Geld anlegen – weitere Fonds

Viele Sparer denken über Alternativen nach. Hier kommt der Begriff Investmentfonds ins Spiel. Doch was sind Investmentfonds, wie funktionieren sie und wie kann der Anleger davon profitieren, der sein Geld auf diese dieser Art sparen möchte. Der Begriff Fonds kommt aus der französischen Sprache und bedeutet übersetzt „Gelder“. Die Geschichte der Investmentfonds liegt bereits lange zurück. 1774 wurde der erste Investmentfonds in den Niederlanden aufgelegt. In Deutschland dauert es wesentlich länger, bis sich die Idee des gemeinsamen Investieren durchgesetzt hat. Der erste Investmentfonds wurde 1950 aufgelegt, der Fondak. Der Name Fondak leitet sich aus den beiden Worten Fonds und Aktien ab. Diesen Fonds gibt es noch heute und gehört zur Allianz. Die Wertentwicklung seit 1950 ist äußerst beeindruckend: Anleger konnten eine Rendite erzielen von 43.000 Prozent. Wer im Jahre 1950 in den Fondak investierte und bis heute dabei blieb hat aus 1.000 EUR Investitionssumme insgesamt 430.000 EUR gemacht. So ist Geld anlegen mit Sicherheit ein gelungener Weg.

Investmentfonds als Oberbegriff

Fonds sammeln Geldbeträge der Anleger ein und investieren in verschiedene Anlagenklassen. Die vier größten Anlageklassen sind Aktien, Rohstoffe, Immobilien und Anleihen. Mischfonds investieren in mehrere dieser Anlageklassen, zum Beispiel in Aktien und Anleihen. Investmentfonds sind Sondervermögen und damit vor Insolvenz geschützt. Aktienfonds bieten erfahrungsgemäß auf langfristiger Basis die höchste Rendite. Dies liegt daran, dass das Investment in Aktien dem unternehmerischen Handeln gleichkommt. Die Beteiligung an einem Unternehmen bietet die Chance auf Wertsteigerung durch innovative Produktideen und dem Zugang zum weltweitem Handel. Die höheren Renditechancen gehen allerdings auch mit einem höheren Risiko einher. Um kurzfristige Kursschwankungen aussitzen zu können, sollten Aktienfonds langfristig gehalten werden. Aktien sollten immer eine langfristige Geldanlage sein und sind kein kurzfristiger Versuch, Gewinne durch sparen zu erwirtschaften.

Fonds unterscheiden

In der Welt der Fonds kursieren viele Begrifflichkeiten, die für Laien nicht immer verständlich sind. Der Gesetzgeber hat zudem neue Regelungen und Bezeichnungen geschaffen, beispielsweise wurden die Termini Kapitalanlagegesellschaften und Depotbank durch Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstelle ersetzt. Das Investmentvermögen ist im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) geregelt. Das KAGB wurde 2013 nach EU-Vorgaben vom deutschen Gesetzgeber als Nachfolger für das Investmentgesetz geschaffen. Dem Gesetz unterliegen alle weitere Fonds und Fondsverwalter, offene und geschlossene Fonds sowie Publikums- und Spezialfonds. Im Folgenden soll mit kurzen Erklärungen auf die bekannten und weitere Fondsarten sowie Begriffe aus der Fondswelt eingegangen werden. Diese Art Investmentfonds spezialisiert sich auf in- und ausländische Aktien. Aktien unterliegen generell keiner Laufzeitbegrenzung und können vom Fondsmanager unbegrenzt gehalten werden. Rentenfonds Ein solcher Investmentfonds unterhält Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Länderanleihen, Kommunalobligationen, Pfandbriefe sowie Bundesschatzbriefe. Bei festverzinslichen Wertpapieren gibt es eine Endfälligkeit und somit eine zwangsweise Umschichtung. Immobilienfonds Diese Fondsart beschränkt sich auf Wohn- und Gewerbeimmobilien im In- und Ausland. Geldmarktfonds Geldmarktfonds spezialisieren sich auf kurzzeitige Anlagezeiträume. Es wird in kurzfristige Termineinlagen sowie festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit angelegt. Mischfonds Diese Investmentfonds investieren in Aktien, Rentenpapiere sowie eventuell in Währungen, Geldmarkttitel, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle. Die Gewichtung der einzelnen Werte obliegt der Fondsstrategie. Indexfonds Aktiv gehandelte Investmentfonds dieser Art fokussieren sich allein auf Indizes. Sie bilden einen Aktienindex hinsichtlich der Wertpapiere und prozentualer Anteile so gut wie möglich nach. ETF-Fonds Hinter diesen Investmentfonds steckt jeweils ein Börsenindex. ETFs sind passiv gemanagte Finanzprodukte. Derivatefonds Derivatefonds investieren in Finanzinstrumente, die sich nach den Preisen anderer Anlageobjekte richten. Hierzu gehören Zertifikate, Futures und Optionen. Wandel- und Optionsanleihenfonds Es wird ausschließlich in Wandel- und Optionsanleihen investiert. Eine Wandelanleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier mit dem Recht, zu einem späteren Zeitpunkt in Aktien zu tauschen. Eine Optionsanleihe ist ein Wertpapier mit festen Zinsen, zusätzlich können Aktien erworben werden. Garantiefonds Diese Investmentfonds haben eine Laufzeit. Am Ende erfolgt eine garantierte Rückzahlung, je nach Risikobereitschaft, in Höhe des eingesetzten Anlagebetrags oder darunter. Dachfonds Dachfonds spezialisieren sich auf andere Fonds. Sie kaufen die Fondsanteile von sogenannten Zielfonds, d. h. Aktien-, Renten- sowie anderen Investmentfonds. Hedgefonds Diese Investmentfonds haben unterschiedliche Anlageklassen im Depot, tätigen Leerverkäufe und nehmen Kredite auf. Single-Hedgefonds Diese Art von Hedgefonds sind Publikumsfonds, die aufgrund des Risikos nur privat platziert werden dürfen. Dach-Hedgefonds Dach-Hedgefonds investieren ausschließlich in inländische sowie ausländische Single-Hedgefonds. Spezialfonds Spezialfonds dienen der Kapitalansammlung für einen bestimmten Zweck und sind auf Pensionskassen oder Versicherungen ausgerichtet. Investmentfonds Investmentfonds ist der Oberbegriff für Anlagefonds, die dem Vermögensaufbau dienen und sich unterschiedlicher Anlageklassen bedienen können. Es gibt geschlossene und offene Investmentfonds. Geschlossene Investmentfonds dienen einem bestimmten Zweck oder Projekt. Nach einem festgelegten Zeitraum oder wenn genügend Kapital gesammelt wurde, wird kein Kapitalanleger mehr aufgenommen. Offene Investmentfonds unterliegen keiner Beschränkung hinsichtlich der Anzahl der herausgegebenen Fondsanteile. Jeder klassische Investmentfonds, beispielsweise ein Aktienfonds, ist ein offener Fonds. Publikumsfonds Ein Sammelbegriff für Investmentfonds, die jedem Kapitalanleger für die Investition zur Verfügung stehen. Thesaurierende Investmentfonds Bei thesaurierenden Fonds verbleiben die erwirtschafteten Erträge jedes Geschäftsjahres im Fondsvermögen. Die abzuführende Kapitalertragssteuer und der Solidaritätszuschlag werden dem Fondsvermögen entnommen. Ausschüttende Investmentfonds Bei ausschüttenden Fonds werden die ordentlichen Erträge aus Dividenden und Zinsen sowie die außerordentlichen Erträge aus Gewinnen voll oder teilweise jährlich ausgezahlt. OGAW-Fonds OGAW ist die Abkürzung für “Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere”. Diese Fondsart im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches trifft auf viele Aktien- und Rentenfonds zu. Alternative Investmentfonds (AIF) Zu dieser Sonderform gehören alle nicht in der europäischen OGAW-Richtlinie, sondern in der AIFM-Richtlinie geregelten Investmentfonds. Dies sind geschlossene Fonds, offene Spezialfonds sowie offene Immobilienfonds.

Den NDACinvest näher betrachtet

Der NDACinvest ist ein Aktienfonds, der in inländische und ausländische Aktien investiert. Es handelt sich um einen thesaurierenden Investmentfonds, der im Kapitalanlagegesetzbuch den “Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere” (OGAW) unterliegt. Der Aktienfonds des NDAC gehört zu den offenen Publikumsfonds, dessen Fondsanteile von jedem Investor unbegrenzt erworben werden können.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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