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Kommt der nächste Crash an den Börsen?

Vorweg gesagt: Wir sind keine Propheten. Wir können also nicht voraussagen, wie sich die Börse entwickeln wird. Aber wir beobachten die Märkte und ziehen daraus unsere Schlussfolgerungen:
Während sich in Deutschland die Börsen von ihren Höchstständen wohl verabschiedet haben, feiern die US-Börsen weiterhin neue Rekorde. Fast schon Vollbeschäftigung herrscht in den USA, die Leitzinsen steigen in rascher Folge. Die Situation gleicht beinahe ein wenig der auf der Titanic.

Denn die Alarmzeichen für eine neue Finanzkrise sind nicht zu übersehen. Das malen nicht nur Schwarzseher und Crashpropheten an die Wand. Nein, die neue Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel lässt wirklich keine Zweifel mehr am abrupten Drehen der Märkte aufkommen. Schließlich handelt es sich bei dieser im Jahr 1930 gegründeten Bank nicht um irgendeine Bank, die wieder einmal in die Schlagzeilen kommen will, sondern um ein diskret arbeitendes internationales Institut, das mit der Koordination und Bewältigung von Problemen der Geld- und Währungspolitik eine wichtige Funktion erfüllt.

Die Warnung der BIZ

Die drei Gründe, die die BIZ anführt, sind wirklich nicht von der Hand zu weisen und sollten auch bei Kleinanlegern die Alarmglocken läuten lassen. Überbewertete Märkte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, zu lockere Finanzierungsbedingungen und extrem hohe Schuldenstände in der Weltwirtschaft machen die Experten der BIZ verantwortlich für den nächsten Supercrash an den Finanzmärkten. Schauen wir uns dazu die Fakten an:

Weltweites Schuldenwachstum bei den Industrienationen

Global betrachtet sind die Schuldenstände höher als vor der letzten Finanzkrise 2008. Das belegen auch die Daten des McKinsey Global Institutes. So ist die Kreditaufnahme um 72 Billionen Dollar höher als noch vor 10 Jahren. Selbst unter Berücksichtigung der steigenden Wirtschaftsleistung der letzten Jahre ist eine größere Verschuldung zu verzeichnen.

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, ermahnte deshalb die USA als den größten Schuldenmacher der westlichen Welt, dass sie bei allem Respekt ihr Defizit reduzieren und es nicht weiter ausweiten sollten. Aber die USA stehen nicht allein am Schuldenpranger. Weil viele Länder Krisen mit Konjunkturpakten bekämpfen, wachsen die Schulden. Dazu kommt die fragwürdige Rettung maroder Banken mit Steuergeldern. Das führte in den letzten 10 Jahren von einer Krise der Privatwirtschaft zu einer öffentlichen Schuldenkrise wie beispielsweise in Griechenland, Spanien, Irland oder aktuell erst wieder in Italien.

Aber auch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sieht es nicht besser aus. In China sind die Staatsverbindlichkeiten innerhalb der letzten 10 Jahre um das Fünffache auf 30 Billionen Dollar gestiegen.

Die Zeiten des billigen Geldes nutzen auch viele Unternehmen zum Aufbau eines Berges von Verbindlichkeiten, indem sie Kredite für Anleihen aufnehmen. Der IWF geht davon aus, dass ein Großteil dieser Summe in riskante Unternehmungen fließt und die Stabilität des Finanzsystems gefährdet. Die aktuellen Auswirkungen sehen wir in der Türkei mit dem Verfall der Lira. Aber die Gefahr, dass die dortige Krise zum Auslöser einer weltweiten Finanzkrise wird, schätzen nicht nur wir vom NDAC nach wie vor als gering ein.

Überbewertete Märkte

Ein Blick an die Wall Street zeigt, dass sich die großen Börsenbarometer seit Monaten nach oben bewegen – und das trotz der ökonomischen Perspektiven mit einer laufenden Zinswende im Dollarraum, der Währungsschwierigkeiten einiger Schwellenländer und der wachsenden protektionistischen Hürden im Welthandel, ausgelöst und verschärft durch den amerikanischen Präsidenten.

Auch wenn die EU und der deutsche Markt noch nicht so stark davon betroffen sind, sind die Auswirkungen durch die Unsicherheit über die Zukunft der Konjunktur jedoch bereits zu spüren. Während Forscher des ifo Instituts in der Vergangenheit noch mit Zuwächsen von 2,6 Prozent für das kommende Jahr gerechnet hatten, schraubten sie im Frühjahrsgutachten die Konjunkturerwartungen wieder auf 1,8 Prozent herunter. Im neuen Herbstgutachten werden sogar nur noch 1,7 Prozent für 2018 und minimal erhöhte 1,9 Prozent für 2019 erwartet. Noch tiefer würde es wohl gehen, wenn die angekündigten Trump?schen Strafzölle auf Autos wirklich kommen würden.

Lockere Finanzbedingungen

Während die US-Notenbank die Zinswende auch gegen den erklärten Willen des Weißen Hauses eingeleitet hat, herrscht in Europa immer noch die Nullzinspolitik der EZB. Damit werden die internationalen Kapitalströme zunehmend in die USA gelenkt.

Aber bald sollte Schluss sein mit der Nullzinspolitik in Europa. Marktliquidität und eine stabile Wirtschaft wurden nicht nur auf Kosten der Millionen Zinssparer erkauft, sondern auch durch das Ansteigen der Vermögenswerte. Das bezieht sich insbesondere auf Aktien, Anleihen und Immobilien. Wenn jetzt die Liquidität zurückgeführt wird, wird so manche Blase auch bei uns platzen.

Fazit

Wir wissen wirklich nicht, wann und wo es zum nächsten Crash mit einer sich anschließenden Krise kommt. Fakt ist aber, dass die EZB dann wohl als Retter ausfallen wird. Stattdessen müssen dann schmerzhafte Reformen angepackt werden, die in den letzten 10 Jahren von der Politik wissentlich verschlafen wurden.

Für Aktiensparer empfehlen wir weiterhin die Sicherheit eines gemanagten international aufgestellten Fonds, da die Chancen, die Folgen eines Crashs abzufedern, aufgrund der breiten Streuung des Anlagekapitals so höher sind als mittels eines Einzelinvestments.