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Der DAX40 sinkt nach erfolgreichem Juli und eine Majestätsbeleidigung in den USA

Ihr Torsten Arends, Geschäftsführung des NDAC

Nach seinem Ende Juli aufgestellten Rekord hat der Dax in den ersten August-Tagen deutlich nachgegeben: Am Mittwoch fiel der Leitindex unter 16.000 Punkte. Der schwache Beginn ist nicht unüblich: Aus historischer Sicht haben die beiden schlechtesten Börsenmonate begonnen. Das könnte der Anfang eines ausgeprägten Kursrücksetzers sein. Das sind die Chancen für die Anleger, um hier das eine oder andere Wertpapier zu normalen Preisen zu erwerben und nicht überhitzten Werten hinterher zu hecheln.  

Eine Aktie, welche die Wallstreet in Atem hielt, ist Tupperware. Viele kennen die Produkte und die dazu gehörigen Partys. In den vergangenen Wochen legte das Papier in der Spitze um 850 Prozent zu, obwohl das Unternehmen in einer tiefen Krise steckt. Die sogenannten Reddit-Trader meldeten sich damit nach längerer Pause zurück. Unter Reddit-Trader verstehen wir bekanntlich risikofreudige Kleinanleger, welche sich in sozialen Medien wie Reddit abstimmen, anfeuern und Aktien zu überdurchschnittlich großen Kursbewegungen verhelfen. Sie haben sich nach langer Zeit des Füße-Stilhaltens wieder an den Märkten zurückgemeldet. Auch wenn die Tupper-Aktie danach wieder um 20 Prozent einbrach, haben die Initiatoren des Runs ihre Gewinne mit Sicherheit ins Trockene gebracht.  

Einmal Spitzenbonität, immer Spitzenbonität. Das Credo galt in den USA als in Stein gemeißelt. Damit galten Staatsanleihen aus den USA als sichererer Hafen für Anleger. Und nun hat die Ratingagentur Fitch den USA die begehrte Spitzenbonität entzogen. Die Einstufung wurde um einen Schritt von AAA auf AA+ gesenkt, wie Fitch mitteilte. Damit zieht Fitch mit dem Konkurrenten S&P gleich, der das Rating der USA bereits 2011 auf AA+ gesenkt hatte. Die dritte führende Ratingagentur, Moody’s, bleibt bei der höchsten Stufe, was nach Ansicht ihres Autos auch nicht mehr lange gehalten werden kann. Nun könnte man sagen ok, da haben die Anleihen eben eine Ratingstufe verloren, was soll`s, Schrottanleihen sind es trotzdem noch lange nicht.

Dennoch könnte die Luft für den amerikanischen Staat am Verschuldungsmarkt nun etwas dünner werden. Denn konservative Anleger meiden gern Papiere, die nicht das beste Rating haben. Nach der Abstufung durch S&P konnten sich die USA allerdings weiter zu günstigen Konditionen Geld am Kapitalmarkt leihen, da sie als größte Volkswirtschaft der Welt eine Ausnahmerolle einnehmen.

Aber die endlosen Debatten um die Anhebung der Schuldenobergrenze mit der Gefahr der Lähmung der Regierungsorgane auf Bundesebene sind nicht gerade förderlich für ein Spitzenrating. Und wie wir schon öfter festgestellt haben, über Schuldenabbau redet in den USA keiner.

Die Märkte, auch die Aktienmärkte, reagierten mit Abschlägen, denn schließlich wurde die größte Volkswirtschaft abgestraft und das auch noch von der zweiten einheimischen Ratingagentur, eben eine Majestätsbeleidigung. Auch das führte zu einem verhagelten Start in den Börsenmonat August.

Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Christian Lindner wollen ihre Rentenpläne demnächst präsentieren. Die zwei zentralen Punkte: Das Rentenniveau soll laut Arbeitsministerium dauerhaft bei 48 Prozent gesichert werden. Und mit dem Aufbau eines sogenannten Generationen-Kapitals soll der Beitragssatz langfristig stabilisiert werden – hier kommen die Aktien ins Spiel. “Die gesetzliche Rente wird sich dann zukünftig aus drei Quellen finanzieren”, kündigte Heil an. Also aus den Rentenbeiträgen, dem Steuerzuschuss und – dann neu – aus Erträgen vom Kapitalmarkt. Das wäre wahrscheinlich ein Meilenstein in der bundesdeutschen Rentenpolitik, wenn es dazu kommen würde. Sobald die Pläne vorliegen, werden wir uns mit der uns eigenen Sachkenntnis dazu äußern und nicht wie die Sozialverbände (DGB, VdK etc.), die noch ebenfalls noch keine exakten Details kennen, aber schon jetzt von Zockerei reden. 

Wenn ein E-Auto brennt, sorgt das für deutlich mehr Aufsehen, als wenn ein herkömmliches Auto brennt. Und wenn gleich ein ganzes Schiff mit ca. 500 E-Autos an Bord abfackelt, fühlen sich die bestätigt, die vor Akkubränden warnen, die viel gefährlicher seien als jede Benzintank-Explosion. „Können Brände das E-Auto noch aufhalten?“, fragen sich jetzt all die Zulieferer, die gerade mitten in der Umstellung stecken. Eine nicht ganz einfache Frage für die Ingenieure. Und eine Aufgabe, deren Lösung eventuell den deutschen Autobauern wieder einen gewissen Technologievorsprung vor der internationalen Konkurrenz verschaffen könnte. Wenn sie schnell die Lösung für das technologisch hoch brisante Problem finden. Denn notwendig ist die Lösung des Problems wirklich, wenn wir bedenken, dass auf Verkehrsunfälle spezialisierte Löschfahrzeuge bisher meist nicht mehr als 2000 Liter Wasser an Bord mitführen. Das reicht für den Brand eines Verbrenners aus. Doch um den brennenden Akku eines Elektroautos zu kühlen, werden oft zwischen 3000 und 11.000 Liter Wasser gebraucht. Und damit wird lt. Feuerwehrleitfaden kein „Feuer aus“ sondern lediglich erst einmal nur ein „Feuer unter Kontrolle“ erreicht. Neben den Aktionären der Unternehmen, die Feuerwehrautos herstellen, werden auch die Versicherungsunternehmen auf die Lösung warten. Und last but not least der Kunde, der die Autos ja als sichere Fahrzeuge kaufen soll.