Micron Technology Inc. ist ein US-amerikanischer Hersteller von Speicherelementen für Computer mit Hauptsitz in Boise im Bundesstaat Idaho. Unser neuer NDAC-Clubfondswert ist an der Nasdaq gelistet und verfügt über elf Produktionsstandorte weltweit.
Micron vermarktete Produkte für Endverbraucher bis 2025 unter der Marke Crucial. Zwischen 2006 und 2017 war Micron Eigentümer von Lexar (Hersteller von Flash-Speicherprodukten mit Sitz in San José, Kalifornien; heute eine Tochter des chinesischen Unternehmens Longsys).
Unser neuer Wert wurde 1978 in Boise, Idaho, durch Ward Parkinson, Joe Parkinson, Dennis Wilson und Doug Pitman gegründet. Die Start-up-Finanzierung erfolgte durch die lokalen Investoren Tom Nicholson, Allen Noble und Ron Yanke. Die weitere Expansion wurde durch John Simplot finanziert.
Im Jahr 1981 stellte Micron erstmals DRAM‑Chips mit einer Speicherkapazität von 64 KBit her. Durch konsequente Kostenkontrolle überlebte Micron mehrere Einbrüche des DRAM-Marktes, die wichtige Wettbewerber zum Marktaustritt zwangen. Selbst Intel, der Erfinder des DRAMs, war 1985 gezwungen, sich aus diesem Geschäftsfeld zurückzuziehen.
Anfang der 1990er-Jahre wurde die Tochtergesellschaft Micron Computers (heute: Micron Electronics) als Hersteller von PCs gegründet. 1999 kam mit Micron Internet Services eine weitere Tochtergesellschaft zur Bündelung der Internetaktivitäten hinzu. Beide Sparten wurden 2001 an web.com bzw. MPC verkauft.
Der unersättliche Hunger nach Künstlicher Intelligenz führt derzeit zu einem massiven Engpass bei Speicherchips weltweit. Micron Technology profitiert als einer der wenigen Anbieter von dieser Entwicklung und sieht sich mit einer Nachfrage konfrontiert, die das aktuelle Angebot bei weitem übersteigt. Während die Auftragsbücher prall gefüllt sind, reagiert der Konzern nun mit einer Milliardenoffensive auf die Produktionsengpässe.
Treibende Kraft hinter der jüngsten Kursrallye ist ein anhaltendes Ungleichgewicht am Markt. Insbesondere High-Bandwidth Memory (HBM), das für leistungsstarke KI-Anwendungen unverzichtbar ist, ist Mangelware. Sowohl Micron als auch die Wettbewerber haben signalisiert, dass ihre HBM-Produktion für das gesamte Jahr 2026 bereits ausverkauft ist. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese Knappheit – die auch die Preise für klassische DRAM-Speicher auf den höchsten Stand seit 2019 treibt – bis weit ins Jahr 2027 anhalten könnte.
Um die Abhängigkeit von begrenzten Kapazitäten zu lösen, kündigte das Unternehmen Ende Januar 2026 eine massive Investition an. Rund 24 Milliarden Dollar fließen in den Ausbau der Fertigung in Singapur. Geplant ist eine Erweiterung der Reinraumflächen um gut 65.000 Quadratmeter für die NAND-Produktion. Ergänzend dazu baut Micron für sieben Milliarden Dollar eine separate Anlage für fortschrittliches Packaging, die speziell auf die dringend benötigten HBM‑Chips ausgerichtet ist. Allerdings erfordern diese Maßnahmen Geduld: Während die Packaging-Anlage bereits 2027 zur Versorgung beitragen soll, wird der Produktionsstart der großen Erweiterung erst für die zweite Jahreshälfte 2028 erwartet.
Im Jahr 2026 beschäftigt Micron Technology – wie im Vorjahr – 40.000 Mitarbeiter weltweit. Geführt wird unser neuer NDAC-Clubfondswert seit April 2017 von dem indisch-amerikanischen Geschäftsmann Sanjay Mehrotra als CEO.
Der Blick in die Bücher
Im ersten Geschäftsquartal 2026 sprang der Umsatz auf 13,64 Milliarden Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 8,71 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch die Profitabilität überzeugte: Der GAAP-Nettogewinn belief sich auf 5,24 Milliarden Dollar, da Micron seine Position als Schlüssellieferant für die neuen Grafikprozessoren von Nvidia und AMD festigen konnte und somit über Preissetzungsmacht verfügt.
Anleger blicken nun auf Mitte März 2026, wenn Micron voraussichtlich die Bücher für das nächste Quartal öffnet. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob das Unternehmen den Spagat zwischen ausverkauften Lagern und dem aggressiven Ausbau der Kapazitäten meistert, ohne Marktanteile an die südkoreanische Konkurrenz zu verlieren.
Mit 444,23 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung ist unser neuer Wert ein Schwergewicht unter den Chipherstellern.
Innerhalb der letzten zwölf Monate zahlte Micron Technology eine Dividende für das Jahr 2025 in Höhe von 0,46 Dollar. Dies entspricht einer Dividendenrendite von rund 0,12 Prozent. Für die kommenden zwölf Monate werden voraussichtlich 2,25 Dollar Dividende gezahlt.
Was sagen die Analysten?
Auf dem Portal Marketscreener finden wir 43 Einschätzungen von Finanzexperten zu unserem neuen Wert:
28 empfehlen einen Kauf, zehn raten zum Aufstocken und drei zum Halten. Nur zwei Analysten sprechen eine Verkaufsempfehlung aus.
Das mittlere Kursziel wurde mit 375,54 Dollar ermittelt. Der Korridor reicht von 196,00 bis 500,00 Dollar. Aktuell notiert Micron Technology bei 410 Dollar. Das bedeutet, dass die Analysten ihre Berechnungen wahrscheinlich anpassen müssen. Der Chart sieht gut aus; er zeigt trotz einer leichten Korrektur weiterhin steil nach oben. Beim Schreiben dieser Vorstellung wird ein Tageskursgewinn von 6,95 Prozent gemeldet.
Fazit
Mit unserem neuen NDAC-Clubfondswert Micron Technology haben wir einen weiteren Tech-Wert in unser Depot aufgenommen, der pralle Auftragseingänge verzeichnet. Die Kursrally dürfte weitergehen – und wir sind jetzt dabei.