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Leitzins wird steigen – Wie gut sind wir Anleger vorbereitet?

Seit der weltweiten Finanzkrise, die mit dem Zusammenbruch des Bankhauses Lehman Brothers im Jahr 2008 begann, sind die Zinsen nicht der Rede wert. Eine ganze Generation von Anlegern kennt es also nicht anders, als dass die Zinsen niedrig sind und das Geld praktisch durch die Zentralbanken hinterhergeworfen wird. Staatsanleihen wurden von der EZB aufgekauft, die damit gegen die Regel ihres Statuts verstoßen hat, keine Staatsfinanzierung zu betreiben. Ok, ob das geholfen hat, die international verflochtenen europäischen Volkswirtschaften wirklich zu retten, oder ob das der Keim für den Ausbruch einer neuen Finanzkrise ist, wird die Zukunft zeigen. Wirtschafts- und Finanzhistoriker werden dazu bestimmt bald dicke Bücher schreiben und wie üblich verschiedene Meinungen dazu vertreten.

Die ersten Schritte sind eingeleitet

Die amerikanische Notenbank hat die Wende eingeleitet, und die ersten Zinsschritte führten den Leitzins mittlerweile über mehrere Etappen in einen Korridor von 1,75 bis 2,0 Prozentpunkte.

Die EZB ließ verlauten, dass sie die umstrittenen Anleihekäufe im September 2018 einstellen wird, und den ersten vorsichtigen Wandel auf dem Zinsmarkt wird es voraussichtlich Mitte 2019 geben.

Das alles hat jedoch noch nicht so sehr auf die Aktienmärkte durchgeschlagen. Die Umfragen in der Wirtschaft und die daraus berechneten Indizes sind immer noch sehr gut, zeigen aber doch auch sorgenvolle Blicke in die Zukunft. Stichworte dabei sind hier die Handelsstreitigkeiten auf den globalen Märkten, der Brexit, die heraufziehenden Wolken in der chinesischen Kreditwirtschaft, der Iran-Deal und verschiedene andere Konfliktherde in der Welt.

Der Volatilitätsindex (VIX)

Für lang- und mittelfristige Anleger ist nicht so sehr interessant, wie der DAX oder der Dow Jones heute oder morgen steht. Wichtig ist vielmehr, wie stark die Aktien schwanken. Die diesbezügliche Angst der Anleger wird in einem Index gemessen, dem VIX.

Ein Volatilitätsindex (VIX) misst laut Definition die implizite Volatilität (d. h. die zukünftig zu erwartende Volatilität, im Unterschied zur historischen Volatilität) eines Börsenindex, also dessen aktuell von den Marktteilnehmern für einen gewissen Zeitraum in der Zukunft erwartete Schwankungsintensität. Ein hoher Indexstand weist auf einen unruhigen Markt hin, niedrige Werte lassen eine Entwicklung ohne starke Kursschwankungen erwarten. Über die Richtung der Änderung, also ob die Kurse steigen oder sinken, gibt der Indexstand grundsätzlich zwar keinen Aufschluss, allerdings traten die historisch höchsten Indexstände (Schwankungen) auf den Höhepunkten von Finanzkrisen auf.

Die Gefahren für Anleger

Bisher gingen die Kurse stets nach oben, aber keiner weiß, wie Anleger weltweit reagieren, wenn die Kurse stark schwanken und auch einmal länger anhaltend im roten Bereich verharren. Und nebenbei bemerkt sind davon nicht nur Kleinanleger betroffen, sondern auch die Jungmanager der Fonds, in den Banken und Versicherungen etc., die die Märkte so nicht kennen. Für sie gab es bisher auch immer nur ein fast schwankungsfreies Bergauf in den von ihnen betreuten Wertpapieren.

Hinzu kommt die zunehmende Digitalisierung des Börsenhandels. Ist die Software auf das Worst-Case-Szenario schon entsprechend gerüstet, oder verkaufen die Computer alles, was im roten Bereich eine gewisse Schwelle unterschreitet? Und sind die Vernetzungen so gut geschaltet, dass es nicht zu einer Kettenreaktion kommt? In der Vergangenheit haben wir schon ein paarmal kurzeitig erlebt, dass nur ein kleiner Fehler eine solche Panikreaktion auslöste. Allerdings hatte das nur technische und menschliche Ursachen (nicht erkannte Eingabefehler, falsch gesetzte Limits etc.), die zu einem zeitlich eng begrenzten Ausverkauf führten.

Welche Reaktionen sind auf eine mögliche Rezession zu erwarten? Eine zu schnell einsetzende und anhaltende Rezession bleibt das größte Risiko, weil wir nicht wissen, wie die Notenbanken in Zeiten noch moderater Zinsen und üppiger Liquiditätsversorgung darauf reagieren werden oder können.

Wie verhalten sich unsere Kleinanleger?

Fakt ist jedenfalls eins: Den Höhepunkt des Wirtschaftswachstums haben wir hinter uns. Tatsächlich müssen wir uns nun der Erkenntnis stellen, dass die Wachstumsperspektiven nicht mehr so rosig ausfallen werden wie bisher. Das fällt zusammen mit der Normalisierung der Geldpolitik. Wir werden also auf ein schwierigeres und nervöses Marktumfeld treffen, das kurzfristig durch die politischen Querschüsse noch mehr beeinträchtigt wird.

Kleinanleger mit Fonds oder Einzelanlagen sollten sich demnach auf turbulentere und rauere Zeiten einstellen. Die Renditen der Aktien werden nicht mehr durchschnittlich 8 bis 10 Prozent erreichen, sondern einige Etagen tiefer ausfallen. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass Aktien dann nur noch im Durchschnitt um die 5 oder 6 Prozent Rendite abwerfen werden.

Fazit

All das bedeutet allerdings auch, dass ein gutes und aktives Fondsmanagement besser darauf reagieren wird. Ein passiver ETF wird immer nur die Bewegung der zugrunde liegenden Indizes nachvollziehen. Für Fondsmanager aber bieten sich immer noch sehr gute Optionen, das zu erwartende schwächere Wirtschaftswachstum abzufedern, denn noch nie wurde eine Zinserhöhung so langfristig vorbereitet wie gegenwärtig.weitere Nachrichten

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