Was sind Rentenfonds

Rentenfonds sind Investmentfonds, die in Rentenpapiere anlegen. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, sich mit einem Kauf von Fondsanteilen an diesen Rentenpapieren zu beteiligen.Rentenfonds investieren nur in Rentenpapiere. Hierunter fallen sämtliche festverzinslichen Wertpapiere eines Marktes wie Bundesanleihen, Staatsanleihen ausländischer Staaten und Unternehmensanleihen unterschiedlicher Risikoklassen. Diese Papiere kennzeichnen sich dadurch, dass sie regelmäßig einen fixen Zins zahlen, der auch Kupon genannt wird. Investoren erhalten damit eine Zinssicherheit, denn sie können die Zinserträge dieser Papiere für die gesamte Laufzeit planen. Als Pendant dazu läuft die Verzinsung variabel verzinslicher Wertpapiere in Abhängigkeit eines veränderlichen Marktzinses. Verändert sich dieser Marktzins, verändert sich auch die Verzinsung des variablen Wertpapiers.

Die unterschiedlichen Risikoklassen der Wertpapiere eines Rentenfonds lassen sich über das Rating feststellen. Ein Rating stellt eine Risikobewertung durch professionelle Ratingagenturen dar. Die bekanntesten Rating Agenturen sind Moody’s, S&P und Fitch. Sie bewerten die Bonität der Wertpapieremittenten und geben damit Aufschluss über die Kreditausfallrisiken der Wertpapiere.

Merkmale eines Rentenfonds

Die Emittenten von Rentenfonds sind Investmentgesellschaften, auch Kapitalanlagegesellschaften (KAG) genannt. Sie bieten Investoren die Möglichkeit, sich an ihren Rentenfonds anteilig zu beteiligen. Im Gegensatz zu einer Direktinvestition legen Investoren nicht nur in ein Rentenpapier an, sondern in ein ganzes Bündel an festverzinslichen Wertpapieren. Professionelle Fondsmanager übernehmen für die Investoren die Auswahl geeigneter und erfolgversprechender Wertpapiere. Da sich viele Anleger an einen Fonds beteiligen, stehen den Fondsmanagern hohe Investitionsvolumen zur Verfügung. Dies macht es ihnen möglich, in verschiedene Papiere unterschiedlicher Emittenten und Risikoklassen zu investieren und die Risiken der Gesamtanlage zu senken. Diese Risikominderung wird als Diversifikationseffekt bezeichnet. Dieser Effekt besagt, dass bei einer gelungenen Mischung von Wertpapieren in einem Portfolio, die einen Papiere die Risiken der Anderen aufwiegen. Fondsanlagen ermöglichen daher eine diversifizierte Geldanlage mit geringem finanziellem Einsatz.

Das Fondsvermögen ist nach dem Investmentgesetzt geschützt und als solches ein gesichertes Sondervermögen. Das bedeutet, dass die Vermögensverwaltung die Fonds getrennt von ihrem sonstigen Vermögen verwalten. Auch im Fall eines Konkurses gilt diese Sicherheit, sodass sich ein treuhänderischer Schutz für den Anleger ergibt. Weitere bekannte Fondsarten sind Aktienfonds, Mischfonds (investieren in verschiedene Anlageformen) sowie Immobilienfonds. Fondsgesellschaften geben Rentenfonds als Publikumsfonds und als Spezialfonds aus. Publikumsfonds stehen allen Investoren zur Anlage offen. Spezialfonds sind für einen ausgewählten, meist institutionellen, Investorenkreis gedacht.

Chancen und Risiken von Rentenfonds

Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere sind, je nach Ausgestaltung der Anlagerichtlinien eines Fonds, sichere oder riskante Anlagen. Investieren Rentenfonds vorrangig in hochverzinsliche Wertpapiere besteht ein höheres Risiko, denn das Emittenten Risiko liegt bei hochverzinslichen Wertpapieren entsprechend hoch. Es gilt, je risikoreicher ein Wertpapier ist, desto höher ist die Verzinsung, die als Risikoprämie gezahlt wird. Ein Rentenfonds, der vorrangig in deutsche Staatspapiere und lediglich als Beimischung in einige höher verzinste Papiere investiert, stellt eine weniger riskante Anlage dar. Der Diversifikationseffekt ermöglicht Fondsmanagern die Risikoverteilung auf mehrere Wertpapiere. Sie können daher auch einzelne höher verzinste Papiere mit in den Fonds aufnehmen, ohne das Gesamtrisiko des Fonds stark zu erhöhen. Das Risiko, dass die Fondsgesellschaft zahlungsunfähig wird (Emittenten Risiko), ist bei Fonds grundsätzlich ausgeschlossen. Wie die Risiken des Fonds genau gestaltet sind, beschreiben Fondsgesellschaften in ihren Anlagebedingungen. Ein höheres Liquiditätsrisiko entsteht Besitzern von Fondsanteilen in Krisenzeiten. Fordern viele Investoren gleichzeitig die Rückgabe ihrer Anteile, führt dies zwangsläufig zu Liquiditätsengpässen im Fonds. Eine Auszahlung ist nur mit hohen Fondswertverlusten möglich, da das Management erst die Fondswertpapiere abstoßen muss. Dieses Liquiditätsrisiko gilt für alle Arten von Investmentfonds.

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