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Der Clubfonds-Ticker
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Neues von unseren (ehemaligen) NDAC-Clubfondswert: Deutsche Telekom AG

Wir haben nach vielen Jahren die Deutsche Telekom komplett verkauft. Die zukünftige Konkurrenz von neuen Anbietern aus dem Weltall, wie Starlink von SpaceX, werden das Geschäft der Deutschen Telekom stark angreifen.

Viele werden sich fragen, was mit der Volksaktie Telekom passiert ist. Sie sollte doch langsam nach oben gehen. Im Februar war der Magenta-Konzern noch auf dem Weg zu 35 Euro und sogar darüber hinaus. Der Weg zu 40 Euro lag nach Einschätzung der Analysten durchaus im Bereich des Möglichen. Beim Schreiben dieser Zeilen hat unser Depotwert gerade einmal den Jahrestiefstand von 23,78 Euro überwunden und liegt aktuell etwas stabiler bei 24,79 Euro.

Nun kann man die Telekom nicht mit dem Desaster der deutschen Fußballnationalmannschaft vergleichen. Die Beschäftigten in diesem Unternehmen leisten immerhin etwas Ordentliches. Dennoch war es auffällig, wie der Kurssturz und das Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft aus dem WM-Turnier zeitlich zusammenfielen. Die Aktien unseres NDAC-Clubfondswertes sind am Montagnachmittag auf den ersten Blick ohne relevante Nachrichten – es gab weder neue Zahlen noch negative Analystenmeinungen – gen Süden gerauscht. Der Wert ist um sieben Prozent eingebrochen. Damit notieren die Papiere auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2024 und haben aktuell ein Drittel ihres Wertes verloren.

Auch die Aktie der US-Tochter T-Mobile US hat an der Nasdaq deutlich nachgegeben. Mit einem Minus von fast fünf Prozent ging der wichtige US-Ableger aus dem Handel. Für Anleger ist das relevant, weil T-Mobile US ein zentraler Werttreiber im Telekom-Konzern ist.

Was ist passiert?

Der Absturz der Deutschen-Telekom-Aktie am Montag dürfte vor allem mit Insiderberichten zusammenhängen, laut denen Konzernchef Tim Höttges die Fusion der Telekom mit T-Mobile schneller vorantreibt als bisher gedacht, wie das Handelsblatt berichtet. Als Anleger dachten wir zunächst, dass eine solche Entwicklung positiv wäre. Doch der Grund für den forcierten Zusammenschluss liegt in den USA.

Die Telekom sieht Elon Musk mit dem kürzlich an die Börse gegangenen Unternehmen SpaceX als ernsthaften Konkurrenten. SpaceX betreibt bekanntlich das Mobilfunk- und Satellitennetzwerk Starlink und interessiert sich offenbar für die Tochter T-Mobile US.

Die Telekom und T-Mobile wollen SpaceX daher offenbar geeint als großer Konzern entgegentreten und Synergieeffekte nutzen. Die Aktionäre sehen diese Pläne jedoch skeptisch: Eine Fusion der US-Mobilfunktochter mit der deutschen Mutter würde wahrscheinlich eher zu einem Bewertungsabschlag an der Börse führen – und das stößt den Investoren sauer auf.

Da der Telekom-Chef derzeit scheinbar Maßnahmen gegen den Willen der Investoren ergreift, belastet dies den weiteren Kursverlauf der Aktie. Neben diesen fundamentalen Nachrichten wiegt zudem schwer, dass die T-Aktie zuletzt in einen deutlichen Abwärtssog geraten ist, wie das Chartbild zeigt. Dort ist alles rot eingefärbt, und die Widerstandslinien wurden nach unten durchbrochen. Es droht jetzt sogar ein Test der Unterstützungszone bei 21,50 Euro. Das bedeutet: Der einstige DAX-Stabilitätsanker wirkt plötzlich angeschlagen. Jetzt entscheidet sich, ob die Aktie nur charttechnisch aus der Form geraten ist oder ob der nächste Rückschlag droht.

Der Experte der Schweizer UBS, Polo Tang, nennt zwei Gründe für die jüngste Schwäche. Zum einen sorgen sich die Anleger vor neuer Satelliten-Konkurrenz im US-Markt – vor allem durch SpaceX mit Starlink. Nach Berichten über mögliche Mobilfunkpläne für US-Verbraucher wird befürchtet, dass das Satellitennetz von Elon Musk den Druck auf Verizon, AT&T und eben auch T-Mobile US erhöht. Daneben arbeiten auch AST SpaceMobile, Amazon Leo und Skylo an Direct-to-Device- oder Satellitenlösungen. Noch ersetzen diese Angebote klassische Mobilfunknetze nicht, sie erhöhen aber den Wettbewerbsdruck in einem bislang durchaus berechenbaren Markt.

Zum anderen herrscht Skepsis darüber, ob es tatsächlich zu einem Zusammenschluss mit T-Mobile US kommen könnte. Operativ laufe das Geschäft laut Tang eigentlich robust.

Die Deutsche-Telekom-Aktie zeigt sich inzwischen wieder etwas stärker. Nach dem deutlichen Kursrutsch der vergangenen Tage ist das zunächst ein positives Signal. Die Ausgangslage bleibt jedoch angespannt, denn mehrere wichtige Unterstützungen wurden zuvor klar gebrochen.

Eines ist Fakt: Für den Aktienrückkauf ist der Preis günstig. Die Telekom startet in dieser Woche die dritte Tranche ihres laufenden Aktienrückkaufprogramms. Dieses im November 2025 beschlossene Programm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro und läuft bis Ende 2026. Nachdem in den ersten beiden Tranchen bereits Aktien für rund 1,01 Milliarden Euro erworben wurden, sieht die dritte Tranche nach Angaben der Deutschen Telekom bis zum 30. September 2026 den Rückkauf von bis zu 23,5 Millionen Aktien für maximal 560 Millionen Euro ausschließlich über den XETRA-Handel vor. Die Durchführung basiert auf einem Beschluss der Hauptversammlung vom April 2025.

Die deutschen Fußballer müssen jetzt vier Jahre warten, bis sie erneut hoffen dürfen, den fünften Stern zu gewinnen. Bei unserer ehemaligen Telekom-Aktie geht es hoffentlich schneller.