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Der Clubfonds-Ticker
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Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten: heute Meta

Geld sollte nicht auf dem Konto liegen, sondern als Kapital arbeiten. Das gilt für Kleinanleger genauso wie für Milliardenschwere Konzerne. Bei unseren NDAC-Clubfondswert Meta, bei dem die Kassen wegen der stabilen Einnahmen aus Facebook, Instagram und Co. geradezu überquellen, ist es genau das gleiche, es wird investiert.

Der am 28. Januar 2026 veröffentlichte Quartalsbericht zeigt ein Unternehmen, das finanziell auf zwei Geschwindigkeiten läuft. Auf der einen Seite steht das kerngesunde Werbe-Geschäft: Meta konnte im vierten Quartal 2025 allein einen Umsatz von knapp 60 Milliarden Dollar verzeichnen, was die Erwartungen der Experten übertroffen hat. Dieser Erfolg ist primär darauf zurückzuführen, dass die Werbeanzeigen auf Instagram und Facebook durch neue KI-Algorithmen immer treffsicherer werden, was Werbekunden dazu animiert, mehr Geld auf den Plattformen auszugeben. Auf der anderen Seite stehen jedoch Ausgaben, die selbst für Technologie-Giganten ungewöhnlich hoch sind. Die Anleger reagierten nervös auf die Ankündigung, dass die Investitionsausgaben (CapEx) für das Jahr 2026 voraussichtlich auf 115 bis 135 Milliarden Dollar steigen werden. Meta verdient zwar prächtig an seiner Werbung, gibt aber fast jeden verfügbaren Dollar sofort wieder aus, um gigantische Rechenzentren und Computerchips zu kaufen. Das drückt kurzfristig auf die Gewinnmargen, ist aber laut Konzernleitung notwendig, um im Wettlauf der Technologiebranche nicht den Anschluss zu verlieren. Schließlich muss man auch die Konkurrenz stets im Auge behalten, um nicht böse überrascht zu werden.

Der Begriff “Künstliche Intelligenz” ist bei Meta keine bloße Zukunftsmusik mehr, sondern der eigentliche Motor des aktuellen Wachstums. Im abgelaufenen Quartal wurde deutlich, dass die KI-Integrationen tief in die Apps Instagram, WhatsApp und Facebook vorgedrungen sind. Für den normalen Nutzer äußert sich dies durch verbesserte Empfehlungen im Feed und immer fähigere Chat-Assistenten, die auf den hauseigenen “Llama”-Sprachmodellen basieren. Noch wichtiger ist die KI jedoch für die Geschäftskunden: Neue automatisierte Werbe-Tools übernehmen mittlerweile fast die gesamte Arbeit der Anzeigenerstellung und Zielgruppenfindung. Dies führt dazu, dass Werbung effizienter ausgespielt wird und die Nutzer seltener von irrelevanten Anzeigen genervt sind. Auch die Sparte “Reality Labs”, die für das Metaverse und die VR-Brillen zuständig ist, profitiert zunehmend von dieser Entwicklung. Die neuen Smart Glasses, die in Kooperation mit Ray-Ban entstanden sind, verkaufen sich gut und dienen als physisches Tor zur KI, da Nutzer über die Brille direkt mit der künstlichen Intelligenz sprechen können. Das Unternehmen wandelt sich also schrittweise von einer reinen Social-Media-Firma zu einem KI-Assistenten-Anbieter.

Die Perspektive des Konzerns ist aktuell radikal auf ein einziges Ziel ausgerichtet: Die Entwicklung einer “Allgemeinen Künstlichen Intelligenz” (AGI). Mark Zuckerberg machte in der Analystenkonferenz deutlich, dass er lieber riskiert, jetzt zu viel Geld für Computerchips auszugeben, als in fünf Jahren festzustellen, dass die Rechenleistung nicht ausreicht. Ganz sicher ist die Ausrichtung nicht, sondern die Strategie ist eine Wette auf die totale Dominanz im nächsten Internet-Zeitalter. Meta möchte nicht von anderen Anbietern wie Google oder Microsoft abhängig sein, sondern die grundlegende Infrastruktur besitzen, auf der die Anwendungen der Zukunft laufen. Für Anleger erfordert dies starke Nerven, da diese Strategie die Gewinne in den kommenden Quartalen weiter belasten wird. Die Konzernführung sieht darin jedoch den einzigen Weg, um langfristig die Nummer eins zu bleiben. Sie nimmt bewusst in Kauf, dass der Aktienkurs kurzfristig schwankt, um langfristig die mächtigste KI-Infrastruktur der Welt zu besitzen. Investoren setzen somit darauf, dass Zuckerbergs visionäre und extrem teure Strategie in einigen Jahren aufgeht.

Dass die strategischen Überlegungen des Teams um Mark Zuckerberg trotz einiger Rückschläge in der Vergangenheit größtenteils aufgegangen sind, belegt die Wertentwicklung. Auf Zehn-Jahres-Sicht weist die Meta Platforms (ex Facebook)-Aktie einen deutlichen Kursgewinn von im Schnitt 18,8 Prozent p.a. aus. Eine Kapitalanlage in Höhe von 10.000 Euro wäre damit auf 60.688 Euro geklettert. 

Werfen wir auf einen Blick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen: Meta zeigt weiterhin ein bemerkenswertes Wachstum und legte beim Umsatz im aktuellen Berichtszeitraum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um etwa 24 Prozent auf 59,893 Milliarden Dollar zu; nach 48,385 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2024. Mit den Zahlen konnte der Technologiekonzern die eigene Prognose (56 Milliarden Dollar bis 59 Milliarden Dollar) übertreffen. Die operative Marge sank hingegen von 48 Prozent im 4. Quartal 2024 auf nun 41 Prozent im 4. Quartal 2025.

Der Konzern veröffentlichte für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn in Höhe von 22,768 Milliarden Dollar. Das entspricht einem EPS (earnings per share) in Höhe von 8,88 Dollar. Für das 4. Quartal 2024 vermeldete der Konzern einen Gewinn in Höhe von 20,838 Milliarden Dollar (EPS in Höhe von 8,08 US-Dollar). Meta gab den free cash flow für das 4. Quartal 2025 mit 14,077 Milliarden Dollar an, nach 13,152 Milliarden Dollar im 4. Quartal 2024.

Meta Platforms erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz in Höhe von 53,5 bis 56,5 Milliarden Dollar.