Wir waren shoppen Teil I

Da Bargeld heute keine Zinsen mehr bringt, im Gegenteil wir durch hohe Cash-Bestände in die Gefahr laufen sogar Geld zu verlieren, haben wir uns entschlossen für unseren NDAC-Fonds bei ausgewählten Aktien aufzustocken und auch neue aussichtsreiche Positionen zu eröffnen. Vielleicht werden jetzt einige Mitglieder denken, warum denn jetzt, wo die Aktienindizes an neuen Rekordständen kratzen?
Zum einen werden die Märkte mit Geld durch die Notenbanken überflutet, das keinerlei andere Möglichkeit hat als in Aktien zu fließen. Zum anderen sorgen wiederum die aufgelegten Konjunkturprogramme der einzelnen Staaten in Milliarden- bzw. Billionenhöhe für die entsprechende Nachfrage bei den Unternehmen und Konsumenten. Wie wir schon kürzlich geschrieben haben, interessiert sich kein Staat in dieser angespannten Zeit mehr für einen ausgeglichenen Staatshaushalt.
Das sind beste Voraussetzungen für die Aufstockung der Aktienbestände in den Depots, also haben wir einige Änderungen vorgenommen. Vorweg, wir haben keine Wertpapiere verkauft, wir halten an unserer Mittel- und Langfriststrategie fest.

Allianz SE
Die meisten kennen nur die Versicherungssparte der Allianz. Aber der seit 1890 am Markt tätige Konzern ist heute mit über 140 Milliarden Euro Umsatz und knapp 150.000 Mitarbeitern ein führender Finanzkonzern in Europa und spielt auch in der Welt ganz vorn mit.
Die von Oliver Bäthe geleitete Gesellschaft verfolgt eine klare Dividendenpolitik. Als Ziel für die jährliche Dividendenzahlung gibt die Allianz an, 50 Prozent des (auf die Anteilseigner entfallenden) Jahresüberschusses des Allianz-Konzerns an die Aktionäre auszuschütten und zumindest das Niveau des Vorjahres nicht zu unterschreiten. Die Dividende im Vorjahr wird mit 9,60 Euro angegeben. Auf der diesjährigen Hauptversammlung wird vorrausichtlich ein Vorschlag von 10,16 Euro diskutiert.
Wir haben 350 neue Aktien der Allianz SE zu einem Kurs von rund 202,92 Euro erworben und setzen darauf, dass das Papier bald wieder seinen Höchststand von 232,50 Euro aus dem letzten Jahr erreicht.

Linde Plc
Über den Industriegaskonzern Linde haben wir schon viel geschrieben, auch im Zusammenhang mit dem Beitrag, den Linde für die Entwicklung der neuen und zukunftsträchtigen Wasserstofftechnologie leistet und noch leisten wird. Für das Corona-Jahr 2020 wurde das Umsatzziel gegenüber 2019 (28,228 Milliarden Dollar) um ca. 900 Millionen verfehlt. Aber bereits für das laufende Jahr rechnet Linde wieder mit einem Umsatz von 28,656 Milliarden Dollar. Für die Hauptversammlung liegt ein Dividendenvorschlag in Höhe von voraussichtlich 3,83 Dollar vor (2019: 3,50 Dollar), denn das Nettoergebnis wird nach ersten Schätzungen mit 2,731 Milliarden Dollar ebenfalls höher ausfallen (2019: 2,285 Milliarden Dollar).
Für unser Depot haben wir 350 Aktien für 218,00 Euro erworben. Sicher wird der Kurs wieder ansteigen und in diesem Jahr sein Jahreshoch von 225,80 Euro wieder erreichen bzw. überschreiten.

RWE AG
Der 1892 gegründete Versorger gehört zum historischen deutschen Industrieadel. RWE musste in seiner jüngsten Geschichte zwei Umbrüche verkraften. Einmal den Atomausstieg nach der Katastrophe von Fukushima und jüngst den geplanten Kohleausstieg, der die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke bei RWE in verschiedenen Etappen festlegt. Dafür gibt und gab es zwar Milliarden an Steuergeldern, doch womit soll RWE künftig Geld verdienen? RWE ist jetzt auf dem besten Weg ein grüner Stromerzeuger zu werden. Noch stammt der meiste Strom von RWE aus fossilen Quellen und der Kernenergie, das wird sich aber ändern. Deshalb investiert der Konzern kräftig in die grünen Energien. Geld verdient er momentan auf einem anderen Gebiet. In das neue Geschäftsfeld will der Versorger kräftig investieren – allein bis 2022 sollen 5 Milliarden Euro in Windkraftanlagen und Solarparks fließen. RWE hat die Ökostromerzeugung von Eon übernommen. Eon bekommt dafür das Netz- und Vertriebsgeschäft einer RWE-Tochter, die sich im Zerschlagungsprozess befindet.
Für 2021 sind Umsatzerlöse von 16,387 Milliarden Euro geplant. Die Dividende von 0,85 Euro ergibt sich aus dem geplanten Gewinn von 1,324 Milliarden Euro.
Durch die Wahl von Joe Biden in den USA zum Präsidenten und den Green Deal in der EU wird sich der gigantische Trend hin zu grünen Energielösungen im laufenden Jahr sogar noch einmal beschleunigen.
Um an diesem Trend zu partizipieren, haben wir für unser Depot weitere 3.000 RWE-Aktien zum Kurs von 37,59 erworben. Wir sind überzeugt, dass das Papier bald das Jahreshoch von 38,61 Euro knacken wird.

PayPal
Diese Aktie haben wir als Aktie des Monats vor kurzem vorgestellt. Wir haben für unser Depot noch 350 Aktien des Zahlungsdienstleister zum Kurs von 237,62 Dollar erworben. Der aktuelle Kurs beträgt 239,80 Dollar.
Die Kursfantasie wird u.a. von den Plänen getragen, dass PayPal die Bitcoins als Zahlungsmittel einführen will.

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