Microsoft

Bill Gates, besser gesagt seine Stiftung, soll ein wichtiger Teil der Weltverschwörung in Sachen der Corona-Pandemie sein. Behaupten zumindest die Verschwörungstheoretiker rund um den Erdball. Nun, Ihr Autor glaubt nicht an derartigen Quatsch. Zum einen, weil dann das Steuerprivileg für die Stiftung wegfallen würde und zum anderen wird der Microsoft- Gründer etwas anderes im Leben zu tun haben, als krude Verschwörungen gegen die Menschheit auszuhecken.

Sein Herz hängt schließlich an seinem mit Paul Allen gegründeten Microsoft – Unternehmen, das heute jeder kennt, der einen Computer mit dem Windows-Symbol hat (es gibt ja auch noch Linux, das sich aber in der Breite nicht durchsetzen konnte, auch wenn es kostenlos ist).

Was der Legende nach in einer Garage begann, ist heute das weltweit führende Softwareunternehmen, die Microsoft Corp. Der Name Microsoft leitete sich aus dem englischen microcomputer und software ab.

 

Microsoft – ein Imperium für sich

Die in Redmond, einem Vorort von Seattle im US Bundesstaat Washington, beheimatete Gesellschaft verfügt über ein breites Spektrum an Software-Produkten und Dienstleistungen für verschiedene Nutzergeräte. Die Produktpalette erstreckt sich von den bekannten Windows-Betriebssystemen für PCs, Mobilgeräte und Netzwerke über Serversoftware für Client-Server-Umgebungen, Anwendungsprogramme und Desktop-Applikationen für Unternehmen sowie private Nutzer und Multimedia-Anwendungen bis hin zu Internet-Plattformen und Entwickler-Tools. Zusammen mit dem weltweit meistverwendeten Betriebssystem Windows bilden die Büroprogramme der Marke Office die Hauptstützen des Unternehmens.

Im Onlinebereich betreibt der Konzern die Internet-Suchmaschine Bing und die Abonnement- Versionen der neuesten Office-Varianten. Mit dem übernommenen Internet- Telefondienst Skype stellt das Unternehmen seinen Kunden sowohl Sprach- als auch Videotelefonie zur Verfügung. Im Tablet- und Softwaremarkt ist das Unternehmen über das Tablet Surface und die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Smartphone-Herstellern wie HTC und Samsung entwickelten Windows Phones vertreten. Mit den Videospielkonsolen Xbox 360 und Xbox One platziert sich Microsoft außerdem an den Spitzenpositionen der Videospielbranche. Zudem übernahm Microsoft 2014 die gesamte Handysparte vom ehemals führenden finnischen Anbieter Nokia. 2016 übernahm der Technologie-Riese das bekannte Karriere-Netzwerk LinkedIn.

Microsoft Gründer Bill Gates zog sich mehr und mehr aus dem operativen Geschäft seines Unternehmens zurück. Erst übernahm Steve Balmer (seit 2000) und ab 04.02.2014 ist Satya Nadella der CEO des Microsoft- Imperiums.

Der Blick in die Bücher

Vorausschicken müssen wir, dass wir es bei dem Unternehmen wieder, mit einer von der üblichen Bilanzierung abweichenden Jahresabrechnung, zu tun haben.

Das vierte Quartal (bis 30.06.) wurde mit einem Umsatz von 38,03 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent und lag damit über den Erwartungen der Finanzanalysten, die von 36,5 Milliarden Dollar ausgingen. Ebenso überraschte das Unternehmen die Experten mit einem Gewinn je Aktie 1,46 Dollar (Erwartung: 1,34 Dollar).

Enttäuschend fiel das Wachstum der zukunftsträchtigen Azure-Cloud aus. Hier wurde nur ein Wachstum von 47 Prozent erreicht, nach 59 Prozent im Vorquartal. Ok, nicht alle Bäume wachsen gleich in den Himmel.

Aber insgesamt konnte die Sparte Intelligent Cloud dennoch die Erwartungen der Analysten leicht überbieten und den Umsatz um 17 Prozent auf 13,37 Milliarden Dollar steigern (Analysten: 13,11 Milliarden Dollar). Und noch eine Sparte lag über den Erwartungen. More Personal Computing erwies sich als der Gewinner der Corona-Krise und Lock down. Insgesamt wurden Umsatzsteigerungen bei den damit verbundenen Home Office und Gaming- Aktivitäten von 14 Prozent auf 12,91 Milliarden Dollar erwirtschaftet (Erwartung: 11,48 Milliarden Dollar).

Die Jahresdividende zusammengerechnet betrug 2,04 Dollar (quartalsweise Ausschüttung). Microsoft zahlt seit 2003 eine Dividende. Seitdem kam es jedes Jahr zu einer Erhöhung. Im September 2019 erfolgte die 16. jährliche Anhebung in Folge (+ 11 Prozent).

Die Analysten, die sich zwar des Öfteren in ihren Einschätzungen zum Unternehmen geirrt haben, sind mit Recht sehr positiv gestimmt. 10 von 10 Analysten sagen „kaufen“. Das durchschnittliche  Kursziel liegt bei 223,22 Dollar. Die Deutsche Bank geht mit 160 Dollar als minimaler Wert und Jefferies & Company mit 240 Dollar als maximaler Wert in die Berechnung ein. Aktuell liegt der Kurs bei ca. 212 Dollar oder ca. 180 Euro.

Das Papier, das auch in Deutschland gehandelt wird, begann das Jahr 2020 mit 142,96 Euro und ist bereits jetzt nach Überwindung des Coronaschocks wieder bei aktuell ca. 180 Euro angelangt. Nicht mehr weit bis zum 52- Wochen- Hoch von 191 Euro, aber weit entfernt vom 52- Wochen-Tief mit 116,70 Euro.

Fazit

Auch wenn einige Aktionäre nach der Vorlage der Zahlen verkauft haben (Es ist ja nicht verboten auch einmal Kursgewinne mitzunehmen!), bleiben wir dabei und sind sicher, dass Microsoft schon allein wegen der marktbeherrschenden Stellung von Windows, aber auch mit seinen Cloud- Aktivitäten, weiterhin eine glänzende Zukunft vor sich hat.

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