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Der Clubfonds-Ticker
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Tim Cook, eine weitere Legende sagt Good bye

Eine weitere Legende sagt Good bye, ohne sich ganz zu verabschieden. Die Rede ist von Tim Cook, der unseren NDAC-Clubfondswert Apple nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden des genialen Firmengründer Steve Jobs übernahm und auch rettete. Apple läutet einen historischen Führungswechsel ein: Konzernchef Tim Cook übergibt zum 1. September den CEO-Posten an John Ternus und wechselt selbst auf den Posten des Vorsitzenden des Verwaltungsrats. Bis dahin soll ein geordneter Übergang erfolgen. Es ist der erste Chefwechsel seit 2011, als Cook die Nachfolge von Steve Jobs antrat.

Cook hinterlässt ein Unternehmen in völlig anderer Dimension: Der Börsenwert hat sich unter seiner Führung mehr als verzwanzigfacht und liegt bei rund vier Billionen Dollar. Der Umsatz kletterte auf über 400 Milliarden Dollar. Strategisch prägte Cook vor allem die globale Lieferkette und trieb neue Produktkategorien wie Wearables voran, auch wenn etwa die Vision Pro bislang hinter den Erwartungen zurückblieb. Zum Abschied stehen für den Konzern jedoch noch große Herausforderungen bevor. Geopolitische Spannungen, Zölle, eine komplexe Lieferkette und Engpässe bei KI-Chips, ja und auch der Umgang mit dem Mann im Weißen Haus, von dem das profitable Chinageschäft abhängt. Speziell im Zukunftsfeld Künstliche Intelligenz muss Apple aufholen. Verzögerungen bei Siri und Kritik an fehlenden Innovationen haben den Druck erhöht. Eine neue Siri-Version auf Basis eines Google-KI-Modells ist angekündigt. Das sind dann die künftigen Aufgaben für den neuen Mann an der Spitze von Apple.

Der 50-jährige John Ternus gilt seit Jahren als logischer Nachfolger. Der Maschinenbauingenieur ist seit 2001 im Unternehmen und verantwortete zuletzt als Hardware-Chef zentrale Produktlinien wie iPhone, Mac, Apple Watch, AirPods und Vision Pro. Parallel wird Johny Srouji zum Chief Hardware Officer befördert und übernimmt zusätzliche Verantwortung in der Entwicklung. Dass Ternus der Nachfolger von Cook wird, ist keine Überraschung und durchaus eine gute Lösung, die von den Marktbeobachtern gut aufgenommen wurde.

Samik Chatterjee, Analyst bei JPMorgan, bewertet die Nachfolgelösung in einer ersten Reaktion ebenfalls als positiv. Er verweist darauf, dass mit Ternus ein auf Produkte und Hardware fokussierter Manager den Staffelstab übernehme. Wie werden sehen wie sich unser NDAC-Clubfondswert Apple mit dem neuen starken Mann an der Spitze entwickelt. Neben dem Apple-Konzern gibt es noch sehr viele weiter Aktivitäten um den Einsatz der KI, zum Beispiel in unserem europäischen Nachbarland Großbritannien, das bekanntlich nicht mehr zur EU zählt und Schulden nicht als Sondervermögen verstecken muss. In diesem Monat hat das Vereinigte Königreich einen staatlichen Fonds für Künstliche Intelligenz (KI) ins Leben gerufen, um heimische Start-up zu fördern und die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern. Die Regierung plant Investitionen in Höhe von insgesamt 500 Millionen Britischen Pfund (=575 Millionen Euro). Sieben Förderungen in den Bereichen Infrastruktur, agentische KI (agentische KI ist ein System der künstlichen Intelligenz, das mit begrenzter Aufsicht ein bestimmtes Ziel erreichen kann) und physische KI sind bereits erfolgt.

Großbritannien nimmt bereits eine Spitzenrolle bei der Finanzierung von KI-Start-up in Europa ein, strebt jedoch an, mit Ländern wie den USA und China im Bereich KI-Entwicklung mitzuhalten. Dank erstklassiger Universitäten mit herausragender Forschung und führenden Experten in der KI steht Großbritannien im internationalen Wettbewerb gut da. Aber die Probleme bleiben auch in Großbritannien bestehen. Start-up und Investoren beklagen schon lange fehlende Finanzierungsmöglichkeiten, besonders für Wachstumsunternehmen. Ob das Land strukturelle Herausforderungen wie Finanzierungsengpässe, hohe Stromkosten und bedingte Attraktivität für weitere, internationale Fachkräfte überwinden kann, bleibt abzuwarten, denn nur dann können britische Start-up auch global bestehen.

Ihr Autor ist der Meinung, diese Probleme lassen sich nur mit viel (mehr) Kapital europäisch lösen. Schauen wir wieder einmal nach Asien, genauer gesagt nach Taiwan. Taiwans Exportaufträge sind im März sprunghaft gestiegen und haben mit mehr als 90 Milliarden Dollar einen Rekordwert erreicht. Die Exportaufträge stiegen um fast 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – deutlich mehr als die erwarteten 41 Prozent. Im Zuge des KI-Booms und der erhöhten Nachfrage nach Technologieprodukten verzeichneten die Bereiche Elektronik – Halbleiter zählen dazu – mit 74 Prozent sowie Informations- und Kommunikationstechnik mit 121 Prozent besonders hohe Wachstumsraten. Zudem stiegen Exportaufträge für Maschinen deutlich, während andere Bereiche nach Rückgängen wieder an Fahrt gewannen.

Analysten korrigierten ihre Gewinnprognosen für die im TAIEX gelisteten Unternehmen in den letzten Monaten kontinuierlich nach oben und erwarten in den nächsten zwölf Monaten ein Gewinnwachstum von über 30 Prozent. Davon kann Deutschland nur träumen. Die Druschba-Pipeline ist wieder repariert und offen. Das könnte den Chemiestandort Schwedt wieder etwas mehr Zuversicht geben. Aber Russland habe den Transit von Öl aus Kasachstan über die Pipeline Druschba und weiter zum Werk Schwedt in Brandenburg mit Null eingeplant.

Inoffiziell habe Russland dies damit erklärt, dass die technischen Möglichkeiten für den Transport von Öl aus Kasachstan nicht gegeben seien. Eine offizielle Erklärung Russlands gebe es nicht, sagt Energieminister Jerlan Akkenschenow. Akkenschenow mutmaßt, das das mit den jüngsten Angriffen auf die russische Infrastruktur zusammenhänge. Er verweist auf Gespräche mit “Kollegen”, wonach der Transit kasachischen Öls wieder aufgenommen werde, sobald die Frage der technischen Machbarkeit geklärt sei. Kasachstan plane nicht, die Ölförderung zu verringern. Es gebe Möglichkeiten, diese Menge über andere Routen umzuverteilen. Warten wir es einmal ab.