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Aktien bewerten – Methoden und Analysen

Wertschöpfungsanalyse

Die Wertschöpfungsanalyse ist eine Betrachtung des Unternehmens, bei der der Mehrwert berechnet wird, den ein Unternehmen durch die eigene Arbeit erzielt. Das ist vor allem für die Unternehmen von großer Bedeutung, deren Artikel nicht in kompletter Eigenproduktion hergestellt werden, sondern auf bestimmte Vorleistungen anderer Betriebe zurückgreifen. Die Wertschöpfung des Unternehmens ist dann der Wert des Produktionsausstoßes, abzüglich der nicht selber getätigten aber im Wert des Produktes integrierten Vorleistungen. Berechnet wird die Wertschöpfung also, indem man von dem Produktionswert die entsprechenden Vorleistungen anderer Unternehmen abzieht. Der Produktionswert besteht dabei aus den erzielten Erlösen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen sowie dem Wert der fertigen, aber noch nicht verkauften Artikel. Zudem werden dem Produktionswert Eigenleistungen des Unternehmens, wie zum Beispiel für die Entwicklung, sowie andere Erträge aus dem betrieblichen Umfeld zugerechnet. Die Vorleistungen bestehen hauptsächlich aus den Aufwendungen für das benötigte Material oder auch schon vorgefertigte Produkte, die im eigenen Betrieb nur noch weiterverarbeitet werden. Auch laufende Abschreibungen auf Maschinen oder anderes Anlagevermögen zählt zu den Vorleistungen. Letztendlich sorgt die Wertschöpfungsanalyse dafür, dass die wirkliche Leistungskraft des Unternehmens bewertet werden kann, ohne dass Fremdleistungen die Vergleichbarkeit erschweren oder verfälschen.

KGV

Das KGV ist das so genannte Kurs-Gewinn-Verhältnis. Bei dieser Kennzahl handelt es sich um eine Methode, mit der versucht wird, den Kurs der Aktie einer Firma in Relation zu dem Ergebnis pro Aktie zu setzen. Dadurch wird ermittelt, mit dem „Wievielfachen“ des Jahresgewinns eine Aktiengesellschaft an der Börse bewertet wird. Anders ausgedrückt sagt das KGV aus, wie viele Jahre ein Anleger die gekaufte Aktie halten muss, bis er sein investiertes Geld durch den Ertrag der Aktie zurückerhält. Bei einem KGV von 8,0 würde er zum Beispiel acht Jahre benötigen, um seine Investition wieder reinzuholen. Damit diese Kennzahl aber genauso funktioniert, gilt als wichtigste Voraussetzung, dass die Aktiengesellschaft den gesamten Jahresgewinn an die Aktionäre ausschüttet und über die in dem Beispiel genannten acht Jahre immer derselbe Gewinn erwirtschaftet wird. Obwohl das eine in der heutigen Wirtschaft sehr unrealistische Annahme ist, hat sich das KGV zu einer der populärsten Kennziffern entwickelt, um sich ein Bild vom Wert einer Aktie zu machen. Je niedriger das KGV ist, desto günstiger ist die Aktie.

KUV

Das KUV ist das so genannte Kurs-Umsatz-Verhältnis. Als Kennzahl aus der Fundamentalanalyse wird das KUV verwendet beziehungsweise errechnet, um den wahren Wert einer Firma ermitteln zu können. Diese Kennzahl ist vor allem von so genannten Value-Investoren von großer Bedeutung, wobei es wie bei so vielen Kennzahlen auch beim KUV der Fall ist, dass eine solche Kennzahl niemals alleine und losgelöst von anderen Bewertungen zu einer Entscheidung führen sollte. So kann ein ermitteltes KUV darauf hindeuten, dass eine Aktie unterbewertet ist, einen eindeutigen Beweis für eine solche Annahme stellt diese Zahl aber nicht dar. Das KUV zeigt die Umsätze des Unternehmens an, nicht aber die Profitabilität, weshalb andere zusätzliche Betrachtungen sehr wichtig sind. Bestehende Umsätze zeigen, dass eine Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen vorhanden und die Aussichten tendenziell positiv sind. Was das Unternehmen aus diesen Möglichkeiten und vor allem in Bezug auf eine Erhöhung des Gewinnes durch Rationalisierungen, Umstrukturierungen und auch Kostensenkungen macht, kann nur vermutet werden. Die Berechnung des KUV erfolgt dadurch, dass die aktuelle Marktkapitalisierung durch den Jahresumsatz dividiert wird. Die daraus entstehende Kennzahl ist daraufhin ein attraktiver Maßstab zum Vergleich zu den Wettbewerbern am Markt. Je geringer das KUV ist, desto günstiger ist die zu erwerbende Aktie. Da ein niedriges KUV aber auch auf ein wirtschaftlich nicht intaktes Unternehmen zurückzuführen sein kann, ist ebenfalls eine ganzheitliche Betrachtung eines Unternehmens wichtig, um sich anhand mehrerer Kennzahlen ein wahres Bild zu machen.

DuPont-Analyse

Die DuPont-Analyse geht auf das Jahr 1919 zurück und ist somit eines der weltweit ältesten Kennzahlensysteme. Damals wurde dieses System vom US-amerikanischen Chemieunternehmen Du Pont de Nemours & Co. Ins Leben gerufen, um anhand von Unternehmenszahlen eine Analyse der Bilanz und einer Steuerung des Unternehmens zu ermöglichen und zu optimieren. Das sich rein an monetären Zahlen orientierende Instrument wird noch heute in unterschiedlichen Varianten zur Kontrolle, Steuerung und Planung eingesetzt. Ein großer Vorteil dieser Analyse ist die Tatsache, dass das System vor allem davon lebt, dass es sich um ein geschlossenes Modell handelt, in dem die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten von Größen analysiert werden, die sich gegenseitig bedingen. Hier entsteht demnach nicht das Risiko, dass man lediglich einzelne Kennzahlen isoliert betrachtet, die dann für sich alleine ein nicht aussagekräftiges oder sogar inkonsistentes Bild abgeben. Die DuPont-Analyse bildet von ihrer Gestalt her eine Pyramide, bei der die mathematische Zerlegung der jeweils übergeordneten Größen eine übersichtliche Darstellung der Faktoren erzielt, die einen großen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens haben. Den Mittelpunkt der Analyse bildet der Return of Investment (RoI). Die DuPont-Analyse zielt also nicht auf die reine Gewinnmaximierung ab, sondern strebt nach der Optimierung des Ergebnisses pro Einheit des investierten Kapitals.

Segmentanalyse

Die Bewertung eines Unternehmens ist ein wichtiger Faktor, um sich ein optimales wirtschaftliches Bild von einer Firma machen zu können. Je größer ein Betrieb ist, desto schwieriger ist es allerdings, mit einer kompletten Bewertung herauszufinden, wo die einzelnen Stärken und Schwächen eines Unternehmens liegen. Es sind aber nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch schon kleinere Firmen, die sich in verschiedene Geschäftsbereiche aufgliedern, welche durchaus unterschiedlich erfolgreich und effektiv arbeiten können. Internationale Vorschriften zur Bilanzierung schreiben daher die so genannte Segmentanalyse vor. Hier werden die einzelnen Geschäftsbereiche in der Bewertung aufgegliedert oder es wird auch unterschieden zwischen der Versorgung von Privat- oder Firmenkunden. Auch die unterschiedlichen Zielregionen, wie grob zum Beispiel die Trennung von Inlands- und Auslandsgeschäft, werden teilweise einzeln betrachtet, um das Unternehmen möglichst optimal in Segmenten zu analysieren. Je detaillierter solche Analysen erfolgen, desto erfolgreicher kann man erkennen, wo das Unternehmen optimal arbeitet oder wo es Verbesserungsbedarf gibt. So kann man beispielsweise feststellen, ob man mehr Umsatz mit Geschäftskunden als mit privaten Interessenten hat, ob das Exportgeschäft mehr Erfolg hat als das inländische Geschäft und auch, welche Geschäftsbereiche nur einen Intersegmentumsatz erzielen, also quasi nur als Zulieferer des eigenen Unternehmens dienen, ohne selber durch Kundenkontakt Einnahmen zu erzielen. Durch die Segmentanalyse erhält man also einen detaillierten Blick auf die Arbeitsweisen, Abhängigkeiten und Erfolge der einzelnen Teile, wodurch Verbesserungen sehr viel gezielter vorgenommen werden können.

Residualwert

Der Residualwert ist ein wichtiger Teil im Rahmen der Unternehmensbewertung in Form der Methode der Discounted Cashflows (DCF). Hier werden die zukünftigen Geldflüsse in die Bewertung mit einbezogen, was sich als bessere Variante einer Bewertung herausgestellt hat als sich ausschließlich auf Werte der Vergangenheit zu beschränken. Bei der Betrachtung werden die Substanzwerte erfasst und durch die Sorgfaltsprüfung, die auch als Due Diligence bezeichnet wird, fließen auch eventuell zu erwartende Risiken mit in die Betrachtung ein. Bei dieser Methode geht man davon aus, dass das Unternehmen immer bestehen wird, weshalb die Posten der Bilanz mit so genannten Fortführungswerten erfasst werden. Wichtige Kennzahlen der Analyse sind die Free Cashflow (FCF), für die Geldzu- und -abflüsse von großer Bedeutung sind. Diese FCF werden für die Fortführung mehrere Jahre im Voraus fest geplant. Da der Zeitraum der festen Planung aber nicht so einfach ist, beschränkt man sich dabei auf einen Zeitraum von maximal sieben Jahren. Für die Zeit danach wird dann der Residualwert – auch als Fortführungswert oder ewige Rente bezeichnet – festgelegt. Der Residualwert wird anhand der Werte des letzten geplanten Jahres ermittelt und festgehalten und gilt daher auch als so genannte Näherungsgröße für das Unplanbare.Zinsstrukturkurve

Ohne Frage errechnet sich ein großer Teil der Rendite einer Anleihe aus dem Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt und dessen Entwicklung. Nicht weniger entscheidend ist aber auch die Bonität des Emittenten, die vor allem durch ein Rating zum Ausdruck gebracht wird, sowie durch das bestehende Angebot und die noch verbleibende Laufzeit der Wertpapiere. Zu dem letzten Punkt lässt sich sagen, dass bei längerer Restlaufzeit in der Regel mit einer höheren Rendite zu rechnen ist. Einen solchen Verlauf bilden die so genannten Zinsstrukturkurven ab, die für jeden Anleihetyp zur Verfügung stehen. Gerade in guten Phasen der Konjunktur kann es aber durchaus der Fall sein, dass bei einer längeren Anlage geringere Renditen zu erwarten sind, was zu einem umgekehrten bzw. inversen Verlauf der Zinsstrukturkurve führt. Hierbei spielt vor allem die Erwartung der Zinsentwicklung eine große Rolle. Die Erwartung steigender Zinsen empfiehlt die Anlage in kurzfristige Anleihen, glaubt man an ein demnächst noch geringeres Zinsniveau sind langfristige Rentenpapiere die bessere Wahl. Die Banken verwenden die Zinsstrukturkurven, um bei Neuemissionen die Konditionen marktgerecht festlegen oder bei laufenden Papieren den aktuellen Preis ermitteln zu können. Ein Blick auf die jeweiligen Zinsstrukturkurven hilft also bei der Ermittlung des Kurses einer Anleihe und bei der Entscheidung, welche Anleihe für eine Anlage empfehlenswert ist.

Mit Hilfe dieser und weiteren Analysen haben Sie die Möglichkeit; zumindest in der Theorie, die Aktien zu bewerten.

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