Neuerwerb für unser Depot: Siemens Energy AG

Die Siemens Energy AG ist ein Unternehmen der Elektro- und Energietechnik. Der Unternehmenssitz ist in Berlin, der Verwaltungssitz verblieb in München. Das Portfolio umfasst die Energieerzeugung, die Energieübertragung und Industrielösungen sowohl im Bereich der konventionellen als auch der erneuerbaren Energien. Die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energie werden vom Tochterunternehmen Siemens Gamesa in Zamudio bei Bilbao/ Spanien geführt.
 
Siemens Energy entstand durch Abspaltung von der Siemens AG am 01. April 2020. Als erster Vorstandsvorsitzender wurde Christian Bruch, der vom Linde-Konzern zu Siemens Energy wechselte, bestellt. Den Aufsichtsrat führt Siemens-Chef Joe Käser.
 
Die Aktien des neuen Unternehmens werden seit dem 28. September 2020 an der Börse gehandelt. Nach der Abspaltung hält die Siemens AG nur noch gut 35 Prozent der Anteile.
 
Die Siemens Energy AG ist das Ergebnis einer erneuten Umstrukturierung des Siemens-Konzerns. Die Siemens AG hat dafür ihre Energiesparte abgespalten und in das neue eigenständige Unternehmen überführt. Bis zum 31. März 2020 waren diese Aktivitäten als sogenannte Operating Company Gas and Power und in der eigenständigen sogenannten Strategic Company Siemens Gamesa Renewable Energy organisiert. Beide Bereiche wurden in das neue Unternehmen überführt. In der Unternehmenspräsentation der Siemens AG wird Siemens Energy seit dem zweiten Quartal 2020 unter Discontinued Operations geführt.
 
Ein nur kurzes verweilen im MDAX (21. Dezember bis 21.März 2021) führte das Unternehmen ab 22.März 2021 in den DAX30.
 
Zum Produktportfolie des Konzerns zählen Energieübertragung und -verteilung (beispielsweise Transformationen, Schaltanlagen, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung), Generatoren, Kraftwerkstechnik, Niederspannungsschalttechnik: Schaltgeräte für Verbraucherabzweige, Komponenten zur Energieverteilung, Befehls- und Meldegeräte, komplette Schranksysteme (Leistungsschalter etc.), Turbinen (Windkraftanlagen, Dampf- und Gasturbinen), sowie Verdichter (Kompressoren).
 
Der Blick in die Bücher
Vorab bemerkt, das Unternehmen hat ein abweichendes Geschäftsjahr.
Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 27,46 Milliarden Euro, dabei wurde ein Jahresfehlbetrag von -1,606 Milliarden Euro ausgewiesen. Zum 31.12.2020 waren rund 92.000 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.
 
Im zweiten Quartal (per Ende März) verzeichnete Siemens Energy einen massiven Anstieg des Neugeschäfts, dank zahlreicher Neuaufträge bei Siemens Gamesa. Der Auftragseingang des Konzerns erhöhte sich daher um fast 40 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Hingegen sank der Umsatz um 4,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, was neben negativen Währungseffekten an sinkenden Erlösen bei Gas & Power lag. Dieses beinhaltet unter anderem das Kraftwerksgeschäft und befindet sich derzeit im Umbau.
 
Unter dem Strich kehrte Siemens Energy in die Gewinnzone zurück. Der Nettogewinn im zweiten Quartal 2021 liegt bei 24 Millionen Euro. Im Vorjahr war ein Verlust von 103 Millionen Euro zu verzeichnen.
 
Auch operativ konnte sich Siemens Energy verbessern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) vor Sondereffekten stieg um knapp 44 Prozent auf 288 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Auf der Ergebnisseite übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Beim Umsatz hatten sich die Marktexperten jedoch mehr erhofft, aber im nächsten Quartal wird es weiter aufwärts gehen (siehe Auftragseingang).
 
Was sagen die Analysten?
Die Finanzexperten sind trotz der roten Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv für die Aktie gestimmt. 13 Analysen liegen aktuell vor, davon 11 mit einer „buy“-Empfehlung und 2 sagen „hold“.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 34,82 Euro. Der Maximalwert wurde mit 43 Euro von Meryll Lynch und der minimale Kurs mit 29 Euro von der Nord LB ermittelt. Mit 25,50 Euro aktuell besteht noch ein erhebliches Aufwärtspotential.
Der Chart zeigt, dass die Aktie das Jahrestief mit 18,38 Euro nachhaltig überwunden hat, aber bis zum Jahreshoch, dass auch als Allzeithoch bei 34,49 Euro markiert wurde, muss Siemens Energy noch zulegen.

Warum haben wir Siemens Energy gekauft?
Wir haben 6.000 Aktien von Siemens Energy für unseren NDAC–Clubfonds gekauft. Natürlich fasziniert z.B. das Thema Wasserstoff die Anleger und auf diesem Gebiet ist auch Siemens Energy gut vorbereitet. Aber wir dürfen bei aller Euphorie nicht vergessen, es wird noch etwas dauern, bis man mit diesem Zukunftsthema Geld verdienen kann. Zumal es genug Konkurrenz im In- und Ausland gibt. Unser neuer Depotwert kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Der neue Dax-Konzern stellt unter anderem Elektrolyseure her, mit denen der Wasserstoff produziert wird.

Fakt ist auch, die Politik muss und wird für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen. Die Subventionsprogramme der Bundesregierung und der EU liegen vor. Und so hoffen nun viele Siemens-Energy-Standorte, die bislang vor allem traditionelle Produkte fertigen, einen Teil des Kuchens abzubekommen. Bis dahin wird auf dem traditionellen Weg Geld verdient. Die Quartalszahlen geben Anlass zu Optimismus. Siemens Energy haben wir als langfristigen deutschen Zukunftswert erworben.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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