Unser Depotwert Deutsche Post

Alle Jahre wieder, im September oder sogar noch früher im Spätsommermonat August, beginnt die Vorweihnachtszeit in den Supermärkten. Früher, also ganz früher, war das Vorweihnachtsgeschäft der Höhepunkt im Paketgeschäft der Deutschen Post. Aber das hat sich rapide geändert, seit der Onlineversand die bestimmende Größe im Einzelhandel darstellt.
 
Der gelbe Riese ist längst nicht mehr die von Beamten geleitete deutsche Behörde, sondern ein modernes und effizientes Dienstleistungsunternehmen, das auch international als DHL Group zu den renditestarken Kapitalgesellschaften gehört.

DHL ist übrigens ein im Jahre 1969 in San Francisco von Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn gegründeter Paket- und Brief-Express-Dienst und dessen Anfangsbuchstaben wurden aus den Namen der Gründer abgeleitet. Seit 2002 als DHL International GmbH gehört sie als integraler Bestandteil zum Konzern Deutsche Post DHL Group.
 
Die Deutsche Post ist seit dem Jahr 2000 im DAX30. Aufgrund der über die Jahre konstant hohen Dividendenrendite ist die Post-Aktie seit September 2011 im DivDAX vertreten. Sie gehört damit sozusagen zu den deutschen Dividenden-Aristokraten. 2013 wurde das Papier der Deutschen Post in den EUROSTOXX 50 aufgenommen.
 
Die DHL/ Post AG ist mittlerweile weltumspannend in über 220 Ländern tätig, also fast auf dem ganzen Erdball.
 
Seit 2002 im Vorstand, übernahm Frank Appel im Februar 2008 als CEO die Führung der weltweit ca. 550.000 Mitarbeiter. Seit 25. April 2018 ist Nikolaus von Bomhard Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Post DHL Group.

 

Der Blick in die Bücher
Der Konzern erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Gesamtumsatz von 66,81 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 5,5 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg im abgelaufenen Jahr auf 4,8 Milliarden Euro. Die Hauptversammlung hat deshalb am 6. Mai 2021 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 1,35 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,15 Euro) auszuschütten. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich daraus eine Nettodividendenrendite von 3,3 Prozent.

Die Post AG befördert immer mehr Pakete, im abgelaufenen Jahr waren es 1,6 Milliarden davon. Früher der absolute Gewinnbringer, sind die Briefsendungen von 15,9 Milliarden Briefen auf nunmehr 14,3 Milliarden Briefe zurückgegangen. Fakt ist auch, wenn die Digitalisierung in Behörden Wirklichkeit werden sollte, dann fallen viele Behördenbriefe auch noch weg. Aber trotzdem beträgt der Marktanteil der Post im Briefverkehr in Deutschland immer 85,2 Prozent und das trotz der vielen meist regional agierenden, kleinen, neu zugelassenen Post-Unternehmen.

Man kann sich daran gewöhnen, die Post legte auch in 2021 weiter zu. Der Umsatz der Deutschen Post DHL lag im zweiten Quartal 2021 bei knapp 19,5 Milliarden Euro und war damit deutlich höher als im Vorjahresquartal.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte im 2. Quartal um satte 128 Prozent auf 2,08 Mrd. Euro. Für einen Konzern dieser Größe ist das ein bemerkenswertes Momentum. Die wichtigste Sparte blieb DHL Express, deren EBIT sich von 565 Mio. Euro auf 1,17 Mrd. Euro um 107 Prozent steigerte. Hier steckt der Löwenanteil des Wachstums drin. Die guten Quartalszahlen liegen vor allem am E-Commerce-Wachstum.

Was sagen die Analysten?
Es liegen aktuell 15 Meinungen zur Post-Aktie vor. Die Finanzexperten sind sich überwiegend einig, zwölfmal „kaufen“ und dreimal „halten“. Keiner würde das Papier verkaufen.
Der Korridor der Einschätzungen liegt im Bereich von 38 Euro (Kepler Cheuvreux) bis 77 Euro (Deutsche Bank). Das durchschnittliche Kursziel wurde mit 63,84 Euro ermittelt.
Der Kurschart zeigt eine steigende Tendenz im grünen Bereich. Kein Wunder, ist doch das Jahrestief von 37,29 Euro schon nachhaltig überwunden. Das Jahreshoch von 61,38 Euro dürfte auch nicht mehr lange Bestand haben. Aktuell liegt die Aktie bei ca. 58,00 Euro.

Fazit
Der Konzern bestätigt seine im Juli angehobene kurz- und mittelfristige Ergebnisprognose. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 prognostiziert Deutsche Post DHL Group weiterhin ein Rekordergebnis von mehr als 7,0 Milliarden Euro. Darin enthalten ist eine für das vierte Quartal 2021 geplante Auszahlung des Corona-Bonus an rund 550.000 Mitarbeiter weltweit mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro. Der mittelfristige Ergebnisausblick für 2023 beträgt unverändert mehr als 7,4 Milliarden Euro. Darin kommt die Erwartung von unverändert hohen Sendungsmengen und einer weiter verbesserten Effizienz zum Ausdruck.

Als wir den Logistikkonzern 2016 in unseren NDAC–Clubfonds für nur 25,03 Euro aufgenommen haben, war von der Covid19-Pandemie noch nicht einmal etwas zu ahnen. Trotzdem hatten wir den richtigen Riecher für einen konservativen Wert mit großem Zukunftspotential. Aktuell haben wir ein Wachstum von 131,8 Prozent neben der stetig steigenden Dividende zu verzeichnen. Das KGV von 16 lädt irgendwie zum Nachkaufen ein.

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