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Der Clubfonds-Ticker
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Neu in unserem NDAC-Clubfonds: Qualcomm

Aktuell sind u.a. Halbleiter das Nonplusultra an den Börsen. Kein Wunder also, dass wir einen weiteren Giganten in der Branche für unseren NDAC-Clubfonds erworben haben.

Qualcomm Incorporated ist ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller und Anbieter von Produkten für Mobilfunk-Kommunikation.

Qualcomm wurde 1985 von Irwin Jacobs (Elektroingenieur) und Andrew Viterbi (Elektroingenieur und Informatiker)  gegründet, die 1969 schon die Firma Linkabit gegründet hatten. Im Oktober 2016 gaben Qualcomm und NXP Semiconductor die einvernehmliche Bekanntmachung heraus, dass Qualcomm den niederländischen Chipproduzenten für rund 47 Mrd. US-Dollar übernehmen wolle, damit würde Qualcomm auch große eigene Fertigungsstätten besitzen. Das funktionierte nicht, im Juni 2018 gab Qualcomm seine Übernahmebemühungen auf. Gleichzeitig kündigte Qualcomm den Start eines Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von 30 Milliarden Dollar an.

Anfang 2021 hat Qualcomm für 1,4 Milliarden Dollar das Start-up Nuvia übernommen.

In den Folgejahren hat Qualcomm erfolgreich seine Position im Automobilmarkt ausgebaut. Vor allem durch die Übernahme des schwedischen Zulieferer Veoneer gelang dem Halbleiterhersteller ein wichtiger Schritt. Der Kauf sorgte für Schlagzeilen, da Veoneer bereits mit Magna  eine Vereinbarung getroffen hatte. Qualcomm zahlte etwa 4,5 Milliarden Dollar. Der Halbleiterhersteller musste damals zusätzlich eine Vertragsverletzungsstrafe in Höhe von 110 Millionen Dollar an Magna zahlen.

Durch die Übernahme von Veoneers kann Qualcomm nun Software und Hardware für Fahrerassistenzsysteme für die Automobilindustrie anbieten. Dem vorausgegangen war bereits eine Kooperation mit Veoneer. Gemeinsam wurde die Marke Arriver gegründet, unter der Software für solche Assistenzsysteme und für das automatisierte Fahren angeboten werden.

Im vergangenen Jahr  übernahm Qualcomm die für einsteigerfreundliche Entwicklerboards bekannte Arduino-Plattform. Qualcomm besitzt eine annähernde Monopolstellung bei Baseband-Prozessoren für Smartphones.

Qualcomm ist in den Rechenzentrumsmarkt eingestiegen, um kundenspezifische Siliziumchips zu entwickeln. Die ersten Auslieferungen sollen noch in diesem Kalenderjahr erfolgen.  

Aktuell führt der brasilianische Elektroingenieur und Manager der Halbleiterindustrie, Christiano Amon, das milliardenschwere Unternehmen.

Der Blick in die Bücher

Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 38,19 Milliarden Euro und erzielte dabei einen Gewinn von 11,38 Milliarden Euro.

Der Umsatz fiel im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 10,599 Milliarden Dollar.  Damit wurde das Umsatzwachstum des kalifornischen Chip-Designers vorerst gestoppt. Im Vorquartal mit 12,252 Milliarden Dollar stieg der Umsatz um fünf Prozent zum Vorjahr).  

Während die Sparte QCT (Halbleiter, Chips) einen Umsatz von 9,076 Milliarden Dollar erzielte (minus vier Prozent), stieg der Umsatz im Bereich QTL (Lizenzen) um fünf Prozent auf 1,382 Milliarden Dollar.  

Das operative Ergebnis von Qualcomm lag bei 2,309 Milliarden Dollar (Vorquartal: 3,366 Milliarden Dollar, Vorjahr: 3,120 Milliarden Dollar). Damit fiel die operative Marge deutlich. 

Übrig blieb dank Steuerrückerstattung ein Nettoergebnis von 7,370 Milliarden Dollar (plus 162 Prozent). Somit betrug das Ergebnis je Aktie (verwässert) von Qualcomm im Berichtszeitraum 6,88 Dollar (Vorjahr: 2,52 Dollar).   

„Wir freuen uns, Ergebnisse im Einklang mit unseren Prognosen erzielt zu haben. Dies spiegelt unsere solide Leistung in einem anspruchsvollen Speichermarkt wider“, sagt Cristiano Amon, Präsident und CEO von Qualcomm Incorporated. „Wir befinden uns in einer Phase tiefgreifender Branchentransformation – der Aufstieg von KI-Systemen verändert unsere Roadmap für alle von uns entwickelten Plattformen.” 

Was sagen die Analysten?

Am Freitag dem 22.Mai 2026 hat die Qualcomm um 11,6 Prozent zugelegt und mit 238,16 Dollar ein neues Allzeithoch markiert. Auf Monatssicht steht ein 74,30 Prozent. Das hat sämtliche Analysen über den Haufen geworfen. Zumindest für einen Konzern der lange als reiner Smartphone Chiplieferant abgestempelt war. Die Kursziele stammen aus einer Zeit, als unser neuer Depotwert noch um 130 Dollar notierte. Auslöser war eine Mischung aus konkreten Nachrichten und fundamentaler Neubewertung. Im Zentrum stand die Ausweitung der Partnerschaft mit Stellantis. Der Autokonzern hatte angekündigt, die Snapdragon Digital Chassis  und die Snapdragon Ride Pilot-Plattform für die ADAS-Funktionen über die gesamte nächste Fahrzeuggeneration auszurollen. Zusätzlich soll die Stellantis-Tochter aiMotiv, ein Spezialist für automatisierte Fahrsoftware zu Qualcomm-Technologies wechseln. Außerdem gibt es weitere Berichte über AI-Themen bei Qualcomm.

Das erfordert eine Neubewertung durch die Finanzexperten. Es wird jetzt wahrscheinlich häufiger geschehen, dass Analysten von den Ereignissen überrollt werden.

Fazit

Trotz aller Chancen wie der Stellantis-Deal, erste Customer–Silicon Auslieferungen und OpenAI- Kooperationen bei OpenAI-Smartphones-Chips wollen wir die Risiken nicht verschweigen. Die schwache Smartphone-Nachfrage belastet das Kerngeschäft von Qualcomm. OpenAI-Erlöse werden frühestens erst 2028 wirksam. Nach 74 Prozent Monatsanstieg kann es  durch aus zu einem heftigen Rücksetzer führen. Aber insgesamt gesehen wird unser neuer NDAC-Clubfondswert unsere Investment in die Zukunft weiter ergänzen.