CureVac – Neuer Kauf für unseren NDAC-Clubfonds

 

Die vielen Impfprogramme in der Welt (und nicht nur gegen Covid19) machen bei Investoren Appetit auf Biotech-Unternehmen, die die Sera entwickeln. Eins davon haben wir für unseren NDAC-Clubfonds in zwei Tranchen erworben.

CureVac ist ein börsennotiertes biopharmazeutisches Unternehmen mit rechtlichem Sitz in den Niederlanden und einer Zentrale in Tübingen. Das Unternehmen hat sich auf die Erforschung und die Entwicklung von Arzneimitteln auf der Grundlage des Botenmoleküls mRNA (Messenger-Ribonukleinsäure) spezialisiert. Die Firma wurde im Jahr 2000 gegründet.
 
Das Unternehmen
 

In seiner Dissertation beschrieb Firmen-Mitgründer Ingmar Hoerr bereits 1999 erstmals die Grundlagen der direkten Anwendung des Botenmoleküls mRNA als Impfstoff, auf denen CureVac aufbaut und gab mit anderen Wissenschaftlern den Startschuss für das heutige biopharmazeutische Unternehmen in der Universitätsstadt Tübingen. Schon 2000 konnten der erste Erfolg erzielt werden. Zum weltweit ersten Mal wurde ein Krebspatient in Tübingen direkt mit mRNA behandelt.
Aus anfänglich 18 Mitarbeitern (2003) wurden bis 2019 580 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 17,4 Millionen Euro erwirtschafteten. Nicht viel könnte man meinen, aber das Unternehmen hat finanzstarke Kapitalgeber.

CureVac wurde von 2006 bis 2014 allein von der Dievini Hopp BioTech Holding, einer Biotech-Venture-Capital-Gesellschaft von SAP-Gründer Dietmar Hopp, finanziert, darunter 80 Mio. Euro im September 2012. Das Kapital von CureVac wuchs durch dieses Investment auf insgesamt 145 Mio. Euro. Hopp war zu dem Zeitpunkt damit zu rund 90 % an CureVac beteiligt. Im Februar 2015 wurde die Bill & Melinda Gates als neuer Investor gewonnen und im Oktober 2015 wurde ein Private Placement mit fünf weiteren Investoren (Baillie Gifford, Chartwave Ltd., Coppel Familie, Northview und Sigma Group) und einem Volumen von 98,7 Mio. Euro durchgeführt. Und so ging es weiter. Alle weiteren Kapitalgeber aufzuführen würde den Rahmen des Artikels sprengen.
 
Der Blick in die Bücher
 

Vorausschicken möchten wir, dass es sich um ein noch sehr junges Unternehmen an der Börse handelt
Am 14. August 2020 erfolgte der Börsengang an der amerikanischen Technologiebörse NASDAQ. Bei einem Ausgabekurs von 16 US-Dollar und einem Emissionserlös von brutto 245 Millionen US-Dollar lag der Unternehmenswert bei ca. 2,3 Milliarden Dollar. Bereits am ersten Tag sprang die Aktie um 250 Prozent nach oben.
Außer tiefroten Zahlen gibt es nichts Positives zu berichten, was einen Controller/ Bilanzbuchhalter erfreuen könnte, wenn er den Blick auf die Ergebnisse richtet. Aber auf Grund der durch die Investoren geschaffenen Kapitaldecke blickt CureVac optimistisch in die Zukunft.
Im Augenblick liegt nur eine verlässliche aktuelle Analysteneinschätzung der Berenbank vor mit der Einschätzung „buy“ und dem Kursziel von 123 Euro. Aktuell bewegt sich der Kurs um die 85 Euro. Als Tiefpunkt wird der Kurs mit 35,50 Euro an der Börse geführt. Vom ihrem Hoch von 125,44 Euro ist die Aktie doch um ca. ein Drittel zurückgekommen. Das mag an dem Vorpreschen der anderen Impfstoffhersteller liegen, mit deren Sera bereits die ersten Massenimpfungen begonnen haben.

Vor Kurzem hat die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoff der Tübinger gestartet. Das teilte die EMA vor ein paar Tagen in Amsterdam mit. Die Entscheidung beruhe auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird nach Angaben der EMA deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Corona-Virus anregt. Und dann ist die Zulassung nur noch Formsache und dürfte der Aktie einen neuen Schwung verleihen.
 
Kooperation mit Bayer
 

Unser Depotwert Bayer hat einen Kooperations- und Servicevertrag mit CureVac unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Bayer bei der weiteren Entwicklung und Bereitstellung des COVID-19 Impfstoffkandidaten CVnCoV von CureVac sowie bei lokalen Aktivitäten in ausgewählten Ländern unterstützen.
Wenn wir an die Impfung der deutschen Bevölkerung denken, dürfte bei der Immunisierung dann ein Schub bevorstehen. Der Markt ist riesig, Milliarden von Menschen warten auf die Impfung, so dass noch genügend Platz für mehr Impfstoff ist.

Fazit

CureVac ist nicht nur auf dem Gebiet der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid 19 tätig. Sondern auch auf dem Gebiet der Onkologie und auf dem Gebiet der Entwicklung prophylaktischer Impfstoffe gegen Infektionen. Ein drittes Standbein ist die Entwicklung molekularer Therapien gegen seltene Krankheiten.
Das alles stimmt uns sehr optimistisch für diesen Wachstumswert.   

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