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Börsenwissen: Inflation und Altersvorsorge

Ein Kommentar von Carsten Witt, stellv. Geschäftsführer des NDAC Anlegerclubs

Tagtäglich ärgern wir uns im Supermarkt, wenn wieder etwas teurer geworden ist oder der Preis auf dem Stand verharrt, bei dem uns vor einem oder zwei Jahren nicht einmal im Traum einfiel, die Ware überhaupt näher in Augenschein zu nehmen geschweige denn zu kaufen. Heute dagegen ist es Normalität geworden, die wichtigsten Dinge auch zu erhöhten Preisen in den Warenkorb zu legen, um dann an der Kasse zähneknirschend zu bezahlen. Wir stellen ernüchtert fest, die Inflation ist im Alltag angekommen und wird uns wahrscheinlich eine längere Zeit begleiten. Dabei ist es egal, was die Notenbanker bei der EZB in Frankfurt monatlich beschließen.

Wir erinnern uns, dass Inflation einfach übersetzt Geldentwertung bedeutet. Ohne jetzt auf die ökonomische Definition genauer einzugehen, sagen wir es vereinfacht so: Kommt es zu einem allgemeinen Preisanstieg, d. h. es werden nicht nur einzelne Produkte teurer, so bezeichnen wir dies als „Inflation“. Dann kann der Verbraucher mit einem Euro nicht mehr so viel kaufen wie noch vor Kurzem. Anders gesagt: Durch Inflation verliert eine Währung mit der Zeit an Wert.

Nun liegt die Inflationsrate in Deutschland im Mai 2023 noch bei moderaten 6,1 Prozent. Im März und April lagen die Teuerungsraten noch bei 7,4 Prozent bzw. 7,2 Prozent. Über die vergangenen 30 und 50 Jahre lag die Inflationsrate in Deutschland bei rund 2,6 Prozent im Schnitt.

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, wie viel Kapital er für einen sorgenfreien Ruhestand bis ins hohe Alter benötigt. Darauf spart er Kapital an, sei es mit einem Sparplan oder mit unregelmäßigen Einzahlungen auf das private Altersvorsorgekonto. Das Ziel ist immer das gleiche: Den Lebensstandard auch mit der gesetzlichen Rente und ggf. Betriebsrente ergänzend zu erhalten. Aber auch andere Ziele gibt es und so ist nicht verwunderlich, dass die Arbeitnehmer eben früher in Rente gehen wollen und darauf ihre Finanzplanung ausrichten.

Und dann kommt der Tag, wo der zukünftige Rentner dem Chef Tschüss sagen möchte. Aber vorher sollte er sich doch einmal mit dem Thema Inflation im Zusammenhang mit seiner Altersvorsorgeplanung beschäftigen und er wird feststellen, trotz ununterbrochener Zahlung eines vorher bestimmten Betrages und damit auch dem Erreichen des anvisierten Kaptalstocks, wird es nicht reichen früher in den Ruhestand zu gehen oder aber auch eine auskömmliche private Rente zu beziehen.

Was ist geschehen? Die Inflation hat die Pläne über den Haufen geworfen und das schon bei einer fast normalen Inflation.

Die Zeitschrift „Capital“ hat errechnet, dass bei einem angenommenen Zeitraum von 15 Jahren und einer Inflation von 2,6 Prozent sowie einem Kapitalstock von 150.000 Euro, der reale Werte des Kapitals (also heutigen Kaufkraft) auf 102.000 Euro gesunken ist. Ein Minus von 48.000 Euro Wertverlust. Bei 3 Prozent Inflation würde der Wert nur 96.279 Euro und bei 3,5 Inflation 89.500 Euro betragen. Wer eine monatliche Rente von 3.000 Euro bezieht, wird sich auf eine Minderung der Kaufkraft seiner Rente einstellen müssen. In 15 Jahren mindert sich die Kaufkraft der privaten Rente bei einer Inflationsrate von 2,6 Prozent auf 2.041 Euro, bei 3,0 Prozent auf 1.925 Euro und bei 3,5 Prozent ist die Rente nur noch 1.790 Euro wert.

Überflüssig zu sagen, dass die gesetzliche und betriebliche Altersrente oder Pension mit dem gleichen Wertverlustverlust zu kämpfen hat.

Weiter wollen wir gar nicht rechnen. Glauben wir einmal den Worten der EZB-Banker, dass sie das Problem mit der Inflation in den Griff bekommen wollen. Sie sind ja nicht ganz schuldlos an der Misere…

Für den Fall, dass wir uns auf eine weitere überdurchschnittliche Inflationsrate einstellen müssen, müssen wir Gegenmaßnahmen ergreifen.

Eine besteht darin, länger zu arbeiten als geplant. Das mag zwar in einigen Jobs funktionieren und dem Big Boss die Sorgenfalten glätten wegen der Suche nach einem Ersatz für die ausgeschiedenen Beschäftigten. Aber überall geht das auch nicht, denn meistens spielt die Gesundheit nicht mehr so richtig mit im Alter.

Eine zweite Möglichkeit wäre, sich im Alter mit einem oder Mini-, Midi- oder Vollzeitjob zusätzlich etwas dazu zu verdienen. Aber auch das geht nicht ewig und ist an die Leistungsfähigkeit gebunden.

Abstriche im Alter möchte auch niemand unbedingt machen.
Und so sollte es nur eine Lösung geben, die Verluste rechtzeitig auszugleichen. Ab Mitte 40 sollte man sich seine Altersvorsorge genauer anschauen und mit den Ansprüchen vergleichen.

Und auch hier sind Aktien wieder einmal das beste Mittel. Dividendenzahlungen und Kursgewinne bringen die entsprechende Grundlage für eine gesicherte Altersvorsorge. Verluste werden über den langen Zeitraum der Ansparphase ausgeglichen. Und wer wie die meisten glaubt, dass die Inflation seinen verdienten Wohlstand im Alter nicht mehr garantiert, dem bleibt nur die Aufstockung seiner Vorsorgezahlungen.

Der NDAC-Clubfonds ist dafür bestens geeignet. Eine überschaubare Anzahl von deutschen und internationalen Aktien mit hohen Wachstumschancen und vernünftigen Dividendenrenditen jenseits der Sparpläne mit Fest- und Tagesgeld sorgen für eine gute Basis. Und die Möglichkeit Sonderzahlungen zu leisten, wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Lohnerhöhungen, Überstundenvergütungen etc. gleichen den Kaufkraftverlust im Alter doch schon etwas aus.