Welches war die beste Geldanlage 2019

Das letzte Jahr war in Sachen Geldanlage ein besonders spannendes Jahr. Insbesondere, weil die Rahmenparameter zu Beginn des Jahres nicht unbedingt auf die vergangene Wertentwicklung von Aktien und Gold hätten schließen lassen. Denn der Handelskrieg zwischen den USA und China hat auch im vergangenen Jahr die Wirtschaftsnachrichten bestimmt. Nicht überraschend war am Ende, dass festverzinsliche Wertpapiere weiter an Rendite abgegeben haben. Zumindest an dieser Front ist auch für die Folgejahre die Entwicklung verlässlich zu projizieren und Anleger werden mittelfristig nur sehr magere Renditen erwirtschaften.

Die Entwicklung von Festgeld

In Bezug auf die festverzinslichen Anleihen hat sich Festgeld mit einer Rendite von 0,2 % noch am besten geschlagen. Allerdings sind hier verschiedene Laufzeiten berücksichtigt, d. h. Kurzläufer tendieren deutlich unter der durchschnittlichen Rendite, länger gebundenes Festgeld etwas höher. Alles in allem aber eine Anlageklasse, bei der Anleger nicht wirklich viel verdienen konnten.

Bei Tagesgeld und Spareinlagen kaum mehr positive Renditen zu erreichen

Mit winzigen 0,07 % bzw. 0,05 % geben die beiden Anlageformen nur die Sicherheit, dass am Ende des Jahres nominal kein Geld verloren wurde. Wird dann aber die Inflationsrate mit einkalkuliert, dann haben Anleger mit dieser Form faktisch Vermögen verloren. Die deutschen Sparer verschenken hier seit Jahren Milliarden an Zinserträgen auch wenn alle Experten immer wieder auf dieses Dilemma hinweisen und gleichzeitig passende Alternativen vorschlagen.

Bundesanleihen – erstmals musste man Geld mitbringen

Besonders hart traf es Besitzer von Bundesanleihen. Diese verloren 0,45 % ihres Vermögens binnen eines Jahres. Dabei ist des einen Leid des anderen Freud, denn der Bund kann sich auf diesem Weg entschulden, während Anleger wie Lebensversicherer und Pensionsfonds wegen ihrer Satzung gezwungen sind in diese Anlageform zu investieren. Und auch hier ist damit zu rechnen, dass es in den nächsten Jahren keine Verbesserung geben wird.

Gold – ein neuer Stern am Anlagehimmel

Die Krise am Golf, schwächelnde Konjunkturdaten in den USA und China, aber auch der Handelskrieg zwischen beiden Ländern hat Gold zunehmen als Investitionsobjekt interessant gemacht. Gleichzeitig stockte die russische Zentralbank ihre Goldreserven massiv auf. All diese Faktoren führten zu einem massiven Anstieg des Goldpreises um 24,1 %. Dieser Anstieg bedeutete gleichzeitig einen der stärksten Anstiege in der Jahresbetrachtung seit Jahrzehnten.

Die bekannte Nummer 1 – Aktien

Mit Ausnahme des Jahres 2018 haben Aktien in den letzten Jahren immer die Siegerliste angeführt. Und auch im vergangenen Jahr konnten Aktien wieder überzeugen. Dabei standen die Zeichen zu Jahresbeginn nicht unbedingt auf maximale Rendite. Denn 2019 war eher ein Jahr, welches für konjunkturelle Verwerfungen gesprochen hat. Umso erstaunlicher ist die Wertentwicklung von 25,5 %. Die Gründe für das Erstarken des Aktienmarktes liegen zum einen in der negativen Überkorrektur des vergangen Jahres. Zum zweiten investieren Anleger mittlerweile deutlich mehr in Aktien, weil alternative festverzinsliche Anlageformen auch wegen der Politik der EZB keine Renditen erwirtschaften. Und zumindest an der Zinsentwicklung und der Geldpolitik wird sich auch in den nächsten Jahren mit der Stabübergabe von Mario Draghi an Christine Largade wenig ändern. Es spricht einiges dafür, dass auch im neuen Jahrzehnt Aktien die Nase vorne haben werden.

Wie sieht eine optimale Anlagestrategie aus

Bei Anlagestrategien wird häufig das magische Dreieck herangezogen. Es verbindet Liquidität, Risiko und Ertrag miteinander. An den jeweiligen Eckpunkten des magischen Dreiecks befinden sich die oben beschriebenen Punkte. Wer bspw. als Anleger eine hohe Liquidität benötigt, erkauft diese mit einem geringen Ertrag und Anleger, die viel Sicherheit wollen können diese nur mit geringer Rendite erhalten. So gesehen befindet sich der Anleger immer in einem Dilemma. Wer sein Vermögen geschickt investieren möchte, der sollte dabei aber immer auch den Zweck im Auge behalten, für den er Vermögen aufbaut. Wird Geld kurzfristig benötigt, dann sollten risikolose Anlagen gewählt werden. Termingeld macht hier trotz der niedrigen Verzinsung immer noch Sinn. Soll Vermögen über einen langen Zeitraum aufgebaut werden, dann kann durchaus eine geringe Liquidität in Kauf und ein höheres Risiko eingegangen werden.

Vor diesem Hintergrund sind auch Aktien weiterhin eine hoch lukrative Anlageklasse. Wer langfristig hier investieren möchte, der nutzt Fonds oder ETFs – (exchange-traded funds). Insbesondere die letzte Anlageform bietet dabei eine gute Mischung, da sie zum einen sehr kostengünstig ist, zum anderen aber bekannte Aktienindizes abbildet. Darüber hinaus empfehlen sich auch Aktien. Zu berücksichtigen sind hier Papiere mit hoher Dividendenausschüttung. Kluge Anleger streuen darüber hinaus ihr Risiko und setzen nie alles auf eine Karte. Wer mit dieser vergleichsweise einfachen Strategie an seinen Vermögensaufbau geht, wird langfristig eine deutlich bessere Performance erreichen.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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