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Der Clubfonds-Ticker
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Neues von unseren NDAC-Clubfondswerten: heute Adobe

Adobe gehört nicht zu den Werten, die sich in den vorderen Reihen führenden KI-Giganten einordnen lässt. Aber natürlich beschäftigt sich unser NDAC-Clubfondswert auch sehr offensiv mit der KI und geht optimistisch in das neue Geschäftsjahr 2026.

Adobe ist ein führendes Softwareunternehmen, das kreative und digitale Lösungen entwickelt. Hauptprodukte sind Adobe Creative Cloud, Document Cloud und Experience Cloud. Adobe ist Marktführer im kreativen Softwarebereich. Hauptkonkurrenten sind Microsoft, Apple und Salesforce. Alleinstellungsmerkmale sind die umfassende Produktpalette und starke Markenbekanntheit.

Angetrieben von einer dynamisch wachsenden Nachfrage nach Kreativ-Tools und der erfolgreichen Integration generativer KI in die gesamte Produktpalette erwartet der Konzern neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn. Besonders Firefly, das KI-Modul der Creative Cloud, entwickelt sich zum zentralen Wachstumstreiber und zieht immer mehr Anwender in das Adobe-Ökosystem. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer der Freemium-Modelle kletterte binnen Jahresfrist auf über 70 Millionen – immerhin ein Plus von 35 Prozent.

Finanzchef Dan Durn sieht die stärkste Dynamik bei Photoshop, Lightroom und Creative Cloud Pro. Die tief verankerten KI-Funktionen erhöhen Produktivität und Qualität spürbar und stärken Adobe Position in einem Markt, der durch immer mehr KI-Wettbewerber unter Druck steht. Gleichzeitig dringt der Konzern weiter in den Marketingbereich vor: Mit der geplanten Übernahme von Semrush für 1,9 Milliarden Dollar will Adobe Marken dabei unterstützen, ihr Online-Profil über Suchanfragen und GenAI-Bots präziser auszuwerten.

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Adobe Erlöse zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden Dollar an – oberhalb der Analystenprognosen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 23,30 bis 23,50 Dollar erreichen. Im abgelaufenen vierten Quartal erzielte Adobe einen Gewinn je Aktie von 5,50 Dollar, was 0,10 Dollar über den Analystenerwartungen lag. Der Umsatz summierte sich auf 6,19 Milliarden Dollar und damit 80 Millionen über den Prognosen. Für das erste Quartal rechnet Adobe mit bis zu 6,3 Milliarden Dollar Umsatz und einem bereinigten Ergebnis von bis zu 5,90 Dollar pro Aktie.

Trotz des optimistischen Ausblicks gerät unser Clubfondswert immer mehr unter Druck. Beim Schreiben dieser Zeilen liegt das Papier auf Jahressicht mit über einem Drittel genauer gesagt mit 40 Prozent im Minus, das bedeutet einen Wertverlust je Aktie von 169 Euro. Woran liegt es, dass der aktuell letzte Crash um 15 Prozent noch einmal die Aktie tiefer drückte?

Apple greift den Platzhirsch Adobe sowie Entwickler von Musik-Anwendungen mit einem Bündel-Abo für seine Kreativ-Apps an. Das Angebot mit dem Namen Apple Creator Studio wird ab Ende Januar unter anderem Zugang zum Videoschnitt-Programm Final Cut Pro, der Bildbearbeitungs-App Pixelmator Pro und der Musikaufnahme-Software Logic Pro bieten.

Den Preis für das Studio-Bündel setzte Apple auf 12,99 Euro im Monat beziehungsweise 129 Euro im Jahr fest – und damit deutlich unter dem Niveau von Adobe. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Funktionen für Apples kostenlose Büroprogramme wie die Textverarbeitungs-Software Pages.

Adobe startet schwach ins Börsenjahr 2026. Trotz solider Geschäftszahlen ziehen sich wichtige Großanleger zurück, während der gesamte Softwaresektor unter dem Druck neuer KI-Technologien steht. Im Zentrum steht ein Konflikt: starke Fundamentaldaten auf der einen, wachsender Zweifel am Geschäftsmodell im KI-Zeitalter auf der anderen Seite.

Großinvestoren ziehen sich zurück. Die Verkäufe signalisieren Zurückhaltung auf der professionellen Seite. Die Gründe liegen aber weniger im Einzelfall Adobe, sondern in einem breiteren Stimmungsumschwung im Softwaresegment. Die Gründe liegen aber weniger im Einzelfall Adobe, sondern in einem breiteren Stimmungsumschwung im Softwaresegment.

Der gesamte SaaS-Bereich (Software-as-a-Service) steht seit Jahresbeginn unter Druck. Der Morgan Stanley SaaS Index liegt rund 15 Prozent im Minus und verzeichnet damit den schwächsten Jahresauftakt seit 2022. Adobe wird in diesem Umfeld in Mitleidenschaft gezogen.

Auslöser sind wachsende Sorgen, dass Generative KI etablierte Softwaremodelle untergraben könnte. Marktberichte verweisen explizit auf neue Konkurrenztechnologien von Anbietern wie Anthropic. Die Folge: Kursverluste nicht nur bei Adobe, sondern auch bei anderen Schwergewichten wie Intuit und Salesforce. Bewertungskennziffern fallen bei Adobe in die Nähe von Mehrjahrestiefs – ein klares Zeichen, dass der Markt derzeit mehr Risiko als Chance sieht.

Auch die Analysten sind nicht mehr von Adobe so sehr überzeugt. Die skeptischere Wahrnehmung schlägt sich in mehreren Abstufungen nieder. Dabei signalisieren die Analysten, Potenzial ist rechnerisch vorhanden, doch die Risikolage wird höher eingeschätzt als noch vor wenigen Monaten.

Das Sentiment am Markt wirkt derzeit ambivalent. Auf der einen Seite steht ein kerngesundes, hochprofitables Geschäftsmodell mit wiederkehrenden Abonnement-Einnahmen aus den Bereichen Creative Cloud, Document Cloud und Experience Cloud. Auf der anderen Seite sehen Investoren eine Bewertung, die trotz des jüngsten Rücksetzers sportlich bleibt und künftiges Wachstum bereits großzügig eingepreist hat. Entsprechend schwankt die Stimmung zwischen vorsichtig optimistisch (Bullen) und zunehmend selektiv (investierte Anleger nutzen Rückschläge eher zum Nachkauf als zum Panikverkauf).