da – ein neues Börsensegment

Wenn kleinere und mittelständische Unternehmen an die Börse gehen wollen, geschieht dies meist an der Scale, am so genannten neuen Markt. Schon vor 20 Jahren wurde die Scale an der Frankfurter Börse eingerichtet. Für einen Börsengang müssen die klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) einige Voraussetzungen erfüllen, wie zum Beispiel seit mindestens zwei Jahren existent, einen Jahresumsatz von 10 Mio. Euro.

Das Ziel des neuen Börsensegments Scale, das gerade erst geschaffen wurde, ist es im Prinzip klein- und mittelständische Unternehmen am Kapitalmarkt anzusiedeln. Dies scheint jedoch schwieriger zu sein, als man meinen sollte. In den Jahren zwischen 1997 und 2003 kam es zu einigen Turbulenzen, an die heute keiner mehr erinnert werden möchte. Da lief wohl einiges schief. Jetzt soll mit Scale alles besser werden. Sowohl der Börsen-Vorstandsvorsitzende Kengeter als auch die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) sind voller Zuversicht und versprechen mehr Wohlstand und Arbeitsplätze.

Auch kleine Unternehmen am Kapitalmarkt

Bei Scale sind im Grunde genommen ungefähr 37 Aktiengesellschaften dotiert. Dazu gehört zum Beispiel die MIC AG, die einen Börsenwert von 14 Mio. € aufweist. Gewisse Unternehmen waren früher schon am Neuen Markt, zum Beispiel „Mensch und Maschine“ oder „Beta Systems“. Die Firma Grand City Properties, ein Immobilienunternehmen, ist ebenso mit von der Partie. Man ist nicht auf bestimmte Branchen fokussiert. Nicht alle Betriebe sind Start-up-Unternehmen, neue Firmen oder wachsen stark. Sie alle verbindet, dass sie die Zulassungsbedingungen erfüllen, sprich, dass sie ein Minimum von zehn Millionen Euro Umsatz haben, über einen Jahresüberschuss und ein positives Eigenkapital verfügen sowie zudem zumindest 20 Mitarbeiter beschäftigen. Es müssen im Übrigen nur drei der vier Punkte erfüllt werden. Dies war vorher beim Neuen Markt bei Weitem noch nicht gängige Praxis. Auch ist es wichtig, dass die Firmen bereits seit zwei Jahren existieren und weitere Standards erfüllen.

Erfahrungen für den neuen Markt

Das Anliegen der Börse ist es, mit dem neuen Segment den Fokus auf solche Unternehmen zu legen. Es wird im Wesentlichen in Zukunft einen Index geben. Die Firmen werden dafür allerdings stärker zur Kasse gebeten als vorher im Entry Standard: es geht um 5000 Euro pro Vierteljahr statt davor im Jahr und für den Eintritt einmalig je nach Größe 20 000 bis 89 000 Euro anstelle von 1500 €. Im Gegenzug finanziert die Börse allerdings auch die Analyse, die von Morningstar und Edison auf jeden Fall für alle dotierten Firmen gestellt werden muss.

Das Deutsche Aktieninstitut ist erfreut über die Arbeit von Scale, da es das langfristige Ziel ist, mehr Börsengänge zu generieren. In den USA ist der Wachstumsmotor Börse stark im Kommen und das soll auch hierzulande der Fall werden. Wünschenswert wäre es, wenn mehr Unternehmen an die Börse gehen würden. Schon vor eineinhalb Jahren wurde das Deutsche Börse Venture Network zu diesem Zweck ins Leben gerufen. So können noch nicht börsennotierte Firmen mit Investoren kooperieren und kommunizieren. Va-Q-Tec ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie dies vorbildlich funktioniert. Verständlich auch die Forderung, dass sich jeder sozialwissenschaftliche Unterricht mit derlei Vorgängen befassen sollte.

Dies ist jedenfalls die Meinung von Alfred Platow, der Vorstandsvorsitzender von Ökoworld AG ist, einer Fondgesellschaft mit rund 900 Mio. € Anlagesumme. Er zahlte in Hilden 770 000 € Gewerbesteuer. Er steht kurz davor bei Scale aufgenommen zu werden. Im Schulunterricht möchte er das Fach Steuern, Finanzen und Recht aufbauen und finanzieren. Über Scale äußert sich Platow nur positiv. Wer an dieser Börse dotiert ist, kann sich sicher sein, dass sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Auch die Bewertung durch neutrale Häuser wie Morningstar und Edison gefällt ihm, weil sie ein interessantes Konzept haben und zudem jede Menge Wissen über die Börse.

Weitere Neuerungen an den Frankfurter Börse

Es kommt insgesamt zu weiteren Neuerungen an der Börse in Frankfurt. Den Entry Standard für Aktien und das Mittelstandssegment der Deutschen Börse für Anleihen werden grundsätzlich eliminiert und wegfallen. Zum Neustart sind neun Anleihen von sieben Firmen dotiert. Das Analysehaus Scope sieht dies durchaus positiv, vor allem weil dadurch Vertrauen geschaffen wird. Auf diese Art und Weise sind hohe Ausfallquoten vermeidbar. Die Intention von Scale ist zukunfts- und richtungsweisend. Wahrscheinlich werden nun mehr institutionelle Anleger investieren. Die Beratungsgesellschaft Capmacron möchte noch mehr und geht einen Schritt weiter. Sie wollen, dass private und semi-institutionelle Anleger außen vor bleiben. Da gibt es noch Handlungsbedarf seitens der Börse. Den Beteiligten mangelt es leider insgesamt noch an Qualität, Kompetenz und Expertise.

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