Eigentlich keine Gebühren beim Tagesgeldvergleich

Die Gebühren beim Tagesgeldvergleich beachten

Werden für Tagesgeldkonten Kontoführungsgebühren belastet?

Es ist ein Massengeschäft: Millionen Sparer werden mit vermeintlich attraktiven Angeboten zu Tagesgeldanlagen gelockt. Das Angebot der Banken beinhaltet die kostenlose und gebührenfreie Kontoführung des Tagesgeldkontos. Doch sind sie wirklich kostenfrei für den Anleger oder gibt es versteckte Gebühren? Eines ist sicher: Tagesgeldkonten, die nicht mehr gebraucht werden, sollten gleich gekündigt werden.

Kontoführungsgebühren

Mit den Gebühren für die Kontoführung sollen die bankeigenen Verwaltungskosten gedeckt werden. Sie können monatlich oder vierteljährlich dem Konto belastet werden. Tagesgeldkonten dienen im Gegensatz zu Giro- oder Gehaltskonten nicht der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, sondern der kurzfristigen Geldanlage auf Guthabenbasis. Daher sind sie für die Banken mit geringem Kostenaufwand verbunden und werden kostenlos angeboten. Bei Filialbanken können Tagesgeldkonten mit Gebühren belastet werden, wenn sie als Referenzkonto für ein Wertpapierdepot dienen. Ein anderer Begriff ist Geldmarktkonto. Dann wird meist vierteljährlich eine Abrechnung erstellt. Direktbanken bieten in der Regel kostenlose Tagesgeldkonten an.

Beispiele für Kontokosten generell

  • Kontoführungspauschale
  • Zusatzleistungen
  • Portokosten
  • Kosten für manuell ausgeführte Überweisungen
  • Gebühr bei Überschreitung limitierter Bargeldabhebungen
  • Gebühren für die Benutzung bankfremder Geldautomaten
  • Kosten für Kreditkarte
  • Überziehungszinsen

Beispiele für Kontokosten bei Tagesgeldkonten

  • Versteckte Kontoführungsgebühr in Verbindung mit kostenpflichtigem Girokonto
  • Das Gleiche gilt in Verbindung mit einem Wertpapierdepot
  • Bei einer Filialbank vor Ort

Achtung bei der Kombination Tagesgeld und Girokonto

Oft gibt es bei der Eröffnung eines Girokontos ein kostenloses Tagesgeldkonto mit dazu. Das Tagesgeldkonto mag kostenfrei geführt werden, ein kostenloses Girokonto ist mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr. Häufig ist eine kostenfreie Kontoführung an einen Mindestgehaltseingang gebunden oder gar nicht im Angebot. Deshalb kann das Girokonto gebührenpflichtig, das zugehörige Tagesgeldkonto kostenfrei sein. Tagesgeldkonten brauchen ein Referenzkonto, denn nur zu diesem dürfen Geldtransaktionen getätigt werden. Dies ist in der Regel das Girokonto des Tagesgeldkontoinhabers. Akzeptieren die Banken ein bankfremdes Girokonto als Referenzkonto, gibt es kein Problem.

Versteckte Konto-Kosten beim Tagesgeldvergleich

Generell entstehen bei Tagesgeldkonten keine Kosten. Gebühren können eventuell auftreten, wenn der Kontoauszug nicht im Online-Postfach abgelegt wird, sondern per Postversand zugeschickt werden soll. Manche Banken berechnen hier pauschale Versandgebühren. Vorsicht ist geboten, wenn ein aktives Online-Postfach nicht regelmäßig auf Posteingang kontrolliert wird. Manche Banken versenden die nicht geöffneten Dokumente nach einer Zeit mit der Briefpost an den Kontoinhaber. Dabei könnten Versandkosten entstehen. Besonderes Augenmerk ist bei Tagesgeldkonten außerhalb Deutschlands zu legen. Die Konditionen sollten auf versteckte Kosten überprüft werden.

Gebühren bei der Kontoeröffnung oder Kündigung

Viele Tagesgeldkontoinhaber verzichten auf die Kündigung des Kontos, wenn dieses nicht mehr gebraucht wird, weil sie nicht mit Kontoführungsgebühren belastet werden. Tagesgeldkonten bei Direktbanken sind von der Eröffnung bis zur Kündigung kostenfrei. Eine Kündigung lohnt sich aus einem besonderen Grund: Nach einer Weile können Sie als “Neukunde” wieder ein Tagesgeldkonto bei der gleichen Bank eröffnen und von Bonuszinsen profitieren. Kündigen Sie nicht, bleiben Sie Bestandskunde mit schlechteren Konditionen. Eine Kontoeröffnung und Kündigung eines Tagesgeldkontos bei einer Filialbank werden ebenso kostenfrei durchgeführt.

Auf Tagesgeldkonto verzichten

Es ist sehr gut möglich, alle finanziellen Angelegenheiten zu erledigen, ohne auf ein Tagesgeldkonto zurückgreifen zu müssen. Überweisungen, beispielsweise auf einen Fondssparplan, lassen sich nur vom Girokonto ausführen. Hier können sogar ein Dauerauftrag oder ein Abbuchungsauftrag Erleichterung schaffen. Tagesgeldkonten lassen sich nur mit Girokonten verbinden. Da sie ohnehin nur eine geringe Verzinsung aufweisen, kann auf sie verzichtet werden.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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