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Der Clubfonds-Ticker
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Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten: heute Coca-Cola

Defensive Schwergewichte aus dem Consumer-Staples-Segment, also dem Konsumgüterbereich, bleiben angesichts der schwierigen geopolitischen Gemengelage weiterhin als „sichere Häfen“ gefragt.

Hier kristallisiert sich unser NDAC-Clubfondswert Coca-Cola an den Märkten als einer der Favoriten heraus. Dank seines starken Kernmarkenportfolios und neuer, margenträchtigerer Produktsegmente rund um die Premium-Milchmarke Fairlife ist Coca-Cola gut aufgestellt, um sich auch im aktuell schwierigen Marktumfeld erfolgreich behaupten zu können. Da viele Verbraucher trotz des inflationären Umfelds bereit sind, für ihre Lieblings-Softdrinks etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kann Coca-Cola seine Preissetzungsmacht voll ausspielen, was in Verbindung mit den erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen höhere Margen verspricht.

Coca-Cola konnte sich zuletzt trotz des weiterhin inflationären Umfelds und der eher verhaltenen Konsumnachfrage insgesamt gut behaupten. Dies belegen die jüngsten Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal, in dem unser Wert mit einem organischen Umsatzwachstum von fünf Prozent aufwarten konnte. Dabei überzeugte Coca-Cola sowohl beim Konzentratvolumen (+ vier Prozent) als auch beim Getränkeabsatz (Case Volume, + ein Prozent), während man mit Blick auf die insgesamt weiterhin trübe Konsumnachfrage weitgehend auf kräftige Preiserhöhungen (konzernweit: + ein Prozent) verzichtet hatte.

Die starke Performance war vor allem dem Coca-Cola-Zero-Segment zu verdanken, das mit einem Absatzplus von 13 Prozent einmal mehr überzeugen konnte. Gerade in wichtigen Schlüsselmärkten wie den USA und Lateinamerika punktete Coca-Cola mit einem Absatzplus von einem beziehungsweise zwei Prozent. In der EMEA-Region (Europa, Afrika und der Nahe Osten) verzeichnete der Konzern ebenfalls ein Umsatzplus von zwei Prozent.

Mittelfristig will unser Clubfondswert seinen Absatz vor allem durch kleinere Verpackungsformate steigern. Hier ist man seit Anfang des Jahres mit sogenannten Mini-Cans (7,5-oz-Einzeldosen ab 1,29 US‑Dollar) in Convenience-Stores und Supermärkten erfolgreich, insbesondere bei preissensiblen Verbrauchern. Neben populären Kernmarken setzt man auch auf Produktvariationen wie Coca-Cola Cherry Float, was vor allem beim jüngeren Publikum gut ankommt.

Jetzt wird auch noch Milch bei Coca-Cola angeboten – und das sehr erfolgreich. Das hätte Ihr Autor auch nicht gedacht.

Als einer der Hauptumsatzträger im Hochpreissegment erweist sich für Coca-Cola aktuell die Premium-Milchmarke Fairlife. Dank eines innovativen Filterverfahrens bietet Fairlife im Vergleich zu herkömmlicher Milch 50 Prozent mehr natürliches Protein und Calcium, während der Milchzuckergehalt um knapp 50 Prozent reduziert wird. Da Fairlife laktose- sowie glutenfrei ist und keine künstlichen Wachstumshormone enthält, hat sich die Marke als Premium-Milchalternative für gesundheitsbewusste Verbraucher etabliert.

Dies beschert unserem Wert im Milchsegment überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten. Im abgelaufenen Fiskaljahr verzeichnete man erneut zweistellige Umsatzzuwächse. Dank neuer Produktvariationen hat sich Fairlife auch im Megamarkt für Fitnessprodukte etabliert. Coca-Cola vermarktet hier unter anderem Core Power Protein-Shakes sowie Nutrition-Plan-Shakes mit überdurchschnittlich hohem Calcium- und Eiweißgehalt. Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, sollen die Produktionskapazitäten massiv erweitert werden. Geplant ist eine Investition von rund 650 Millionen US‑Dollar in den Ausbau des Fairlife-Werks in Michigan.

Mittelfristig soll die Produktpalette von Fairlife mit Ballaststoffen und funktionalen Zusätzen wie Ashwagandha oder Pilzextrakten zu einem „Wellness-Getränk“ weiter ausgebaut werden. Ashwagandha ist vor allem für seine Fähigkeit bekannt, Stress zu reduzieren sowie die psychische und physische Gesundheit zu verbessern. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die EFSA (European Food Safety Authority) bislang keine dieser Wirkungsweisen offiziell über sogenannte „Health Claims“ bestätigt hat.

Frische Impulse verspricht beim Softdrink-Giganten zudem der Wechsel an der Führungsspitze. Mit Henrique Braun übernahm der langjährige COO (Chief Operating Officer, verantwortlich für das operative Geschäft) das Zepter beim Traditionskonzern. Braun ist seit dem 31. März dieses Jahres CEO unseres Clubfondswertes. Er will Coca-Cola durch den verstärkten Einsatz von KI-Applikationen fit für die Zukunft machen und in Verbindung mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen die Margen zusätzlich verbessern.

Braun machte zuletzt auf Analystenkonferenzen unmissverständlich klar, dass er Coca-Cola auch durch gezielte Zukäufe weiter stärken und mit Produktinnovationen punkten will. Ein Kernthema ist die Neuausrichtung des Portfolios: Unrentable Marken sollen eingestellt, während erfolgversprechende Linien wie Fairlife gezielt ausgebaut werden. Gleichzeitig soll das Angebot stärker auf neue Trends wie „Sugar-Free“ oder „Zero-Caffeine“ ausgerichtet werden. KI spielt bei der Umsetzung eine zentrale Rolle, um auf Basis von Datenanalysen besser auf Konsumentenwünsche einzugehen und die gesamten Abläufe – von der Produktion über die Logistik bis hin zu den Abfüllern – digital zu synchronisieren.

Dank cleverem Marketing, der neuen Mini-Can-Formate im Kerngeschäft und der Expansion im margenstarken Fairlife-Segment dürften die Konsenserwartungen weiter steigen. Aktuell rechnet der Markt für 2026 mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 3,23 US‑Dollar, für 2027 werden knapp 3,50 US‑Dollar erwartet. Damit sinkt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2027er-Schätzungen auf rund 22, während die Dividendenrendite mit etwa 2,8 Prozent weiterhin attraktiv ausfällt.