Aktienclub zu Besuch bei der H&R WASAG AG

Der Aktienclub bei bei H&R WASAG AG in Hamburg

Seit jeher gehören zum NDACaktiv-Programm unter anderem Besichtigungen sowie Besuche von namhaften Firmen und Konzernen. Die können, sie müssen aber nicht zwangsläufig dem Portfolio des Niedersächsischen Aktienclubs angehören. Ideengeber für solche Besichtigungsfahrten, für Stammtische oder für die bundesweite Präsenz auf Börsentagen sind zum einen die NDAC-Geschäftsführung mit Torsten Arends an der Spitze, und zum anderen die Clubmitglieder selbst. So ergeben sich jährlich oftmals mehrere Unternehmungen. Eine davon war die Tagesfahrt am Montag, 13. September 2010 in die Freie und Hansestadt Hamburg. Dort warteten auf die Clubmitglieder zwei Ziele, und zwar die

  • H&R WASAG AG
  • Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY BGB-Stiftung

Zwischen den beiden Terminen bei WASAG am Vormittag und bei DESY am Nachmittag war eine ausreichend lange Mittagspause eingeplant. Das Programm stand ganz im Zeichen von Wissenschaft & Forschung. Zusammen mit der insgesamt dreistündigen Hin-/Rückfahrt im bequemen Reisebus von Uelzen nach Hamburg und zurück zeigte sich erneut, dass solche „Themenfahrten“ auf eine besonders positive Resonanz stoßen. Naturgemäß sind die Interessen der Clubmitglieder recht unterschiedlich. Bei einer gekonnten Themenauswahl kommt kurz über lang jeder auf seine Kosten. Dieses Mal waren eher die Techniker und Naturwissenschaftler an der Reihe.

Die WASAG

wie das Unternehmen kurz und griffig genannt wird, ist ein Unternehmen der Spezialchemie. Hier in Hamburg betreibt die WASAG eine Spezial-Raffinerie. Im Mai 2001 wurde die damalige WASAG Chemie AG zu dem neuen Unternehmen H&R WASAG verschmolzen. H&R steht für Hansen & Rosenthal. Die Firmengründung von Heinrich Hansen und Emil Rosenthal in Hamburg datiert zurück in das Jahresende 1919. Ein knappes Jahrhundert später ist die H&R-Gruppe ein weltweites Unternehmen mit Produkten wie Weißölen, Paraffinen, Grundölen oder Weichmachern. Die Betreuung der NDAC-Reisegruppe übernahm Christian Pokropp von WASAG.

Im Mittelpunkt des mehrstündigen Firmenbesuches stand die neuste Investition von WASAG; eine PDA, Propanentasphaltierungsanlage mit einem Investitionsvolumen von 55 Mio. Euro. Zu einem besonderen Erlebnis wurde der Firmenbesuch auch dadurch, dass im Anschluss an die Betriebsführung die PDA selbst besichtigt werden konnte. Aus Sicherheitsgründen war dazu eine Fahrt im geschlossenen Bus über das gesamte WASAG-Raffinerie-Gelände im Hamburger Hafen notwendig. Wer hat schon die Gelegenheit, eine Raffinerie hautnah zu erleben und Informationen aus erster Hand zu bekommen. Hamburg ist neben Salzbergen und Coburg einer der bundesweit drei H&R-Standorte. In Coburg ist der Geschäftsbereich Kunststoffe angesiedelt, in Hamburg und Salzbergen die Bereiche Chemie, Pharmazie sowie Rohstoffe. Der Firmensitz von WASAG ist in der Kleinstadt Coswig in Sachsen-Anhalt.

Die DESY-Stiftung

ist ein international renommiertes Forschungszentrum mit zwei Standorten in Hamburg und in brandenburgischen Zeuthen. Die drei DESY-Forschungsschwerpunkte sind Teilchenbeschleunigungen, Teilchenphysik und Photonen. DESY wird als nationales Forschungszentrum öffentlich gefördert. Als eins von etwa zwei Dutzend Mitgliedern der HGF, Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. mit Sitz in Bonn ist DESY seit Jahren fest in die HGF-Programmstruktur zur Forschungsförderung eingebunden. Markus Ilchen führte durch das mehrstündige Programm. In seinem Einführungsvortrag gelang es ihm, die den meisten Clubmitgliedern recht fremde Materie anschaulich und unterhaltsam vorzustellen. Im weitesten Sinne wird nach Antworten auf Fragen zum Ursprung und zur Beschaffenheit des Universums gesucht. Nach dieser Theorie folgte die Praxis als Erlebnisführung durch die allen Besuchern fremde Welt der Teilchenphysik mit Forschungsanlagen bis hin zum unterirdischen Beschleunigungskanal. Wenngleich das einzelne Clubmitglied in seinem Alltag mit dieser Forschung gar nicht in Berührung kommt, so war der Blick auf die Entwicklung von Beschleunigern und Detektoren für die Forschung mit Photonen und die Teilchenphysik überaus spannend.DESY wurde im Jahr 1959 gegründet, beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter und betreut jährlich mehrere Tausend Gastforscher aus über drei Dutzend Nationen. Der Jahresetat von rund 200 Mio. Euro wird zu 90 Prozent aus Bundesmitteln finanziert; die verbleibenden 10 Prozent übernehmen die Bundesländer Hamburg und Brandenburg.

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