Unser Depotwert: Sanofi

Sanofi (Sanofi-Aventis Groupe) ist ein 2004 durch die Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis entstandener französischer Pharmakonzern. Der Sitz des Unternehmens ist Paris.
 
Das Unternehmen mit weltweit über 100.000 Mitarbeitern wird seit 2019 von dem Briten Paul Hudson geführt.
 

Sanofi unterhält 69 Industriestandorte in 32 Ländern, darunter auch in Deutschland.

Sitz der deutschen Tochtergesellschaft Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist der Industriepark Höchst in Frankfurt/Main, das ehemalige Stammwerk der Hoechst AG. In Höchst wird unter anderem das Insulinpräparat Insulin Glargin (Lantus) hergestellt, das 2014 auf Platz fünf der weltweit umsatzstärksten Medikamente lag. 2020 wurde es immerhin noch auf Platz 9 notiert. Außerdem ist Sanofi in Berlin (Marketing- und Vertriebszentrale der deutschen Gesellschaft) mit rund 1.300 Mitarbeitern und Köln (Nattermann) vertreten. Beides sind Standorte der früheren Sanofi- Synthélabo. Frankfurt ist neben Berlin der Sitz von Sanofi Genzyme – die Speciality Care Business Unit von Sanofi. Ein weiterer Teil des Konzerns sind der Generikaanbieter Winthrop und das in Köln ansässige Unternehmen A. Nattermann & Cie GmbH.

Das Unternehmen ist fokussiert auf Herz-Kreislauf-Medikamente, Medikamente für Diabetes- Stoffwechsel- Erkrankungen, Medikamente zur Behandlung des zentralen Nervensystems, onkologische Medikamente, Medikamente gegen Thrombose, Medikamente, die in der inneren Medizin eingesetzt werden sowie auch auf dermatologische Medikamente. Die Impfstoffe des Konzerns werden unter dem Namen Sanofi Pasteur vertrieben.

Der Blick in die Bücher
Sanofi erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 36,04 Milliarden Euro, dabei wurde ein Jahresüberschuss von 12,31 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Bilanzsumme betrug 114,53 Milliarden Euro, wobei die Eigenkapitalquote bei 55,01 Prozent lag.

Wenn wir uns die Dividendenhistorie seit 2014 anschauen, stellen wir fest, dass der Konzern die jährliche Gewinnbeteiligung seiner Aktionäre von 2,85 Euro auf 3,20 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr kontinuierlich gesteigert hat.

Sanofi hat im ersten Quartal 2021 bei rückläufigen Umsätzen weniger verdient. Der Konzern wies einen Rückgang des Nettogewinns auf 1,57 Milliarden Euro aus. Im Vorjahresquartal waren es noch 1.68 Milliarden Euro.

Der Umsatz fiel laut Mitteilung auf 8,59 Milliarden Euro von 8,97 Milliarden. Trotz des nachteiligen Umfelds aufgrund der Corona-Pandemie, stieg der Umsatz beim wichtigen Wachstumstreiber Dupixent (Mittel zur Behandlung bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis) um 45,6 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn (Business Net Income) lag ebenfalls mit 2,02 Milliarden Euro etwas unter dem Vorjahreswert von 2,04 Milliarden. Dadurch ergab sich ein bereinigter Gewinn je Aktie von 1,61 Euro, was ein Anstieg um 5,2 Prozent bedeutet.

Mit einer Marktkapitalisierung von 110,93 Milliarden gehört er zu einem der „big player“ weltweit.

Was sagen die Analysten?
Wir haben 12 Meinungen von Analysten vorliegen. Acht setzen den Wert auf „buy“ drei auf „hold“ und nur einer senkt den Daumen auf „sell“.

Das durchschnittliche Kursziel aller Analysen wurde mit 96,08 Euro ermittelt. Der Erwartungshorizont liegt dabei in einem Korridor zwischen 75 Euro (Deutsche Bank) und 110 Euro (Bernstein Research; Jeffries & Companie). Aktuell bewegt sich die Aktie um die 88 Euro.

Der Chart zeigt ein aufstrebendes Potential. Das Jahrestief bei 74,93 Euro konnte nachhaltig überwunden werden und das Jahreshoch 95,77 Euro ist in Reichweite gerückt.

Was auch noch auffällt, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 9,07 sehr günstig, ein klarer Kauf.

Fazit
Wir haben Sanofi-Adventis seit 2016 in unserem NDAC–Depot. Der Kaufpreis betrug damals 68,91 Euro, das bedeutet neben der stetig steigenden Dividende eine Kurssteigerung von 27,7 Prozent.


Die Aussichten des französischen Pharmakonzerns sind gut. So wurde eine Kooperation zwischen Sanofi und BioNTech vereinbart. Dazu wird Sanofi BioNTech Zugang zu seiner hochmodernen Produktionsinfrastruktur gewähren. Sanofi wird Fertigungsschritte der späten Phase übernehmen, um ab Sommer 2021 mehr als 125 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffs für die Europäische Union zu liefern, wie am 27.Mai.2021 gemeldet wurde.

Außerdem arbeitet Sanofi gemeinsam mit dem britischen Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline an einem COVID-19-Impfstoffkandidaten, der auf derselben rekombinanten proteinbasierten Herstellungstechnologie beruht, wie einer der saisonalen Grippeimpfstoffe von Sanofi, kombiniert mit der etablierten Adjuvans-Plattform von GSK für Pandemien. Die ersten Studien sollen zu einer Zulassung im Sommer 2021 sowie zu einer Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2021 führen. Mit der ersten Verfügbarkeit über den neuen Impfstoff rechnen Sanofi und GSK im IV/2021.

Natürlich ist es sehr spät für den neuen Impfstoff, aber wir müssen zum einen davon ausgehen, dass die Milliarden Menschen auch in ärmeren Regionen dieser Erde noch auf ihre Impfungen warten. Und es ist noch nicht vorbei mit der Pandemie, wie die Mutationen weltweit zeigen. Auch in Deutschland wird wohl die nächste Impfkampagne 2022 erfolgen müssen, so die Experten.

Wir bleiben dabei!

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