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Holzaktien im Test – überraschend schlecht

Der deutsche Schriftsteller Christian Morgenstern schrieb einmal: „Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum.“ Zugegebenermaßen sind Bäume ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und in unserem Alltag vielfach vertreten. Wenn wir morgens zur Arbeit kommen, setzten wir uns an einen Schreibtisch und malen auf Flipcharts, deren wichtigste Zutat bei der Herstellung eben Holz ist. So wichtig Holz für uns aber sein mag, so wenig lohnt sich eine Geldanlage in Bäume. Dies ergab eine Untersuchung der Stiftung Warentest, deren Ergebnisse im Januar in der Zeitschrift Finanztests veröffentlicht werden. Das Institut bewertete alle 7 Angebote der beiden seriösen Anbieter Miller Forest und Forest Finance mit der Note mangelhaft. Insbesondere kritisiert das Institut die fehlende Nachvollziehbarkeit der Prospektinformationen bei den Direktinvestitionen.

Was bei den Holzaktien getestet wurde

Das Testergebnis des Instituts umfasst dabei Dimensionen in 4 verschiedenen Kategorien. Das Investitionsobjekt wird anhand vorliegender unabhängiger Informationen, dem Grundstück selbst sowie der Rückzahlung und der Eigentumsverhältnisse nach Investition bewertet und fließt zu 35 Prozent in die Endnote ein. Ertrag und Risiko machen einen ebenso großen Teil der Endnote aus und ziehen dabei sämtliche Risiken, Verflechtungen, Prognosen und Kosten in Betracht. Kontrolle und Vertrag machen 20 Prozent der Bewertung aus und umfassen beispielsweise Dimensionen wie Renditechancen, Laufzeit oder die Leistungsbilanz. Schließlich ist auch relevant, inwiefern der Anbieter Anlegerinformationen zur Verfügung stellt. Diese Eigenschaft macht die letzten 10 Prozent der Endnote aus.

Investitionsrahmen und Konditionen bei Holzaktien

Bei einer Direktinvestition in Wälder schließt der Anleger einen Dienstleistungsvertrag mit dem Anbieter ab. Dieser Vertrag umfasst dabei den Kauf bzw. die Pacht eines Grundstücks und die Aufforstung dessen. Zumeist sind die Verträge auf mehrere Jahre ausgelegt. Beim Anbieter Forest Finance wird der Wald nach 12 bis 25 Jahren gerodet. Eine Beteiligung ist bereits ab 396 Euro möglich. Bei Miller Forest hingegen kostet die Beteiligung mindestens 968 Euro. Hier findet die Rodung nach 6, 12 oder 18 Jahren statt. Die Beteiligungssumme wird immer vor Vertragsbeginn gezahlt.

Holzaktien: Kritik im Detail

Besonders die Risiken sind bei dieser Investition nur sehr schwer kalkulierbar. Es gibt kaum nachvollziehbare Information, um den Holzpreis bei der Schlussernte zu belegen. Die angegebenen erwarteten Holzpreise werden nicht durch handfeste Marktdaten gestützt. Solche Information können beispielsweise die Grundstückpreise oder aber die Marktpreise der verschiedenen Baumsorten umfassen. Woher also sollen die Anleger wissen, ob das Holz von Akazien mehr wert ist als z. B. das von Kiefern?

Dementsprechend unsicher ist es, ob die in Aussicht gestellte Rendite tatsächlich erwirtschaftet werden kann. Sofern die Bäume wie erwartet wachsen, bekommen die Anleger ihren Investitionsbetrag sowie eine Rendite zwischen 4,3 und 6,9 Prozent zurück. Das setzt jedoch voraus, dass die Schlussernte gut und der Preis ebenso hoch wie vorab kalkuliert ausfallen.

Höchst undurchsichtig sind zudem die zahlreichen Verflechtungen der Anbieter mit Firmen im Ausland. Diesen gehören häufig die Grundstücke, die die Anleger im Rahmen der Investition pachten. Die Grundstücke selbst befinden sich in südamerikanischen Ländern wie z. B. Kolumbien, Panama oder Paraguay. Sie sind zumeist nicht gegen Umweltschäden durch Sturm, Überschwemmung oder Schädlinge versichert, die aber einen hohen Einfluss auf den Investitionsertrag nehmen können. Bei Forest Finance sind zumindest 3 Angebote gegen Feuer versichert.

Darauf sollte man bei Holzaktien achten

Das Geschäft mit den Baumpapieren scheint zu boomen. Auf den ersten Blick sind die Direktinvestitionen in Wälder eine gute Sache. So kann man der Natur helfen und Arbeitsplätze für die Waldarbeiter schaffen. So verbuchen die beiden getesteten Firmen insgesamt mehr als 18.000 Anleger. Dennoch sollte man nicht die vergangenen schlechten Erfahrungen mit Waldinvestments, wie etwa die Pleiten der Frankfurter Green Planet AG oder der Lignum Sachwert Edelholz AG in den vergangenen 4 Jahren, vergessen.

Waldinvestitionen sind keine Selbstläufer. Das Testinstitut empfiehlt daher, darauf zu achten, dass der potenzielle Anbieter einen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gestatteten Verkaufsprospekt sowie ein Informationsblatt zu den Vermögensanlagen vorweisen kann. Im Idealfall sind hier die wichtigsten Investitionsrisiken aufgelistet. Doch die Bafin prüft lediglich die Sinnigkeit der gemachten Angaben, nicht aber deren Richtigkeit. Daher müssen Anleger darauf vertrauen, dass die Angaben der Wahrheit entsprechen oder aber diese selbst überprüfen. Deswegen bleiben diese Anlagen spekulativ und führen nicht selten zum Verlust des Anlegerkapitals. Dementsprechend sollte man nur entbehrliches Kapital für die Investition in Bäume nutzen.

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