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Unser Depotwert Qiagen

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Qiagen steht zwar nicht so oft im Rampenlicht der Berichterstattung, aber Fakt ist, auch dieses Unternehmen steht mit in der Abwehrschlacht gegen das Covid19 Virus. 

Die Qiagen N.V. (N.V. = naamloze vennootschap, niederländische Rechtsform Form für eine Aktiengesellschaft) hat seinen Sitz im niederländischen Venlo und eine Zentrale in Hilden bei Düsseldorf. Qiagen ist ein börsennotierter Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien für die molekulare Diagnostik, akademische Forschung, pharmazeutische Industrie und angewandte Testverfahren mit Aktivitäten in mehr als 25 Ländern.

Die heutige Gesellschaft wurde am 29. November 1984 von einem Wissenschaftlerteam der Heinrich-Heine-Universität als Diagen Institut für Molekulare Diagnostik gegründet.
Den Beginn der Unternehmenstätigkeit von Qiagen markierte die Entwicklung neuer Methoden für die Aufreinigung von Nukleinsäuren als Träger von Erbinformationen. Um mit unterschiedlichen Molekülen einer Zelle wie zum Beispiel Nukleinsäuren (DNA und RNA) und Proteinen arbeiten zu können, müssen diese von anderen Zellbestandteilen abgetrennt und gereinigt werden. Die Entdeckung verkürzte die Vorbereitungszeit für Plasmide, kleine ringförmige DNA-Moleküle einer Bakterienzelle, von zwei bis drei Tagen auf zwei Stunden.

In der Folge erhielt Diagen Wagniskapital u. a. von dem deutschen Kapitalgeber TVM (Techno Venture Management).

Weitere Meilensteine in der Entwicklung des Unternehmens waren der Gang an die US-amerikanische Technologiebörse NASDAQ im Jahr 1996 als bis dato erstes deutsches Unternehmen sowie im selben Jahr die Gründung der Holding Qiagen N.V. im niederländischen Venlo. Im darauffolgenden Jahr folgte die Notierung an der Frankfurter Börse. Die Aktie von Qiagen wird an der US-amerikanischen Börse NYSE und in Frankfurt im Prime Standard gehandelt und ist Bestandteil des TecDax sowie seit September 2018 auch im MDAX notiert. Das Unternehmen hat gute Chancen im September in den neuen DAX 40 aufgenommen zu werden.

Im Juni 2007 erfolgte die Übernahme der „Digene Corp.“ für rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit etablierte sich Qiagen als ein Anbieter im Markt für die molekulare Diagnostik. Weitere strategisch wichtige Zukäufe umfassten die Übernahme der britischen DxS Ltd. in Manchester im Jahr 2009 und damit die Ausweitung des Produktangebots um therapiebegleitende Diagnostika für die personalisierte Medizin sowie des australischen Unternehmens Cellestis im Jahr 2011 und eines Verfahrens für den Nachweis latenter Tuberkulose.

Im Jahr 2013 hat Qiagen seine Geschäftstätigkeit mit den Übernahmen der Softwarefirmen Ingenuity Systems und CLC bio auf den Bereich der Bioinformatik erweitert. Es folgten viele weiteren Übernahmen und Beteiligungen. 

Das Produktportfolio umfasst heute Probenvorbereitungs- und Testtechnologien sowie Automationsverfahren für diese Technologien. Diese schließen Reagenzien, Laborroboter sowie Softwarelösungen für die Bioinformatik ein. Das Unternehmen bedient mit diesen Produkten die Märkte für molekulare Diagnostik, akademische Forschung, pharmazeutische Industrie sowie angewandte Testverfahren. Qiagen verfügt nach eigenen Angaben über das breiteste Portfolio an molekularen Testtechnologien, die in Form offener Nachweis-Kits und als Tests mit festen Untersuchungszielen angeboten werden. Insgesamt umfasst das Produktangebot des Unternehmens mehr als fünfhundert Produkte und über tausend Patente sind auf den Namen Qiagen eingetragen.
Das Unternehmen steht unter der Leitung von Thierry Bernard als CEO und den Aufsichtsrat führt Lawrence A. Rosen.
Der Blick in die Bücher
Qiagen erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 1,87 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1,256 Milliarden Dollar), dabei wurde ein Jahresüberschuss von 359 Millionen Dollar ausgewiesen (Vorjahr: -42 Millionen Dollar). Die Bilanzsumme betrug 5,91 Milliarden US Dollar, wobei die Eigenkapitalquote bei 47,32 Prozent lag.

Das Biotech-Unternehmen hat im ersten Quartal Ergebnis und Umsatz gesteigert. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) sei um 94 Prozent auf 0,66 Dollar geklettert, teilt das Unternehmen mit. Der Konzernumsatz habe um 52 Prozent auf 567,2 Millionen Dollar zugenommen.

Das Unternehmen übertraf damit seine Ziele für den Konzernumsatz und den bereinigten Gewinn je Aktie. Das Geschäft mit Produkten für Covid-19-Tests brummte. Qiagen bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2021, der ein Wachstum des Konzernumsatzes um 18 bis 20 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,42 bis 2,46 Dollar vorsieht.

Zwar kletterten die Erlöse im Covid-Bereich um 186 Prozent nach oben, allerdings war er nur für gut ein Drittel der Gesamtumsätze verantwortlich.

Was sagen die Analysten?
Es liegen aktuell 10 Einschätzungen vor, 5 „buy“ 4 „hold“ und 1 „sell“.
Das durchschnittliche Qiagen-Kursziel liegt aktuell bei 46,64 Euro. Das Spektrum reicht dabei von 54 Euro (Berenbergbank) bis 35 Euro (Independent Research). Aktuell schwankt der Kurs um 40 Euro.
Der Chart bewegt sich aktuell seitwärts, wobei das Jahreshoch mit 46,95 Euro markiert wurde, das Jahrestief liegt bei 36 Euro.

Fazit
Wir habe die Aktie seit dem vergangenen Jahr in unserem Depot. Damals erworben zu einem Preis von 32,23 Euro. Beim aktuellen Kurs von 39,46 Euro bedeutet das ein Wachstum von 22,43 Prozent.   
Corona geht irgendwann bald vorbei, aber der Umsatz auf Grund der Pandemie macht wie ausgeführt auch nur ungefähr ein Drittel des Umsatzes von Qiagen aus. Wir bleiben dabei.