Anlagestrategie: Aktien und Zinsanlagen

Aktien und sichere Zinsanlagen: Auf die Mischung kommt es an

Wenn sich private Anleger zum ersten Mal mit dem Thema „Geldanlagen“ beschäftigen, hören sie häufig den Ratschlag, das Portfolio auf Aktien und auf sichere Zinsanlagen aufzuteilen. Damit sollen sich besonders attraktive Renditen ohne großes Risiko erwirtschaften lassen. Gerade für Einsteiger klingt das nach einer vielversprechenden Empfehlung für das perfekte Depot. Was also hat es mit dem Mix aus Aktien und Zinsanlagen auf sich, und welche Vor- und Nachteile sind mit dieser Strategie verbunden?

Anlageziele und Risikoeinstellung im Fokus

Bei der Zusammensetzung Ihres Portfolio sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es Ihren individuellen Anlagezielen und auch Ihrer Risikoeinstellung entspricht. Nur dann werden Sie dauerhaft mit Ihrem Depot zufrieden sein. Wenn Sie einen langfristigen Vermögensaufbau für Ihren Ruhestand anstreben und vor den Wertschwankungen an der Börse zurückschrecken, sollten Sie andere Wertpapiere wählen als ein Anleger, der mit risikoreichen Investments von hohen Kurssteigerungen profitieren will und der dafür gerne ein gewisses Verlustrisiko in Kauf nimmt. Die große Mehrzahl der Privatanleger wünscht sich für den Aufbau des langfristig ausgelegten Portfolios einen vernünftigen Wertzuwachs bei überschaubarem Risiko. Ein auf diese Ziele ausgerichtetes Portfolio kann man sehr gut für die Altersvorsorge verwenden, man kann die gebildeten Rücklagen aber auch als mittelfristig verfügbare Finanzreserve heranziehen. Wenn Sie mit Ihrem Portfolio mittel- bis langfristig eine akzeptable Rendite erzielen wollen und dabei nur ein überschaubares Risiko eingehen wollen, bietet sich eine Kombination aus Aktien und sicheren Zinsanlagen an.

So funktioniert der Mix aus Aktien und Zinsanlagen

Der erste Baustein dieser Strategie sind Aktien als Direktinvestment bei börsennotierten Unternehmen. Beim Gedanken an Aktien im Depot werden viele private Kleinanleger nervös. Noch immer ist die Finanz- und Bankenkrise aus den Jahren 2008 und 2009 nicht vergessen, in denen viele Investoren durch den Kauf von Aktien ein Vermögen verloren haben. Trotzdem sind Aktien auch heute noch ein Investment mit attraktiver Rendite. Gerade über einen mittel- bis langfristigen Anlagezeitraum von drei bis zehn Jahren erzielt das Investment in Unternehmen nachweislich Renditen, die sich mit anderen Anlagen nicht realisieren lassen. Wichtig ist allerdings die Wahl der Aktien. Beim Kauf von Aktien großer deutscher Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex kann man in der Regel nicht viel verkehrt machen. Die Anleger erhalten hier üblicherweise solide Dividenden, die bei einer beständigen Unternehmensentwicklung Jahr für Jahr an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Wenn Sie als Anleger direkt in Aktien investieren und nicht den Weg über einen Aktienfonds gehen wollen, entscheiden Sie sich für den Kauf von mehreren Papieren bei unterschiedlichen Unternehmen, um so das Verlust- und Wertschwankungsrisiko zu verteilen. Das zweite Standbein dieser Strategie sind sichere Zinsanlagen. Hier ist das Spektrum außerordentlich breit. Zum einen gehören Tages- und Festgelder mit einem festen Zins dazu, zum anderen fallen aber auch alle festverzinslichen Wertpapiere wie Staats- oder Unternehmensanleihen darunter. Die Auswahl ist vielfältig, und wenn Sie sich als Anleger für mehrere Investments mit sicherer Verzinsung entscheiden, wissen Sie zum Zeitpunkt des Kaufs schon, welche Rendite und welche Zinsen Sie am Ende der Laufzeit garantiert erwarten dürfen.

Anlagestrategie Aktien

Bei der Betrachtung des Mix aus Aktien und Zinsen geht der Anleger von einer guten Wertentwicklung beider Standbeine aus. Seit der Niedrig-Zinspolitik der EZB hat die Anlage in verzinsliche Wertpapiere an Charme verloren. Seit ca. 2017 sprechen wir von einer Geldvernichtung, die durch eine erhöhte Inflation zustande kommt. Wenn die Inflation höher ist, als die reale Zinsentwicklung der Geldanlage, dann schrumpft das eingesetzte Vermögen. Der Effekt wäre der gleiche, als wenn der Anleger den Minusbetrag zwischen Zinsen und Inflation selber verbrennen würde. Fachleute meiden richtigerweise mehr und mehr Wertanlage mit Zinsen und wählen stattdessen vermehrt die Anlagestrategie Aktien. Bei der Beachtung der wesentlichen Grundlagen, ist es dem Anleger mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit möglich, über einen mittel bis langfristigen Anlagehorizont den Wertzuwachs von 4 bis 6 % zu realisieren, nicht selten auch im zweistelligen Bereich. Grundsätzlich wird zwischen der Geldanlage in Einzelaktien und der Anlage in Aktienfonds unterscheiden. Um diese Entscheidung zu treffen, ist eine genaue Analyse des Anlegers auf seine Risikopräferenz und seine fachliche Voraussetzung notwendig. Lesen Sie dazu Geld anlegen in Aktien. Hier finden Sie die Abwägung, ob man sein Geld in Einzelaktien oder in einen Aktienfonds anlegen sollte.

Diese Vor- und Nachteile sollten Sie kennen

Ein Direktinvestment in Aktien ist immer mit dem Risiko verbunden, dass die Aktien über Nacht an Wert verlieren oder dass ein Unternehmen keine Dividende zahlt. Bei einem längerfristigen Anlagezeitraum fallen diese Nachteile meist nicht nennenswert ins Gewicht.Dennoch müssen Sie sich als Investor darüber klar sein. Bei einem Festzinsinvestment erhalten Sie einen fest vereinbarten Zins auf das eingezahlte Geld. Dafür sind Sie an die Einhaltung des Anlagezeitraums gebunden. Lediglich ein Tagesgeld ist täglich verfügbar. Dennoch verbinden Sie bei einem mittel- bis langfristigen Anlagezeitraum mit einer Kombination aus Aktien und Festzinsinvestments die Vorteile einer vernünftigen Rendite bei hoher Sicherheit.

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