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Der Clubfonds-Ticker
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Anne Schreiber: Angestellte, durchschnittliches Gehalt, extrem reich

Anne Schreiber: Angestellte, durchschnittliches Gehalt, extrem reich

Im Jahr 1995, zur Adventszeit, öffnete der Präsident der privaten Yeshiva Universität in New York einen Brief, der ihm gerade von dem ihm gegenüber sitzenden Anwalt Ben Clark überreicht worden war und traute seinen Augen kaum. Der Inhalt: ein Portfolio im Wert von über 22 Millionen US-Dollar mit jährlichen Dividendenzahlungen in Höhe von circa 750 000 US-Dollar, der Universität gestiftet von einer gewissen Anne Schreiber. Verwirrt schaute er den Anwalt an und fragte: „Anne Schreiber? Wer ist das? Ich habe noch nie von ihr gehört!“ Ben Clark lächelte und antwortete, Frau Schreiber sei eine pensionierte Durchschnittsangestellte bei der Steuerbehörde gewesen. „Aber“, stammelte der Universitätsleiter, „wie kann eine Angestellte denn in der Lage sein, eine dermaßen großzügige Spende zu tätigen?“ Der Anwalt erwiderte: „Wenn Sie ein paar Minuten Zeit haben, kann ich Ihnen gerne die Lebensgeschichte dieser Dame erzählen.“

Als Steuerbeamtin wurde Anne Schreiber klar: Das große Geld wird mit Aktien verdient

Die Millionärin Anne Schreiber hat ihren Reichtum weder geerbt noch beim Glücksspiel oder in der Lotterie gewonnen. Geboren wurde sie 1893 in Brooklyn, New York. Anfangs ging es der Familie gut, denn ihr Vater besaß mehrere Häuser. Als diese jedoch plötzlich an Wert verloren, verlor auch er seinen Lebensmut und starb bald darauf. Die Mutter brachte die Familie durch, indem sie die Immobilien nach und nach verkaufte. Am Ende war kein Vermögen mehr vorhanden. Anne Schreiber musste daher früh selbst Geld verdienen. Sie besuchte eine Sekretärinnenschule und ergatterte einen Job als Buchhalterin. Später schaffte sie es sogar noch auf eine Law School. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich bereits auch eine Anstellung als Steuerbeamtin bei der amerikanischen Steuerbehörde gesichert und blieb dort für 23 Jahre. Im Alter von 50 Jahren ließ sie sich trotz einer nur spärlichen Pension und Ersparnissen in Höhe von 5000 US-Dollar in den Ruhestand versetzen. Die vielen Jahre, die sie mit der Prüfung von Steuererklärungen verbracht hatte, hatten sie nämlich eine wichtige Sache gelehrt: Aktien machen reich. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte sie ihre Vermögensaufbaustrategie: Dividendentitel kaufen, halten und die ausgezahlte Dividende reinvestieren. Sie verkaufte nie, auch nicht bei Marktkrisen oder Börsencrashs. Auch verfolgte sie weder täglich die Kurse noch war sie auf einen schnellen Gewinn aus. Stattdessen fand sie bei ihrem langjährigen Anlageberater von Merrill Lynch für ihren wertorientierten Ansatz zum Vermögensaufbau nach Art von Warren Buffett freundschaftliche Unterstützung.

Anne Schreibers Gehalt war niedrig: Als Ausgleich beschloss sie, mit Aktien reich zu werden

Fleißig wie sie war, verhalf sie ihrem Arbeitgeber zu höheren Steuereinnahmen. Trotzdem wurde sie bei Beförderungen in der Steuerbehörde regelmäßig übergangen. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1944 verdiente sie nie mehr als 4000 US-Dollar im Jahr. Bereits während ihrer Berufstätigkeit begann sie deshalb, in Aktien zu investieren. Dadurch konnte sie bereits zu Beginn ihres Vorruhestandes ihre Pension durch jährliche Dividendenzahlungen in Höhe von 900 US-Dollar aufstocken. Mit der Pensionierung startete sie als Investorin dann voll durch: Sie lernte, Bilanzen zu lesen, beschäftigte sich mit Unternehmensphilosophien und Produktqualität. Sie investierte nur in wertvolle Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen. Was sie damals aber noch nicht wusste: Sie sollte für ihre Investitionstätigkeiten noch 50 Jahre Zeit haben, denn sie wurde 101 Jahre alt. In dieser Zeit kaufte sie über 100 verschiedene Aktien großer Industrieunternehmen, sogenannte Bluechips. Ihr Portfolio enthielt unter anderem Coca-Cola, Schering-Plough und Paramount.

Aus 5000 US-Dollar wurden 22 Millionen für die Verwirklichung ihres Lebenstraums

Sie behielt ihren bescheidenen Lebensstil bei und wohnte in einer kleinen Mietwohnung in der 56. Straße im Westen New Yorks. Doch am Ende ihres Lebens verwirklichte sie ihren großen Traum: intelligente junge Frauen aus finanziell schwächer gestellten Elternhäusern akademisch zu fördern. Mit ihrem Vermögen wurde gemäß ihrem Wunsch das noch heute existierende Anne-Schreiber-Stipendien- und Darlehensprogramm am Stern College for Women sowie am Albert Einstein College of Medicine, beide der in ihrem Wohnviertel gelegenen Yeshiva Universität zugehörig, etabliert. In einem handgeschriebenen Brief an die Universität beschrieb sie ihre Beweggründe: Sie selbst habe sich zeitlebens benachteiligt gefühlt, anfangs als vaterloses, mittelloses jüdisches Mädchen und später als alleinstehende berufstätige Frau. Anne Schreiber, die Kinderlose aus ärmlichen Verhältnissen, ermöglichte durch ihre Vermögensstrategie so unzähligen jungen Mädchen den Zugang zu akademischer Bildung und damit die Chance auf Ausübung eines hoch qualifizierten Berufs sowie eine finanziell lohnende Karriere – all das, was ihr im Leben verwehrt geblieben ist.

Einzelaktien oder Aktienfonds

Einzelaktien oder Aktienfonds – Was ist besser für den Vermögensaufbau?

Einige Fakten vorab: 10,5 Prozent vom Einkommen werden aktuell gespart. Das ist so viel wie zuletzt im Jahr 2008. Seither ist es immer weniger geworden. Also sparen die Bundesbürger wieder mehr – und das ist grundsätzlich eine gute Nachricht. Denn die private Altersvorsorge wird immer wichtiger, wie wir alle wissen. Die Regierung ist jetzt schon kaum noch in der Lage, trotz des vorgestellten Rentenkonzepts vom zuständigen Bundessozialminister Hubertus Heil das derzeitige Niveau der Rente bis zum Jahr 2025 zu halten.Aber die Deutschen sparen falsch und verschenken somit im großen Maßstab Geld. Nach einer Analyse der DZ-Bank werden es in diesem Jahr wohl 40 Milliarden Euro sein. Der Grund: Die Sparquote vom verfügbaren Einkommen ist wieder gestiegen und wird über 40 Prozent erreichen. Gleichzeitig sind die Zinsen extrem niedrig (Nullzinspolitik), und es wird falsch angelegt (inflationsgefährdet). 40 Milliarden Euro bei knapp 40 Millionen Haushalten – das sind mehr als 1000 Euro pro Haushalt für den Wind.

Investieren statt sparen?

Wir haben in Deutschland ca. 10 Millionen Aktionäre. 3 Millionen Aktionäre davon sind direkt an Unternehmen beteiligt, das heißt sie haben direkte Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien erworben. Ungefähr 5 Millionen Aktionäre haben ihr Geld in Fonds wie z. B. den Aktienfonds des NDAC investiert. Und wiederum 2 Millionen Aktionäre besitzen beides, direkte Einzelbeteiligungen an Unternehmen und indirekte Beteiligungen über Aktienfonds. Und die meisten können sich statistisch gesehen über die letzten Jahre durchschnittlich über 5 bis 10 Prozent und mehr Zuwachs ihres Kapitals freuen – ein eindeutiges Zeichen für die Richtigkeit der These „Investieren statt sparen“.

Aktien oder Aktienfonds, das ist hier die Frage!

Vorausgeschickt sei Folgendes: Es geht hier nicht um die Hamlet?sche Frage vom Sein oder Nichtsein. Denn ein Aktienpaket, egal in welcher Höhe und egal ob als Einmaleinlage oder Sparplan, sollte so oder so nur vom verfügbaren freien Einkommen erworben und nicht auf Kredit finanziert werden. Im Gegensatz zu Versicherungen ist ein Aussetzen der regelmäßigen Einzahlungen mit keinerlei Problemen verbunden.

5 Millionen Inhaber eines oder mehrerer Aktienfonds sind der beste Beweis dafür, dass die Fondslösung der geeignetste Weg für eine Altersvorsorge ist. Der legendäre Investor Warren Buffett meinte einmal, dass z. B. der geduldige Käufer eines breit streuenden ETF wohl 90 Prozent der Mitbewerber übertrumpfe, wenn diese versuchen, mit Einzelaktien den Markt zu schlagen.

Dabei ist die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten auf dem Gebiet noch das geringste Problem. Schwerwiegender sind z. B., die Gewinne zu früh mitzunehmen oder Verluste nicht rechtzeitig zu realisieren und damit immer weiter in die roten Zahlen abzurutschen. Wir haben darüber schon berichtet, ebenso über eine breite Streuung und das nicht nur regional und national, sondern auch international. Gerade das Setzen auf vermeintlich sicherere Aktien aus der Vergangenheit, die sogenannten Witwen- und Waisen-Papiere, wie z. B. EON, RWE, Deutsche Bank etc. es einmal waren, haben den Kleinaktionären eine Menge Verluste beschert, die sie wahrscheinlich nicht mehr so schnell in Gewinne umwandeln werden können.

Auch Fondsmanager machen Fehler, sie sind auch nur Menschen. Bei dem einem sind es die Goldminen, bei dem anderen war es der Neue Markt und bei einem weiteren wieder etwas anderes. Aber Fondsmanager lernen schneller aus ihren Fehlern, weil sie erstens hauptberuflich damit beschäftigt sind und zweitens weil sie über umfangreiche Möglichkeiten im Research verfügen. Das kann ein Kleinanleger mit Aktien nur ganz selten erreichen. Auch hierzu ein Beispiel: Rund 70 Prozent ihres Geldes haben einheimische Aktionäre in deutschen Aktien angelegt. Es kam, wie es kommen musste: Von allen deutschen Aktien, die vor 15 Jahren an den Märkten gehandelt wurden, haben rund ein Drittel aller Papiere überhaupt keinen Ertrag gebracht. Im Hinblick auf die Altersvorsorge ein Desaster durch die Depotkosten, die Spesen für den Ankauf der Papiere, die ausbleibenden Dividende und fehlenden Kursgewinne.

Wer ein solides finanzielles Fundament besitzt, starke Nerven und Börsenwissen kombiniert und noch Geld übrig hat, der kann natürlich trotzdem den Kauf von Einzelaktien wie viele andere Kleinanleger in Erwägung ziehen. Es macht auch sehr viel Spaß, dem Geld beim Arbeiten zuzusehen und am Ende damit erfolgreich zu sein.Wir haben schon mehrfach über Beteiligungsgesellschaften geschrieben wie z. B. Berkshire Hathaway und BB Biotech. Die beiden erfolgreichen fondsähnlichen Aktien sind auch in unserem Portfolio vertreten und bieten mit ihrer breiten Aufstellung auch einen Einstieg für Anleger, die es mit Einzelinvestments probieren möchten.

Fazit

Wir denken, dass die Schlussfolgerung jetzt etwas leichter fällt, wie Anleger ihr Kapital investieren sollten. Ein Fonds ist die bessere Lösung, z. B. mit einem Investment in unseren Aktienfonds.weitere Flüstereien

Nebenwerte als Sicherheitsgarantie in stürmischen Zeiten

Nebenwerte als Sicherheitsgarantie in stürmischen Zeiten

Die Zeiten an den Aktienmärkten werden langsam ungemütlich. Die Bluechips drohen zu schwächeln oder haben bereits Schwierigkeiten. Der DAX als der Bluechip-Index ist von seinen Höchstständen weit entfernt.

Aber auch andere Indizes im europäischen Bluechip-Bereich sind angeschlagen. Alles keine besonders guten Aussichten, denn die meisten deutschen und europäischen Aktienanleger und Fonds setzen gerne und fast ausschließlich auf Großunternehmen und wollen damit eine gewisse Stabilität und Sicherheit im Depot erreichen.

Die zweite und die dritte Reihe

Die zweite Reihe an der Börse wird durch den MDAX repräsentiert. Der MDAX (Mid-Cap-DAX) ist ein deutscher Aktienindex. Er spiegelt die Entwicklung der 50 größten Unternehmen der klassischen Branchen wider, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz auf die DAX-Unternehmen folgen.

Der MDAX ist ein Performance-Index, der seit dem 19.1.1996 an den Börsen gelistet wird. Im Zuge einer Neugestaltung ihrer Indizes reduzierte die Deutsche Börse den zweitwichtigsten deutschen Aktienindex zum 24.3.2003 von 70 auf 50 Werte. Zum 24.9.2018 wurde dann wieder auf 60 Werte erweitert. Dies steht im Zusammenhang mit der Aufnahme einiger bisher im TecDAX geführten Unternehmen.

Ein weiterer Index aus der DAX-Familie ist der SDax. Er stellt den Auswahlindex für 50 kleinere Unternehmen, sogenannte Small Caps, dar. Sie folgen den im MDAX enthaltenen Werten hinsichtlich Umsatz und Marktkapitalisierung. Ihn gibt es seit dem 21.6.1999.
Weitere Ausführungen zu den Indizes finden unsere Leser in einem früheren Beitrag: Die Änderungen in der Familie Dax.
Natürlich gibt es auch auf europäischer Ebene diese zwei Nebenwerte-Indizes.
Nebenwerte sind deutlich robuster

In 13 der vergangenen 18 Jahre schlugen europäische Nebenwerte die Standardwerte in Sachen Performance. Im Boxen würde es heißen: klarer Sieger nach Punkten für die Aktien von kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

Was auf europäischer Ebene gilt, finden wir in Deutschland nicht anders vor. Unsere Leser müssen sich nur einmal einen Vergleichschart zwischen dem DAX und dem MDAX oder dem SDAX anschauen. Dabei werden sie feststellen, dass die beiden kleineren Indizes den DAX in einem Mehrjahresvergleich deutlich hinter sich lassen.
Worin liegt die Ursache für das gute und stabile Abschneiden der Nebenwerte?

Kleine und mittelgroße Unternehmen wachsen regelmäßig stärker als Großkonzerne und bilden damit in der Konsequenz auch die Grundlage dafür, dass die Aktienkurse der kleinen und mittelgroßen Unternehmen stärker ansteigen.

Sehr viele kleine und mittelgroße Unternehmen stellen einerseits Zulieferprodukte für die DAX-Unternehmen und kooperieren mit den Großen. Andererseits sind sie selbst milliarden- oder millionenschwere Konzerne, die bisher nur nicht im Fokus der Anleger standen, sogenannte Hidden (versteckte) Champions.

Ein weiterer Vorteil liegt hier teilweise in der Eigentümerstruktur, denn häufig handelt es sich um familiengeführte Unternehmen, die eine gesunde Bilanzstruktur mit hoher Eigenkapitalquote aufweisen. Das führt zu weniger Verwerfungen, wenn die Börsen schwanken bzw. drehen.

Auch der Cashflow kann sich bei den Nebenwerten sehen lassen, und die erwirtschafteten Gewinne sind teilweise auch höher, was wiederum die Aktionäre an einer kontinuierlich hohen Dividendenzahlung merken.

Warum setzen so wenige Anleger auf Nebenwerte?

Die Ursache dafür sind einige teils tief im Bewusstsein verwurzelte Fehleinschätzungen, die die Anleger häufig davon abhalten, Aktien von kleinen und unbekannten Unternehmen zu erwerben.

Die Mythen über Nebenwerte

Ein erster Mythos ist, dass viele Anleger glauben, Nebenwerte wären grundsätzlich risikoreicher. Das ist jedoch nicht richtig. Denn die Größe eines Unternehmens sagt nichts darüber aus, wie dieses geführt und wie der zukünftige Weg des Unternehmens verlaufen wird. Es gibt also keinen objektiven Beleg dafür, dass eine Investition in Nebenwerte risikoreicher ist als Investitionen in Bluechips.

Ein zweiter Mythos: Kleine Unternehmen sind oft schwächer hinsichtlich ihrer Kapitalstruktur als ihre großen Pendants. Auch das ist falsch.

Denn viele Mittelständler in Deutschland verfügen, wie schon festgestellt, über deutlich gesündere Kapitalstrukturen als die Großkonzerne im DAX.

Zahlreiche börsennotierte Mittelständler in Deutschland sind sogar nettoschuldenfrei (sie haben also faktisch keine Schulden).

In guten Zeiten ist es kein Problem für Unternehmen, immer neue Kreditlinien bei den Banken zu bekommen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten jedoch wollen die Banken trotz bestehender Kreditverträge häufig rasch ihr Geld zurück. Das kann schnell dazu führen, dass bei einem der großen Unternehmen, das sich zum Beispiel bei einer Übernahme verhoben hat oder andere Probleme bei der Bedienung von Krediten bekommt, der Stecker gezogen wird. Bei den Nebenwerten hingegen passiert das selten.

Fazit

Es ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll und gewinnbringend, auf börsennotierte Mittelständler zu setzen. Wir haben in unserem Aktienfonds etliche Werte aus dem MDAX und SDAX. Das hilft uns bei den jetzt aufkommenden stürmischen Zeiten, unseren Fonds stabil zu halten.

Der Zusammenhang zwischen Aktien- und Rentenmarkt

Der Zusammenhang zwischen Aktien- und Rentenmarkt

Der nächste Crash steht am Rentenmarkt bevor, dort hat sich eine große Blase gebildet, die das Finanzsystem nachhaltig beeinflussen wird. Das Problem ist, die meisten Finanzexperten wissen und sehen es auf sich zukommen und keiner tut etwas dagegen. Aber wir sind doch Aktionäre, unsere Aktien sind erstens durch reale Werte besicherte Finanzprodukte und zweitens ein ganz anderes Feld, ein seit Jahren boomender Aktienmarkt, das antworten die vielen (Klein-) Aktionäre auf solche Bedenken. Sind solche Bedenken berechtigt? Hängen der Aktienmarkt und Rentenmarkt vielleicht doch enger zusammen?

Definition Anleihe auch Rentenpapier

Zum besseren Verständnis rufen wir uns noch einmal ins Gedächtnis, was eine Anleihe ist. In Wikipedia finden wir diese Definition: „Eine Anleihe (auch festverzinsliches Wertpapier, Rentenpapier, Schuldverschreibung oder Obligation, englisch bond oder debenture bond) ist ein zinstragendes Wertpapier. Es handelt sich um ein Wertpapier, das dem Gläubiger das Recht auf Rückzahlung sowie auf Zahlung vereinbarter Zinsen einräumt.“

Bei Rentenpapieren unterscheiden wir mehrere Kategorien von Zinspapieren, z. B. Staatsanleihen, regionale Anleihen (einzelne Bundesländer, große Städte etc.), Unternehmensanleihen, Mittelstandsanleihen etc. Die meisten sind mit einem aussagekräftigen Rating versehen, um den einzelnen Anleger schnell und unkompliziert über die Bonität des Emittenten zu unterrichten.

Nun wird der weltweite Anleihemarkt nicht gleich zusammenbrechen, wenn eine oder mehrere Unternehmensanleihen aus dem deutschen Mittelstandsbereich ausfallen. Das sind von der Größenordnung her die sprichwörtlichen Peanuts.

Die Staatsverschuldungen sind es

Entscheidend sind die einzelnen Staatsverschuldungen, die die Staaten in exorbitanten Größenordnungen ausweisen. Das war einerseits der Überwindung der Folgen der weltweiten Finanzkrise, die 2008 begann, geschuldet. Aber andererseits waren die Industrienationen der Verführung des großen Geldzuflusses, welche die eingeschlagene Nullzinspolitik mit sich brachte, erlegen. Frei dem Motto, was kostet die Welt, blähten die Staaten ihre Schuldenhaushalte immer weiter auf. Die Nullzinspolitik kam ihnen dazu wie gerufen. Dieselben Politiker sind meistens nicht mehr im Amt, wenn die Folgen ihres unverantwortlichen Handelns eintreten bzw. können ja auch nicht in Haftung dafür genommen werden.

Und so wurde eine Gesamtweltverschuldung von 250 Billionen Dollar erreicht. Die Zahl in Ziffern ausgeschrieben, 250.000.000.000.000, lässt erahnen, welches Potential für einen Crash allein im Anleihemarkt schlummert. Den Löwenanteil der Anleihen halten die Industrienationen.

Die Fed in den USA hat die Zinswende vor einigen Monaten bereits eingeleitet. Eine Folge davon war, dass der Kongress die rechtlich zulässige Schuldengrenze für den Haushalt wieder anheben musste, sonst wären die USA als Staat zahlungsunfähig geworden. Weitere Zinsschritte hat die aus ihrem Amt geschiedene Notenbankchefin Janet Yellen bereits angekündigt. Ihr Nachfolger Jerome Powell wird es vielleicht etwas langsamer angehen lassen, da die Zinsen auf den Rentenmarkt durchschlagen und entscheidend die Zinsen und Kurse der neuen amerikanischen Staatsanleihen beeinflussen.

Während die USA wenigsten keine Nullzinspolitik mehr haben, ist im Bereich der EZB immer noch die Negativzinspolitik bis mindestens 2019 angesagt. Das Problem hier ist, dass einige Volkswirtschaften noch keine Erhöhung auf absehbare Zeit und die vollständige Einstellung des Anleihekaufprogramms durch die EZB verkraften werden. Gesagt werden muss aber auch, dass die Politik in den einzelnen Ländern es versäumt hat, mit Strukturreformen die Voraussetzungen für solides Wirtschaften und damit für Zinsschritte zu legen. Das wird sich leider auch in Europa rächen.

Und was hat das mit dem Aktienmarkt zu tun?

Wenn es zu einem Crash am Rentenmarkt kommt, wird es u.a. für die Staaten sehr schwer, neue Staatanleihen zu emittieren und Investoren dafür zu finden. Das bedeutet in der Folge, die Staaten können kein Geld mehr wie gewohnt sich am Anleihemarkt besorgen. Nur Strukturreformen, Sparen und Einnahmeverbesserungen z. B. durch Steuererhöhungen helfen dann noch. Das heißt aber auch, dass der Staat als Hauptauftraggeber für viele Industriezweige mittel- bis längerfristig ausfällt. Subventionskürzungen betreffen dann wiederum sehr viele Industrieunternehmen, die dann auch, wie der Staat, in allen Bereichen Personal abbauen müssen. Dazu kommt in der Folge, dass der Personalabbau zu einem Einbruch in der konsumtiven Nachfrage führt. Und all das wird sich leider auf den Aktienmarkt auswirken. Nicht sofort, aber mit Verzögerung.

Die Crux dabei besteht dabei darin, dass die Notenbanken nicht mehr helfen können, die haben ihr Pulver verschossen. Hier ist die Politik in den einzelnen Ländern gefragt. Deutschland hat mit der Einführung der Schuldenbremse einen ersten richtigen Schritt dafür getan. Weitere Schritte sind zu erwarten. Die große Schwierigkeit dabei ist, dass die Schritte international gegangen werden müssen, um Wirkung zu zeigen und eine erneute globale Finanzkrise zu verhindern.

Ein weiteres Problem stellt die Kreditblase in der weltgrößten Volkswirtschaft in China dar. Wenn hier durch die gefährliche Kombination von Kredit- und Immobilienblase Probleme entstehen, dann hat das globale Auswirkungen auf die gesamten Finanzmärkte. Die chinesische Führung hat das Problem erkannt und steuert seit kurzer Zeit dagegen.

Fazit:

Wir sehen, dass die internationalen Anleihemärkte die Aktienmärkte weltweit beeinflussen können. Deshalb sollte jeder Kleinanleger immer auch die Rentenmärkte im Blick behalten und auf erfolgreiche Strukturmaßnahmen sowie Schuldenabbau in den einzelnen Staaten achten.

 

Die Irrtümer in der Altersvorsorge

Die Irrtümer in der Altersvorsorge

Mit dem Begriff Altersvorsorge verbinden die meisten Bundesbürger ihre gesetzliche Rente, die betriebliche Altersvorsorge und als private Vorsorge die millionenfach abgeschlossenen Kapitallebens- und Rentenversicherungen. Aber leider irren diejenigen, die allein darauf vertrauen, immer in dem Glauben, es kann da ja nichts schiefgehen. Und doch läuft einiges in die falsche Richtung.

Irrtum Nummer eins: Die gesetzliche Rente reicht aus

Das gesetzliche Rentenniveau sinkt immer weiter ab. Das Problem wird zwar von der Politik so langsam erkannt, aber einen geeigneten Lösungsansatz gibt es bisher nicht. Definiert wird das Rentenniveau als das Verhältnis zwischen einer Standardrente und dem Durchschnittseinkommen der Versicherten im selben Jahr. Gerade für junge Menschen am Anfang ihres beruflichen Weges ist es interessant, zu wissen, dass das gesetzliche Rentenniveau laut wissenschaftlichen Studien bis ins Jahr 2060 auf 41,2 Prozent des Nettoeinkommens sinken wird. Und von diesem Betrag werden dann noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen, die sicher auch in Zukunft schwanken, aber dem Trend nach nicht niedriger werden. Im Jahr 2010 betrug das Rentenniveau zwar noch 51,6 Prozent, aber das war auch schon nicht mehr komfortabel. Und für dieses geringe Rentenniveau werden Beiträge zulasten der Arbeitnehmer um ca. 10 Prozent bis 2060 prognostiziert. Das sind die Folgen des demografischen Wandels, der Deutschland jetzt schon sehr viele Probleme bereitet.

Und auch der sogenannte Standard- oder Eckrentner ist nur eine reine statistische Größe. Er ist 45 Jahre ununterbrochen in rentenversicherungspflichtiger Beschäftigung tätig und verdient dazu immer den Durchschnitt aller Berufstätiger. Doch leider befinden wir uns nicht immer in Zeiten der Hochkonjunktur, wie sie jetzt gerade herrscht. Es gab, gibt und wird auch in Zukunft immer wieder Brüche in den Erwerbsbiografien und Einkommen geben, die dann das Rentenniveau automatisch noch weiter absenken werden.

Irrtum Nummer zwei: Auf Zinspapiere setzen

Die Folgen der andauernden Finanzkrise zeigen, dass Anleihen nicht unbedingt für sichere Renditen stehen müssen. So bewegen sich die zehnjährigen Bundesanleihen im aktuellen Niedrigzinsumfeld mit einer Rendite zwischen 0,76 und 0,22 Prozent in den letzten zwölf Monaten. Im Jahr 2016 rutschte die Verzinsung sogar in den negativen Bereich. Wenn wir dagegen die Inflationsrate von ca. 2 Prozent ansetzen, sehen wir, dass die Lebenshaltungskosten schneller steigen als die Erträge aus vermeintlich sicheren Anleihen.

Irrtum Nummer drei: Aktien in der Altersvorsorge sind etwas für Spieler und Glücksritter

Allein die historische Betrachtung widerlegt diesen Irrtum. Laut DAI (Deutsches Aktieninstitut) haben Anleger bereits mit einem einfachen Sparplan auf den DAX (bzw. vorher deutsche Standardaktien) seit 1967 nach spätestens 20 Jahren Anlagedauer immer einen Gewinn erzielen können. Im schlechtesten 30-Jahreszeitraum betrug die jährliche Rendite 6,2 Prozent – im besten Zeitraum sage und schreibe 13,6 Prozent.

Die immer wieder ins Spiel gebrachte Schwankung (Volatilität) von Aktien ist bei einem langen Anlagehorizont wie der eigenen Altersvorsorge somit ein eher überschätzter Risikofaktor. Das Verlustrisiko nimmt mit steigender Anlagedauer auch ab, da schon ein hoher Bestand an breit gestreuten Wertpapieren im Depot liegt.

Irrtum Nummer vier: Für eine erfolgreiche Altersvorsorge sind hohe monatliche Sparsummen nötig

Junge Berufseinsteiger können mit kleinen Beträgen beginnen und später den Betrag je nach verfügbarem Einkommen erhöhen. Wichtig ist lediglich die regelmäßige monatliche Einzahlung wegen des Zinseszinseffektes auf die Sparbeträge. Mit den passenden Fondssparplänen können Anleger bereits mit einer Einzahlung von 25 Euro pro Monat starten. Sparrhythmus und -raten können dabei individuell im Gegensatz zu starren Policen festgelegt und problemlos an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden.

Wer Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen durch seinen Arbeitgeber hat, sollte diese Förderung sinnvoll in seinen Aktiensparplan einbauen und solange die einkommensabhängige Voraussetzung auf staatliche Förderung besteht, diese auch regelmäßig beim Finanzamt beantragen.

Irrtum Nummer fünf: Ich habe doch eine Immobilie, ist doch auch gut

Immobilien bringen nicht automatisch Wertsteigerungen, sondern können ihren Besitzern unter Umständen auch unerwartete Verluste bescheren. Das merken die Immobilienbesitzer, die ihre Immobilie jenseits der großen Metropolen verkaufen wollen, jetzt schon sehr deutlich. Zwar steigen die Preise für Immobilien noch vielerorts in Deutschland, doch nicht zuletzt die Immobilienkrise in den USA hat gezeigt, dass der Preisauftrieb keineswegs ein Selbstläufer sein muss. Irgendwann wird der heiß gelaufene Markt auch hierzulande wieder kippen.

Der Traum vom Eigenheim ist zudem mit einer hohen Investitionssumme verknüpft, die sich aus Eigenkapital und Darlehen zusammensetzt. Das reduziert die Eigenkapitalrendite und ist zugleich ein Risiko: Zur Finanzierung müssen Immobilienkäufer oft hohe Kredite aufnehmen. Zudem fließt meist ein Großteil des Vermögens in die Immobilie. Andere Anlageformen werden so vernachlässigt. Auch werden laufende Kosten für Wartung und Pflege der Immobilie fällig. Und leider kann das Eigenheim nicht immer an die Kinder vererbt werden.

Fazit

An einem Aktiensparplan kommen Menschen, die auf ein sorgenfreies Leben im Alter setzen, nicht vorbei. Wir vom NDAC helfen Ihnen dabei, auch mit unserem eigenen Aktienfonds, vielen Tipps und regelmäßigen Einschätzungen der Lage an den Aktienmärkten.

Crowdinvesting oder Fondsinvestment

Ist Crowdinvesting besser als Fondsinvestment?

Viele Kleinanleger träumen davon, in eine Garagenfirma zu investieren und dann als neuer Bill Gates mit einem Imperium, zumindest anteilig, aus dem Traum zu erwachen. Und so berichten die Medien immer wieder von gelungenen Beteiligungen, die auf Investorenkonferenzen, teilweise sogar mit staatlicher Unterstützung, abgeschlossen werden. Das Ganze wird dann unter dem Begriff Crowdinvesting verkauft. Auch Kleininvestoren können sich über entsprechende Internetportale beteiligen.

Was ist Crowdinvesting?

Crowdinvesting (aus dem Englischen: Investition durch eine Menschenmenge) ist eine Finanzierungsform, bei der sich zahlreiche Personen (Mikroinvestoren, Investoren, Anleger) mit typischerweise eher geringen Geldbeträgen über das Internet an zumeist jungen Unternehmen, Start-ups genannt, beteiligen. Das geschieht überwiegend durch stille Beteiligungen, Genussrechte oder partiarische Darlehen. Ziel ist es, Kapital für ein Start-up oder für eine neue Investition eines bereits bestehenden Unternehmens zu generieren. Der Anreiz für die Anleger liegt dabei wiederum darin, auf hohe Rendite zu hoffen, das heißt, dass die Firma irgendwie erfolgreich sein wird.

Wie ist die rechtliche Lage für den Anleger zu beurteilen?

Bei der stillen Beteiligung handelt es sich nach der gesetzlichen Regelung generell um eine Fremdkapitalforderung und nicht um eine Beteiligung am Eigenkapital. Eine Beteiligung am Eigenkapital liegt nur dann vor, wenn der stille Gesellschafter auf Grundlage eines vorher bestehenden Gesellschaftsvertrags dasselbe Verlust- und Insolvenzrisiko tragen soll wie ein Kommanditist.

Genussrechte oder partiarische, also gewinnabhängige Darlehen werden auch als Mezzanine-Kapital (Mischform) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein Kreditverhältnis, das mit einer Erfolgsbeteiligung gekoppelt ist. Der Einfluss des Kleininvestors auf das Unternehmen ist dabei in einem Vertrag zwischen dem Mikroinvestor und dem Unternehmen geregelt.

Die Rechte eines Crowdinvestors in Deutschland sind seit dem 10.7.2015 durch das Kleinanlegerschutzgesetz geschützt.

Wie läuft Crowdinvesting ab?

Die potenziellen Investoren werden meistens über das Internet als Kapitalgeber für Unternehmen angesprochen. Der Mindestinvestitionsbetrag ist so gewählt, dass zahlreiche Kapitalgeber benötigt werden, wobei sich jedermann auch mit Kleinbeträgen beteiligen kann. Die Beträge fließen zusammen in einen Topf und dienen der Finanzierung der durch die Anleger ausgewählten Unternehmen oder Projekte. Im Erfolgsfall erhalten die Anleger dann eine Erfolgsbeteiligung an dem von ihnen finanzierten Unternehmen.

Aber auch die Teilhabe des Mikroinvestors am Gewinn des Unternehmens und ggf. zusätzlich an dessen Wertsteigerung ist möglich, auch beispielsweise in Form einer Abfindung beim Ausstieg des Mikroinvestors (Ablauf der Mindestbeteiligungsdauer beachten). Die Hoffnung auf eine sehr ausgeprägte, leider aber nicht immer eintretende Wertsteigerung des Investments ist dabei in der Regel das Hauptmotiv des Mikroinvestors.

Wie ist Crowdinvesting zu beurteilen?

Für professionelle Investoren ist das seit Langem ein Geschäftsmodell, das gut funktioniert und hohe Renditen abwirft. Allerdings ist das Ganze für Kleinanleger auch auf das Prinzip Hoffnung gebaut. So kann es ganz schnell passieren, dass eine Firma insolvent geht, weil das Start-up eben doch nicht so läuft, wie geplant. Insolvenzverfahren können dauern, aber es ist dann auch nicht sicher, ob der Anleger aus der Insolvenzmasse noch etwas erhält. In der Regel haben die Banken und andere Gläubiger höherrangige Ansprüche. Das liegt daran, dass die meisten Crowdinvestings mit Nachrangdarlehen arbeiten. Investoren sollten also vorher unbedingt prüfen, warum die Banken den Geldhahn zugedreht haben oder eine Finanzierung von vornherein ablehnen. Deshalb werden auch höhere Zinsen als Risikozuschlag für das geliehene Kapital geboten als bei einer Bank.

Aber wenn es gut geht und die Investition ein Erfolg wird, dann ist den Investoren eine gute Rendite sicher – wenn auch vielleicht nicht immer in Höhe von 300 Prozent wie zum Beispiel beim Obst- und Gemüsesnackhersteller „Erdbär“, der die Quetschies „Freche Freunde“ erfolgreich auf den Markt brachte.

Die Zahl der Erfolgsmeldungen hält sich allerdings leider in Grenzen. Das liegt einerseits an der noch jungen Historie des Crowdinvestings, aber andererseits auch an den Verschwiegenheitserklärungen. In Deutschland starteten die ersten Schwarmfinanzierungen erst 2009 mit zuletzt wachsender Tendenz. Im letzten Jahr flossen rund 34 Millionen Euro auf diesem Weg in die Unternehmen.

Der Gesetzgeber hat leider versäumt, die strengeren Regeln des Kleinanlegerschutzgesetzes auch auf Crowdinvesting anzuwenden. So ist bei der ganz bestimmt nicht bescheidenden Summe bis 2,5 Millionen Euro, welche durchaus für ein Projekt eingesammelt werden kann, nur ein dürres Vermögensinformationsblatt statt eines Verkaufsprospektes vorgesehen.

Fazit

Bei einem Aktienfonds ist das Geld sehr viel sicherer und chancenreicher angelegt als bei einem Crowdinvestingprojekt. Deshalb sollten Anleger das Ganze besser als Casino sehen und nur Spielgeld investieren, denn das Geld liegt fest, und ob sie aus dem Investment eine Rendite sehen, steht meistens in den Sternen. Bei einem Aktienfonds hingegen gibt es erstens mehr Informationen, zweitens eine breite Streuung, und sie können auch hier eine Ausschüttung erhalten, wenn sie den entsprechenden Fondstyp wählen.Lesen auch 

Wasser als Investitionsobjekt

Wasser als Investitionsobjekt

Wasser – unsere Lebensgrundlage wird immer teurer

Dass Wasser ein lebenswichtiger Rohstoff ist, wissen wir alle. Es ist die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten. Und auch auf anderen Planeten suchen Wissenschaftler zuallererst nach Wasser als Anzeichen für die Existenz von Organismen.

Die Versorgung mit Trinkwasser

Die Wasserversorgung eines industriell entwickelten Landes nutzt unterschiedliche Wasservorkommen als Trinkwasser, zum Teil aber auch für Betriebswasserzwecke: Niederschlagswasser, Oberflächenwasser in Flüssen, Seen und Talsperren, Grundwasser, Mineralwasser und Quellwasser.

In Mitteleuropa gibt es eine zuverlässige, weitgehend kostendeckende und hochwertige Trinkwasserversorgung. Diese wird meist durch öffentliche Anbieter (kommunale Versorger) gewährleistet, die die ökologische Verantwortung übernehmen, sodass die Verbraucher das Wasser aus dem Wasserhahn trinkbar und rein entnehmen können. Dass dies nicht überall so ist, wissen wir aus den leider viel zu häufigen Berichten aus den Regionen der Erde, in denen es kein hygienisch sauberes Wasser gibt. Es wird deshalb rationiert abgegeben oder ist nur sehr teuer zu erwerben, was sich viele Menschen speziell in der Dritten Welt jedoch nicht leisten können.

Statistisch gesehen werden jährlich weltweit rund 4000 Kubikkilometer Frischwasser entnommen. Davon werden etwa 70 Prozent im Agrarsektor, 20 Prozent in der Industrie und 10 Prozent auf kommunaler Ebene verbraucht. Der weltweite Wasserverbrauch hat sich zwischen 1930 und 2000 etwa versechsfacht.

Von den etwa 1,4 Milliarden Kubikkilometern Wasser, die den Blauen Planeten bedecken, sind nur etwa 2,5 Prozent Süßwasser. Aber davon sind wiederum mehr als zwei Drittel in Gletschern und als ständige Schneedecke bzw. im (noch) ewigen Eis gebunden. Weitere 30 Prozent befinden sich als Grundwasser unter der Erde, knapp 1 Prozent bilden Bodenfeuchtigkeit, Grundeis, Dauerfrost und Sumpfwasser. Nur etwa 0,3 Prozent der Süßwasservorräte – das sind rund 100 000 Kubikkilometer bzw. 0,008 Prozent allen Wassers – sind relativ leicht, vor allem in Seen und Flüssen, für den Menschen zugänglich.

Und mit diesem Wasser müssen wir auskommen. Die Endlichkeit der Ressource bedeutet, dass Wasser in der Welt immer teurer wird.

Die wirtschaftliche Seite des Wassers

Der weltweite Wassermarkt kann ein Wachstum wie kaum eine andere Branche aufweisen. Deshalb haben private Anbieter großes Interesse daran, Wasser als Handelsware zu definieren, um diesen Markt zu übernehmen.

Die Kosten für Trinkwasser in Deutschland sind in den vergangenen Jahren laut Statistischem Bundesamt nur leicht gestiegen, aber es gibt regionale Unterschiede. Deutschlandweit erhöhten sich die Kosten für Trinkwasser zwischen 2005 und 2016 im Schnitt um 17,6 Prozent und liegen damit etwas über der Steigerung der Verbraucherpreise mit 16,1 Prozent im selben Zeitraum.

Für die Preissteigerung gibt es in der Praxis eine Vielzahl von Gründen. Hauptgrund dafür ist, dass Versorgungsunternehmen Brunnen wegen Belastungen durch Nitrat oder durch Medikamentenrückstände in der Landwirtschaft aufgeben müssen. Eine weitere Ursache sind völlig überdimensionierte Wasseraufbereitungsanlagen speziell in den neuen Bundesländern. Der Erhalt von Infrastruktur wird außerdem grundsätzlich teurer.

Wie können Anleger von den Preissteigerungen profitieren?

Unternehmen, die sich mit der Gewinnung, Aufbereitung und Nutzung von Wasser beschäftigen, erfreuen sich wachsender Beliebtheit an der Börse. Insgesamt stehen den Anlegern etwa 200 Aktien, die in diesen Bereich fallen, und zahlreiche Index-Konstruktionen zur Verfügung.

Der World Water Total Return Index (WOWAX) zählt zu den bekanntesten Wasser-Indizes, wenn es bei Anlegern um das flüssige Nass geht. Der Index umfasst die weltweit 20 größten Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, -infrastruktur und -reinigung. Seit seiner Begebung 2006 stieg der als Performance-Index aufgelegte Wert von 1950 auf aktuell knapp 4600 Punkte. Das zeigt, wie gut sich die Aktien aus dieser Branche aktuell entwickeln.

Es gibt Indexfonds, die den WOWAX und andere in der Branche bekannte Indizes nachbilden, aber auch gemanagte Fonds, die eine Anlagestrategie speziell zum Thema Wasser beinhalten.

Eine interessante Option ist aber auch, einzelne Aktien zu kaufen. Mit Wasseraktien werden solche Aktienwerte bezeichnet, bei denen das jeweilige Unternehmen etwas mit der Gewinnung oder Aufbereitung von Wasser im engeren oder weiteren Sinne zu tun hat. Sowohl international als auch aus Deutschland sind Wasseraktien im Angebot. Dazu zählen zum Beispiel die Aktien des Branchenriesen American Water Works und des deutschen Trinkwasserunternehmens Gelsenwasser AG. Zu den Infrastruktur-Spezialisten im Bereich Wasser gehört das US-Unternehmen Mueller Water Products Inc.

Allerdings sollten Anleger auf jeden Fall bedenken, dass ein Investment in Wasseraktien auf der einen Seite zwar sehr aussichtsreich ist, auf der anderen Seite allerdings verweisen wir aber auch auf ein nicht unerhebliches Risiko wegen der schon genannten Probleme (Belastung des Wassers, Austrocknung von Quellen etc.).

Fazit

Wer wieder einmal verärgert seine Wasserrechnung wegen der hohen Preise betrachtet, hat die Möglichkeit, als Kleinanleger einen Teil der Kosten wieder einzuspielen. Ein Fonds zum Einstieg ist da gerade das richtige Investment.Lesen Sie auch

Firmenübernahmen und Signale für den Anleger

Firmenübernahmen und Signale für den Anleger

Firmenübernahmen sind auch als Unternehmenskäufe oder Akquisitionen bekannt. In der klassischen Wirtschaftslehre handelt es sich dabei „um eine ökonomische und juristische Transaktion, die ein Gesamtunternehmen oder auch nur eine Teile eines Unternehmens betreffen. Das Unternehmen oder die Beteiligung wird ganz oder teilweise vom Verkäufer an einen Käufer übertragen.“ Die Zahlung des vereinbarten Kaufpreises wird mit Bargeldüberweisungen oder im Austausch gegen Anteile (Aktien, GmbH- Anteile etc.) des Käufers vorgenommen. Aber auch ein Mix aus beiden Varianten ist möglich. Bei Firmenübernahmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht werden strategische Investitionsentscheidungen getroffen. Darum gelten die für Investitionen entwickelten betriebswirtschaftlichen Grundsätze. Meist gehen bei einem Unternehmenskauf sehr intensive Gespräche der künftigen Partner unter Beteiligung der Mergers-&-Acquisitions Abteilungen (M&A, Mergers= Unternehmensfusionen, Acquisitions = Unternehmenskäufe) von Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfern oder Investmentbanken voraus, in denen die Details des Deals ausgehandelt werden.

Warum gibt es Firmenübernahmen?

Die Motive der Übernahme sind immer strategischer, finanzieller aber auch persönlicher Natur.

Dabei handelt es sich bei strategischen Motiven in der Hauptsache um Markt-, Leistungs- oder um Risikomotive.

Die Marktmotive umfassen den besseren Zugang zu Märkten, aktuell z.B. die chinesische Übernahmewelle in Europa. Aber Übernahmen schaffen auch intern eine größere Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten, Kunden und Banken. Das dabei auch Konkurrenz beseitigt oder nur geschwächt wird, stellt ebenfalls ein Marktmotiv dar.

Beim Leistungsmotiv werden Möglichkeiten für eine effizientere Nutzung betrieblicher Funktionen in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Absatz oder Marketing gesehen.

Bei Übernahmen aus Risikomotiven wird eine Senkung des Risikos durch eine Diversifikation (Streuung) bzw. den Ausgleich von Risiken durch das Zusammenwirken der beiden Unternehmen (Synergieeffekt) gesehen. Die Vereinigung zweier oder mehrerer Unternehmen stellt logischerweise einen kapitalmäßig höheren Wert als die Summe der einzelnen beteiligten Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen dar. Ein gewünschter Nebeneffekt ist die schon angesprochene größere Marktmacht. Und nicht zuletzt wird dadurch die Übernahme des eigenen Unternehmens durch andere verhindert oder zumindest erschwert.

Finanzielle Motive, die eine Übernahme begründen, sind in erster Linie kapitalmarkt- und steuerbedingt.

Zum einen wird durch eine Übernahme eine zur Kapitalmarktfähigkeit führende Betriebsgröße bei beiden Unternehmen erreicht. Größenvorteile und Skaleneffekte sind die Folge. Erreicht werden soll eine Senkung der Eigen- und Fremdkapitalkosten, der Fixkosten und damit automatisch auch eine Gewinnerhöhung oder ggf. eine Verlustverminderung.

Andererseits denken Unternehmen immer an die Senkung oder Optimierung der betrieblichen Steuerlast. Im Falle einer erfolgreichen Übernahme ist mit Verlustvorträgen zu rechnen, die zu einer niedrigeren Steuerquote führt. Nicht unerwähnt bleiben soll die Möglichkeit bei internationalen Übernahmen, den Firmensitz in das steuerlich günstigere Land zu verlagern.

Letztendlich kann es aber auch persönliche Motive für Firmen Übernahmen geben, die nichts mit betriebswirtschaftlichen Gründen zu tun haben. Die verschiedenen Hypothesen basieren auf persönlichen, irrationalen oder subjektiven Überlegungen für eine Übernahme. Meistens sind diese Übernahmen nicht von Erfolg gekrönt. Ältere Anleger erinnern sich z.B. noch an die „Hochzeit im Himmel“ von Daimler und Chrysler, die sehr viel Geld kostete, nicht den erhofften Nutzen hatte und deren Scheidung noch einmal zu hohen Verlusten führte.

Wie können Anleger von einer Übernahmesituation profitieren?

Wir haben eingangs gesehen, dass so eine Übernahme nicht plötzlich von heute auf morgen passiert, es gibt bestimmte Signale. Es sind Verhandlungen mit verschiedenen Partnern notwendig, die sich einig werden müssen. Meistens bleiben die Verhandlungen nicht geheim, Gerüchte über die geplante Übernahme werden auch gezielt gestreut. Und hiervon können Anleger profitieren. Die Kurse steigen bei sinnvollen Übernahmegerüchten, die die Anleger nachvollziehen können, beim Übernahmekandidaten an. Wenn eine Übernahme Sinn macht und ein beiderseitiger Nutzen erkennbar ist, dann gibt es den Kurssprung auf beiden Seiten. Wer die Aktien des Kandidaten dann schon im Depot hat, bekommt ein Übernahmeangebot von der anderen Käuferseite. In der Regel wird ein Schlusskurs zu einem Stichtag bestimmt und eine zusätzliche Kaufprämie auf den Schlusskurs angeboten. Auch der Aktientausch mit zusätzlicher Barabfindung ist eine Option, die ebenfalls zur Anwendung kommen kann. Und nun hat der Aktionär Zeit zu überlegen, ob er das terminlich befristete Angebot annimmt, die Aktien zu den schon gestiegenen Kursen verkauft oder ob er auf eine Nachbesserung wartet. Auch die Empfehlungen der Vorstände und der Aufsichtsräte über die Annahme oder Zurückweisung der Übernahme sollten dazu gelesen werden und diese ggf. in die Entscheidung einbezogen werden. Das Angebot zur Komplett- oder nur zur Teilübernahme kann auch mit einer bestimmten Annahmequote durch die Anteilseigner verbunden sein. Wird die Quote nicht erreicht, dann wird das Angebot nachgebessert oder zurückgezogen.

Soll ein Kleinanleger deshalb Wertpapiere deshalb kaufen, nur weil Übernahmeangebot vorliegt? Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er davon noch profitieren kann. Das Risiko, dass die Übernahme nicht gelingt ist hoch, weil Abwehrstrategien des Unternehmens bei sogenannten feindlichen Übernahmen greifen können, der Übernehmende aufgibt oder die Kartellbehörden ihr Veto einlegen. Mit dem Kauf eines Fonds ist auf Grund der breiten Streuung, die Wahrscheinlichkeit höher, dass Kleinanleger zu den Gewinnern einer Übernahme zählen.

Das Huhn als Aktie – Geld anlegen einmal anders

Wenn Aktien laufen – Huhn als Aktie

Auf dem Tinthof in Voerde am Niederrhein findet man noch ländliche Idylle und glückliche Tiere. Der Hof ist seit Generationen in Familienbesitz. Familie Hülsermann führt den Hof und erfüllt sogar die Demeter Vorgaben, die weit über eine normale Bio-Landwirtschaft hinausgehen. Dort wird Käse hergestellt und frische Milch sowie bestes Rindfleisch im eigenen Hofladen verkauft. Was die Betreiber nicht selber herstellen können, kaufen sie von bekannten regionalen Herstellern. Mit dem Verkauf von “Hühneraktien” hat Familie Hülsermann eine neue Idee mit dem Ziel ihre Kunden näher an die landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu bringen.

Was hat es mit der Hühner Aktie auf sich

Familie Hülsermann hat sich bei der Übernahme des 60 Hektar großen Hofes in 2008 einen alternativen Weg der Nahrungsproduktion auf die Fahne geschrieben. Sie wollen zusätzlich den Menschen die Landwirtschaft ein Stück mehr näher bringen. Der Betrieb hat die Zertifizierung gemäß der strengen Demeter-Vorgaben erhalten. Dabei wird Futter selber angebaut und selbstverständlich auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verzichtet. Dabei merkten die Inhaber, dass die Qualität ihrer Produkte besser wurde. Weniger Düngemittel bedeutet mehr Geschmack im traditionell hergestellten Käse. Milch und Käse im Hofladen kommen von den gut 40 Milchkühen, die dem Betrieb gehören. Die Käsetheke ist mit verschiedenen Sorten gut gefüllt, darunter sind auch Laktose freie Sorten. Eier und andere Waren kann man natürlich auf dem Tinthof auch erwerben ohne Aktionär zu werden.

Vom Kunden zum Kleinanleger

Das Projekt “Hühneraktie” als lebende Geldanlage lief Ende 2016 an. Dazu wurden Interessenten mehrere Informationsveranstaltungen angeboten. Der Tinthof schlägt bewusst neue Wege ein, dazu gehört auch die ungewöhnliche Idee, Anleger für eine laufende Aktie zu suchen. Die Anleger in die Hühner-Aktien fördern stark die artgerechte Haltung der Tiere auf dem Hof. Zudem steigt die Wertschätzung für auf einem Bauernhof produzierte Lebensmittel wie Eier, Milch oder Käse. Regelmäßige Besuche der Hühner im Hühnermobil sind ausdrücklich erwünscht. Information ihrer Kunden zur ökologisch basierten Wirtschaft ist den Besitzern sehr wichtig. In Zeiten von industrieller Massenproduktion will der kleine feine Hof ganz bewusst als Alternative sich anbieten. Hühner können vor Ort als lebendige Wesen und nicht als Legemaschinen wahrgenommen werden.

Das Hühnermobil als wichtigste Investition

Über 200 Legehennen leben auf einer nahen Weide in einem Hühnermobil mit viel Freiraum. Das Hühnermobil ist eine moderne ökologische Art der Hühnerhaltung. Die Haltung im Hühnermobil kommt einerseits den natürlichen Bedürfnissen seiner Bewohner entgegen und bietet anderseits jede Menge Platz für Bewegung. Das Hühnermobil kann regelmäßig umgesetzt werden, was die Grasnarbe darunter schont. Die Qualität der gelegten Eier steigt mit dem Wohlbefinden der Legehennen deutlich an. Eingeführt wurde das Hühnermobil Ende 2014 und die bisherigen Erfahrungen damit sind durchweg positiv.

Der Wert einer Aktie

Gezeichnet werden kann ein oder mehrere Anteile an der Hühnerherde des Tinthofes. Eine Aktie  entspricht einem Huhn. Mit diesem Invest sichert man sich fünf bis sechs Eier pro Woche über einen Zeitraum von 17 Monaten. Je nach Tagesform der Hühner und Jahreszeit kann es mal ein mehr oder weniger in der Woche sein. Eine Aktie mit einer Laufzeit von 17 Monate kostet 200 Euro und bei 15 Monaten sind es 175 Euro. Nach Ablauf der Zeit verliert die Aktie ihren Wert. Der Wertzuwachs der Aktie bis zu diesem Zeitpunkt muss vor allem durch die Einnahmen an Eiern sichergestellt werden. Als Option zur dann wertlosen Aktie kann diese Aktie in ein Suppenhuhn getauscht werden. In der Regel werden die Tiere dann geschlachtet und wandern in den Suppentopf. Wer das nicht möchte, kann das Huhn auch lebendig mitnehmen. Sollte ein Huhn früher sterben, geht der Anleger nicht leer aus. Seine Aktie steht nicht für den Erwerb einer bestimmten Henne, sondern die Partizipation an der Gemeinschaft.

Verlustfreie Aktien

Im Unterschied zum Aktienhandel an der Börse steht beim Geld anlegen in das liebe Federvieh nicht die maximale Rendite oder hohe Dividende im Vordergrund. Es geht vielmehr um die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft in der Region. Außerdem entsteht eine klassische “win-win-Situation. Der Landwirt freut sich über einen sicher planbaren Absatz seiner Eier und der Kunde erhält regelmäßig Eier in bester Qualität. Außerdem gewinnt er einen Einblick in die biologische Landwirtschaft im kleinen Stil als Gegenstück zum Massenbetrieb, der immer mehr auf dem Vormarsch ist. Einen weiteren Vorteil bietet die “Hühneraktie” ihrem Investor: schlaflose Nächste und mögliche Verluste sind dabei ausgeschlossen.

Zum Schluss noch eine Rendite-Berechnung zur Hühneraktie. In der besagten Laufzeit der Aktienvereinbarung von 17 Monaten erhält der Kleinanleger in 72 Wochen ca. 350 Eier. Bei einem Preis für ein Ei dieser ausgewählten Qualität ist ein Stückpreis von 0,40 Euro durchaus angebracht. Die Dividende, bzw Gewinnausschüttung durch Eirückläufer beträgt 140 Euro. Der Einstandspreis der Aktie wird mit 200 Euro angegeben. Wenn mann dann das genutzte Huhn, welches sozusagen als Wandelanleihe vom Eierlieferanten zum Suppenhuhn getauscht wird, mit 60 Euro kalkuliert wird, hat mein ein verlustfreies Geschäft gemacht.

Wein als Wertanlage

Geld in Wein anlegen

Interessant ist Wein als Wertanlage natürlich vor allem für Menschen, die gerne Wein trinken und sich mit den unterschiedlichen Sorten auskennen. Auch Sammler lassen sich als Kunden gerne für eine Geldanlage in Rot, Weiß oder Rosè gewinnen. Bei der Auswahl des passenden Weines als Investitionsgut muss man schon genauer hinsehen. Eine Wertsteigerung bei Bordeaux oder Burgund ist nämlich kein Naturgesetz. Die Preise für einen edlen Tropfen können genauso schwanken wie es Börsenkurse tun. Ab einem bestimmten Alter verliert er wieder an Wert. Außerdem unterliegt die Preisbildung auch Angebot und Nachfrage. Allerdings kann man mit der alternativen Geldanlage stattliche Gewinne einfahren.

Genuss mit Rendite

Durch die Presse gehen meistens Nachrichten von besonders raren Weinen, die zu Höchstpreisen verkauft werden. Dazu gehört der Riesling Scharzhofberger Trockenbeerauslese von international renommiertesten deutschen Winzer Egon Müller. Eine Flasche des Weins aus dem Jahr 2003 wurde bei einer Versteigerung in Trier für stolze 12.000 Euro verkauft. Es gibt nur geringen Mengen am Markt. Gerade mal 22 Flaschen wurden produziert. Wie bei Sammlerobjekten üblich, muss man einen passenden Käufer auf der Gegenseite finden. Das Beispiel zeigt, dass vor allem bei besonderen Weinen Auktionen sehr beliebt sind.

Der Wert eines Weines hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Sorte, dem Jahrgang und dem Weingut gibt es weitere Einflussfaktoren wie Lagerung, Zustand oder Distribution, die mit entscheidend für die Preisbildung sind. Bewertet werden Weine nach einem international anerkannten Bewertungssystem. Einem Wein wird eine bestimmte Punktzahl zugeordnet, je höher umso besser. Der Bewerter mit dem höchsten Einfluss ist Robert Parker. Die sogenannten Parker-Punkte gelten in der Weinwelt als wichtige Währung. Bis zu 100 Punkte sind auf seiner Skala möglich. Das Urteil von Parker kann für die Vermarktung eines Weines entscheidend sein und Preis nach unten oder oben bewegen. Nicht wenige Kunden und Sammler orientieren sich stark an seiner Einschätzung und kaufen die am höchsten eingestuften Weine.

Die Nachfrage nach hochwertigen Weinsorten ist in den letzten Jahren gestiegen. Vor allem aus Ländern wie Russland oder China kam starkes Interesse auf. Innerhalb der wachsenden Mittelschicht ist der Genuss von ausgewählten Weinen zu einem Statussymbol geworden. Aus den USA und Großbritannien ist die Nachfrage von Liebhabern nach Spitzenweinen sehr stabil.

Wie immer wie der Kapitalanlage gilt die goldene Regelung der Risikostreuung. Sein komplettes Kapital sollte ein Anleger nicht in edle Tropfen investieren. Weiter zu beachten: blindlings sollte nicht eingekauft werden. Lediglich ein unterer einstelliger Prozentsatz aller Weine ist für ein Investment geeignet. Allen voran gehört ein guter Bordeaux immer wieder zu den Favoriten von Kennern und Liebhabern.

Wein stellt eine gute Beimischung zu anderen Vermögenswerten wie Wertpapieren oder Edelmetallen dar. Für Laien bietet sich ein Investment in einem Weinfonds an. Der Markt für Wein gilt als kompliziert und oftmals sind kleine Details sehr wichtig. Weinkenner kaufen kistenweise Spitzenweine ein und sorgen für eine professionelle Lagerung. Die Auswahl der passenden Sorte wird von Profis übernommen und innerhalb des Fonds gibt es eine Mischung von diversen Weinen ähnlich wie bei einem Aktienfonds.

Eine fachgerechte Lagerung steigert den Wert des Weins

Ungünstige Umwelteinflüsse können die Lebensdauer und den Geschmack von Wein negativ beeinflussen. Einflussfaktoren wie Luftfeuchtigkeit, UV-Einstrahlung und Temperatur müssen genau und regelmäßig kontrolliert werden. Auch häufige Bewegungen können dem Wein schaden. Ein geeigneter Lagerplatz sorgt für eine gute Reife und lange Lebensdauer.

Vor allem hochwertige Weine gelten als weniger strapazierfähig und robust. Optimal ist eine konstante Kellertemperatur zwischen sechs und sechzehn Grad Celsius. Je höher die Temperatur, umso mehr verdunstet der Wein. Außerdem können zu hohe Temperaturen zu einer unerwünschten Nachgärung führen. Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 85 Prozent ist dazu ideal. Ein von Natur aus kühler und dunkler Altbaukeller bietet nahezu ideale Voraussetzungen als Weinkeller. Voraussetzung ist, dass keine Heizungsrohre direkt an den Wänden verlaufen. Eine Abstrahlung von Wärme ist auf Dauer nicht gut für den Wein. Die Lagerung der Flaschen sollte in einer waagerechten Position erfolgen.

Wer selber nicht über den passenden Lagerplatz verfügt, kann diesen bei professionellen Dienstleistern anmieten. An zahlreichen Standorten im Bundesgebiet können Weine unter besten Bedingungen sicher gelagert werden.