Aktie des Monats – HBM Healthcare

Unsere Schweizer Nachbarn gelten nicht umsonst als effizient, sicher und renditestark, wenn es um die richtigen Kapitalanlageprodukte geht. Daher ist es kein Wunder, dass das Papier von HBM Healtcare eine der erfolgreichsten Anlageentscheidungen für unseren NDAC- Clubfonds darstellt.

Das Unternehmen

HBM Healthcare Investments AG (früher firmierte sie unter dem Namen HBM BioVentures AG) ist eine Schweizer Beteiligungsgesellschaft. Das in Zug beheimatete Unternehmen wurde am 12.07.2001 vom Schweizer Unternehmer Henri B. Meier (HBM) gegründet.

Als Beteiligungsgesellschaft ist HBM Healthcare Investments weltweit in rund 25 Unternehmen in den Bereichen Humanmedizin, Biotechnologie, Medizinaltechnik und Diagnostik sowie verwandten Gebieten investiert, deren Hauptprodukte in fortgeschrittener Entwicklung oder bereits am Markt eingeführt sind. Wir sehen an der Ausrichtung, dass HBM Healthcare nicht auf Unternehmen, deren Produkte sich in der unsicheren frühen Startphase befinden, fokussiert ist. Das macht das unternehmerische Risiko für die Gesellschaft und die Aktionäre doch weitestgehend beherrschbar. 

Das Unternehmen steht seit 2001 unter der Führung von Dr. Andreas Wicki als Vorsitzender der Geschäftsleitung, den Verwaltungsgrat (vergleichbar mit Aufsichtsrat) leitet seit 2009 Hans Peter Hasler.

Anlagestrategie 

Innerhalb ihrer Branchenausrichtung investiert HBM Healthcare Investments, wie bereits festgestellt,  vorwiegend in reifere private Unternehmen mit einer attraktiven Unternehmensbewertung und einem überzeugenden Geschäftsmodell einschließlich Produktpipeline, Technologie und Management.

Die Erstinvestition wird typischerweise in der Spätphase der klinischen Entwicklung getätigt, ferner, wenn bei profitablen oder cashflow-neutralen Unternehmen Expansionsfinanzierungen benötigt werden. Das Wertschöpfungspotenzial muss in einem attraktiven Verhältnis zum Risiko der Investition stehen und HBM Healthcare Investments muss Einfluss auf das Portfoliounternehmen nehmen können, v.a. auf den Exit. Dazu kann das  Unternehmen Mehrheitsbeteiligungen erwerben. Auch Folgefinanzierungen stehen bereit, sofern weiteres Wertschöpfungspotential vorhanden ist. Auch bei einem oder nach dem Börsengang des Portfoliounternehmens hat HBM Healthcare Investments die Flexibilität, die Investitionen weiter zu erhöhen und von den Renditen zu profitieren. Die Anlagen werden weltweit getätigt, vorwiegend in Europa, Asien und Nordamerika.

Hauptsächlich wird aktuell in Unternehmen investiert, die in der Krebstherapie (22 Prozent) aktiv sind. An zweiter Stelle stehen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (12 Prozent) und an dritter Stelle Therapien auf dem Gebiet der Immunologie/Entzündungskrankheiten (13 Prozent).

Die Unternehmensbeteiligungen werden nur Experten etwas sagen. Die größten dabei sind 1mg, SAY Life Sience aus Indien sowie Cathay Biotec aus Kanada. Kleinere Beteiligungen hält die Gesellschaft auch an deutschen Unternehmen, Adrenomed und Shingotec. 

Zuletzt platzierte HBM Anfang Oktober das Portfolio-Unternehmen Everest Medicines an die Börse in Hongkong. Das Unternehmen nahm umgerechnet 413 Millionen Franken neues Kapital ein – durch die Ausgabe von 63,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 55,00 Hongkong-Dollar je Stück. Am ersten Handelstag schlossen die Titel laut den Angaben bei 72,75 HKD (+32 Prozent).

Blick in die Bücher und Ausblick 

Vorausschicken müssen wir wieder einmal, dass auch HBM ein vom normalen Rhythmus abweichendes Geschäftsjahr hat. Für die ersten drei Monate bis Ende Juni wurde ein Nettogewinn von CHF 226 Millionen ausgewiesen. Der innere Wert (NAV) stieg in dieser Periode um 15.6 Prozent auf CHF 240,72; der Aktienkurs legte um 30,0 Prozent auf CHF 247,00 zu. 

Die Dividende beträgt für das abgelaufene Jahr 2020 7,70 CHF. Wenn man die Dividendenhistorie anschaut, dann ist von 2014 mit 3 CHF beginnend ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen.

Für das laufende Geschäftsjahr, das von April 2020 bis März 2021 dauert, gibt sich HBM verhalten: “Nach der starken Entwicklung an den Aktienmärkten in den vergangenen Wochen bleiben wir – was das allgemeine Marktumfeld anbelangt – vorsichtig positioniert”, hieß es aus Unternehmenskreisen. In Bezug auf die Unternehmen im Portfolio sei man allerdings weiterhin zuversichtlich. Nebst einigen Börsengängen erwarte die Gesellschaft gemäß dem Bericht auch Mehrwert durch Übernahmen, Finanzierungsrunden und Beteiligungsverkäufe.

Das Unternehmen erwartet für die erste Hälfte 2020/2021 einen Jahresgewinn von 441 Millionen CHF. Das sind deutlich mehr als die 102,5 Millionen im Vorjahr. Maßgeblich zu dem Gewinnsprung beigetragen hätten vier Börsengänge von Gesellschaften aus dem Portfolio. So wurde es mitgeteilt.

Nach coronabedingtem Absturz auf das 52- Wochen-Tief von 152,20 CHF stieg die Aktie wieder rasant nach oben und markierte im August ein Allzeithoch von 299,00 CHF. Aktuell bewegt sich der Kurs bei über 270 CHF mit wieder aufsteigender Tendenz.

Fazit 

Wir halten das Papier schon lange Zeit in unserem Depot und wurden dafür belohnt. Vom Kaufkurs 26,75 Euro haben wir den rasanten Aufstieg bis aktuell rund 250 Euro hautnah miterlebt. Das entspricht einer Wertsteigerung von über 935 Prozent.

Wir bleiben weiter dabei und nehmen außerdem auch zukünftig die üppige Dividendenrendite von 3,26 Prozent mit.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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