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Erinnerungen werden wach … so war es auch bei der letzten Krise

Sich an die Vergangenheit zu erinnern, bedeutet manchmal, in die Zukunft zu schauen.

Die amerikanische Wirtschaft boomt, und der Fachkräftearbeitsmarkt in den USA ist aktuell leergefegt. Bei Wirtschaftsexperten, und nicht nur bei ihnen, kommen Erinnerungen an eine vermeintlich glorreiche Zeit wieder auf. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzpolitik von Präsident Donald Trump sprechen sie gern von den längst vergessenen Zeiten der Reagan-Ära und seiner Reaganomics.

Präsident Reagan und die Reaganomics

Unsere jüngeren Leser waren zu den Zeiten seiner Präsidentschaft noch nicht einmal auf der Welt. Ronald Reagan, geboren am 6.2.1911 in Tampico, Illinois, gestorben am 5.6.2004 in Bel Air, Los Angeles, Kalifornien, amtierte von 1981 bis 1989 als 40. Präsident der Vereinigten Staaten. Über seine politischen Ansichten zu schreiben, würde Bücher füllen. Aber erwähnt werden sollte zumindest, dass seine Rüstungspolitik den Kommunismus an dessen Grenzen brachte und letztlich größtenteils von der Landkarte verschwinden ließ.

Wirtschaftspolitisch blieben seine Reaganomics in Erinnerung – ein Kofferwort, zusammengesetzt aus „Reagan“ und dem englischen Wort „economics“ für Wirtschaft, das die Wirtschaftspolitik der USA unter Präsident Ronald Reagan bezeichnet. Sie basierte auf wirtschaftswissenschaftlichen Thesen und Theorien der Chicagoer Schule (auch Angebotspolitik genannt) und auf der Theorie des Ökonomen Arthur B. Laffer, der zufolge nach Steuersenkungen die Steuereinnahmen nicht sinken, sondern sogar steigen würden. Dazu entwickelte Laffer eine nach ihm benannte Kurve.

In der praktischen Anwendung verringerte die Reagan-Regierung mit dem Economic Recovery Tax Act von 1981 den Spitzensteuersatz der Einkommensteuer von 70 Prozent auf 33 Prozent. Auch die Steuern auf Veräußerungsgewinne und Unternehmenssteuern wurden reduziert. Dadurch sanken die Steuereinnahmen deutlich.

Die Staatseinnahmen gingen 1983 also zunächst zurück, stiegen dann allerdings wieder, wenn auch langsamer als zuvor. Die Auswirkungen von Reagans Steuerpolitik ergaben, dass die Konjunktur bei weniger Steuereinnahmen zwar mittelfristig gesteigert werden konnte, es jedoch zu massiven Haushaltsdefiziten kam. Erst unter Präsident Bill Clinton (reg. 1993–2001) wurden die Steuersätze wieder erhöht und der Haushalt ausgeglichen.

Ronald Reagan wollte die damals stagnierende US-Wirtschaft mit begleitender Deregulierung und drastischen Steuersenkungen für Unternehmen und Besserverdiener zurück auf den Wachstumspfad bringen. Weniger staatliche Gängelung und mehr Kapital in den Händen von Unternehmen und Wohlhabenden sollten zu mehr Investitionen, mehr Arbeitsplätzen und am Ende des Tages zu mehr Wohlstand und Konsum für alle führen.

Das durchschnittliche Wachstum der acht Jahre unter Präsident Reagan betrug 3,5 Prozent pro Jahr und war damit deutlich höher als die 2,6 Prozent der vorangegangenen acht Jahre. Als illusorisch erwiesen sich aber die Annahmen zur Finanzierung durch die Steuersenkungen. So stieg die US-Staatsverschuldung in den Jahren 1980 bis 1990 von 25 Prozent des Bruttoinlandprodukts auf 41 Prozent.

Präsident Trump wiederholt den Fehler der Vergangenheit

Durch den fiskalischen Anreiz der Steuersenkungen im Februar dieses Jahres und die Anhebung der Schuldengrenze wurde eine boomende US-Wirtschaft weiter stimuliert. Das Wachstum des BIP im zweiten Quartal mit annualisierten 4,1 Prozent ist fast doppelt so hoch wie das durchschnittliche Wachstum des aktuellen Expansionszyklus, und für das Kalenderjahr 2018 prognostiziert der US-Kongress ein Wachstum von 3,1 Prozent.

Die Gewinne der US-Unternehmen explodierten geradezu. Nur fragen sich die Wirtschaftsexperten, warum so gut wie nichts von den Gewinnen in neue Investitionen fließt. Stattdessen werden teure Rückkaufprogramme eigener Aktien durch die Gesellschaften aufgelegt und kostspielige Übernahmen in Milliardenhöhe durchgeführt. Der fiskalische Anreiz dafür wurde durch die Steuerreform von Präsident Trump geschaffen. Auch die hohen Ausschüttungen an die Aktionäre gehen auf diese Politik zurück. Warum sollte man investieren, wenn die Politik den Export und Import von Waren und Dienstleistungen ständig bedroht, so das Credo der Unternehmen.

Eine weitere Parallele zu den Reaganomics ist die ausufernde Staatsverschuldung der USA. Das Budget-Office des Kongresses erwartet einen Anstieg der Staatsverschuldung von 77 Prozent des BIP auf 96 Prozent in den kommenden zehn Jahren. Wie lange der Kongress noch die Verschuldungsgrenze ohne eine Herabstufung der Bonität durch die Ratingagenturen anheben kann, fragt sich nicht nur der NDAC.

Es bleibt dann die Aufgabe der kommenden Präsidenten, die Folgen der „Trumponomics“ zu bekämpfen, zumal diese Politik völlig ohne Grund losgetreten wurde. Denn die Konjunktur lief nach der Finanzkrise über Jahre gut, und die Arbeitslosigkeit war dadurch auf einem Rekordtief.

Fazit

Wie lange es noch dauert, bis die Blase platzt, vermag niemand vorauszusagen. Die Notierungen an den US-Börsen zeigen aber, dass die Bäume dort nicht mehr in den Himmel wachsen. Als Kleinanleger sollten wir, ebenso wie unser Fonds, erst mal bei der Party bleiben, aber auch das rechtzeitige Verlassen planen.weitere Flüstereien

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