Den Einkauf bezahlen mit Bitcoin

Bitcoin ist wohl die bekannteste aller digitalen Währungen. Besonders die Kurssprünge nach oben oder unten machen von sich reden. Einige der großen Einzelhandelsketten in den Vereinigten Staaten von Amerika akzeptieren nun Kryptowährungen und somit das Bezahlen mit  Bitcoin. Ist das der Durchbruch von Bitcoin als anerkannte Währung?

Große US-Einzelhandelsketten geben Kryptowährungen eine Chance

Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods Market bietet biologische Lebensmittel und erfreut sich auf dem nordamerikanischen Kontinent besonders in den wohlhabenderen Gegenden einiger Beliebtheit.

Nordstrom ist eine erfolgreiche US-amerikanische Kaufhaus- sowie Versandhauskette mit Hauptsitz in Seattle. Von dort stammt auch Starbucks mit seinen Kaffeespezialitäten.

Verbraucher in den USA können aktuell bei diesen Einzelhändlern sowie bei vielen anderen mehr mit Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ether (ETH) und Gemini Dollar (GUSD) bezahlen.

In den USA: An der Kasse mit Bitcoin bezahlen

Ermöglicht wird dies durch die Zahlungsplattform Flexa. Das Start-up-Unternehmen hat eine App entwickelt, mit der Kunden bei teilnehmenden Geschäften ihren Einkauf mit Kryptowährung bezahlen können.

Damit soll den Inhabern von digitalen Währungen mehr Möglichkeiten gegeben werden, das Geld zum Ausgeben zu nutzen. Zurzeit unterstützt die App mit dem Namen Spedn die vier oben genannten Kryptowährungen.

Der Umgang mit der App ist leicht. Die digitale Brieftasche wird mit den entsprechenden Währungen aufgeladen. Um die Bezahlung einfach zu gestalten, ist der Händler direkt mit den digitalen Geldbörsen verbunden. Die App dient als Mittler zwischen dem Händler und der Blockchain.

Der Bezahlservice funktioniert im Online-Shop sowie in den Geschäften vor Ort. Die App gibt einen Barcode aus, der an der Kasse eingescannt wird. Diese Methode ermöglicht die Bezahlung, ohne dass zusätzliche Hardware seitens der Händler angeschafft werden muss. Die vorhandenen Scanner müssen lediglich auf die Spedn-Codes erweitert werden. Flexa ist gleichzeitig eine Kooperation mit der Kryptowährungsbörse Gemini eingegangen, die die auf der App gespeicherten Währungen verwaltet sowie versichert.

Gemini übernimmt auch direkt nach der Transaktion den Umtausch, falls Verkäufer beispielsweise die Bitcoins lieber als US-Dollar auf ihrem Konto sehen möchten.

Spedn-App mit niedrige Gebühren

Die App-Entwickler legen das Hauptaugenmerk auf niedrige Gebühren, denn hohe Kosten schrecken Konsumenten ab. Gleich danach stehen die Privatsphäre der Nutzer sowie die Minimierung von Betrugsmöglichkeiten im Fokus.

Alle drei Punkte sind ausschlaggebend dafür, ob Kunden sich auf mobiles Bezahlen einlassen. Wie viele weitere Händler sich anschließen oder ob mehr Kryptowährungen aufgenommen werden, ist zurzeit noch offen.

Fest steht, dass für größere Akzeptanz die Infrastruktur und Technologie weiterhin verbessert werden müssen. Die Händler benötigen außerdem eine ausreichende Nachfrage, damit sich das Kryptowährungsbezahlsystem für sie lohnt.

Zusätzlich müssen Betrüger so weit wie möglich aus dem System herausgehalten werden. Kunden sowie Verkäufer brauchen eine ausreichende Sicherheit, damit sie ihre Zahlungstransaktionen vertrauensvoll abwickeln können.

Eine Problematik stellt die Volatilität der digitalen Währungen. Die gewaltigen plötzlichen Kursausschläge verunsichern Konsumenten sowie Händler. Die meisten Eigentümer von Krypto Geld sehen dies ohnehin als Investition und nicht als Zahlungsmittel. Trotzdem sind es über 30.000 Geschäfte oder Restaurants, bei denen eine Bezahlung mit Kryptowährungen akzeptiert wird.

Deutschland hinkt allerdings hinterher.

Bezahlen mit Bitcoin oder Euro: So weit ist Deutschland

In Deutschland ist die App Spedn nicht verfügbar. Ohnehin ist sie in den USA momentan nur mit dem Betriebssystem iOS nutzbar, also für Besitzer von Apple-Geräten. Flexa arbeitet bereits an einer Android-Version.

Deutsche Nutzer können zwar auf diverse Bitcoin-Wallet-Apps zurückgreifen, jedoch dienen diese eher der Aufbewahrung des digitalen Geldes. Es gibt auch zu wenig Akzeptanzstellen. Ob mit oder ohne Kryptowährungen, mobiles Bezahlen ist in Deutschland nicht so verbreitet wie in China und den Vereinigten Staaten. Populär sind Zahlungstransaktionen per Handy auf dem afrikanischen Kontinent.

Hierzulande nutzen etwa zwei Prozent der Konsumenten mobile Bezahlmethoden. In China sind es zehnmal so viele. Verbraucher in Nordamerika nutzen gerne die hauseigenen Apps ihrer Lieblingsgeschäfte und -restaurants, sei es Walmart oder McDonald’s.

Laut Analyse der Bundesregierung hat in Deutschland fast ein Drittel der Käufer schon einmal eine Zahlung per Handy oder Smartwatch getätigt, meistens mit der Funktechnik NFC.

Die meisten Konsumenten halten Sicherheitsbedenken von der Nutzung ab. Bankkarten sind bereits mit kontaktloser Bezahlfunktion ausgestattet. Dennoch bevorzugen die Deutschen Bargeld für das Bezahlen in den Geschäften, frei nach dem Motto: Nur Bares ist Wahres.

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