Auf die Mischung kommt es an – Eine Betrachtung

Ein Kommentar von Torsten Arends, Geschäftsführer NDAC-Anlegerclub

Und das nicht nur beim Backen, Kochen oder in einem Cocktail, sondern die gleiche Sorgfalt sollten Anleger auf ihr Depot legen. Zurzeit sind deutsche Haupt-, Technologie-, und Nebenwerte ebenso im Höhenrausch wie die internationalen Börsen. Speziell die Werte an den Börsen über den großen Teich und auch an den europäischen Börsen.
Und so fragen sich die meisten Anleger, speziell die Neustarter im Aktienhandel, wo sie nun investieren sollen. Aber auch alte Hasen kommen, wegen der immer wieder neu aufgerufenen Allzeithochs ins Grübeln, welcher Markt jetzt noch gute Aussichten bietet, ohne gleich in ein fallendes Messer zu greifen.
Um es gleich vorweg zu sagen, günstig sind beide oder alle drei Regionen nicht mehr. Die Kurse sind aktuell auf Allzeithochniveau und damit in den vergangenen Corona-Monaten schon sehr deutlich gestiegen. Dies ist die schlechte Nachricht. Aber es gibt auch die gute Nachricht, dass die Unternehmen mit höherer Sicherheit noch bessere Chancen bieten.
Die Briten fangen an die Wirtschaft wieder zu lockern. US-Bundesstaaten haben im Zusammenhang mit der zunehmenden Durchimpfung der Bevölkerung die Schutzmaßnahmen teils sehr weitgehend aufgehoben. Die Wirtschaft in Deutschland ist zumindest auf Großindustrie-Ebene eigentlich kaum von den Maßnahmen an sich betroffen – die Nachfrage insgesamt, speziell in dem für Deutschland so wichtigen Exportbereich, steigt wieder an.
In welcher der drei Regionen sollen Anleger also investieren? Es gibt wirklich kein allgemein gültiges Patentrezept. Ob nun eine exakte Mischung zwischen den Regionen die beste Auswahl garantiert, bezweifelt ihr Autor.
Mit Substanzunternehmen, die ein klares Unternehmensprofil besitzen und in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie Geld und wichtiger noch Gewinne realisieren können, sind ein Hauptbestandteil für jedes Aktien-Depot. Auch wenn man jetzt angesichts der Schwierigkeiten durch die Pandemie, z. B. die Havarie im Suez-Kanal etc. immer wieder von den Grenzen der Globalisierung ja sogar von De-Globalisierung spricht ist doch festzustellen, dass die umfassende Länder und Kontinente übergreifende Arbeitsteilung weiterhin ein wichtiger Bestandteil der internationalen Wirtschaft bleiben wird. Und wenn Anleger z. B. nur deutsche Aktien kaufen, dann müssen sie wissen, dass zahlreiche Unternehmen auch aus Deutschland ohnehin international bestens vernetzt und damit auch abhängig von dem sind, was auf den ausländischen Märkten passiert, im positiven wie im negativen Sinn.
Wichtig ist daher, nicht die beste regionale Mischung zu suchen, sondern die richtigen Unternehmen. Dabei bietet es sich dennoch an, zwischen den einzelnen Wirtschaftsräumen zu unterscheiden. Selbstverständlich ist es sinnvoll, Risiken dadurch zu minimieren, dass Anleger zumindest im Euro- Raum wie auch im Dollar-Raum investiert sind. Vergessen sollten Investoren auch nicht das Währungsrisiko zum Euro, wenn sie in fremden Währungsräumen mit ihren Investitionen unterwegs sind.
Und es gibt mit China einen dritten Globalplayer, der gern unterschätzt wird und den Anleger deshalb nicht aus den Augen verlieren dürfen. Die Risiken durch den neuen Konkurrenten aus dem Reich der Mitte spielen eine unterschiedlich große Rolle in beiden Wirtschaftsräumen. Die EU und besonders Deutschland versuchen bekanntlich derzeit noch, sowohl mit den USA wie auch mit China, im Geschäft zu bleiben. Die Strategie wird sich langfristig nicht mehr lange erfolgreich durchhalten lassen. Irgendwann müssen sich Deutschland und die EU entscheiden. Es herrscht ein Wirtschaftskrieg, und wie es in globalen Auseinandersetzungen nun mal üblich ist, gibt es in der Regel keine Neutralität mehr. Deshalb ist es richtig auch nach China zu schauen. Dort gibt es auch sehr erfolgreiche Aktien, auch wenn der politische Einfluss und undurchsichtige Geschäftspraktiken eine Auswahl erschweren. Aber so als Depotbeimischung ist eine chinesische Aktie nicht verkehrt.
Daher ist es wie oben beschrieben sinnvoll, in verschiedenen Regionen investiert zu sein. Eine exakte beste Aufteilung gibt es nicht. Investoren sollten sich vor allem auf jene Unternehmen konzentrieren, die hinreichend sicher viel Geld verdienen werden. Ihr Autor hält dabei gerade die „dividendenstarken Aristokraten“ oft für eine gute Auswahl. Auch sollten zwischen den Branchen diversifiziert werden.
Große Beteiligungsgesellschaften wie unser Depotwert Berkshire Hathaway von Altmeister Waren Buffet machen uns vor, wie man mit verschiedenen Wertpapieren aus aller Welt über lange Zeit am Markt erfolgreich ist. Oder im Biotechnologiebereich sind z. B. unsere beiden Schweizer Depot- Werte BB Biotech und HBV Healthcare sehr gute Beispiele für internationale Beteiligungen.
Und auch Essen, Trinken und Kosmetika gehen immer (z.B. NDAC–Wert Unilever) und auch Rückversicherungen (NDAC-Wert Munich Re) machen derzeit ein gutes Geschäft.
Wir sehen also es ist gar nicht so schwer, ein gutes Depot aufzustellen. Aber Zeit, Geduld und das nötige Kleingeld dürfen auch nicht fehlen. In den NDAC-Clubfonds können Anleger ihr Geld mit ruhigem Gewissen investieren, denn wie gesagt: Auf die Mischung kommt es an!

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