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Der Clubfonds-Ticker
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Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten heute: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom wird immer attraktiver und entwickelt sich langsam tatsächlich zu einer Volksaktie – so, wie es ursprünglich schon beim Börsengang geplant war. Es hat jedoch etwas länger gedauert, bis auch die Anleger diese Einschätzung teilten.

Unser NDAC-Clubfondswert Deutsche Telekom präsentiert sich derzeit in einer äußerst robusten Verfassung, abgesehen von den aktuellen Verwerfungen an den Aktienmärkten. Die Aktie liefert den Anlegern gleich mehrere erfreuliche Nachrichten: Aktuell notiert sie stabil oberhalb von 30 Euro, gestützt durch die jüngst vorgelegten Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Besonders attraktiv für Anteilseigner ist die Ankündigung, die Dividende um stattliche 11 Prozent auf 1,00 Euro je Aktie anzuheben. Die Ausschüttung soll nach der Hauptversammlung am 1. April 2026 erfolgen.

Flankiert wird diese aktionärsfreundliche Politik von einem fortgesetzten Aktienrückkaufprogramm im Milliardenvolumen, das den Kurs zusätzlich stützt. Aufhorchen ließ der in Bonn beheimatete Konzern zudem Anfang des Monats auf dem Mobile World Congress durch die Bekanntgabe einer wegweisenden Partnerschaft mit der SpaceX-Tochter Starlink. Diese Kooperation soll ab 2028 ein hybrides Netz aus Mobilfunk- und Satellitentechnologie in Europa ermöglichen und zeigt, dass der traditionelle Telefonanbieter technologisch weiterhin am Puls der Zeit agiert.

Aus Sicht der Konzernführung um Vorstandschef Timotheus Höttges stehen die Zeichen klar auf fortgesetztem und profitablem Wachstum. Das Management erwartet für das laufende Jahr 2026 eine weitere Steigerung des bereinigten operativen Ergebnisses auf rund 47,4 Milliarden Euro. Während die äußerst erfolgreiche US-Tochter T-Mobile US weiterhin als massiver Cashflow-Lieferant – oder sollten wir besser „Cashcow“ sagen – fungiert, verweist die Führungsriege aktuell mit Stolz auf die spürbare Wiederbelebung und Stärke des lange Zeit trägen Heimatmarktes in Deutschland.

Der Konzern fokussiert sich strategisch bewusst auf den margenstarken, massiven Ausbau der Glasfaser- und 5G-Infrastruktur. Durch die konsequente Modernisierung des eigenen Portfolios, strikte Kostendisziplin und neue Allianzen in Zukunftstechnologien will die Telekom ihre Marktführerschaft festigen und die Abhängigkeit von reinen, oft hart umkämpften Preiskämpfen in der Mobilfunkbranche reduzieren.

In der aktuellen Marktphase bringt die Deutsche Telekom genau jene Eigenschaften mit, die in einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld gefragt sind. Da zuverlässige Telekommunikation und schnelles Internet heute absolute Grundbedürfnisse für private Haushalte und essenzielle Werkzeuge für Unternehmen darstellen, fließen die Einnahmen des Konzerns selbst bei starken konjunkturellen Schwankungen äußerst verlässlich. Diese hohe Berechenbarkeit der Zahlungsströme macht die T-Aktie zu einer defensiven Beimischung in volatilen Zeiten, um die Schwankungen riskanterer Anlagen abzufedern.

Auf Dekadensicht weist das Papier der Deutschen Telekom einen Gewinn von durchschnittlich 8,2 Prozent p. a. aus. Eine Kapitalanlage von 10.000 Euro wäre damit auf 19.879 Euro angewachsen.

Übrigens: Bundesweit sind bereits 98 Prozent aller Telefonzellen abgebaut. Was nach einer Randnotiz klingt, markiert für die Deutsche Telekom einen strategisch wichtigen Schritt: Die Bereinigung teurer Altlasten schafft Spielraum für den Ausbau des 5G-Netzes – und das kommt auch an der Börse an.

Laut Zahlen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes vom März 2026 verfügen 75 Prozent aller Kommunen über keine öffentlichen Fernsprechanlagen mehr. Den endgültigen Abschluss des Projekts plant der Konzern für den 31. Dezember 2026, also etwas später als ursprünglich vorgesehen. Ursache für die Verzögerung sind operative Hürden: Stromabschaltungen erfordern aufwendige Tiefbauarbeiten, Frostphasen unterbrechen den Rückbau und kommunale Vorgaben variieren stark.

Die Kombination aus Kostenabbau und Netzinvestitionen spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Mit einem Plus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn gehört die Telekom-Aktie zu den stärkeren Werten im deutschen Telekommunikationssektor.

Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für die Deutsche Telekom von 40,00 auf 41,50 Euro angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Noch optimistischer zeigt sich die US-Investmentbank Goldman Sachs: Sie hat ihr Kursziel von 40,00 auf 42,00 Euro erhöht und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Es ist zu erwarten, dass auch andere Analysten ihre Bewertungen in naher Zukunft anpassen werden.

Mit 32,00 Euro notiert das Papier derzeit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,53 Euro. Bei einer allgemeinen Erholung der Aktienmärkte ist damit zu rechnen, dass unser Clubfondswert ein neues Hoch markieren wird. Solange der 5G-Ausbau planmäßig voranschreitet und die Kostenbasis durch den Abbau weiterer Altlasten – darunter auch Altverbindlichkeiten – sinkt, dürfte das Papier seinen Ruf als verlässlicher Infrastrukturwert behalten.

Die attraktive und in den vergangenen Jahren stetig gewachsene Dividendenrendite von aktuell knapp 3 Prozent wirkt dabei wie ein solider Sicherheitspuffer – selbst wenn es an den Börsen einmal stürmischer zugeht, wie es derzeit häufiger zu beobachten ist.