Die beste Geldanlage im Jahr 2014

Das Jahr zeigte ein uneinheitliches Bild in Bezug auf die beste Geldanlage 2014. Eine Untersuchung, bei der die unterschiedlichen Anlageklassen in Bezug auf die Werteentwicklung von Jahresanfang bis Jahresende verglichen wurden, zeigte dieses Jahr für Gold die beste Rendite. Alle anderen Anlageklassen lagen zum Teil deutlich abgeschlagen zurück. Aber zunächst zu den Ergebnissen im Detail:

Aktien nicht die beste Geldanlage 2014

Deutsche Aktien konnten sich dieses Jahr „nur“ um 4 % nach oben entwickeln. Auf den ersten Blick scheint diese Entwicklung dürftig, allerdings ist zu beachten, dass die Steigerung in den beiden Vorjahren deutlich höher ausgefallen ist. Das Jahr 2014 war für den deutschen Aktienmarkt daher auch eher als eine Art Verschnaufpause zu sehen. Festgelder schnitten mit 1 % im Vergleich zu Anlagen in Termingeld, die nur 0,6 % Wachstum verzeichnen konnten, sogar noch verhältnismäßig gut ab. Spareinlagen – also das gute alte Sparbuch – schafften bis zum Jahresende gerade einmal 0,15 %. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Sparbuch eine dermaßen niedrige Verzinsung anbietet, ist es umso unverständlicher, dass ein großer Teil der privaten Vermögen in Deutschland genau dort angelegt ist.

Bundesanleihe in 2014

Die Entwicklung bei den Bundesanleihen war dagegen besonders überraschend, legten diese doch um 4,7 % zu und waren somit noch erfolgreicher als Aktienanlagen. Der Grund liegt aber in einer Besonderheit der Bundesanleihen. Diese sind nämlich über die Börse handelbar. Dazu noch ein kleines Beispiel. Ein Anleger kauft eine Bundesanleihe für 1.000 Euro und erhält für 10 Jahre einen Zins von 2 %. Nach fünf Jahren entschließt er sich aber, das Papier zu verkaufen. In der Zwischenzeit werden Bundesanleihen aber für 1,5 % ausgegeben. Würde er im Anschluss wieder in Bundesanleihen theoretisch investieren, würde er auf die Restlaufzeit ca. 2,5 % verlieren. Diesen Verlust lässt er sich aber vom Käufer bezahlen. Der Käufer gibt ihm in diesem Fall 1025 Euro und erhält 2 % Zinsen statt 1,5 % bis zum Laufzeitende. Diese oben beschriebene Entwicklung ist im Jahr 2014 zum Tragen gekommen, da neu ausgegebene Bundesanleihen immer niedrigere Verzinsungen aufweisen. Gleichzeitig werden die Renditen älterer höher verzinster Anleihen nach oben getrieben.

Gold war die beste Geldanlage 2014

Überraschend für das Jahr 2014 war aber die Entwicklung der Anlage in Gold. Diese hat mit einer Rendite von 9 % für das abgelaufene Jahr den Spitzenplatz eingenommen. Damit korrespondiert die Entwicklung mit der wachsenden Unsicherheit in die Staatsfinanzen im Euroraum. Denn Gold ist eine Krisenwährung und wird immer dann verstärkt gekauft, wenn sich die politische oder wirtschaftliche Großwetterlage einzutrüben beginnt. Für die deutsche Konjunktur stehen die Zeichen zwar weiterhin auf Grün, die gesamte Eurozone kämpft aber weiterhin mit strukturellen Problemen. Gold ist somit von Faktoren abhängig, die sich nur sehr schwer kalkulieren lassen. Daher ist eine Prognose für die Folgejahre in Bezug auf die Wertentwicklung auch mit besonders großer Unsicherheit behaftet.

Was ist die beste Geldanlage in den kommenden Jahren?

Welche Anlageformen sollten Anleger aber in den kommenden Jahren wählen? Die genaue Beantwortung hängt von einer Vielzahl von Einflussgrößen ab, die nicht exakt bestimmbar wäre. Aber es gibt langfristige Indikatoren und Erfahrungen, die bei der Entscheidung weiterhelfen. Zum einen ist das die Politik des lockeren Geldes der EZB. Diese wird auch mittelfristig noch anhalten und somit die Renditen für alle festverzinslichen Anlageklassen nach unten drücken. Parallel läuft die deutsche Wirtschaft seit einigen Jahren hervorragend und aktuell gibt es keine dunklen Streifen am konjunkturellen Horizont. Es spricht also vieles dafür, dass in den kommenden Jahren Aktien eine überproportionale Rendite abwerfen werden. Wer in den Aktienmarkt investiert, der sollte allerdings nur Gelder investieren, die nicht kurzfristig zur Verfügung stehen müssen. Darüber hinaus gilt es das Risiko bei Aktien zu streuen und niemals nur auf einen Titel zu setzen. Wer diese beiden Strategien verfolgt, der hat schon die halbe Miete eingefahren. Und wer als Anleger bei Aktien eine jährliche Rendite erwirtschaften will, der setzt auf solche Titel, die in den letzten Jahren eine hohe Dividendenrendite erzielt haben. Auf diesem Weg können Anleger sowohl von steigenden Kursen und laufenden jährlichen Erträgen partizipieren.

Eine sinnvolle Alternative zum direkten Investment in ausgewählte Aktien sind Investmentfonds oder auch Indexfonds. Erste werden in der Regel aktiv gemanagt, d. h. ein Fondsmanager beobachtet den Markt und schichtet aktiv um. Bei Indexfonds wird, wie der Name schon sagt, ein Index – bspw. der DAX – abgebildet. Ein aktives Management ist nicht notwendig und aus diesem Grund sind die Kosten für Indexfonds deutlich geringer als die eines aktiv gemanagten Investmentfonds.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

Diesen Artikel weiter empfehlen

Share on facebook
Auf Facebook teilen
Share on twitter
Auf Twitter teilen
Share on xing
Auf Xing teilen
Share on whatsapp
Per WhatsApp teilen

Kommentieren Sie diesen Beitrag

Der NDAC- größter Aktienclub in Niedersachsen

Jetzt Kostenlos Mitglied werden