Die Sehnsucht bleibt… (Teil 2)

Norwegian Cruise Line

Die Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. ist die Muttergesellschaft von drei international operierenden Reedereien. Dabei handelt es sich um die Norwegian Cruise Line Corporation Ltd. (NCL), Oceania Cruises und um die Regent Seven Seas Cruises (RSSC). Alle Gesellschaften haben ihren Sitz in Miami im US Bundestaat Florida. 

Im Jahre 1966 gründete der norwegische Reeder Knud Klosters (Klosters Reederei, Oslo) die Norwegian Caribbean Lines AS (NCL), um Karibikkreuzfahrten von Miami aus anzubieten.

Viele Übernahmen und Fusionen später wird die Reederei seit 1999 an der New Yorker Börse gelistet.                                                                                                                   

Bemerkenswert ist auch, dass einige Kreuzfahrtschiffe der NCL in deutschen Werften gebaut wurden. (z. B. Lloyd Werft Bremerhaven und Meyer Werft Papenburg)

Geführt wird die Holding seit 2015 von Präsident und CEO Frank Del Rio, einem mit 25 Jahren Erfahrung in der Kreuzfahrtbranche ausgestatteten Veteran. Er ist übrigens im vergangenen Jahr auf Grund seiner Erfolge bei NCL mit einem Einkommen von 17,8 Millionen Dollar zum bestbezahltesten Manger aller börsennotierten Kreuzfahrtgesellschaften aufgestiegen.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg um 6,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Der Bruttoertrag stieg um 4,6 Prozent. Der Nettoertrag stieg auf Basis konstanter Wechselkurse um 3,6 Prozent und übertraf die Prognosen von November damit um 60 Basispunkte.

Der bereinigte Nettogewinn betrug 1,1 Milliarden Dollar bzw. der bereinigte Gewinn je Aktie 5,09 Dollar im Vergleich zu 1,1 Milliarden Dollar 4,92 US-Dollar im Vorjahr. 

Negativ wirkten sich Naturereignisse wie Wirbelstürme auf das Ergebnis aus (z.B. Hurrikan Dorian) und politische Entscheidungen (ab März Einstellung der Abfahrten nach Kuba).

Die Prognosen konnten für 2020 wegen der weltweiten Corona-Krise nicht mehr aufrechterhalten werden, im Gegenteil. Am 05.05.2020 ging eine Meldung über den Ticker von CNN Business, das das Unternehmen, darüber informiert, dass der Konzern die aktuell omnipräsente Coronavirus-Krise möglicherweise nicht überstehen könnte. Diese Aussage stütze sich auf eine Aussage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Norwegian Cruise Line Holdings. Demnach habe man erhebliche Zweifel, dass das Unternehmen nach der Pandemie sein Geschäft weiterführen könne.

Anschließend wurde bekannt, dass sich das Unternehmen 2 Milliarden US-Dollar zusätzliches Kapital besorgt habe, was nun dafür ausreiche, um das Überleben des Unternehmens für 1 Jahr ohne Kreuzfahrten sicherstellen zu können. Zusätzlich kündigte NCL, mit zusätzlichen Aktiengeschäften weiteres Kapital zu sichern, sodass die dann vorhandene Liquidität insgesamt für 18 Monate ausreichen würde. CEO del Rio, ein studierter  Wirtschaftsprüfer, geht nun davon aus, dass die finanziellen Angelegenheiten des Konzerns nun geregelt seien und die Liquidität für eine lange Zeit ausreiche.

Ok, schauen wir noch auf den Kurs der Aktie, der in Folge der Pandemie vom 52-Wochen- Hoch auf von 54,10 Euro auf den Tiefpunkt von 6,60 Euro abstürzte. Er hat das Tief bereits wieder überwunden, und hat sich auf rund 11 Euro erholt.

Im April 2020 haben 3 Analysten die Aktie von NCL bewertet, zwei empfehlen das Papier zu „kaufen“ und ein Finanzexperte rät zum „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel setzen die Analysten auf 18,00 Dollar fest. Das  entspricht einem Anstieg von 6,50 Dollar zum aktuellen NYSE-Kurs von Norwegian Cruise Line in Höhe von 11,50 Dollar.

Wir folgen den positiven Aussichten von CEO del Rio, der ebenfalls auf stabile Buchungen für 2021 verwies, und haben das Papier für unseren Clubfonds erworben.

Haben wir ein Klumpen-Risiko?

Drei neue Konzerne im Depot, die sich mit Kreuzfahrt beschäftigen, dazu kommt noch TUI, ein reiner Touristikkonzern der ebenfalls mit TUI Cruises ein Joint Venture mit Royal Caribbean Cruises eingegangen.

Wir können unsere Anleger beruhigen: 

Ein Klumpen-Risiko besteht in erster Linie dann, wenn ein großer Teil des Depotvermögens in nur einem Sektor/ oder Land investiert wird. Aber wir haben aktuell 48 Werte in unserem Clubfonds. Außerdem  sind die 3 neuen Werte nur kleine Positionen, die sich aber trotz Covid-19 schon sehr gut entwickelt haben.

Fazit:

Anteilsscheine der großen „3“ der internationalen Kreuzfahrt zu erwerben, war ein Gebot der Stunde. Sie sind nicht durch eigenes Verschulden oder Missmanagement zu „Fallen Angel“ (gefallenen Engel) geworden, sondern durch die politischen Entscheidungen in Folge der globalen Corona-Krise.  Sie hatten ein funktionierendes und von Erfolg gekröntes Geschäftsmodell vor der Pandemie und werden diesen Erfolgskurs nach der Pandemie mit Sicherheit weiter fortsetzen und unseren Clubfonds schöne Renditen bescheren.

Wir wissen noch nicht, wie lange der Shut down die Schiffe lahmlegen wird, aber Fakt ist, die Kreuzfahrtsehnsucht der vielen reisehungrigen Menschen bleibt und wird weiter ansteigen!

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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