Kutzers Zwischenruf: 

14.000 …15.000 … Reizen Sie mit dem Dax

Dem Mutigen gehört die Welt. Den alten Spruch kennt jeder. Nur: Stimmt der auch? Es gibt inzwischen Untersuchungen, die ihn bestätigen. Risikofreudige Menschen sind zufriedener als andere – unter anderem bei der Geldanlage. Momentan sind wir mitten in einer risikofreudigen Phase. Aktien erklimmen dank der anhaltend enormen Liquidität und der beginnenden weltwirtschaftlichen Erholung immer wieder neue Höchststände. Das setzt bisher vorsichtige institutionelle Investoren unter Druck, endlich wieder mitzumachen. Andererseits wollen die mutig Engagierten nicht aussteigen, denn sie haben keine überzeugende Antwort auf die Was-dann-Frage.
 
Das gilt längst nicht mehr nur für die Wall Street als Leitbörse, denn auch unser Dax entwickelt sich prächtig. So haben jetzt die professionellen Stimmungsanalysten an der Börse Frankfurt festgestellt: „Keine große Lust auf Gewinnmitnahmen“. Der Index steigt und steigt, die hiesigen Anleger ziehen nicht mit, ein paar holen ihre Gewinne heim. Insgesamt sieht Verhaltensforscher Joachim Goldberg kein schlechtes Umfeld für Optimisten.
 
Ich teile auch die Zuversicht von Martin Utschneider, Leiter Technische Analyse bei Donner & Reuschel. Für ihn wird das bisherige Allzeit-Hoch bei 14.561 Punkten nicht standhalten, als nächstes perspektivisches Ziel sieht er die Fibonacci-Projektion bei 14.981 Zählern. Dieses ist nahezu gleichbedeutend mit seinem Jahresziel für 2021 bei 15.000. Und das war auch bisher meine Projektion. Durch den jüngsten Aufwärtsschwung ist das charttechnische Bild überaus freundlich zu werten. Die Markttechnik zeugt ebenso noch von Luft nach oben. Von Überhitzung ist noch keine Spur zu erkennen, damit ist der Weg nach oben nun frei. Ich bezweifle allerdings, dass man die quasi-automatische Anschlussfrage heute schon seriös beantworten kann: Wenn 15.000 nicht der Gipfel sein wird, bis wohin wird der Dax dann steigen?
 
Den Mutigen wird es reizen, noch höher zu reizen – wie beim Skat. Trotzdem sollte man bei aller aktuell gerechtfertigten Euphorie niemals die Absicherung nach unten vergessen, schreibt mir der Chartist heute. Der „Black Swan“, das unerwartete Ereignis, kann unverhofft und plötzlich auftreten. Und wir haben ja noch Corona. Die jüngsten Infektionszahlen können einen schockieren. Dass Virologen jetzt vom Beginn der dritten Welle in Deutschland sprechen, ist Anlass genug, den wirtschaftlichen Optimismus in Frage zu stellen. Je nach Risikoempfinden sollten daher die Stopp-Marken gesetzt werden.
 
Langfristige Anleger unter Ihnen, liebe Leser, brauchen nicht auf den Dax zu reizen, denn sie werden mit dem Index reisen – über die Jahre hinweg immer weiter nach oben.

 

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