Welches war die beste Geldanlage 2015

Das vergangene Jahr war finanzpolitisch gesehen eine besondere Herausforderung. Im Zentrum stand dabei die Europäische Zentralbank, die im Januar verkündete, dass sie die weiterhin im Euro-Raum schwächelnde Konjunktur mit einem Anleihekaufprogramm stützen wolle. Seit Januar kaufte die EZB daher monatlich 60 Mrd. Euro an Staatsanleihen auf. Eine Entwicklung, die in dieser Form in Europa bisher einmalig war. Und in diesem Zusammenhang überrascht es dann auch nicht, dass insbesondere festverzinsliche Anleihen eine sehr schwache Performance im abgelaufenen Jahr 2015 zeigten. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Anlageklassen in Bezug auf ihre Wertentwicklung genauer untersucht, um abschließend eine Empfehlung für eine optimale Wertanlage zu geben.

Die Entwicklung von Festgeld

Unter Festgeld sind die Anlagen zu verstehen, bei denen der Gläubiger über einen fest definierten Zeitraum einen regelmäßigen Zins erhält. Anlage in Festgeld werden in der Regel von Banken ausgegeben und sind nicht handelbar. Dabei sind Anlagezeiträume von 3 Monaten bis 6 oder mehr Jahren möglich. Je länger der Anlagezeitraum, desto höher ist dabei der zu erwartende Zins. Wird jetzt die Wertentwicklung von 0,6 % im Schnitt über alle Anlagenzeiträume betrachtet lässt sich erahnen, wie gering die tatsächliche Rendite gerade bei Kurzläufern gewesen sein muss.

Die Entwicklung von Termingeldern

Wer sein Geld im letzten Jahr in diese Klasse investiert hat, der hat magere 0,4 % Rendite erhalten. Der Vorteil von Termingeld liegt darin, dass es in der Regel auch mit einer Vorankündigung kündbar ist und somit flexibler eingesetzt werden kann, aber 40 Euro für 10.000 Euro Einsatz bedeuten am Ende noch nicht einmal einen Inflationsausgleich

Die Entwicklung von Spareinlagen

Wie so oft im Jahresvergleich schneidet das gute alte Sparbuch wieder einmal als letzter ab. Hier haben Anleger genau 10 Euro oder 0,1 % Rendite erwirtschaftet. Aber nichtsdestotrotz erfreut sich diese Form der Anlage weiterhin großer Beliebtheit. Vermuten werden kann an dieser Stelle nur, dass die Deutschen risikoscheu sind und gleichzeitig in Bezug auf alternative Anlageformen wenig aufgeklärt sind.

Die Entwicklung von Bundesanleihen

Mit 0,7 % im Vergleich zu den bisher genannten Sparformen Spitzenreiter waren Bundesanleihen. Diese Anlageform wird von Versicherungen und institutionellen Anlegern wegen ihrer Sicherheit geschätzt. Aber gerade wegen der exponierten wirtschaftlichen Sonderstellung der Bundesrepublik notieren deutsche Anleihen im europäischen Umfeld ganz besonders niedrig. Und mittelfristig wird sich an dieser Situation auch nicht gravierend viel ändern. Allerdings bieten Bundesanleihen den Vorteil, dass diese an der Börse handelbar sind.

Die Entwicklung von Gold als Anlageform

Gold ist und bleibt eine Krisenwährung. Aus diesem Blickwinkel betrachtet war das vergangene Jahr kein besonders krisengeplagtes Jahr. Nimmt man die Entwicklung des Goldpreises in den letzten Jahren unter die Lupe wird man nicht selten erhebliche Schwankungen von Jahr zu Jahr erkennen können. Aus Sicht der Anlageprofis gab es also wirklich Krisenzeichen am Horizont und Gold verzeichnete mit 1 % einen geringen Anstieg.

Die Entwicklung von Aktien

Wie bereits in den vergangenen Jahren konnten auch in diesem Jahr Aktien mit 5,3 % die beste Performance an den Tag legen. Damit hat sich die Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fortgesetzt. Tatsächlich zeigte der Verlauf des deutschen Aktienbarometers innerhalb des Jahres noch eine deutlich bessere Entwicklung. Denn bis Mitte des Jahres wäre noch eine Wertentwicklung von über 10 % möglich gewesen, danach bröckelte der DAX wieder etwas ab, stand aber immer noch höher als zu Beginn des Jahres. Diese Entwicklung zeigt zwei wichtige Elemente bei einem Aktieninvestment. Das eine Element ist, dass Aktien im Wert schwanken können, das zweite Element ist aber, dass Aktien über Jahre hinweg eine deutlich bessere Performance bieten.

Was ist die ideale Anlagestrategie?

Grundsätzlich gilt, dass niemals alles auf eine Karte gesetzt werden sollte. Optimal ist derjenige gerüstet, der zunächst immer ein oder zwei Monatsgehälter jederzeit verfügbar hat und dies auch in Anlageformen investiert, die im Wert nicht schwanken. Hier empfiehlt sich Tagesgeld, weil zumindest eine minimale Verzinsung gegeben ist. Darüber hinaus ist dann in Aktien zu investieren. Auf Nummer sicher geht derjenige, der auf sogenannte Blue-Chips, also Aktien im DAX setzt. Diese können natürlich innerhalb eines Jahres schwanken, aber erhebliche Schwankungen treten hier nicht so häufig auf. Wer nicht in ausgewählte Werte investieren möchte, der greift auf Aktienfonds zurück. Diese nehmen dem Anleger die Sorge aktiv den Markt beobachten zu müssen und bieten ihm gleichzeitig auch eine überdurchschnittliche Rendite.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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