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Stimmung für Tech-Aktien auf gefährlich hohem Rekordniveau – Gastkommentar Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

 

Gastkommentar von Stefan Riße, Finanzanalyst und Börsenkorrespondent für “N-TV”

Mit den jüngsten Quartalszahlen von Nvidia sind die Anleger nochmals optimistischer geworden. Die Stimmung erreicht nun gefährlich hohe Niveaus, die eine Korrektur immer wahrscheinlicher machen. Einen absoluten Rekord erreichte jetzt der Hulbert-Newsletter-Indikator für die Nasdaq mit einem Wert von über 95 Prozent. Das gab es noch nie in der nun knapp 24-jährigen Historie des Index. Auffällig auch: Die Cash-Reserven der internationalen Fondsmanager, die die Bank of America in ihrem monatlichen Fundmanager Survey ermittelt, sind auf 4,2 Prozent gefallen.

Auch dies ist ein Wert, der selten erreicht wird. Dieser Indikator repräsentiert einen dreistelligen Milliardenbetrag und ist daher von großer Bedeutung. Wann immer die Fondsmanager so stark in Aktien investiert sind wie aktuell, gab es irgendwann eine deutliche Korrektur. Zudem fehlt die Marktbreite, die auch andere Aktien mit nach oben zieht, noch immer.

Fast alle Stimmungsindikatoren senden mittlerweile Verkaufssignale
Es ist eine breite Front an Stimmungsindikatoren, die alle das gleiche Bild zeigen. Sowohl Privatanleger als auch Anlageberater in den USA sind so optimistisch, dass die Indikatoren Verkaufssignale liefern. Die Geschichte zeigt zwar auch, dass es selbst bei dieser Stimmung mit den Märkten noch weiter aufwärts gehen kann, die nächste Korrektur kommt dann aber entsprechend heftig und ausgeprägt. Die systematischen Ansätze sind ebenfalls weiter stark auf steigende Kurse positioniert wie selten zuvor. Kommt es erstmal zu leichten Kursverlusten, wird es gefährlich. Dann erreichen diese Ansätze gewisse Stopp-Loss-Marken oder ein gewisses Volatilitätsniveau, so dass automatisch auf den Verkaufsknopf gedrückt wird. Dann gibt es kein Halten mehr. Das ließ sich gut in der Corona-Krise beobachten.

Großer Verfall im März im Blick
Die zweite Hälfte des Februars ist historisch betrachtet die schlechteste aller Monatshälften mit einem durchschnittlichen Minus von rund einem Prozent seit 1928 und knapp 2,5 Prozent seit 1985. Dennoch hat der Markt sie dank der Zahlen von Nvidia gut überstanden. Das nächste wichtige Datum ist nun der große Verfallstermin an den Terminbörsen am 15. März. Schon einige Male war er wie beim Platzen der Internetblase im Jahr 2000 nach unten und beim Ausbruch des Irak-Krieges und dem Höhepunkt der Corona-Krise nach oben der Wendepunkt.