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Der Clubfonds-Ticker
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Neu im NDAC-Clubfonds: Mastercard Inc.

Das Unternehmen Mastercard ist ein börsennotierter, weltweit agierender Zahlungsdienstleister mit Sitz in Purchase im US-Bundesstaat New York. Mastercard ist neben Visa einer der beiden großen internationalen Anbieter für Zahlungskarten (Kredit-, Debit- und Guthabenkarten).

Gegründet wurde unser neuer Depotwert bereits 1966.

Mastercard vergibt weltweit Lizenzen an Banken für die Ausgabe ihrer Karten (Issuing-Lizenzen) sowie für die Anwerbung von Vertragsunternehmen (Acquiring-Lizenzen). In Deutschland wird die Karte von rund 515.000 Vertragsunternehmen akzeptiert. Weltweit verfügt Mastercard über mehr als 100 Millionen Akzeptanzstellen. Zudem bietet das Kartenunternehmen global Zugang zu über einer Million Geldautomaten – das gab Mastercard 2023 bekannt.

Geführt wird das Unternehmen seit 2022 von dem deutschen Manager Michael Miebach, der Mastercard als Präsident und CEO vorsteht.

Das Produktportfolio umfasst die Kreditkarte Mastercard, die in Europa zwischen 1964 und 2003 als Eurocard bekannt war, sowie die Debitkarten Maestro (vor allem in Europa), Debit Mastercard bzw. Mastermoney (z. B. USA, Europa) und Mastercard Electronic (vor allem in Osteuropa und Asien). Hinzu kommt die Bargeldbezugskarte Cirrus. Außerdem gibt es die Mastercard Prepaid, die per Überweisung oder Dauerauftrag mit Geld aufgeladen wird – ohne Risiko, den persönlichen Kreditrahmen zu überziehen. Eine Variante ist die Mastercard Prepaid Jugendliche, die für einzelne Händlerkategorien wie Glücksspiel oder Erotikangebote gesperrt werden kann. Für Zahlungen im Internet bietet das Unternehmen die sichere Zahlungsform „Mastercard Identity Check“ (Secure Code) an.

Bereits 1951 brachte die Franklin Bank in New York City eine erste Art Mastercard heraus. Heute kann man in über 210 Ländern mit Mastercard bezahlen.

Im Herbst 2015 startete Mastercard in den USA ein Pilotprojekt, bei dem das Bezahlen bei Online-Käufen durch biometrische Verfahren getestet wurde. Als Authentifizierungsmethoden dienen Stimmerkennung, Selbstporträt und Fingerabdruck, sofern das jeweilige Endgerät dies unterstützt. Auch die Herzfrequenz soll künftig eine Authentifizierungsmethode darstellen.

Der Blick in die Bücher

Der Umsatz für das Jahr 2024 wurde mit 28,2 Milliarden Dollar bilanziert, was einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der dabei erzielte Reingewinn lag bei 12,9 Milliarden Dollar (plus 15 Prozent). Die Gewinnmarge stieg auf 46 Prozent. Der Anstieg der Marge ist auf höhere Einnahmen aus dem Kreditkartengeschäft zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie betrug 13,92 Dollar (VJ: 11,86 Dollar).

Der Haupttreiber für den Umsatz im Jahr 2024 war das Segment Asien-Pazifik, Europa, Naher Osten und Afrika, das mit 15,8 Milliarden Dollar rund 56 Prozent zum Gesamtumsatz beitrug. Der größte Kostenblock waren die allgemeinen und administrativen Aufwendungen, die sich auf 10,0 Milliarden Dollar (65 Prozent der Gesamtausgaben) beliefen.

Auch die aktuellen Zahlen aus dem dritten Quartal fallen positiv aus: Der Zahlungsdienstleister steigerte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 20 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu, und das bereinigte Ergebnis pro Aktie (EPS) wuchs um 13 Prozent auf 4,38 Dollar.

Neben dem klassischen Zahlungsgeschäft sorgten insbesondere die sogenannten „Value-Added Services“ – darunter Cybersecurity-, Daten- und Marketinglösungen – für kräftiges Wachstum. Sie erzielten ein Umsatzplus von 25 Prozent (22 Prozent währungsbereinigt) und zeigen erneut, dass Mastercard längst mehr ist als ein reines Zahlungsnetzwerk. Auch neue Angebote wie das Commerce Media Network oder Lösungen zur Betrugsprävention tragen zu diesem Wachstum bei.

Im klassischen Zahlungsnetzwerk verzeichnete Mastercard ein Umsatzplus von 12 Prozent (10 Prozent währungsbereinigt). Maßgeblich beigetragen haben ein Anstieg des Bruttotransaktionsvolumens um 9 Prozent auf 2,7 Billionen Dollar, ein Plus von 15 Prozent im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr sowie 10 Prozent mehr abgewickelte Transaktionen.

Die Dividende ist weiter ausbaufähig. Sie beträgt aktuell 2,63 Euro, was einer Dividendenrendite von 0,55 Prozent entspricht (2024: 2,44 Euro).

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt 490 Milliarden Dollar. Die Beschäftigtenzahl lag 2024 bei 35.300.

Was sagen die Analysten?

Die 39 Analysten, die auf dem Portal MarketScreener ihre Einschätzungen zu unserem neuen NDAC-Clubfondswert abgegeben haben, sind überwiegend positiv gestimmt. 24 Finanzexperten empfehlen „Kaufen“, fünf „Aufstocken“ und zehn „Halten“.

Im Durchschnitt errechnen die Analysten ein Kursziel von 656,51 Dollar. Der Korridor reicht dabei von 520 Dollar am unteren bis zu 768 Dollar am oberen Ende.

Auch wenn die Aktie im Jahresverlauf mit 470 Euro noch im Minus notiert, scheint das Tief bei 403,20 Euro nachhaltig überwunden zu sein. Bis zum bisherigen Hoch von 557,50 Euro bleibt jedoch noch ein Stück Weg nach Norden.

Fazit:

Immer mehr Menschen – auch in Deutschland – zahlen mit den Karten von Mastercard. Das Bargeld wird weltweit zunehmend zurückgedrängt, was eine ertragreiche Zukunft für unseren neuen Clubfondswert erwarten lässt.